Wasserstoff, quo vadis?

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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cpeter
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folder Do 9. Aug 2018, 18:46
Bemerkenswerter Zick-Zack Kurs in der Argumentation von SRAM
• zuerst ist die H2 Gewinnung zukünftig ganz leicht aus EE zu machen, sogar zu Hause mit billigen Kühlschrank-großen Elektrolyseuren, oder mit fix-fertigen Groß-Elektrolyseuren mit sensationellen Systemwirkungsgraden
• aber jetzt auf einmal: wirtschaftlich betrachtet ist Dampf-Reformation eigentlich viel besser und H2 Erzeugung direkt aus fossilen Produkten eigentlich eh ganz sauber, den Dampf hat man quasi gratis und das CO2 reissen einem die Getränkehersteller eh aus den Händen

Interessant, sehr interessant ...
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 20:59
cpeter hat geschrieben:Bemerkenswerter Zick-Zack Kurs in der Argumentation von SRAM
• zuerst ist die H2 Gewinnung zukünftig ganz leicht aus EE zu machen, sogar zu Hause mit billigen Kühlschrank-großen Elektrolyseuren, oder mit fix-fertigen Groß-Elektrolyseuren mit sensationellen Systemwirkungsgraden
• aber jetzt auf einmal: wirtschaftlich betrachtet ist Dampf-Reformation eigentlich viel besser und H2 Erzeugung direkt aus fossilen Produkten eigentlich eh ganz sauber, den Dampf hat man quasi gratis und das CO2 reissen einem die Getränkehersteller eh aus den Händen

Interessant, sehr interessant ...
Was du Zickzackkurs nennst, ist ganz einfach Zukunftsvorsorge: gegenwärtig ist die günstigste Methode die Dampfreformierung. Wenn nur noch EE erlaubt sind, ist es die Elektrolyse. Man würde als Großwasserstoffverbraucher seine Zukunft gefährden, wenn man sich nicht für alle Eventualitäten vorbereitet. Das betrifft sowohl Anbieter von Technologie (Siemens in diesem Fall) als auch Anwender. Bei der Zeitschiene, die man im Großanlagenbau hat, muß man sehr früh alle Eventualitäten durchspielen und neben dem Plan A schon Plan C bis N in der Tasche haben.

Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 21:08
Na das schafft doch Vertrauen...hab' mir gerade 'ne Cola bestellt :D
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 21:19
Lukeshort hat geschrieben:Na das schafft doch Vertrauen...hab' mir gerade 'ne Cola bestellt :D
....mit unserem guten Getränke CO2 (hat übrigens für Coca Cola sogar ein koscher / halal Zertifikat ;) ) :mrgreen:


Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 9. Aug 2018, 21:31
ähh...es geht mir weniger um den Rülpseffekt sondern um ein Invest mit Warren als Vorbild...ich zögere seit 2014... :mrgreen:
http://www.deraktionaer.de/aktie/linde- ... -64400.htm
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Odanez
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folder Fr 10. Aug 2018, 08:01
Lukeshort hat geschrieben:ähh...es geht mir weniger um den Rülpseffekt sondern um ein Invest mit Warren als Vorbild...ich zögere seit 2014... :mrgreen:
http://www.deraktionaer.de/aktie/linde- ... -64400.htm
Genau, Artikel von vor 4 Jahren, und was ist seitdem passiert? 2016 dann auf 120 runter ;) Alles nur Spekulation.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 85%, 70.000km

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 10. Aug 2018, 09:04
Die haben damals schon so verzweifelt nach Anwendungen für Ihren Wasserstoff gesucht, dass sie sogar ein Brennstoffzellen-Pedelec vorgestellt hatten. Ja klar, statt den Akku bei einer Tour über Nacht im Hotelzimmer oder während der Mittagspause im Biergarten zu laden, fahre ich den Umweg zu einer H2-Tankstelle? Und die Pendler laden auch bei der Tankstelle statt einfach beim Arbeitgeber oder daheim? Statt durch die Wälder zu fahren und gesunde Luft einzuatmen täglich den Umweg durch die Stadt? Was für eine bescheuerte Idee.
i3 BEV (SW: I001-18-11-520), BJ 04/2014, LL >116.000 km, Gesamtschnitt 12,8 kWh/100 km netto
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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zitic
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folder Fr 10. Aug 2018, 15:09
SRAM hat geschrieben:- das CO2 fällt als Rohgas mit geringen Verunreinigungen an, kann einfach aufgereinigt und dann für industrielle Zwecke (z.B. Harnstoffdünger, andere Synthesen) verwendet werden.
Soweit ich das überblicke, wird Erdgas dampfrefomiert um den Wasserstoff für die Ammoniaksynthese zu nutzen. Ammoniak wird dann für die Harnstoffproduktion genutzt. Das CO2 aus der Dampfreformation kann dabei zu zwei Dritteln verwertet werden. Es ist also nicht so, dass Wasserstoff für andere Einsatzzwecke genutzt wird und ein Teil des freiwerdenden CO2 für Harnstoffdünger genutzt werden kann.

Entsprechend ist das nicht die Lösung. Es zeigt aber auf, wo man elektrisierten Wasserstoff erst mal versenken könnte(SKW Piesteritz z.B. Erdgasverbraucher in D), bevor man sich neue umständliche neue Wasserstoffmärkte sucht und gleichzeitig noch Power2Methane (über H2-Elektrolyse) vorantreibt um daraus dann wieder Wasserstoff zu machen...

Als Arbeitnehmer kann ich natürlich verstehen, dass man die Agenda des Arbeitgebers vertritt. Dampfreformier möglichst auslasten und neue Märkte erschließen. Mit neuen Dampfreformiererern oder Elektrolyseuren, die dann nur neue Märkte erschließen sollen, aber ja nicht das Geschäft der bestehenden Dampgreformierer bedrängen.

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 10. Aug 2018, 15:24
Du gehst von falschen Voraussetzungen bei deiner Motivsuche aus. Wobei diese sowieso keine Rolle spielen, wenn es um Tatsachen geht.

Wir sind Verbraucher von H2 und stellen diesen im wesentlichen für den eigenen Bedarf her um damit Chemie zu betreiben. Und die ist viel vielschichtiger als nur Ammoniak oder Dünger. Dementsprechend wird nur ein Teil des produzierten Wasserstoffes zu Ammoniak weiterveredelt. Hier laufen etwas über 200 Produktionen mit einigen tausend Produkten. Das bisschen Wasserstoff, das wir (meist im swap) nach außen verkaufen, kannst du in der Bilanz mit der Lupe suchen.

Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 10. Aug 2018, 16:51
Bin mal wieder für einige Tage in Hamburg und hatte etwas Zeit, mich hier mit H2 zu beschäftigen. Beeindruckt mich... die Greenpeace Windkraftbroschüre.
https://www.greenpeace-energy.de/filead ... eb-PDF.PDF

Hamburg, das Ladesäulenparadies, z.Zt. tatsächlich wesentlich seltener von Verbrennern zugeparkt als noch vor 'nem halben Jahr...aber die typische Großstadt Verkehrssituation. Anreise mit Verbrenner, Strom aufgespart für die Stadt, keine Lademöglichkeit in der großen Tiefgarage beim Hotel. Gut das ich noch den Verbrenner habe,...klar, Fuel-Cell-Power wäre besser. ;)

Wird scheinbar auch in Zukunft aufgrund der Netzsituation schwierig, selbst an besonders geeigneten Stellen (Hotelgarage) Ladestationen zu einzurichten.
Ich wurde auf einen interessanten Artikel (Focus) über ein Interview des ADAC mit dem Ionity-Chef hingewiesen: jede 350 kW Ladestation hat einen 1,2 Megawatt Mittelspannungs-Trafo und 6 Ladepunkte...reicht also nicht für 6 x 350kW, macht nichts wird aufgeteilt.
Keine Ahnung was so eine Ladestation kostet, jedenfalls ist der Mann kostenbewußt, muss er auch sein...will nur dort Ladestationen installieren, wo eh' genug Strom vorhanden ist...und Geld soll natürlich auch verdient werden ! ;)

Der langen Rede kurzer Sinn, ich habe den Plan das aktuelle PHEV relativ kurzfristig in ein BEV zu tauschen auf Eis gelegt...nur Batterie bedeutet bei meinem Fahrprofil Einschränkung und Stress. Ich beobachte allerding mit großem Interesse den Ausbau des H2 -Tankstellennetzes und die Aktivitäten der Autobauer in dieser Sache.

https://www.greenpeace-energy.de/presse ... nteil.html

https://www.focus.de/auto/elektroauto/a ... 21704.html
Dateianhänge
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