Wasserstoff, quo vadis?

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Misterdublex
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Die 150 sind doch schon voll im Aufbau. Ich habe in den letzten 2 Monaten sicher 10-14 neue Ladepunkte eingetragen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 7. Jun 2019, 20:17
Relevant für den Ausbau der Ladeinfrastruktur sind in der Tat die Netzbetreiber, die in Deutschland längst beim Wasserstoff angekommen sind (wie in diesem Thread bereits berichtet...)
https://www.sh-netz.com/de/schleswig-ho ... buell.html
https://edison.handelsblatt.com/erklaer ... 76966.html
https://www.tennet.eu/de/news/news/netz ... -projekte/

Zu Toyota: der Festkörperakku würde hervorragend zum FCHEV passen, seine hohe Energiedichte ( volumetrisch & gravimetrisch) ist ideal für den PKW, die eher schlappe Leistungsdichte wird nach Bedarf durch die Kombination mit dem FC-Stack kompensiert.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 7. Jun 2019, 21:39
Lukeshort hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 20:17

Zu Toyota: der Festkörperakku würde hervorragend zum FCHEV passen, seine hohe Energiedichte ( volumetrisch & gravimetrisch) ist ideal für den PKW, die eher schlappe Leistungsdichte wird nach Bedarf durch die Kombination mit dem FC-Stack kompensiert.
Sorry: Nö.

SCIBs sind sehr viel besser als Ergänzung für Brennstoffzellen geeignet, da man gerade da den stack entlasten will und Gradienten möglichst gering halten will. Dazu ist hohe Leistungsdichte gefragt, also das genaue Gegenteil des Festoffakkus.


Gruß SRAM
________________________________________________
Schwarzwald gegen Wind: https://www.youtube.com/watch?v=7jEQii_9yWw
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 7. Jun 2019, 22:57
Yepp, die Leistungsdichte ist beeindruckend, aber die Energiedichte um 100 Wh/kg nichts Besonderes...und das bei 2,3V Nennspannung pro Zelle...
Letztlich dürfte der Preis entscheiden und für die sicher ab und zu wünschenswerte "Spontanpower" oder für "rekuperative Vollbremsmanöver" ist vielleicht ein leichter Supercap noch besser. Ich bin allerdings selbst beim FCHEV ein Freund höher Akkuenergie im Bereich von 10 -20 kWh...am Liebsten als FCPHEV ;)
warten wir es ab, "nichts ist unmööö..." 8-)
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 10:06
Klar, wenn es darum geht "Leuchtturmprojekte" mit Steuermitteln durchzuziehen und sich ein grünes Ökomäntelchen umzuhängen - da sind die schon immer ganz schnell dabei gewesen.
Lukeshort hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 20:17
... die in Deutschland längst beim Wasserstoff angekommen sind ...
https://www.sh-netz.com/de/schleswig-ho ... buell.html
Zitat:
"Im Rahmen eines Feldtests in Klanxbüll und Neukirchen ... im Forschungsverbund in einem auf drei Jahre angelegten Leuchtturmprojekt ... Projektfazit. In Standard Erdgasnetzen lässt sich Wasserstoff bis 10 % dem Erdgas grundsätzlich beimischen. Damit ist das Projektziel vollständig erfüllt.
Das Projekt ist in diesem Sommer mit dem Rückbau der Einspeiseanlagen beendet."

Im Osten war jahrzehntelang "Stadtgas mit ca. 50% H2" weit verbreitet - ganz ohne Feldtest und Leuchtturmprojekt ...

Ja, es sind schon interessante Links, die Du da präsentierst:
Zitat:
"100 MW – nicht nur die Leistung der beiden Anlagen ist identisch. "Element Eins" von Tennet soll 150 Millionen Euro kosten – genau wie das Projekt "Hybridge" von Amprion und OGE. Projekt Eins soll 2021 in Niedersachsen starten, der genaue Standort steht noch nicht fest, Hybridge 2023 im ebenfalls niedersächsischen Lingen."

Na, feiern kann man sich ja schon einmal lassen. Nur:
Zitat:
"Andere Unternehmen planen derzeit keine Anlagen dieser Größe. Und wenn die beiden Anlagen umgesetzt werden, dann wären sie die größten – weltweit wäre Deutschland dann Vorreiter in Sachen klimafreundliches Gas."

Da frage ich mich natürlich, woher der grüne Wasserstoff kommt, der angeblich zu 50% in den H2-Tankstellen ausgeschenkt wird ...
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 10:33
Lukeshort hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 22:57
Ich bin allerdings selbst beim FCHEV ein Freund höher Akkuenergie im Bereich von 10 -20 kWh...am Liebsten als FCPHEV ;)
Das kann ich verstehen. So kann man wenigstens sicher die nächste H2-Tanke erreichen. Wird wohl auch der Hintergedanke beim MB GLC F-Cell gewesen sein.

Nur dummerweise wird da die neu zu errichtende H2-Infrastruktur noch unwirtschaftlicher, als sie eh schon ist. Oder glaubst Du tatsächlich, dass noch jemand H2 zu 10€/100km tankt, wenn er (den MB F-Cell) zu 6€/100km elektrisch fahren kann?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 10:37
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 10:06

Zitat:
".. Projektfazit. In Standard Erdgasnetzen lässt sich Wasserstoff bis 10 % dem Erdgas grundsätzlich beimischen. Damit ist das Projektziel vollständig erfüllt.
Das Projekt ist in diesem Sommer mit dem Rückbau der Einspeiseanlagen beende."

Im Osten war jahrzehntelang "Stadtgas mit ca. 50% H2" weit verbreitet - ganz ohne Feldtest und Leuchtturmprojekt ...
...heutige Situation (nicht Nachkriegs- oder Planwirtschafts-Szenario): Beimischung ohne Änderung der bestehenden Leitungen bzw. Endsysteme sowie Verbraucherakzeptanz ...verstanden ?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 10:48
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 10:33
... Oder glaubst Du tatsächlich, dass noch jemand H2 zu 10€/100km tankt, wenn er (den MB F-Cell) zu 6€/100km elektrisch fahren kann?
genau das ist der Punkt: ich möchte gern für die "Umgebungsfahrten" den niedrigen Strompreis zu Hause nutzen und ohne Zeitdruck laden...bin allerdings nicht bereit bei Fernreisen >10€/100km oder mehr an Schnellladesäulen zu zahlen und trotzdem >30 Minuten zu warten
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 16:29
An einem 350-kW-Schnelllader brauchst Du keine 30 Minuten. Ich dachte, das wüsstest Du.

Aber das Pferd H2 ist ja eh noch toter (töter?), seit sogar Toyota es nicht mehr reiten möchte. Und tschüss...
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Sa 8. Jun 2019, 20:45
Ich würde das nicht einmal auf "Wasserstoff" verallgemeinern. Aber mobiler Wasserstoff im PKW ist ja nun wirklich erledigt. Im LKW vermutlich aus Kostengründen auch und ob es bei der Bahn tatsächlich ein wirtschaftliches Einsatzgebiet gibt, bleibt abzuwarten.
Es wird wohl Nischen geben - aber selbst als stationärer Langzeitspeicher sehe ich eher Methan als H2.
Wie war doch der Kommentar zur Ankündigung des H2-Trucks von Nikola:
Besonders im Trucking wird der Tipping Point „Diesel versus Elektrisch“ recht drastisch ausfallen – denn am Ende des Tages geht es hier um die Kosten (TCO und Kosten pro km). Sobald ein neues Angebot hier unter die Kosten der anderen Antriebstechnologie fällt, wird dies recht schnell kippen.
Ein grosses Fragezeichen bleibt aber, wie Wasserstoff in diesem Szenario gegen batterie-elektrische Antriebe konkurrenzfähig werden soll. In der Energiekette „Well-to-Wheel“ ist die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lösung mit einer ca. 35%igen Energieeffizienz gegenüber mehr als 80% beim BEV systembedingt deutlich teurer. De Facto wird ein Wasserstoff-Truck rund 2-3 mal mehr Energie brauchen als sein Batterie-Wettbewerber.
Und Infrastruktur sowie Systemkosten im Fahrzeug sind beim H2-Truck deutlich höher.
Bei weiterhin stark fallenden Batteriepreisen (bei gleichzeitiger Erhöhung der Energiedichte und Zyklenstabilität) erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass Wasserstoff dieses Rennen gewinnen sollte.

Mittlerweile hat Nikola einen "Akku-Truck" angekündigt ...
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