Wasserstoff, quo vadis?

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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  • Alex1
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Lukeshort hat geschrieben:Die Oberleitung für LKW's ist schon eine gute Sache, wenn sie vorhanden ist und von den Spediteuren akzeptiert wird.
Klug beobachtet, schappo! Wenn sie nicht vorhanden ist, ist sie keine gute Sache... :lol:
Ein reiner Oberleitungsbetrieb dürfte wegen der Flexibilität nicht möglich sein, besser ist die zusätzliche Unterstützung durch eine Batterie.
Was Du nicht sagst! Verstehendes Lesen lohnt sich doch!
Interessant sind die in der Studie geschätzten Kosten im Jahr 2025 für entsprechende LKWs:
Diesel-Lkw: 85.755€,
Brennstoffzellen-Lkw: 126.209€,
Oberleitung-BEV-LKW für 250 km: 142.087€
BEV-LKW für 800km: 185.470€

Ebenfalls interessant die 2025 vermuteten Energiekosten:
Wasserstoff: 0,228€/kWh, Strom: 0,138€/kWh
Und die Kosten für die Infrastruktur? Die sind für BEVs vergleichsweise verschwindend.
Ich halte die Oberleitung in Deutschland für durchaus machbar, Akzeptanzprobleme wären politisch auszuräumen. Es bleibt spannend ;)
Da kann ich Dir nur zustimmen. Vielleicht noch sinniger ist die "Unterleitung": https://www.focus.de/auto/elektroauto/e ... 73476.html, auch wenn es nur der focus ist.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Odanez
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Zusätzlich die laufenden Kosten für Kraftstoffe und Wartung - da dürfte der Diesel LKW auf Dauer schon ziemlich teuer werden. Aber warum sollte im Jahr 2025 ein BEV-LKW für 800km 185.000EUR kosten wenn der Tesla Semi schon jetzt, wenn er mal kommen sollte, deutlich drunter liegt, geschweige denn wie es dann in 7 Jahren aussehen wird?
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 83%, 80.000km

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Odanez hat geschrieben:Aber warum sollte im Jahr 2025 ein BEV-LKW für 800km 185.000EUR kosten wenn der Tesla Semi schon jetzt, wenn er mal kommen sollte, deutlich drunter liegt, geschweige denn wie es dann in 7 Jahren aussehen wird?
Ich hab' die Antwort mal unterstrichen ;-)
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Odanez hat geschrieben:Aber warum sollte im Jahr 2025 ein BEV-LKW für 800km 185.000EUR kosten wenn der Tesla Semi schon jetzt, wenn er mal kommen sollte, deutlich drunter liegt,
Vermutlich hat man die Akkukosten mit 500.000 angenommen und die Lebensdauer auf 3 Jahre kalkuliert. :lol:

Ich frage mich ohnehin warum ein LKW 800km Reichweite haben muss. In einer Schicht kann man doch bestenfalls 600km weit fahren. Dazwischen eine Pause, in der man nachladen könnte.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Derzeit im Ioniq unterwegs.

Re: Wasserstoff, quo vadis?

Odanez
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wenn die LKWs dann in vollautonomer Weise mit wenigen cm Abstand hintereinander fahren dann brauchen die noch weniger Akku. Gab es ja schon mal Tests, und in 7 Jahren dürfte das auch in der Realität vorhanden sein.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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In der Studie werden verschiedene LKW-Ausführungen behandelt, die kleinste BEV-Version hat 400km Reichweite.
IMO wird die Situation sehr detailliert betrachtet, so wird von einer jährlichen Investition für den O-Leitung Ausbau von 810 Millionen € gesprochen, um das Netz bis 2030 in einen "Endausbauzustand" zu bringen. Dieser jährliche Betrag soll weniger als 20% der LKW Maut entsprechen :!:
Ich habe dieses umfangreiche Werk noch nicht komplett gelesen, bislang hege ich allerdings Zweifel, ob die gemachten Annahmen mit der tatsächlich zu erwartenden Entwicklung korrelieren ;)
BMW 530e PHEV seit August 2017

BLACK LIVES MATTER

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Odanez hat geschrieben:Zusätzlich die laufenden Kosten für Kraftstoffe und Wartung - da dürfte der Diesel LKW auf Dauer schon ziemlich teuer werden.
Reine Wartungskosten (Ölwechsel) eines 40-Tonners 2000 bis 3000 € pro Jahr. Zusätzlich der Verschleiß der Bremsen und Reparaturen. Treibstoffkosten 30 bis 40 Euro Netto pro 100 km, je nach Einsatzbedingungen und Fahrstil.
Für einen Brennstoffzellen-LKW wird das mit Sicherheit auch nicht billiger. Vor allem der hohe Preis für Wasserstoff wird keinen Spediteur überzeugen können.
Odanez hat geschrieben:wenn die LKWs dann in vollautonomer Weise mit wenigen cm Abstand hintereinander fahren dann brauchen die noch weniger Akku.
Wenige cm kaum, aber 1 bis 2 Meter bringen enorme Einsparungen.
Priusfahrer hat geschrieben: Ich frage mich ohnehin warum ein LKW 800km Reichweite haben muss. In einer Schicht kann man doch bestenfalls 600km weit fahren.
Stimmt. Außerdem stehen LKW auch Stunden lang beim Be- und Entladen rum und warten. Schwierig wird das beim Schichtbetrieb, wo zum Laden kaum Zeit bleibt.

Zum Oberletungs-LKW, von dem ich wenig bis gar nichts halte, möchte ich noch folgende Bedenken äußern: Stellte Euch mal vor, die jetzigen LKW-Kolonnen hätten alle einen Abnehmer für die Oberleitung. Auf einem Kilometer Autobahn würden, mit gesetzlich vorgeschriebenem Abstand alle 70 m ein LKW fahren. Das wären dann 14 LKW pro km. Jeder dieser LKW will nun seinen auf der Landstraße leer gefahrenen Akku nachladen und zieht 200 kW aus der Oberleitung. 50 kW zum Fahren und 150 kW zum Laden. Das wären dann nach Adam Riese 2,8 Megawatt pro km Autobahn. Mir ist das alles irgendwie suspekt, von den Kosten mal abgesehen.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Wasserstoff, quo vadis?

harlem24
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Jetzt müßte man mal schauen, wie viel Strom wirklich benötigt wird und ob man nicht, eben durch Platooning, mehr Fahrzeuge hintereinander bekommt...
Schade, dass die Politik in den vergangenen Jahrzehnten die Bahn so dermaßen vernachlässigt hat bzw. den Fokus so stark auf den Personenfernverkehr gelegt hat, dass vielen Firmen ihre eigentlich vorhandenen Bahnanschlüsse abhanden gekommen sind, weil die Nebenstrecken stillgelegt wurden...
Gruß

CHris, bald nicht mehr unterwegs mit e-flat.com Zoe ZE40

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Während der Aufladung könnte der Diesel weiter der Antrieb sein. Es geht ja bei diesem System (so wie ich es verstanden habe) vor allem darum, nach dem Abfahren von der Autobahn beim Fahren durch Städte und Wohngebiete keine Abgase zu emittieren. Für die nächste Anfahrt zur Autobahn könnte der Akku während des Be-/ Entladens der Fracht wieder aufgeladen werden, damit könnte man die Batterien nochmal kleiner halten.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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harlem24 hat geschrieben:Schade, dass die Politik in den vergangenen Jahrzehnten die Bahn so dermaßen vernachlässigt hat
Die Frachtmengen, die auf den Autobahnen unterwegs sind, bekommst Du nicht auf die Bahn, auch mit massivem Ausbau nicht. Jedenfalls nicht, solange die Betriebssicherheit durch den klassischen Blockstellenbetrieb gewährleistet wird (es darf auf einen definierten Gleisabschnitt immer nur ein Zug unterwegs sein). Auch mit den längsten möglichen Güterzügen sind die Gleise bei maximal möglicher Auslastung fast leer ... wenn man im Vergleich dazu sieht, wie viele LKW auf einer Autobahnspur gleichzeitig unterwegs sein können wird klar, warum die Straße leistungsfähiger ist.

Wenn man den klassischen Blockstellenbetrieb durch ein computergestütztes Sicherheitssystem ablöst, das es erlaubt, Züge mit geringerem Abstand hintereinander fahren zu lassen, wird sich das vielleicht ändern und ich meine schon mal gelesen zu haben, dass solche Systeme in der Entwicklung sind.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/2015
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