Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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SRAM hat geschrieben: Und da Japan auf jeden Fall FCVs anbieten wird, fahr ich dann halt irgendwann einen MX 30 EV mit FC Range extender oder sogar einen MX5 FCV.
Träum weiter. Erspart uns hier evtl. einiges.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

psm-freak
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PV7KWp hat geschrieben:
Weitere 30 kWh Strom benötigen die Hochdruckpumpen, mit denen der Wasserstoff auf 900 bar komprimiert wird
Weiter habe ich nicht gelesen! Wer sich nicht mal die Mühe macht, das Datenblatt eines Verdichters zu lesen, sollte eigentlich Schreibverbot auf solchen Medien erhalten!
Welche Energie wird statt dessen für das Komprimieren aufgewendet?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

PV7KWp
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13,5 kWh für 5 kg H2 bei 50 bar Vordruck.

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Man sollte das Anwendungsgebiet der H2 Brennstoffzelle eher in Richtung Luftfahrt verschieben...

Ich bin Mal gespannt, ob sich Nissan's Ethanol rex zu einem Serienprodukt bei Fahrzeugen entwickelt, aber hier geht's ja um Wasserstoff...

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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SRAM hat geschrieben: ...
Und da Japan auf jeden Fall FCVs anbieten wird, fahr ich dann halt irgendwann einen MX 30 EV mit FC Range extender oder sogar einen MX5 FCV.
...
ja, Mazda arbeitet an einem H2- Benzin-Hybriden, bei dem der FC-Stack durch den Kreiskolbenmotor ersetzt wird >> keine Reichweitenprobleme bei schwachem H2-Tankstellennetz bzw. zukünftig vice versa...
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Odanez
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Eine Benzin-Fallback-Lösung ist auch das was bei vielen 0815-Verbrauchern hohe Akzeptanz verursachen wird, wenn man bedenkt, dass die ganzen LPG und CNG Autos das auch tun, und PHEVs sowieso. Ohne diesen Fallback wäre die Akzeptanz bei Weiten nicht so hoch. Ist halt die Frage, ob wenn so ein Produkt auf den Markt kommt, dass überhaupt noch ein Markt für so ein Produkt da ist. Hat ja schon viele Projekte gegeben, die gescheitert sind, weil keiner es wollte, egal wie clever und innovativ es war. Manchmal scheitern Hersteller auch daran, dass sie zu früh dran sind, und der Markt einfach noch nicht weit genug. Timing ist da essenziell. Und was Wasserstoff angeht dürfte das in unterschiedlichen Ländern ganz unterschiedlich ausfallen. Wenn Japan da vollgas (;)) macht, kann es dort in vielleicht 5-10 Jahren Sinn machen. Da müssen die sich aber gewaltig anstrengen - denn das Wettrennen gegen das BEV wird immer schwerer zu gewinnen, je mehr Zeit voranschreitet, da diese ja auch immer und immer besser werden.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 83%, 80.000km

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Japan hat nach der Fukushima-Katastrophe eh ein Energieproblem und kämpft mit steigenden Energiepreisen. Wer da tatsächlich glaubt, dass man großflächig Wasserstoff ausrollt, dürfte einem Denkfehler aufsitzen.
Die Wasserstoff-Ambitionen stammen noch aus der Zeit der "billigen" Kernenergie und gerade in Japan ist es schwierig, den Kurs zu ändern ohne "Gesichtsverlust". Da sitzen alte Männer an den Schalthebeln und die Verflechtung von Energiewirtschaft (danach kommt erst die Autoindustrie) und Politik ist noch stärler als in Deutschland.
(Wobei mir die deutsche Klüngelei schon reicht, wenn ich mir die gestrigen Geldgeschenke an die alten Energiekonzerne anschaue.)

Wer tatsächlich noch glaubt, dass Wasserstoff im PKW irgendwann irgendeine wichtige Rolle spielen wird (außer Subventionen zu verbrennen), der hat m.M.n. die physikalischen Grundlagen von Wasserstoff nicht begriffen.
Wasserstoff eignet sich also überall dort, wo viel Energie über einen langen Zeitraum benötigtwird (C-Raten deutlich unter 0,1, also Betriebszeiten weit über 10 Stunden). Das sind zum Beispiel Schiffe und stationäre Energiespeicher, die über Wochen oder gar Monate autark betrieben werden. Bei immer weiter zunehmender Nutzung fluktuierender Stromproduktion (Wind, PV) werden Langzeitspeicher benötigt, die auch eine mehrwöchige Flaute in den Wintermonaten überbrücken können. Hier kann Power-to-X mit Wasserstoffgas eine Lösung sein. Man kann das Gas direkt bei den Windparks in großen Tanks zwischenspeichern und nach Bedarf rückverstromen. Dafür benötigt man keine aufwändige Infrastruktur und hat deshalb auch etwas bessere Wirkungsgrade.
Im Gegensatz zu Wasserstoff liegen die Kosten bei Batterien vor allem in der gespeicherten Energiemenge, weil der Aufwand linear mit dieser ansteigt. Eine hohe Leistung hingegen bekommt man, ausreichend große Batterien vorausgesetzt, nahezu geschenkt.Daher eignen sich Batterien überall dort, wo vergleichsweise wenig Energie mit vergleichsweise hohem Leistungsbedarf benötigt wird (C-Raten über 0,1, also Betriebszeiten unter 10 Stunden). Das trifft für viele mobile Anwendungen zu (Zweiräder, Autos, Stadtbusse, leichtere und mittelschwere Nutzfahrzeuge), aber auch für Energiespeicher im Stromnetz im Bereich der Minuten- und Stundenreserve (siehe z.B. die Hornsdale Power Reservein Australien).
Da Erdöl /Sprit sicher nicht so schnell aus unserem Leben verschwindet, sind PHEV mit Sprit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die deutlich wirtschaftlicher Lösung für das Übergangsproblem der partiellen Reichweitenangst.

Teuren Wasserstoff mit einer komplett neuen, zusätzlichen Infrastruktur benötigt es dazu nicht.
Erst recht nicht, wenn man bedenkt, dass zu der Zeit, in der (voraussichtlich) einmal "grüner Wasserstoff" flächenddeckend zur Verfügung steht, sich dieses "Problem" längst erledigt haben dürfte.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Der größte Vorteil von Wasserstoff angetriebenen PKW ist die Tatsache, dass die Allgemeinheit keine Ahnung hat was sie das kosten würde, und wie gefährlich das auf Dauer wird. Frage ich jemanden der das Wasserstoffauto favorisiert, was daran gut ist, kommt als einziges Argument, dass man in 5 Minuten tanken kann. Das ist eigentlich das Einzige was die Mehrheit zu wissen glaubt, und was sie über das E-Auto "wisssen" sind stundenlange Ladezeiten und Akkus die wahrscheinlich schnell kaputt gehen. Dass auch ein H2-Auto einen AKKU braucht, wissen die wenigsten. Keiner denkt darüber nach, dass 400 Volt und Wasserstoff nach einem Unfall eine brandgefährliche Mischung ergeben.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Die Batterie brennt nicht, die schiebt "nur" 200°C heißen reinen Sauerstoff aus. Zusammen mit reinem Wasserstoff, nein das würde ich nicht mehr als brennen bezeichnen, das geht dann sehr schnell....
Das kann und will ich mir nicht vorstellen was passiert wenn die Batterie thermisch durch geht und daneben Wasserstoff brennt...
Dann wird sich das Lauftraining der Feuerwehrleute so richtig bezahlt machen,
ZOE Live Q210 6/2013 * Ladegerät @60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor @71.250km
40kWh Batterie 12.03.2019 @85100
Aktuell: 100.000 km

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Wenn man bedenkt welch grosse Sorge VW beim egolf hatte und Ihn lieber die Ahk verweigerte. Diese könnte Ihm Falle eines crashs eine Beschädigung des Akkus erleichtern.

Die Anforderungen an Sicherstechnik sind beim H2 so hoch, daß ist ja vergleichbar mit Raketentechnik oder Kernkraft. Tüv Termin nur in Explosionskammern?
ExKonsul leaf blau winterpack ca 55000 km Spannung und Spass mit 16,5 kWh Akku ....brusa booster 22 kW in arbeit....akkurex in Plannung by muxsan.com...Made in Dresden arrived...Ahk liegt bereit
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