Wasserstoff, quo vadis?

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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zitic
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folder Mi 11. Sep 2019, 15:16
Ja, das ist wahrscheinlich schon Satire. Aber der Fünfjahresplan! Da spart man sich die letzten drei Jahre wohl für ein großes Finale auf.... Man könnte aber auch auf den Gedanken kommen, dass das eine Menge über den "Boom" aussagt, wenn man so massiv von einem entsprechenden Plan in einem autoritären System abweicht... Vielleicht geht China da jetzt etwas rationaler ran:
Doch nun gibt es Signale für eine energiepolitische Wende in Peking. Die hochrangige und regierungsnahe Branchenvertreterin Jade Huang spricht von einer "Entscheidung der chinesischen Regierung, Atomkraft-Projekte auszusetzen". Und der ebenfalls staatsnahe Pekinger Energieexperte Han Wenke beobachtet ein neues "kritisches, rationales Denken über die Atomindustrie".
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 29668.html

Japan wird von den verbleibenden 33 Anlagen wohl nicht mehr als die neun Anlagen, die wieder am Netz sind, reaktivieren - rentiert sich nicht mehr. Wenn man noch von neuen Plänen liest, so stammen die größtenteils aus mehr oder minder autoritär geführten Ländern, die einzelne AKW wollen, weil sie die Technologie noch als Prestigeprojekte wahrnehmen - massivst gefördert von Exporteuren wie Russland, damit sie die entsprechende russische Wirtschaft, die sie so peppeln, überhaupt noch über Wasser halten können.

Und EDF - ja, tolle Halbjahreszahlen.... Wie die Entwicklung in den letzten Jahren inkl. der staatlichen Rettung der heimischen Industrie aussah, ist auch bekannt oder? Aktuell wird an einer staatlichen Bad Bank für die französischen AKW gearbeitet, die damit die unkalkulierbaren Kosten und Risiken von EDF abtrennen. Aktuell (Nachrichtlage EDF) sieht man ja wieder, wie in der Vergangenheit an der Qualität und somit Sicherheit gespart wurde. In jedem Fall müssen unabhängig davon massive Ausgaben (vgl. Unternehmenswert) für die Instandhaltung des Kraftwerksparks eingeplant werden. Stillegungskosten werden ohnehin vertagt. Die privaten Anteilseigner freut es jedenfalls, dass sie den AKW-Ballast bald los sind. Werbung für die Atomkraft ist das nicht. Die Entwicklung der vierten Generation AKW, hat man in Frankreich gerade übrigens auch eingestellt.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder So 15. Sep 2019, 23:20
Naja, wer laufend verlogene Hetzvideos gegen regenerative Energien verbreitet, glaubt auch an 5-Jahres-Pläne... :lol:
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 17. Sep 2019, 14:21
Ganz ohne Polemik oder Hetzrederei möchte ich Kommentarlos als Information hier einen Link einstellen, es geht um das neue Mercedes Fahrzeug mit Wasserstoff und PlugIn (50km, na ja)... Viel spaß beim durcharbeiten, der neue Turbo- Wasserstoff Verbrenner:
Als hochgelobte Innovation:
Vom Sandwich-Boden in den Motorraum
ZOE Live Q210 6/2013 * Ladegerät @60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor @71.250km
40kWh Batterie 12.03.2019 @85100
Aktuell: 86.000 km
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 17. Sep 2019, 20:28
Sandwich-Boden, den hatte doch schon die Elch- äh A-Klasse? Ist das nicht schon über 20 Jahre her? Damals hat der Daimler (wie auch die anderen Verpesterhersteller) die eMobilität aktiv beerdigt. Das war auch die Zeit des ev1 von GM, der noch brutaler vernichtet wurde. Der Daimler hat die eMobilität "nur" einschlafen lassen. Sonst hätten wir die heutigen eAuto-Zahlen schon vor 10 Jahren haben können.

Man kann auch schön sehen, wie extrem aufwendig diese Technologie ist im Vergleich zum BEV.

Noch was Hochgelobtes:
Intelligent kombiniert: Ergänzung des Brennstoffzellenaggregats durch eine Plug-in-Batterie
Schon geschickt, wie man einen inhärenten Systemnachteil als "intelligent" verkauft...

Und was wurde aus diesem "Ausblick"?
Bis Ende 2018: ca 100 Öffentliche Wasserstofftankstellen
Die Jubelperser von H2mobility sind da vorsichtiger und peilen diese Zahl erst für 2020 an. Kommen also 200 eLade-Standorte auf eine H2-Tanke.
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Alex

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 17. Sep 2019, 21:03
An den Sandwich-Boden darf man durchaus mal erinnern - auch wenn MB die A-Class electric heute fast verleugnet. Ist ja auch schon etwas peinlich, wenn 1997 mit 200km praktischer Reichweite geworben wurde und die heutigen Smart kaum 160km zugestanden bekommen ...
attach_fileEV_MB-A-Class_electric_zebra.pdf
(3.56 MiB) 11-mal heruntergeladen
Dass die "Elch- äh A-Klasse" dann nach Entfernung des schweren Akkus aus dem Unterboden Fahrprobleme bekam, ist ein Treppenwitz der Geschichte, dem wir dafür die breite EInführung des ESP verdanken ...
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 17. Sep 2019, 22:31
Korrekt. Das hat mir das Elch-Stop-Programm kostenfrei eingebracht (statt 1.500,- Aufpreis) :D

C U Freitag high noon auf FFF :mrgreen:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mi 18. Sep 2019, 07:33
AbRiNgOi hat geschrieben:
Di 17. Sep 2019, 14:21
Ganz ohne Polemik oder Hetzrederei möchte ich Kommentarlos als Information hier einen Link einstellen, es geht um das neue Mercedes Fahrzeug mit Wasserstoff und PlugIn (50km, na ja)... Viel spaß beim durcharbeiten, der neue Turbo- Wasserstoff Verbrenner:
Als hochgelobte Innovation:
Vom Sandwich-Boden in den Motorraum
Leistungsdichte verdoppelt und gleichzeitig 90% des Platins eingespart: damit ist der Stack im Zielbereich.

Gruss SRAM
________________________________________________
Empfehlung: End of Landschaft https://www.youtube.com/watch?v=TClKa61lCxc
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mi 18. Sep 2019, 07:44
@SRAM trotzdem müssen 3x mehr Eindräder und 3x mehr Solaranlagen gebaut werden. NEIN DANKE.

VDA will Millionen neue Ladepunkte -- KEIN H2
Für eine wirksame Offensive zum Ausbau der Ladeinfrastruktur sei es notwendig, bis 2030 in Deutschland eine Million öffentliche Ladepunkte, weitere 100.000 Schnelladepunkte und mehrere Millionen private Ladepunkte zu schaffen, erklärt der VDA.
2002 - ... Seat Ibiza Sport 1.9 TDI 130PS 310Nm - 245000km
2015 - ... Seat Leon FR ST 2.0 TDI 184PS 380Nm - 60000km; SUV-INTOLERANT
"Mein nächstes Auto ist ein Eauto > 60kWh"
"Ich sage 10-15% E-Neuwagen ab 2020-2025" - 2016

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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    Eberhard
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folder Mi 18. Sep 2019, 07:55
Der Stack ist mit 75kW immer noch zu groß dimensioniert. Ein Drittel der Baugröße und damit 25 kW elektrische Leistung in Verbindung mit einer größeren Powerbatterie von 20-30kWh würde vollkommen reichen. Damit wäre man auf der Autobahn bei 120-130km/h ausreichend schnell unterwegs und im Stadtverkehr lädt sich die Batterie schnell wieder auf.
Zu Hause, in der Garage könnte die Stromversorgung des ganzen Hauses übernommen werden.
Die Gretchenfrage bleibt, was kostet eine kWh Stromerzeugung auf diesem Weg.


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mi 18. Sep 2019, 08:17
Aller Wahrscheinlichkeit immer noch zu viel...
Gruß

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