Wasserstoff, quo vadis?

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Ungard
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folder Mo 12. Aug 2019, 22:47
zoppotrump hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 21:55
Wird da Gewinn gemacht oder ist das subventioniert? Wenn ja, wer genau streicht den Gewinn/Verlust ein?
Subventioniert, kein Gewinn. Auch keine Steuern.
i3 120Ah als FamilienErstwagen und einzigem Auto!
Kein Verbrenner in der Hinterhand für lange Strecken.
Ja, von München nach Niederlande, geht ohne Probleme.
Mein i3 ist offiziell günstiger als ein vergleichbarer wertiger Verbrenner laut ADAC.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 13. Aug 2019, 07:47
zoppotrump hat geschrieben:
Mo 12. Aug 2019, 21:26
Kann mir jemand erläutern wie der H2 Preis von 9,50 EUR pro KG zustande kommt?
Ist das kostendeckend mit Gewinn oder wie läuft das und wieso ist das immer stabil?
Danke!
Die Betriebskosten werden maßgeblich durch den Wasserstoffpreis beeinflusst, der in Deutschland zurzeit mit 9,50 Euro/Kilogramm festgelegt ist. Dieser Preis ist bewusst so konstruiert, dass in etwa Parität mit dem Benzinpreis herrscht, wenn man es auf den Kilometer umrechnet. Zukünftig wird der Preis stark von der Bezugsquelle und der Nachfrage abhängen. Prognosen über einen Wasserstoffpreis am freien Markt weichen stark voneinander ab. Denkbar sind durchaus Preise zwischen drei und fünf Euro.
https://www.energate-messenger.de/news/ ... ibilitaet-

Ich hatte Kontakt mit einem Werksstudenten an der Wasserstofftankstelle in Hamburg.
Dieser meinte, dass dieser Preis lediglich die Energiekosten der (von der EU vollständig geförderten) Elektrolyseanlage deckt.
Herkömmlicher Wasserstoff wird zu Kosten von ca. 6€/kg angeliefert.
Seit Mai 2016 mit einem e-UP unterwegs

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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zoppotrump
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folder Di 13. Aug 2019, 09:16
Sorry, habs noch nicht verstanden. Also 6 Euro kostet der angelieferte H2. Dann nochmal 3,50 Euro für die Anlage. Macht zusammen 9,50 Euro ohne Gewinn.
Richtig?

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Di 13. Aug 2019, 09:47
IMO durch die Mischkalkulation kaum möglich, belastbare Zahlen zu bekommen.
Woher kommt der Wasserstoff? Wer aus der CEP kann was beisteuern? Linde produziert z.B. in Leuna durch die Umsetzung von Glycerin (Abfallprodukt) vermutlich relativ preisgünstigen Wasserstoff.
Wie auch immer, der H2-Preis an der deutschen Tanke wird sicher nicht zum "Schnapper", aber im Vergleich zu den durch diverse Einflüsse steigenden Benzin- Diesel-Preisen attraktiv bleiben.
IMO wird Haushaltsstrom, in Verbindung mit dem hohen Wirkungsgrad des BEV, auch zukünftig die kostengünstigste Energie-Variante für die individuelle Mobilität sein.
Mit Interesse beobachte ich die Entwicklung in den USA: H2 kostet z.B. in Kalifornien um 14$ / kg. Nikola plant, nach Realisierung des eigenen LKW-Tankstellennetzes, einen Preis für allgemeine FC-PKW von < 6$ / kg...sicher inkl. Gewinnmarge
https://arstechnica.com/cars/2019/04/th ... uck-dream/
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 15. Aug 2019, 09:20
Lukeshort hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 09:47
Linde produziert z.B. in Leuna durch die Umsetzung von Glycerin (Abfallprodukt) vermutlich relativ preisgünstigen Wasserstoff.
Deine Vermutung ist (gewollt?) schlicht falsch.

In Leuna wird gerade die Erzeugung /Wasserstoffverflüssigung auf 10t /Tag ausgebaut. Die hängen am Erdgasnetz und Du willst nicht wirklich erzählen, dass dies "Abfallwasserstoff" ist?!?

Nur um die Größenordnung abschätzen zu können:
Eine der "weltgrößten Hydrolyseanlagen" in Mainz "Das 17-Millionen-Euro-Projekt wurde daher zur Hälfte durch den Bund gefördert, aus Mitteln des Programms „Förderinitiative Energiespeicher.") produziert mit einer Dauerlast von 4MW weniger als 2t/Tag. Die Betankung eines H2-Trailers mit 300-600bar dauert 3h, allein der Wirkungsgrad der Anlage wird mit 70,4% angegeben und allein die Stromkosten betragen real zwischen 2€( als neg. Regelleistung verreichnet) ... 6€(EEX-Preis) /kg H2.

Lukeshort hat geschrieben:
Di 13. Aug 2019, 09:47
Nikola plant, nach Realisierung des eigenen LKW-Tankstellennetzes,
einen Preis für allgemeine FC-PKW von < 6$ / kg...sicher inkl. Gewinnmarge
Ja sicher doch - man plant ... :lol: . :lol: . :lol: nach Realisierung ... :lol: . :lol: . :lol:

Du hast nur vergessen zu erwähnen, dass man in Amerika <10Ct/kWh (also mit dem BEV ca. 1,50$/100km) zahlt und der Industriestrompreis bei <4Cent/kWh liegt. Statt 1,50$ mit dem BEV dann 6$ mit dem FCEV für 100km im PKW zahlen - klingt wahnsinnig lukrativ ...

Aber Du bist ja leider eh noch nicht dazu gekommen, die Vorteile der FC-Mobilität darzulegen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 15. Aug 2019, 13:46
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 09:20
...
Deine Vermutung ist (gewollt?) schlicht falsch.

In Leuna wird gerade die Erzeugung /Wasserstoffverflüssigung auf 10t /Tag ausgebaut. Die hängen am Erdgasnetz und Du willst nicht wirklich erzählen, dass dies "Abfallwasserstoff" ist?!?
in Leuna macht Linde einiges, ganz kurz dazu:
Zusätzlich wird durch die Umsetzung von Glycerin aus der Biodieselherstellung umweltfreundlich Wasserstoff hergestellt.
https://www.linde-gase.de/dp/produkte.p ... orte_id=47
und die für mich zählenden Vorteile der H2-Mobilität sind mehrfach in diesem Thread nachzulesen... wer dem nicht folgen will, soll es schlicht bleiben lassen... :lol:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Do 15. Aug 2019, 14:16
Warum habe ich nur gehofft, man könnte von Die eine sinnvolle Antwort erhalten?
Das Nebenprodukt Glycerin aus der gar nicht besonders ökologischen "Bio"-Dieselproduktion wird also in Leuna zu H2 umgewandelt - das stellt niemand in Frage. Interessant wäre es nun zu erfahren, wie hoch denn der Anteil an der Gesamtproduktion von H2 in Leuna ist.
Oder auch, wie hoch der Zusatzaufwand dafür ist.

Lukeshort hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 13:46
... die für mich zählenden Vorteile der H2-Mobilität sind mehrfach in diesem Thread nachzulesen... wer dem nicht folgen will, soll es schlicht bleiben lassen...
Reale Vorteile der FC-Mobilität kannst Du also keine benennen. Deine Behauptungen dazu wurden regelmäßig mit sachlichen Argumenten widerlegt. Dass dies "für Dich" nicht zählt, ist eine andere Sache.

Aber dann schreibe diese Einschränkung aber bitte auch immer dazu und verallgemeinere nicht unzulässig.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Lukeshort hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 13:46
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 09:20
...
Deine Vermutung ist (gewollt?) schlicht falsch.

In Leuna wird gerade die Erzeugung /Wasserstoffverflüssigung auf 10t /Tag ausgebaut. Die hängen am Erdgasnetz und Du willst nicht wirklich erzählen, dass dies "Abfallwasserstoff" ist?!?
in Leuna macht Linde einiges, ganz kurz dazu:
Zusätzlich wird durch die Umsetzung von Glycerin aus der Biodieselherstellung umweltfreundlich Wasserstoff hergestellt.
https://www.linde-gase.de/dp/produkte.p ... orte_id=47
und die für mich zählenden Vorteile der H2-Mobilität sind mehrfach in diesem Thread nachzulesen... wer dem nicht folgen will, soll es schlicht bleiben lassen... :lol:
Zitat aus dem von dir oben geteilten Link von Linde: "Im Steamreformer wird mit Hilfe von Erdgas Wasserstoff hergestellt. Die Produkte werden gasförmig wie auch flüssig an verschiedenste Kunden geliefert."
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Zur Aufteilung des erzeugten H2 zwischen Glycerin-Umsetzung und Dampfreformation wird dort keine Aussage gemacht. Das Verfahren zur H2 Gewinnung aus Glycerin ist wohl relativ neu https://www.scinexx.de/news/technik/gly ... eibstoffe/, da erwarte ich keinen großen Anteil. Hat jemand dazu eine Zahl?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Bitte korrigiert mich wenn ich das falsch verstehe.
Glycerin ist C3H8O3.
Wenn man also einen Weg findet das C3 und das O3 weg zu bekommen, dann bleiben 8 x H übrig. Das bedeutet doch aber auch, dass man noch 3 x O auf der Luft benötigt, und damit 3 x CO2 produziert?!
Oder was entsteht als Alternative?
elektrische Grüße
Peter
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