Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 12. Jul 2019, 20:00
kiter hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 14:05
Die komischen Wünsche nach BIO Ethanol sind komisch. Strom kann DIREKT ohne Umwege und Technik in den Akku einen Autos geladen werden.
Dabei bitte nicht die BEV-Eigenschaften bei winterlichem Wetter außer aucht lassen! Einmal der höhere Stromverbrauch pro Kilometer (Luftwiderstand, Fahrzeugheizung), und dann höheres CO2-Aufkommen pro abgenommener Kilowattstunde, weil eben wenig PV im Netz ist, dafür mehr Kohlekraftwerke.

Mit einer kleinen, ergänzenden Bio Ethanol-Brennstoffzelle mit vielleicht 5 kW (elektrisch + 5 kW thermisch) könnte der in den Sommermonaten erzeugte Ethanol zur Ergänzung genau dann bei diesen ungünstigeren Bedingungen dem BEV zu Gute kommen, ganz im Gegensatz zu den nur mit hohem Aufwand speicherbarem Wasserstoff. Vorteil: man spart eine sonst , nur für brauchbarem Winterbetrieb überdimensionierte schwere Batterie und dessen unnötig hoher CO2-Herstellungsaufwand. Die Menge des nötigen Ethanols dürfte praktisch bereits vorhanden sein, und müsste nur dem Mineralölprodukten entzogen werden.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder So 14. Jul 2019, 00:40
Kleines Problem: Ethanol-Brennstoffzellen sind noch nicht marktreif, und werden es auch noch nicht so schnell sein.

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder So 14. Jul 2019, 10:51
Langsam aber stetig hat geschrieben:Kleines Problem: Ethanol-Brennstoffzellen sind noch nicht marktreif, und werden es auch noch nicht so schnell sein.
Aber Methanol Brennstoffzellen gibt es bereits, das wäre wohl ein adäquater Ersatz.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder So 14. Jul 2019, 11:45
naja, solange die BZ keinen Single Malt verlangt... ;)
Leider funktioniert die Verwendung von Energiepflanzen in der gesamten CO2 Bilanz nicht neutral, zudem können erhebliche Umweltbelastungen durch Monokultur und Düngung entstehen...mal abgesehen von der Konkurrenzsituation "Energie- Lebensmittelpflanze" aus ethischer Sicht. Abfallstoffe (vielleicht zukünftig Zellulose ) sind IMO ok.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder So 14. Jul 2019, 23:06
mweisEl hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 20:00
kiter hat geschrieben:
Fr 12. Jul 2019, 14:05
Die komischen Wünsche nach BIO Ethanol sind komisch. Strom kann DIREKT ohne Umwege und Technik in den Akku einen Autos geladen werden.
Dabei bitte nicht die BEV-Eigenschaften bei winterlichem Wetter außer aucht lassen! Einmal der höhere Stromverbrauch pro Kilometer (Luftwiderstand, Fahrzeugheizung), und dann höheres CO2-Aufkommen pro abgenommener Kilowattstunde, weil eben wenig PV im Netz ist, dafür mehr Kohlekraftwerke.

Mit einer kleinen, ergänzenden Bio Ethanol-Brennstoffzelle mit vielleicht 5 kW (elektrisch + 5 kW thermisch) könnte der in den Sommermonaten erzeugte Ethanol zur Ergänzung genau dann bei diesen ungünstigeren Bedingungen dem BEV zu Gute kommen, ganz im Gegensatz zu den nur mit hohem Aufwand speicherbarem Wasserstoff. Vorteil: man spart eine sonst , nur für brauchbarem Winterbetrieb überdimensionierte schwere Batterie und dessen unnötig hoher CO2-Herstellungsaufwand. Die Menge des nötigen Ethanols dürfte praktisch bereits vorhanden sein, und müsste nur dem Mineralölprodukten entzogen werden.
Und das für nur 10.000,- Aufpreis...

Wie gesagt, "Bio"-Ethanol (kennst Du auch anderes Ethanol?) ist wegen des noch mieseren Wirkungsgrads und der ethisch nicht verantwortbaren Konkurrenz zu Nahrungsmitteln strikt abzulehnen. Brot gehört nicht in den Tank. Klingt einfach, ist aber so.

Da selbst eine Million eAutos nur 0,4 % unseres heutigen Stromverbrauchs benötigen, ist das "höhere CO2-Aufkommen" ein Märchen.

Es ist auch bei 100 % eAutos ein Märchen, wenn 16 oder 20 % unseres Stromverbrauchs für eAutos benutzt werden. Durch den europäischen Stromhandel wird kein einziges kg CO2 emittiert, wenn mehr Strom verbraucht wird.
Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mo 15. Jul 2019, 07:55
Alex1 hat geschrieben:
So 14. Jul 2019, 23:06

Wie gesagt, "Bio"-Ethanol (kennst Du auch anderes Ethanol?)
Wenn "Bio" aussagen soll, dass der Alkohol letztlich durch Gärung entstanden ist, dann schon.
Eine Reihe von Syntheseverfahren können Ethanol aus fossilen Ausgangsstoffen herstellen, was auch tatsächlich geschieht.

Gruß
Ranzoni

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mo 15. Jul 2019, 08:24
Nochmal zu den CO2 Bedenken von @mweisEl bei der Batterieherstellung, die ich durchaus teile:
Das Rennen um immer grössere Reichweiten mit den entsprechend immer schwereren Akkus droht, den angestrebten ökologischen Vorteil von Elektroautos an die Wand zu fahren.
Zitat aus:
https://www.energie-experten.ch/de/mobi ... autos.html

und aktuell aus dem "Spiegel":
Wann die Brennstoffzelle das Batterieauto schlägt
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/bre ... 76800.html

Ja, die Handhabung von Ethanol, Methanol als Energieträger ist easy gegenüber Wasserstoff...aber solange H2 nicht an einer Trägerflüssigkeit gebunden ohne großen Aufwand im FC-Stack verwendbar ist, IMO die optimale Lösung für eine wirksame CO2 Reduzierung.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mo 15. Jul 2019, 09:33
Die optimale CO2-Reduktion entsteht durch ÖPNV.
Dann kommt lange nichts.
Dann kommt das BEV.
Dann mit viel Abstand die Fool Cell.

Die Fraunhofer-Studie wurde ja vom Bereich Wasserstoff erstellt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt... :roll:

Allein schon, dass über 19 kWh/100 km angegeben worden sind für ein BEV, ist schon eine Frechheit an sich. Mit diesem grottenfalschen Wert steht und fällt die gesamte Argumentation.

Den Schwachsinn, dass 2/3 der regenerativen Energie bei der H2-Erzeugung verloren gehen, haben sich vorsichtshalber erst gar nicht thematisiert. Auch hier ein Schelm... :roll:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mo 15. Jul 2019, 09:34
Ranzoni hat geschrieben:
Mo 15. Jul 2019, 07:55
Alex1 hat geschrieben:
So 14. Jul 2019, 23:06

Wie gesagt, "Bio"-Ethanol (kennst Du auch anderes Ethanol?)
Wenn "Bio" aussagen soll, dass der Alkohol letztlich durch Gärung entstanden ist, dann schon.
Eine Reihe von Syntheseverfahren können Ethanol aus fossilen Ausgangsstoffen herstellen, was auch tatsächlich geschieht.

Gruß
Ranzoni
Wieviel Promille der gesamten EtOH-Herstellung?
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mo 15. Jul 2019, 09:39
Alex1 hat geschrieben:
Mo 15. Jul 2019, 09:33
Die optimale CO2-Reduktion entsteht durch ÖPNV.
Das kann man so pauschal jetzt auch nicht sagen. Wenn im ländlichen Raum die Dieselbusse leer ihre Runden drehen stimmt das nicht.

ÖPNV macht nur Sinn wenn eine gewisse Auslastung gegeben ist. Das ist auf dem Land häufig einfach nicht erreichbar. Und selbst in den Innenstädten gibt es Zeiten in denen der Mobilitätsbedarf so gering ist das sich ÖPNV dann weder ökonomisch noch ökologisch lohnt.

Ciao, Udo
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