Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Mi 15. Mai 2019, 15:55
Smartpanel hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 22:03
Nochmal zu den H2-Bussen in Hamburg, im Spiegel steht noch deutlicher was davon zu halten ist, vielleicht lesen das die Heidelberger noch rechtzeitig:
offenbar nicht, jetzt hat der Heidelberger OB Prof. h.c. Würzner verkündet:

"Die Brennstoffzellentechnologie habe drei Vorteile: Brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge ließen sich genauso schnell betanken wie Dieselbusse, es würden keine zusätzlichen Fahrzeuge benötigt und in Betrachtung der globalen Emissionen sei es ausschlaggebend, dass die Herstellung Kohlenstoffdioxidneutral erfolge, was steuerbar sei. Ein Elektrobus sei nicht grundsätzlich besser als ein Dieselbus, vor allem wenn er mit konventionellem Strom betrieben werde."

Echt schön, dass "der Wasserstoff" CO2-neutral auf den Bäumen wächst und völlig selbstlos in die Drucktanks wandert.
Seit 27 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3).
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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    kiter
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folder Mi 15. Mai 2019, 19:48
Super bei H2 geht es Co2 neutral trotz 4x Strommenge und beim Akku aber nicht.

VW wird 1 Mrd. in die Batterieproduktion in Salzburg stecken und in 4 Jahren in Betrieb gehen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Wiese
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folder Fr 17. Mai 2019, 08:12
Ich hab mir gerade überlegt, dass es zum Thema Wasserstoff 2 Möglichkeiten gibt:
1. Für den Wasserstoff in der Mobilität ist es zu spät. Die Technik ist so gut wie ausgereizt. 80% Wirkungsgrad bei der Herstellung und 80% Wirkungsgrad bei der Stromumwandlung sind ja eigentlich ein gutes Ergebnis. Zusätzlich muss das Zeug aber noch transportiert und hoch verdichtet werden, und am Ende wird aus 100% Ökostrom, wenn man diesen benutzen würde, nur 60% Strom fürs Fahrzeug, und der wäre auch noch sehr teuer.
2. Für Wasserstoff ist es noch zu früh, denn es gibt weder echten Ökostromüberschuss, noch gibt es Anlagen zur Herstellung im großen Maßstab. Um den schlechen Wirkungsgrad zu kompensieren, müsste Wasserstoff ein Abfallprodukt der Energiewirtschaft sein. Ob das jemals so sein wird ist fraglich.

Was ich schon lange fordere ist: Zuerst muss der derzeit benötigte Wasserstoff in der Industrie nicht mehr aus Erdgas, sondern aus Ökostrom gewonnen werden. Erst dann, wenn also die Wasserstoffproduktion aus Erdgas abgeschafft wurde, wäre es denkbar Wasserstoff auch im Verkehrswesen einzusetzen. Mit absoluter Sicherheit wird das nicht in den nächsten 10 bis 30 Jahren passieren. In 10 bis 30 Jahren werden wir Akkus mit 1 kg / kWh und vielleicht sogar noch bessere Akkus haben. Ein 100 kWh-Akku wird in absehbarer Zeit (max 25 Jahre) nur noch 100 kg wiegen und in 15 Minuten voll sein, da verwette ich meinen rechten Arm dafür.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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    kiter
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folder Fr 17. Mai 2019, 13:44
@Wiese es geht nicht um die Umwelt. Die Industrie würde ohne mit der Wimper zu zucken H2 für alle aus Erdgas herstellen.
Die Wirkungsgrade sind aber sehr sehr hoch angesetzt :) Unterm Strich wird für das H2 Fahrzeuge die 3-4x Menge an ÖKÖ-Strom erforderlich.
Mit H2 aus Erdgas oder dem aktuellen Graustrom wäre eine Dampflok effektiver!

Wir können von Glück sprechen das die JAPANISCHE INDUSTRIE usw. beim Akku enorm tief drin steckt und viel Geld erwirtschaftet.
Ohne würden wir wo möglich tatsächlich H2 Fahrzeuge kaufen müssen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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ubit
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folder Fr 17. Mai 2019, 14:39
Bleibt nur zu hoffen das wir mit Akku vs. H2 keinen Betamax/VHS-Krieg erleben. Damals wurde ja ganz bewusst die schlechtere Lösung in den Markt gedrückt weil Manche befürchteten das die Qualität bei Betamax zu gut sei und man deshalb auf das schlechtere VHS setzte.

Das kann natürlich grundsätzlich bei H2 auch passieren. Der Verbraucher hat dann halt die A-Karte. Und VW wohl auch...

Ciao, Udo

Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 17. Mai 2019, 15:35
kiter hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 13:44
@Wiese
Die Wirkungsgrade sind aber sehr sehr hoch angesetzt :)
das war Absicht, sonst flippen die Wasserstofffans wieder aus und beginnen eine neue unendliche Diskussion. :mrgreen:
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 17. Mai 2019, 15:53
ubit hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 14:39
Bleibt nur zu hoffen das wir mit Akku vs. H2 keinen Betamax/VHS-Krieg erleben. Damals wurde ja ganz bewusst die schlechtere Lösung in den Markt gedrückt weil Manche befürchteten das die Qualität bei Betamax zu gut sei und man deshalb auf das schlechtere VHS setzte.

Ciao, Udo
Dazu habe ich eine ganz andere Version.
Grundig hat Video 2000 Erfunden. Meines Wissens nach war Video 2000 das beste System und lieferte Standbilder ohne Streifen und die doppelte Kapazität auf der Kasette. Max Grundig und teilweise auch Sony weigerten sich damals Sexfilme auf Video 2000 oder Betamax zu vermarkten und wollte mit der Pornoindistrie nichts zu tun haben. Auf Video 2000 gab es also nur anständige Filme und Western. JVC war schlauer. Sie warfen Sexfilme auf VHS auf den Markt und siehe da, die geile Kundschaft kaufte VHS. Betamax und VHS (Sony und JVC) waren technisch sehr ähnlich, Video 2000 hatte eine wesntlich komplexere Technik und bot nach anfänglichen Schweirigkeiten eine deutlich bessere Qualität.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Und wieder ein Baustein mehr: Speicherdichte Faktor 4

https://www.lancaster.ac.uk/sci-tech/ab ... Revolution


Gruß SRAM
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Empfehlung: End of Landschaft https://www.youtube.com/watch?v=TClKa61lCxc
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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Wiese hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 15:35

das war Absicht, sonst flippen die Wasserstofffans wieder aus und beginnen eine neue unendliche Diskussion. :mrgreen:
nanu, es ist doch genau umgekehrt: die H2-Hater reiten unablässig auf den Etas herum, für mich als H2 Fan sind die hier geführten Wirkungsgradbetrachtungen eher amüsant, inzwischen vielleicht auch etwas langweilig ... und für die Sache unerheblich ;)
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

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folder Fr 17. Mai 2019, 20:23
Magst Du das begründen? Also warum Wirkungsgrad quasi keine Rolle spielen sollte.

Klar: wenn man speichern muss (und das muss man, absehbar) nimmt man was man hat, da spielt der Wirkungsgrad erst mal eine untergeordnete Rolle. Aber es ist ja nun durchaus nicht so, dass die H2-Technologie das einzige wäre, was man hat. Und genug EE-Kraftwerke, um mit Energie zu "aasen" hat's halt auch nicht hierzulande.
Gruß
Werner
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