Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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Helfried
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Ioniq hat geschrieben:Der IONIQ hat durch die Luftkühlung und Heizung aber einen großen Vorteil: Beim Fahren wird permanent die Innenraumabluft mit rund 20 Grad durch den Akku geleitet und hält ihn so auf Temperatur.
Das Gebläse geht aber nur bei heißem Akku, nicht bei normaler Fahrt. Da wird kein Akku warm gehalten.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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    nix_CO2
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Gerade lese ich von Kühlung am Limit des 28 Ioniq. Der kleine Akku wird im Sommer bei 130km/h zu warm um danach mit 65kW zu laden. Ich vermute das der neue grosse 38 Akku das besser kann, weil sich der Entladestrom auf eine größere Kapazität verteilt und Kühler bleibt. Deshalb könnte man bis zum ersten Ladestopp schneller fahren und dann trotzdem mit maximaler Leistung schnell laden. Gut die gewonnene Zeit braucht man gegenüber dem kleinen Akku teilweise wieder zu laden, aber bis 50% SCO, also bis 20kWh geht das mit 55 kW.
D.h. in 18min 16, 5kWh versus 19,5kWh
Für die fehlenden 3kwh braucht der grosse Akku mit 45kW 4 min - kann aber auch noch bei Bedarf noch weiter 10kWh laden und ggf. ohne weiteren Stopp 450km mit einer, Mittagsladepause (60min) schaffen und mit zwei weiteren Pausen (20min) in beliebiger Reihenfolge 750 Sommer-km zu schaffen - auch an 50 kW sieht das nicht wesentlich anders aus nur preiswerter. Ioniq eben.

Das finde ich toll und Ich neige dazu, das Langstreckentauglich zu nennen.
Vorrausgeset 55kW bis 50% bestätigen sich.

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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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Helfried
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nix_CO2 hat geschrieben:Gerade lese ich von Kühlung am Limit des 28 Ioniq. Der kleine Akku wird im Sommer bei 130km/h zu warm um danach mit 65kW zu laden. Ich vermute das der neue grosse 38 Akku das besser kann, weil sich der Entladestrom auf eine größere Kapazität verteilt und Kühler bleibt.
Der neue Akku ist aber dichter gebaut, sowohl räumlich wie chemisch, deshalb wird er thermisch eher kritischer werden. Der aktuelle Akku macht keine Probleme.

Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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    nix_CO2
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Dachte ich auch, denn der Bauraum ist ja gleich und tatsächlich
ist der neue Akku mit 622 Zellen ja auch thermisch empfindlicher.
Daher resultiert ja die Reduzierung der Leistung beim Laden.
Die C-Rate beim Entladen sinkt jedoch aufgrund der größeren Kapazität.

Es gibt Berichte über Sommerprobleme beim 28'er hier im Forum, mit der vorgeschlagenen Lösung langsamer zu fahren.
viewtopic.php?f=118&t=35395

Auch finden sich dazu Hinweise in Video von unserm allseits geschätzten Herr Sangl.
https://www.youtube.com/watch?v=prY-jNsRjic
und auch in der Berechnung vom dem sympathischen Musiker Knut Kornatz
https://www.youtube.com/watch?v=tZRpkn4dFiY

Der neue Akku bringt mehr Flexibilität in der Pausenplanung auf Langstrecke.
Ich stell mir das persönlich als Familienurlaub so vor:
Eine Notdurft geriebene vorgezogene Ladepause resultiert in der Planung um eine 10min verlängerter Kaffeepause (30min).
Dann wird auf der Autobahn beraten: "Geht's noch oder sollen wir abfahren?"

Ich denke der Ioniq FL wird seinen neuen Platz in der Mitte finden - mit höchster Effizienz im mittleren Preissegment und mit entschleunigter Einstellung, Prädikat Mittelsteckentauglich.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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almrausch
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nix_CO2 hat geschrieben: Gerade lese ich von Kühlung am Limit des 28 Ioniq. Der kleine Akku wird im Sommer bei 130km/h zu warm um danach mit 65kW zu laden.
Bei 130 km/h wird der ganz sicher nicht zu warm. Bei der Geschwindigkeit kühlt der sogar nach einem Ladestopp an einem 100 kW Lader wieder runter.

Selbst bei über 150 km/h steigt die Temperatur nicht auf kritische Werte an, wenn man gleichmäßig fährt. Das liegt ganz einfach daran, dass Entladeleistungen unter 40 kW (und mehr braucht man bei gleichmäßiger Fahrt nicht) nicht zu einem weiteren Anstieg führen, wenn die Akku-Lüftung auf 9 läuft. Wenn man die max. Akkutemperatur während der Fahrt bei über 45° halten bzw. bis auf 50° steigern will, muss man schon im Wechsel stark beschleunigen und abbremsen (z.B. Kasseler Berge).

nix_CO2 hat geschrieben: Es gibt Berichte über Sommerprobleme beim 28'er hier im Forum, mit der vorgeschlagenen Lösung langsamer zu fahren.
viewtopic.php?f=118&t=35395
Für die maximale Geschwindigkeit inkl. Laden sollte man ohnehin im Bereich von 130-140 km/h fahren. Dann kommt man auch mit 100 kW Ladern nicht in den kritischen Bereich. Für die Langstreckentauglichkeit des Ioniq28 ist das also irrelevant.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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Den 28'er bekommt man schon in die thermische Drosselung (zwei der Blöcke werden zu heiß), wenn man an HPC-Ladern lädt. Aber bislang hat die Kühlung den Akku während der Fahrt bis zum nächsten Stop immer auf akzeptable Termperaturen herunterkühlen können.

Nachtrag:
Die 622'er Zellen müssten mehr Ladeleistung vertragen können, sind aber thermisch auch empfindlicher. Ich bin gespannt, wie sich die beiden Effekte zueinander verhalten werden.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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nix_CO2 hat geschrieben: Gerade lese ich von Kühlung am Limit des 28 Ioniq. Der kleine Akku wird im Sommer bei 130km/h zu warm um danach mit 65kW zu laden.
Vorsicht. Bitte nichts falsch reininterpretieren und die Aussagen von IO43 genau lesen.

Bei 130km/h wird der Akku definitiv nicht zu warm, da muss noch mehr passieren. Das, was den Akku stark erwärmt sind HPC-Ladungen.

Wenn man kurze Etappen fährt, sagen wir mal 100km, und dann mehrmals hintereinander an HPC-Ladern auf max. 82% lädt, kühlt der Akku bei einer Fahrt mit 130-140km/h nicht mehr genügend ab, dass er am nächsten HPC Lader noch über den vollen Ladehub mit maximaler Leistung lädt.
Ein Übeltäter war wohl bei IO43 auch die Rekuperation. Er fährt immer auf Stufe 3. Vermutlich rekuperiert er dadurch mehr, als wenn man öfter segelt und dadurch erwärmt sich der Akku natürlich auch etwas stärker.
Weiterhin kann man halt durch eine Ladung bis 94% das Problem schon wieder reduzieren. Dann kühlt er beim Laden von 82-94% wieder so stark ab, dass es am nächsten HPC Lader schon wieder für volle Leistung reicht.

In der Regel dürfte der alte Ioniq auch, wenn er in die Reduzierung läuft, noch mit höherer Leistung laden als der FL.

Fazit: Ja, auch beim Ioniq28 kann man in eine Ladeleistungsreduzierung kommen. Das ist aber selten und tritt üblicherweise maximal im Hochsommer bei hohen Außentemperaturen auf. Als "Anwender" merkt man das meist gar nicht, da der Ladevorgang dadurch meist nur wenige Minuten länger wird und der Ioniq zeigt ja leider nirgendwo die Ladeleistung an.

Edit: Ich denke übrigens, dass der FL Ioniq immer noch weitaus mehr langstreckentauglich ist, als die aktuelle Konkurrenz (Zoe, Leaf, i3). In 1-2 Jahren wird sich das sicherlich ändern. Wenn man die Teslas mal ausnimmt, übertrifft ihn augenblicklich eigentlich nur der Kona64, und das auch eigentlich nur, weil der so viel mehr Anfangsreichweite hat (eNiro ist ja real noch nicht existent).
Ich bin mal gespannt, ob beim eCannonball schon ein Ioniq38 dabei ist. Das wäre sehr interessant, obwohl ich glaube, dass die Ladeinfrastruktur (zu wenig Anschlüsse pro Standort, Unzuverlässigkeit/Defekte) beim eCannonball das viel größere Problem sein wird.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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corwin42 hat geschrieben: Ein Übeltäter war wohl bei IO43 auch die Rekuperation. Er fährt immer auf Stufe 3. Vermutlich rekuperiert er dadurch mehr, als wenn man öfter segelt und dadurch erwärmt sich der Akku natürlich auch etwas stärker.
Wenn ich das richtig erinnere (zum Nachlesen habe ich jetzt keine Lust), war es zwar die Rekuperation, aber nicht wegen der voreingestellten Stufe 3. Sondern der ständige Wechsel zwischen starker Beschleunigung (>60 kW) und starker Rekuperation (>80 kW). Wenn man das ständig macht, ist die Belastung sogar höher als am HPC Lader.
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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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OK danke für die Klarstellung. Ich möchte dem 28 seine Langstrecke dank hoher Ladeleistung lassen und die Mittelsteckentaujchkejt neu für den 38 einführen, mit dem Zusatz flexibel und 50kW preiswert laden und empfinde das als Familienfreundlich.
Die Mittelstecke setzt sich deutlich von Urban ab und möchte aufgrund von Effizienz bei 130km/h und Akkugrösse Autobahn tauglich sein.

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Re: Langstreckentauglichkeit Ioniq FL

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almrausch hat geschrieben: Wenn ich das richtig erinnere (zum Nachlesen habe ich jetzt keine Lust), war es zwar die Rekuperation, aber nicht wegen der voreingestellten Stufe 3. Sondern der ständige Wechsel zwischen starker Beschleunigung (>60 kW) und starker Rekuperation (>80 kW). Wenn man das ständig macht, ist die Belastung sogar höher als am HPC Lader.
Die Stufe 3 alleine machts natürlich nicht. Aber ich denke, dass man dann ehr zum rekuperieren neigt, wenn man in der Stufe fährt.

Dass die Belastung höher wird als beim HPC glaube ich nicht. Dann muss man schon nur zwischen Vollstrom und rekuperieren wechseln.
Ich habe leider gerade keinen Screenshot von einer Autobahnfahrt, aber in folgendem Bild sieht man, dass man bei ca. 30 Minuten Fahrt (Landstraße/Stadt) nur etwa die Hälfte der Zeit wirklich gas gibt oder rekuperiert.
IMG_20190514_075106.jpg
Zur Erklärung: 12:40min hat der Motor Leistung gezogen, 8:33min wurde rekuperiert.
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