Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

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Hallo,

ich muss mir mal meinen Frust von der Seele schreiben. Letztes Jahr im Juli habe ich bei Jürgen Sangl einen zwei Jahre alten IONIQ gekauft. Da ich nun in der nähe von Oldenburg wohne, versteht es sich von selbst, dass ich natürlich bei Garantieansprüchen nicht nach Landsberg fahren kann. Also habe ich ich mir hier vor Ort einen Hyundai Händler gesucht. Der erste gab mir gleich zu verstehn, dass ich als Kunde der seinen Wagen nicht bei ihm gekauft habe, nicht erwarten könne, das bei ihm Garantiefälle abgewickelt werden.
Beim zweiten Autohaus hatte ich zuerst mehr Glück. So wurde mir ein Lenkrad getauscht und ich konnte dort auch meinen ersten TÜV machen. Ich hatte dann die Felgen reklamiert, da sich dort die Beschichtung abgelöst hatte. Das war im November 2019. Seit dem warte ich auf einen neuen Satz Felgen. Mittlerweile "wackelt" der Fahrersitz (Premiumausstattung) etwas und der Hyundai Händler vertröstet mich jeden Monat aufs neue, dass die neuen Felgen auf sich warten lassen. Das mit dem Fahrersitz soll dann parallel mit dem Felgentausch erledigt werden. So langsam habe ich den Eindruck, dass hier die Zeit gestreckt wird, damit die Garantie verstreicht.
Versteht mich nicht falsch, der IONIQ ist ein tolles Auto. Aber wehe, man hat was mit dem Wagen und will den Garantieanspruch bei einem Händler geltend machen, wo der Wagen nicht gekauft wurde. Ich fühle mich da eher als Bittsteller. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen ?
ab 07/2019 Hyundai Ioniq Premium
07/2015 - 07/2019 ZOE Intens 06/2013
8,235 KwP PV Anlage mit 8 KW Sonnenbatteriespeicher und 22 KW Typ2 Ladebox.
Elektromobiltät Nord: www.emnev.de
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Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

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  • Zlogan
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Kann ich so nicht bestätigen. Habe meinen Wagen bei DARMAS gekauft, zur Inspektion geht er aber zu M&M Autoservice hier in Bonn. Da bei meinem an beiden hinteren Türgriffen die Kappen abgefallen sind, war ich 2x bei der Werkstatt. Beide Male ohne Probleme zügig getauscht. Einmal hatten sie vergessen das Teil zu lackieren - blöd, aber Fehler passieren, musste dann zwei Tage später wieder hin. Auch der Tausch vom Ladeport (ebenfalls auf Garantie) ging ohne Probleme.
Denke mal die Händler bzw. die Werkstätten haben keine Lust auf E-Autos. Ich würde mich einfach mal an Hyundai Deutschland wenden. Chancen stehen gut, dass sich dann etwas zum Besseren ändern kann.
Renault ZOE Intens 12/2013, gebraucht von 09/2016 bis 01/2018 (~33.000km gefahren) -> Fährt nun meine (superglückliche) Freundin
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Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

ello
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völlig unverständlich. Garantiereparaturen sind eine quasi eine sichere Einnahmequelle. Das Geld bekommen sie vom Hersteller und du bist quasi an die Vertrags-Werkstatt gebunden, sie stehen damit nicht im Wettbewerb zur freien Werkstatt. Anderes kannst du ja auch bei einer freien Werkstatt machen lassen.

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

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Habe jetzt mal Hyundai Deutschland angeschrieben. Bin gespannt auf deren Antwort.
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Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

DABTF
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Wir fahren auch einen Wagen, der in einem Hyundai Betrieb gewartet / Garantie abgewickelt wird, der vom Verkaufsbetrieb abweicht.

Bisher keine Probleme.

Und auch keine "gerümpfte Nase" o.ä.

Ich meine hier im Forum irgendwo etwas zu den "besonderen" Modalitäten der Beziehung "Vertragshändler" und "Hersteller" bei Hyundai gelesen zu haben, ich erinnere aber nichts Genaues. Sinngemaess hat der Haendler eine "Bringschuld" (in Form eines Malus oderso) bei Garantieanfragen an den Hersteller?

Vielleicht kann dazu jemand nochmal Hintergruende liefern?

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

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Falls es tröstet das hatte ich auch mal bei VW mit einem Golf Kombi. 2x unrepariert abgeholt, sie haben einfach nichts gemacht aber auch nichts gesagt. Ich habe nach Abholung festgestellt dass der Fehler noch da war (Armaturenbeleuchtung war ausgefallen). Erst der Händler bei dem ich das Auto gekauft habe hat dann schließlich das Armaturenbrett ausgebaut und ein gequetschtes Kabel gefunden. Das war der 3. Anlauf.
Twizy seit 3/2015, Zoe Q210 12/2015-11/2017, Ioniq 12/2017-2/2020, Kona seit 2/2020
CF Box 43kW Typ2 Kabel / 22kW Typ2 Buchse / 2x32A CEE / 2x CEE blau

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

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Lese ich sowas denke ich mir immer. So schlecht kann es den Autohäusern / -Werkstätten nicht gehen. Offenbar sind die Umsätze so gut, dass diese keine weiteren Kunden brauchen. Ich habe das oben beschriebene bisher noch nie erlebt - zum Glück. Und zum Glück gäbe es hier auch genug Alternativen.

Nur einmal, bei meinem Opel wurde ich trotz Termins gar nicht bedient während ein Mitarbeiter „gelangweilt“ in seinem Büro saß - so mein Eindruck. Bin dann wortlos nach ca. 15 Minuten gegangen und habe der Geschäftsführung daheim eine E-Mail geschrieben mit meinen Beobachtungen und auch dem Hinweis, dass ich bisher immer zufrieden war.
Tags drauf rief mich der Serviceleiter an, entschuldigte sich und gestand ein, dass er der Herr im Büro war. Die Situation wirkte anders als sie war. Na ja, passiert Man wollte es wieder gut machen mit einer kostenlosen Autowäsche. Ich nahm die Entschuldigung an und schrieb später der Geschäftsführung noch kurz, dass nun alles zu meiner Zufriedenheit war - auch Gutes anzusprechen ist - wie ich finde - immer mal wichtig zu sagen und erfreut den Gegenüber. Besonders weil Kunden oft nicht vorbeikommen um zu sagen wie gut alles funktioniert.

So oder so, bei sowas gehe ich freundlich aber bestimmt vor. Ist man weiter der Meinung mich Kunden wie einen Bittsteller behandeln zu müssen, gebe ich kund, dass ich mich nicht wertgeschätzt fühle und nicht mehr (nie mehr unter dieser Führung) wiederkomme (dass das evtl. auch dazu führt, dass man diese Werkstatt auch sonst niemandem empfiehlt ist denen hoffentlich bewusst). Wenn das dann so endet, ist es eben so. Je nachdem wie sehr ich mich ärgere schreibe ich dann noch eine Rezension oder - wie hier - an Hyundai. Erfahrungsgemäß, kommen da aber mitunter Standardausführungen und, dass das Autohaus mein Vertragspartner ist und man so nicht viel tun könne - was ich auch verstehe.

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

Prwinner
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Guten Morgen!
Da kann ich dann seit gestern auch mitreden. Mein Ioniq Elektro (Ez.05/2020) steht in der Garage und machte keinen Muck mehr. Also Hyundai angerufen und die haben dann den ADAC geschickt.2 ADAC Helfer haben mal gleich verweigert was zu tun aber der 3.machte sich auf die Suche. Er telefonierte ca.30 Minuten mit Hyundai, krabbelte und bastelte am Auto und dem Bordcomputer rum und bekam dann das Auto ans laufen so das wir aus der Garage fahren konnten. Er sagte das das Auto aber unbedingt zu Hyundai(3 KM entfernt) muss, wir sollten vorfahren und er mit dem Schleppwagen hinterher. Also das Auto beim Händler abgestellt, einen I 10 als Ersatz bekommen. Der Werkstattleiter sagte das das nun schon das 2. Auto diese Woche wäre mit diesem Fehler. Er vermutet das die 12 Volt Batterie zu klein dimensioniert ist und wollte versuchen eine größere einzubauen wenn Hyundai dem zustimmt.
Gestern dann der Anruf vom Autohaus das das Auto wieder abgeholt werden kann. Vor Ort wollte der Händler dann ca.65€ von mir haben für das Auslesen und das aufladen der 12 Volt Batterie. Es wäre kein Garantiefall sondern der Fehlerspeicher hätte keinen Fehler gespeichert und es handelt sich um einen Anwenderfehler. Außerdem sind wir ja fahrend beim Autohaus angekommen. Deswegen eben die 65 € . Das habe ich natürlich nicht bezahlt und er verweigerte die Rausgabe des Auto´s. Ok, dann eben nicht, meine Frau hat sich dann wieder in den Leihwagen gesetzt und gefahren. Ich habe dann mit Hyundai telefoniert und hier die gleiche Aussage. Das Auto wäre ja nach dem ADAC Einsatz gefahren und fertig. Ich soll die Rechnung bezahlen und könnte die ja mal einreichen , evtl. wird Hyundai davon etwas erstatten. Unverschämter finde ich, geht es nicht. Der ADAC Mitarbeiter hat ja ganz klar gesagt das das Auto nach Hyundai muss um nachzuschauen woran das mit dem "Nicht starten" liegt. Ich vermute auch mal das er den Fehlerspeicher bei seiner Reparatur gelöscht hat und deswegen dieser leer ist. Eigentlich ist mir das auch egal, nun bekommt Hyundai noch einmal friedliche Post von mir und danach kümmert sich halt mein Anwalt um diese Sache. Es geht mir hier nicht um die 65€ sondern ums Prinzip. Ein neues Auto mit 4500Km fährt nicht mehr ( und lt. Werkstattleiter war ich ja auch alleine diese Woche schon der 2. mit diesem Fehler) Hyundai meint mit einem Einsatz vom ADAc wäre alles erledigt. Toller Kundenservice. Ich halte euch mal auf dem laufenden wie das so weiter geht. Eines hat Hyundai allerdings nun erreicht, meine Eltern denen ich das Auto mal für 2 Wochen zum testen geliehen habe, werden garantiert kein E Auto kaufen und ganz bestimmt keinen Hyundai.

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

DABTF
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Es bleibt nur ein Mantra-artiges Wiederholen:

"Niemals den Wagen mit / nach Defekt zur Hyundai Werkstatt aufs Gelände fahren (fahrend im Autohaus ankommen) - never"

Immer schleppen lassen.

Ergänzend eine persönliche Anmerkung:

"es geht ums Prinzip" ist in aller Regel ein schlechter Ratgeber - in der Sache ist das auch gar nicht notwendig. Du hast ein Auto gekauft, es üblich gebraucht und üblich behandelt. Und es hat trotzdem seinen gebräuchlichen Zweck nicht erfüllt offenbar... Auf dieser Basis würde ich sachlich herangehen.

In der Folge sind die 65 Euro übrigens auch von zentraler Bedeutung - aus meiner Sicht würde es mir sehr wohl darum gehen!
Zuletzt geändert von DABTF am Fr 16. Okt 2020, 09:18, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Kunde als Bittsteller bei Garantieansprüchen

murghchanay
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Ist natürlich unschön auch vom Händler da Geld zu verlangen. Aber ein Tipp bei Hyundai und Kia E Autos, die 12 V Batterie ist manchmal entladen, dann startet er nicht. Deshalb 1. Das Häkchen in den Einstellungen setzen beim automatischen nachladen der 12V Batterie 2. Sich eine Powerbank kaufen, mit der Mann einfach das Auto starten kann. Powerbank anschließen und dann Startknopf drücken
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