Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

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Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

Helfried
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adilen hat geschrieben:Wer fährt denn von euch für 14 Tage 800km weit mit dem Ioniq mit 4 Personen und will mir erzählen der Platz reicht?
Ich finde solche Threads auch immer recht skurril. Beziehungsweise erinnern sie mich an eine leichte Dekadenz in unserer Gesellschaft, wenn Luxusautos um 30000 Euro nicht mehr ausreichen für 14 Tage Urlaub. Mal ehrlich, wie verwöhnt sind wir denn eigentlich heute? Die Zeit mit dem VW Käfer in Rimini habe ich zwar nicht mehr erlebt, aber am Motorrad oder am Fahrrad muss man auch mit dem Gepäck etwas sparen. Ging doch!
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Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

jo911
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:lol: ein niedriger WAF war bei mir auch Mal ein Problem.
Da kann ich nur empfehlen, den Fabia noch durch einen kleinen Elektroflitzer zu ersetzen. Bei mir hat das den WAF enorm gesteigert.
Für das eine Mal "lange Urlaubsstrecke" muss man nicht generell auf ein Elektroauto verzichten. Da gibt es wie schon aufgezeigt eine Menge andere Möglichkeiten. Einfach sich mal fragen, warum man überhaupt eines angeschafft hat.
Noch eine kleine Anmerkung: die Kinder werden größer und das erforderliche Gepäck wird dadurch geringer. Jedenfalls war das bei uns so.
Ich fahre 14 Tage mit 4 (erwachsenen) Personen 1000km in Urlaub, na und?
Zuletzt geändert von jo911 am Mo 11. Jun 2018, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

adilen
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Natürlich ist das ein First World Problem.

Aber will auch gelöst werden :D
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Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

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Ich will nichts schönreden, aber man kann auch nicht generell behaupten, dass eine 800 km Fahrt mit einem BEV mit ca. 30 kWh-Akku unbedingt schlecht sein muss. Es kommt ganz auf die Ansprüche an, und wie man seine Reise plant.

Ich würde zum Beispiel mal behaupten, dass ich im Prinzip auf meiner üblichen 450 km-Strecke nicht langsamer bin, als mit einem Verbrenner. Mit dem Verbrenner habe ich zu erst zu Hause zu Mittag gegessen und bin dann mit den Kindern losgefahren. Unterwegs war immer noch eine Pause von 20-30 min zum Pipimachen notwendig.
Heute fahre ich vor dem Mittagessen los und mache dann eine Pause von 35 min an einer Raststätte zum essen, während das Auto von 5% auf 90% geladen wird. Die Pipipause braucht es dann trotzdem noch nach etwa 160 weiteren Kilometern, und auch da wird geladen, Insgesamt komme ich also kein bisschen später an als mit dem Verbrenner, aber entspannter, weil die Fahrzeit auf 3 Etappen anstatt 2 aufgeteilt ist.

Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

roberto
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Sehr gutes Beispiel! Erstens ist alles eine Frage der Zeiteinteilung und zweitens sollte der Urlaub nicht erst beginnen, wenn man am geplanten Ziel angekommen ist.
Wem die Ladepausen lästig sind bzw. wer 800 km oder mehr an einem Tag fahren will, der hat noch nicht begriffen, wie man Reisen angenehm gestaltet und was Urlaub eigentlich sein soll.
Und wer Langstrecken mit dem e-Auto als Quälerei empfindet, dem empfehle ich ein Anti-Stress-Managment-Programm.

Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

yxrondo
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adilen hat geschrieben:Wer fährt denn von euch für 14 Tage 800km weit mit dem Ioniq mit 4 Personen und will mir erzählen der Platz reicht?

Sorry aber bei uns geht das nicht.

Außerdem find ich einige Kommentare etwas grenzwertig.

Warum darf man hier nicht nach der Meinung anderer Fragen ohne als Doof dargestellt zu werden?

Klar wusste ich auf was ich mich einlasse und es soll mir auch keiner die Entscheidung abnehmen.
Aber mal was ansprechen geht doch wohl noch oder?
Wer mit der Emobilität nicht klar kommt, sollte lieber sich auf Diesel oder Benziner Seiten unterhalten!
Ioniq Premium schwarz, seit dem 30.05.18 abgasfrei unterwegs, und ab 30.11.20 zusätzlich mit e-niro Vision 64kw

Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

Ilchi
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adilen hat geschrieben: Aber ich kann echt nicht die verstehen, die sich bei einem 800 km Trip 6 Ladestopps schön reden wollen.
Wir fahren in der Familie auch ab und zu Langstrecke mit unserem Ioniq. Da wäre ich froh, wenn ich auf 800 km nur 6 Stopps brauche. Bei uns ist zur Zeit das Limit die Blasengröße der jungen Mitfahrer. Wenn ich den Akku bis zum nächsten Zwangsstopp unter 40 % bekomme, freue ich mich :-).
Zum Planen habe ich mittlerweile von allen wichtigen Autobahnen ein Roadbook. Hier sind alle Schnelllader entlang der Strecke aufgeführt, inklusive Kilometer, Anzahl der Stecker etc. Kommt dann von hinten der Ruf nach einer Pause, weiß ich genau, wie weit es noch zum nächsten Lader ist. Mittlerweile ist zumindest von München aus die Dichte sehr gut...

Ich möchte mir das aber auch nicht schön reden. Ich hoffe, dass es dann auch mal andres wird und wir dann ein Auto haben, das längere Stints zu lässt...
I5 seit 08/2022, ca. 35 Tkm/a
Kona seit 04/2019, ca. 10 Tkm/a
Ioniq von 04/2017 bis 05/2019, ca. 30 Tkm/a

Die Mobilitätswende darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern: https://www.yourcharge.eu, Laden in Großgaragen

Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

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Rudi L hat geschrieben: Auf Kurzstrecken und mittleren Strecken (bis 250km) machen die Elektroautos richtig viel Spaß, weil dann die eklatanten Nachteile nicht so stark in Erscheinung treten. Darüberhinaus kann man es schlicht vergessen. Da ist jeder Verbrenner derzeit die bessere Wahl. Und wegen der Abgase, das ist nunmal so, ein Schornstein raucht auch wenn der Fernseher hergestellt wird oder der Strom fürs Häuschen oder Auto erzeugt wird.

Diese Technik ist noch nicht reif für eine Ablösung der fossilen Verbrennung, sonst würde man das längst vorantreiben, weil sie zugegeben viele Probleme löst.
Das kann man so sehen, wenn man seinen Betrachtungswinkel entsprechend einengt. Wenn man etwa ausblendet, dass jeder Verbrenner unwiederbringliche Ressourcen (Erdöl - schon vergessen?) verbrennt und daraus CO2, den Haupttreiber des Klimawandels macht und als Diesel auch Stickstoffdioxid emittiert, den "Haupttreiber" für Fahrverbote. Die Prognosen der Klimaforscher sagen: mehr Niederschläge im Winterhalbjahr und mehr Starkregenereignisse, aber auch mehr Trockenheit im Sommer. Wie war noch gleich das Wetter in den letzten 10 Monaten?
Wer diese Aspekte in seine Entscheidung mit einbezieht, kommt vielleicht zu einem anderen Ergebnis.
Ich möchte jedenfalls nicht, dass mir jemand später entgegenhält: Und du hast noch 2018 einen Verbrenner gekauft? Da lagen doch alle Fakten auf dem Tisch!

Wie jo911 sagte: Einfach sich mal fragen, warum man überhaupt eines (ein E-Auto) angeschafft hat. Ja, manches ist anders beim E-Auto. Man fährt z.B. nicht mehr zu einer Tankstelle, einem Platz mit einer ganz besonderen Aufenthaltsqualität, sondern lädt zu Hause oder auf einem Parkplatz, wo das Auto ohnehin stünde. Und es lädt Strom, den wir aus ausschließlich erneuerbaren Quellen herstellen können.
Wie gesagt: wenn man seine Scheuklappen eng genug stellt, spielt das alles keine Rolle, weil man es nicht wahrnimmt.
Zoe Zen seit 10.7.2013, verkauft im Juni 2019 mit 108.000 km, erster Akku, still going strong
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Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

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  • Paul1985
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Hallo in die Runde ;)
Ich kann da ja mal nur kurz für mich sprechen, weil ich gerade vom Verbrenner auf den Ioniq umgestiegen bin.
Meine Eltern wohnen etwa 820km weit von mir entfernt. Diese Strecke habe ich nun vor ein paar Tagen erstmalig mit dem Ioniq angetreten. Zuvor könnte ich dies mit meinen A6 in 7 Stunden fahren.

Mit dem Ioniq waren es inklusive Stau und aller Ladestopps (6) etwa 12-13 Stunden. So genau kann ich es gar nicht sagen. :lol:
Was ich für mich festgestellt habe ist, dass die Fahrt trotz der Länge deutlich entspannter war als mit dem Verbrenner in 7 Stunden. Die ganzen Assistenzsysteme erleichtern mir die Fahrt enorm, und die Ladepausen haben wir versucht so sinnvoll es geht zu nutzen (Spaziergang, Essen gehen, Eis essen :mrgreen: , Karls Erlebnisdorf in Wustermark, auf der Rückfahrt Besuch der Tante der Freundin).
Wir haben den Tag der An- und Abreise für nichts anderes als eben diese verplant. Wie zuvor beschrieben und mit der Einstellung bzw. dem inneren Damit Abfinden, dass wir den Tag größtenteils mit nichts anderen als der Fahrt und Laden verbringen werden, war die Fahrt wirklich angenehm, wenngleich auch sehr lange. Dies war mir aber auch nur möglich, weil ich wusste, dass ich dann auch für mehrere Tage bei meinen Eltern und der alten Heimat bin.
Für 2 oder 3 Tage würde ich dies auch nicht machen, sprich ein möglicher Zeitdruck im Hinterkopf würde mir definitiv die Lust an der Fahrt nehmen. Für den Urlaub war er jedoch wirklich gut geeignet. Ich habe aber schon Verständnis, wenn dies nicht jedermanns Sache ist. Man muss dies schon mögen. Ich fand es völlig ok, weil ich auch keinen Zeitdruck hatte, und mich auch monatelang auf die erste lange Autobahnfahrt gefreut habe. Festgestellt haben sowohl meine Freundin als auch ich, dass die Zeit des Ladens sinnvoll genutzt werden sollte (siehe oben).
Dadurch verging diese teilweise wirklich wie im Fluge, sodass wir häufig erst zurückkamen, als der Ioniq bereits auf 94% stand. Das schöne Wetter trug natürlich sein Ünriges dazu bei. Bei Schneematsch, Regen oder Sturm macht dies sicherlich weniger Spaß.
Da genannte Fahrt jedoch nur wenige Male im Jahr vorkommen wird (mittelweite Strecken von 200-400km sehe ich als wirklich unproblematisch), ist es für mich absolut kein Problem, wenn diese dann auch etwas länger dauert.
Man benötigt einfach entsprechende Planung hierfür, was mir jedoch auch Spaß macht und auch zur Reise dazu gehört.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es auch Leute (also auch Partnerin, Kinder) gibt, denen dies einfach zu viel ist.
Hier im Forum sind halt auch viele Verrückte (positiv gemeint ;) ), welchen dies einfach zu viel Spaß macht. Wie verteidigen des Elektroautoauto, welches viele Vorteile mit sich bringt, aber auf Langstrecke möglicherweise auch einschränkt ja auch teilweise bis auf Blut :D
Jedoch stellen wir hier nur eine immer noch sehr kleine Gruppe in der Gesellschaft dar. Die große Mehrheit würde sich sicherlich nicht so lange ins Auto setzen wollen wie wir, weil dies für viele eher eine Einschränkung darstellt.
Für mich hat es auch einfach seinen Reiz, etwas völlig Neues auf solch weiter Strecke auszuprobieren.

Für deine Urlaubsreise wäre es vielleicht wirklich sinnvoll einen Verbrenner oder Hybriden auszuleihen. Den Ioniq gleich zu verkaufen :roll: Du meinst ja selbst, dass dies Dir das Herz brechen würde.
Natürlich ist es kein Langstreckenauto, aber wichtig ist doch in erster Linie, wie geeignet er für deinen Alltag ist. Und da glaube ich, dass er bei Dir doch ganz gut passen könnte, wie wohl bei sehr vielen hier?

Gruß
Paul
05/18 - 02/19 Hyundai Ioniq elektro, Premium, Polarweiss
02/19 - 01/21 Tesla Model 3 LR AWD, Midnight Silver metallic, Aerowheels
05/21 - 02/22 Hyundai Ioniq elektro, Premium, Polarweiss
Ab 02/2022 Kia e-Niro, weiß, Spirit, GD, LED Paket, 64KWh

Re: Vom Ioniq zurück zum Verbrenner?

Rudi L
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Wieso unterstellt man einem Scheuklappen nur weil man die Nachteile eines Elektroautos auf Langstrecke nicht akzeptiert? Ich denke man nimmt eher was unnötig in Kauf wenn man sich dem Diktat der Langsamkeit und der erzwungenen Pausen unterwirft, statt selber zu entscheiden wann und wo man rastet.
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