Wie gut sind die Assistenzsysteme?

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Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

shortman
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Dr.Forcargo hat geschrieben:Aber nicht vergessen, dass er selber nicht mehr bremst Bild
das ist ein sehr berechtigter Hinweis - wir haben einen Familienfuhrpark einmal mit und einmal ohne ACC, da kann man ganz schön ins Schwitzen kommen.
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Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

Haifisch
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shortman hat geschrieben:
Dr.Forcargo hat geschrieben:Aber nicht vergessen, dass er selber nicht mehr bremst Bild
das ist ein sehr berechtigter Hinweis - wir haben einen Familienfuhrpark einmal mit und einmal ohne ACC, da kann man ganz schön ins Schwitzen kommen.
Ganz schön abhängig von den techn. Helferlein :shock:

Außerdem war der Hinweis für mich nicht berechtigt, da es ja genau darum für mich ging und mir extrem wichtig ist. Ich möchte ja gerade, daß das Auto nicht bremst und der ACC ausgeschaltet ist. :D ;)
Altes Auto: von 07.09.2018 - 15.12.2020: Ioniq Style in Silber. 52000 km gefahren.
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Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

ubit
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Die meisten dieser Assistenzsysteme sind aktuell doch nur "Spielzeug". Spielzeug für die Hersteller mit denen sie diese Systeme quasi im "Betatest" auf die Straße bringen. Und Marketing-Instrumente mit denen sich außerdem auch noch höhere Preise durchsetzen lassen.

Autonomes Fahren wird mal richtig schön (außer für die Leute die man jetzt auch nicht gerne auf dem Beifahrersitz sitzen hat - ihr wisst schon: Die Leute die auf dem Beifahrersitz ständig mitbremsen und jede zweite Situation kommentieren).

Aber diese halbgaren Systeme die aktuell eingebaut werden? Und die man als Käufer auch noch teuer bezahlt? Braucht es die - abgesehen von der Funktion als "Feldversuch" für die Industrie - wirklich?

Die Dinger sind ja extrem komplex. Das Verhalten der Assistenzsysteme ist für "Otto-Normalfahrer" (und vermutlich auch nicht mehr für die Entwickler dieser Systeme) nicht wirklich zuverlässig abschätzbar. Die Systeme reagieren häufig - für den Fahrer - überraschend. Sie kommen auch häufig an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Man muss ständig bereit sein einzugreifen.

Das ist aktuell noch kein wirklich großes Problem, weil die Systeme so "schlecht" sind das man wirklich ständig bereit ist um einzugreifen.

Problematisch wird das mit der nächsten oder übernächsten Generation dieser Systeme. Die werden dann WIRKLICH in der Lage sein längere Zeit autonom zu steuern. Wobei einige Fahrzeuge das ja auch jetzt schon "fast" können.

Ich fürchte, dann wird es gefährlich... Je länger die Zeiten werden in denen die Assistenzsysteme selbstständig fahren können, desto größer ist die Chance das die Aufmerksamkeit beim Fahrer nachlässt und man sich zu sehr auf die "Automatik" verlässt. Bei Tesla hat genau dieser Effekt schon zu einigen Unfällen geführt. Die bisher bekannten Unfälle beim "begleiteten Fahren mit vollautonomen Testfahrzeugen" lassen ähnliche Rückschlüsse zu.

Der Wechsel zwischen verschiedenen Fahrzeugen mit unterschiedlich "intelligenten" Assistenzsystemen wird dann auch immer schwieriger. Man muss als Fahrer ja erkennen, wann man eingreifen muss - am Besten schon mit einer gewissen "Hellsichtigkeit" damit man nicht erst dann zum Lenkrad greift wenn das Fahrzeug z.B. bereits eine Notbremsung eingeleitet hat oder in der Kurve die Spur verlässt.

Also: Seid doch froh darüber das die Systeme aktuell so schlecht sind wie sie nun mal sind. Deutlich bessere Systeme würden - meiner Meinung nach - zu erheblich mehr Unfällen führen.

Vollautonome Systeme werden einen deutlichen positiven Effekt auf die Unfallzahlen haben. Bei Teilautonomen Systeme erwarte ich eher das Gegenteil. Wobei so Dinge wie Notbremsassistenten/Fußgängererkennung sicher auch jetzt schon hilfreich sind. Aber Spurhaltesysteme sind beim derzeitigen technischen Stand (und beim katastrophalen Zustand mancher Straßen bzw. Fahrbahnmarkierungen - besonders in Baustellen) einfach noch nicht wirklich "reif".

Ich persönlich wäre sogar für eine gesetzliche Regelung in diesem Bereich die solche "teilautonomen Systeme" im Extremfall sogar verbietet - oder zumindest Maßnahmen gesetzlich vorschreibt mit denen die Aufmerksamkeit der Fahrer zuverlässig auf die Verkehrssituation gelenkt wird. Gelegentlich notwendiges "antippen" des Lenkrads reicht da nicht. Sowas wie "Flaschen ins Lenkrad stellen" darf schlicht nicht möglich sein.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

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So weit es beispielsweise die Spurhaltung anbetrifft, bin ich da bei Dir. Obwohl ich ein Freund solcher Gadgets bin, habe ich meinen Spurhalte-Assi deaktiviert. Mich stört bei dem aber mehr, dass er irgendwie in der Spur zwischen linker und rechter Markierung hin und her schwimmt. Würde jemand vor mir so fahren, würde ich Drogen, Alkohol oder Handy am Steuer annehmen und als Polizeistreife würde ich wohl eine Kontrolle für angebracht halten.

Den Abstandstempomat dagegen halte ich für ein wesentliches Sicherheitsfeature - vorausgesetzt, er wird so eingesetzt, wie er gedacht ist. Und ich finde, der im Ioniq macht seinen Job recht gut und selbst der in meinem Ford S-Max von 2008 hatte nur den Nachteil, dass man ab 30 km/k abwärts selbst ran musste.
Nur ein Beispiel, was diese Dinger gut können: Wenn man dann doch mal ein bisschen abgelenkt ist - was weiß ich durch Infotainment, Navi, irgendeine Situation auf dem Gehweg, egal......also ich denke, ich bin eigentlich jemand, der seine Prioritäten auf das Fahren setzt, aber ich bin auch nicht perfekt.......der Abstandsassi holt einen ggf. schnell, aber üblicherweise unspektakulär wieder zum Wesentlichen zurück, wenn sich vor dem Fahrzeug irgendwas ändert. Wenn der Vordermann vom Gas geht, tut's auch das eigene Auto und spätestens dann wird der eigene Aufmerksamkeitsschwerpunkt ganz sicher wieder auf das Geschehen vorn gerichtet.
Klar, es ist ein Assistent. Und ein solcher nimmt einem Arbeit ab, muss aber beaufsichtigt werden.
Ioniq28 - der gute alte noch....

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

Helfried
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GAF5006 hat geschrieben:Mich stört bei dem aber mehr, dass er irgendwie in der Spur zwischen linker und rechter Markierung hin und her schwimmt.
Hast du den richtigen Modus eingestellt? "Schwimmen" sollte der Ioniq eigentlich nur in den Kurven!

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

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Ja, ist auf höchster Stufe. Ich baue allerdings noch ein bisschen auf das Update bei der nächsten Inspektion und hoffe, dass es dann ein bisschen besser wird.
Ioniq28 - der gute alte noch....

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

Haifisch
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Helfried hat geschrieben:
GAF5006 hat geschrieben:Mich stört bei dem aber mehr, dass er irgendwie in der Spur zwischen linker und rechter Markierung hin und her schwimmt.
Hast du den richtigen Modus eingestellt? "Schwimmen" sollte der Ioniq eigentlich nur in den Kurven!
Was wäre denn der "richtige" Modus?
Mein Ioniq schwimmt auch :lol: über den Asphalt, genau wie GAF5006 beschreibt.
Schließe mich auch der Meinung an, daß viele Assis so nicht brauchbar sind. Entweder ganz oder gar nicht. Sollte das vollautonome Fahren mal angesagt sein; ich hätte nix dagegen. Solange aber auch nur ein "normales" Auto auf der Straße unterwegs ist, wird es mit dem vollautonom schon schwieriger, da von der Software schlechter einschätzbar...aber wer weiß was die Technik in ein paar Jahren bietet. Aktuell fühle ich mich sehr unsicher im Straßenverkehr, wenn ich die Assis alle benutze, weil man noch mehr aufpassen muß. Das ist wie wenn der Beifahrer Pedale und Lenkrad hat und unvermittelt etwas macht, mit dem man nicht rechnet.
Altes Auto: von 07.09.2018 - 15.12.2020: Ioniq Style in Silber. 52000 km gefahren.
Aktuell sei 15.12.2020: Tesla Model 3 AWD Long range
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Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

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Echt? - das erlebe ich ganz anders. Aber vielleicht liegt das auch daran dass ich zu 90% Autobahn fahre und insb. bei schlechter Sicht (Dunkel, Nebel, Regen) viel entspannter fahren kann. Aber auch tagsüber im Verkehr mitfließen, oder bei Stau, sind die Assistenzsysteme ideal für mich!
Model S -> peace of mind:) sehr geil!
Ioniq ex (geile Karre! noch dazu 0 Probleme 50tkm)
Volt ex

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

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Du wirst staunen: Gerade auf der Autobahn habe ich Probleme mit dem Spurhaltassistent. Bei uns hier oben (jaja, oberhalb der Elbe ist noch ein bisschen Detuschland, bevor Dänemark beginnt...) wird die A7 dreispurig ausgebaut. Der Belag ist recht hell, die Markierungen aber sind deutlich erkennbar. Das Symbol des Spurhalteassistenten bleibt hier aber konsquent weiß. Auf anderen AB-Abschnitten dagegen erkennt der kleine Kerl die Spur erstaunlich gut. Oft sogar bei ziemlich schlechten Markierungen. Aber hier auf unseren neuen A7-Abschnitten......nee, da geht nix!

Und wenn er dann mal eine Spur erkannt hat, dann will er der auch folgen, aber eben mit diesem links-rechts-Effekt. Ich sagte ja schon, dass ich ein ziemlicher Freund von solchen Gadgets bin, aber ich mag dem Spurhalteassistenten tatsächlich auch nicht recht vertrauen. Allzu oft musste ich schon eingreifen, wo eigentlich von den Markierungen her alles ok war.
Ioniq28 - der gute alte noch....

Re: Wie gut sind die Assistenzsysteme?

almrausch
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Mich nervt es auch, dass der LKAS nicht in der Lage ist, mittig in der Spur zu bleiben, wenn er sie erkannt hat (grün). Ansonsten finde ich die Warntöne bei Annäherung an die Markierung sinnvoll, wenn man vielleicht mal unaufmerksam war. Da es keine Warnung beim Übergang von grün nach weiß gibt, ist der wirklich nur als Unterstützung zu gebrauchen.
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