die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Hybridfahrer
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Wo produziert ein Kernkraftwerk denn CO2?

Nochmal: wenn die Produktion inkl. Wartung und anschließendem Rückbau eines Windrads beispielsweise 1000t CO2 „kostet“, und dieses Windrad dann im Laufe seines Betriebs dann 100 GWh erzeugt (hypothetische Werte), hat jede kWh dann nachher 10g CO2 verursacht.

Das bedeutet, dass man a) trotzdem nicht nach Belieben Energie verschwenden kann und soll, und b) dass man auch bei erneuerbaren Energie-Anlagen überlegen sollte, was wo Sinn macht (so macht PV in Nordschweden beispielsweise wenig Sinn).

Unabhängig von der Entsorgungsproblematik ist auch Atomkraft keine Lösung für die unmittelbare CO2-Problematik, weil es beim Neubau erstmal irre viel davon verursacht wird und viel zu lange braucht, bis sich die Ersparnis dort bemerkbar macht.

Eine dogmatische Herangehensweise macht also wenig Sinn. Wenn wir es schaffen würden, den Ausstoß mit einfachen Mitteln um 80% zu senken, wäre schon viel gewonnen. Wenn die bestehenden Kohlekraftwerke kurzfristig nur noch als Reserve benötigt würden, auch - selbst wenn dort dann die kWh 1€ kosten würde.
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

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Hybridfahrer hat geschrieben: Auch das Windrad und die PV-Module müssen hergestellt werden - was CO2 verursacht
Die Windkraftanlagen (Windmühlen) vor 200 Jahren waren komplett CO2 frei da aus nachwachsende Rohstoffen (Holz) hergestellt. Das galt damals auch für die Wasserkraftanlagen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

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Hybridfahrer hat geschrieben: eines Windrads beispielsweise 1000t CO2 „kostet
Dieser (hypothetische) Wert ist aber nicht konstant, sondern sinkend: mit weiterer Verbreitung erneuerbarer Energieerzeugung sinken auch die CO2-Aufwände für Herstellung und Installation von regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Letztendlich ensteht CO2 bei Herstellung und Installation durch den Verbrauch von Energie, und wenn diese sauberer wird, wird auch Herstellung und Installation sauberer.

Der Effekt tritt aber erst später ein (wenn die erneuerbare Energieerzeugung weit verbreitet ist), daher muss man zumindest für die nächsten paar Jahrzehnte den CO2-Aufwand bei der Herstellung und Installation von regenerativen Energieerzeugungsanlagen berücksichtigen und abwägen, ob mit zusätzlichen EE-Anlagen z.B. eher die Kohleverstromung in Chile reduziert (hoher CO2-Minderungseffekt), oder mit dem 911 quasi-fossil per in Chile erzeugtem E-Fuel herumgedüst werden soll (sehr geringer oder negativer CO2-Minderungseffekt).
Seit 30 Jahren mit eigenem PV-Strom elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3). Fahrrad & U-Bahn für die Stadt, Fernreisen mit der Bahn.

Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Hybridfahrer
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CO2 wird leider nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch durch chemische Prozesse wie der Zementherstellung freigesetzt - und davon braucht ein Windrad fürs Fundament schon einiges.
Vorteil ist aber, dass ein Windrad seinen CO2-Fußabdruck meist schon nach wenigen Monaten durch die Stromerzeugung kompensiert hat, während ein Kernkraftwerk meist rund 15 Jahre eine unfertige Baustelle ist.

Ziel muss es sein, möglichst schnell weltweit die größten Einspareffekte zu erzielen, und das geht dort am besten, wo der Aufwand gering ist. Und nur durch Skaleneffekte lässt sich der Aufwand genügend senken.
Insofern hat das EEG zu Beginn der Industrie die benötigte Anfangsnachfrage beschert, bevor Deutschlands Klimaziele gealtmeiert wurden.

Unter diesem Aspekt ist auch die Vorstellung absurd, wir könnten alle klimaneutral mit importierten E-Fuels oder Wasserstoff fahren, solange in den vorgesehenen Herkunftsländern noch ein Großteil des Stroms Fossil erzeugt wird. Und wenn diese Länder irgendwann umgestellt haben werden, wird niemand mehr einen Verbrenner fahren wollen.

BTT: wenn jemand Anforderungen an seinen PKW hat, die BEV noch nicht erfüllen können, ist ein PHEV immer noch besser als ein klassischer Verbrenner. Wichtig ist halt die Ausgestaltung derart, dass das Aufladen und elektrisch fahren bequemer und/oder günstiger ist als Tanken.

Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

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ecopowerprofi hat geschrieben:
Die Windkraftanlagen (Windmühlen) vor 200 Jahren waren komplett CO2 frei da aus nachwachsende Rohstoffen (Holz) hergestellt. Das galt damals auch für die Wasserkraftanlagen.
Yep ! Back to Dark Age !
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

catoderjuengere
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mweisEl hat geschrieben:
Dieser (hypothetische) Wert ist aber nicht konstant, sondern sinkend: mit weiterer Verbreitung erneuerbarer Energieerzeugung sinken auch die CO2-Aufwände für Herstellung und Installation von regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Letztendlich ensteht CO2 bei Herstellung und Installation durch den Verbrauch von Energie, und wenn diese sauberer wird, wird auch Herstellung und Installation sauberer.
Für Kernkraft dito.
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

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Nur das du bei der Kernkraft Uran abbauen musst, bis das CO2 neutral passiert fließt noch viel Wasser den Rhein runter... Dann der ganze Beton beim Aushärten ist auch unabhängig von der Energieform immer mit CO2 verbunden.
Der Vorteil an den EE ist doch, dass keinerlei "Brennmaterial" zuerst gefördert, aufgearbeitet und transportiert werden muss. Bei Kernkraft kommt der Abtransport und das Endlager dazu welches auch noch Energie verbraucht und erst einmal CO2 neutral werden muss.
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Odanez
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kann man gerne mal ausrechnen, pro Tonne Beton wird was ich auf der Schnelle rausfinden konnte 0.5-1t CO2 freigesetzt.

Wer aber gerne liest, der findet hier schön was zu lesen: https://www.ier.uni-stuttgart.de/publik ... cht_02.pdf

Die Diskussion könnte aber auch gerne in den AKW Thread verschoben werden.
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Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Tom7
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AbRiNgOi hat geschrieben: Der Vorteil an den EE ist doch, dass keinerlei "Brennmaterial" zuerst gefördert, aufgearbeitet und transportiert werden muss. Bei Kernkraft kommt der Abtransport und das Endlager dazu welches auch noch Energie verbraucht und erst einmal CO2 neutral werden muss.
Aber anderes Material. Das "brennt" zwar nicht (tut es im Kernkraftwerk auch nicht, aber egal), verursacht aber trotzdem CO2.
So ein Kernkraftwerk zu errichten kostet im ersten Moment zwar gut CO2, aber dadurch, dass es hinterher so unglaublich viele kWhs erzeugt, relativiert sich das so weit wieder, dass es neben den Windkraftwerken zu den CO2-ärmsten Erzeugern gehört. PV ist da deutlich schlechter.

Und PV-Strom liegt heute bei ca. 100g/kWh ... als ich vor 20 Jahren studierte, da waren es nur 80g/kWh ... besser ist da nichts geworden, weil das Zeug inzwischen in China mittels Kohleverstromung hergestellt wird.
Wobei man dazu sagen muss, dass diese graue Energie im deutschen Strommix keinen Eingang findet, aber gar nicht mehr vernachlässigbar ist. Hat inzwischen eine ähnliche Dimension wie die graue Energie, die ein Liter Sprit bis in den Tank braucht.

Re: die Förderung für als Verbrenner genutzte Hybride passé

Odanez
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Und warum wird es jetzt in China hergestellt und nicht hier? Richtig, weil Deutschland erfolgreich die Erneuerbare Industrie im Land erdrosselt hat. Kann man alles auf politische Entscheidungen zurückführen.

Wenn man Material mit Material vergleicht, so kann man mal das verbaute Material in einem AKW vergleichen mit der äquivalenten Menge an PV und Windstrom. Das dürfte zwar zu Gunsten des AKWs ausfallen weil es so viel Leistung bringt, jedoch dürfte der Unterschied nicht allzu groß sein.
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