Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Mooriemer
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Hier kurz unsere Erfahrungen als wir einen PHEV als Dieselersatz gesucht haben. Ich denke das könnte auch für andere interessant sein.

Hier unser Profil: 2 Kinder, oft Fahrten mit 750kg Anhänger, Wohnwagen 1300kg, viel Kurzstrecke, BEV als Zweitwagen vorhanden, zwei Berufstätige, Landlage, quasi kein ÖPNV vorhanden.

Da wir kein BEV für über 60t € kaufen wollen und dann einen schweren Akku mit seltenen Erden 95% nutzlos im Jahr rumfahren. Also war die Entscheidung klar. Ein PHEV muss es werden. Jahrelang dachten wir. Klar kaufen wir uns einen Outlander und gut ist. War dann doch nicht so einfach.
Wir haben einige Fahrzeuge in unserem finanziellen Horizont dann Probegefahren.

Seat Leon Kombi:
Tolles Auto. Mächtig Power und gutes Zusammenspiel der Antriebe. Ausstattung und Assistenzsysteme auf dem aktuellen Stand. Neu um die 30t € zu kommen. Uns war er aber doch zu niedrig und zu klein innen. Z.B. sind wir immer mit den Knien an den Mitteltunnel gestoßen.

Mitsubishi Outlander:
Viel Platz. Gutes Fahrwerk. Ausstattung aus der Zeit gefallen, da merkt man das Modellsalter aber ganz gut. Bedienelemente eher 80 Jahre Japanstyle. Sehr hoher Verbrauch auf unserer Probefahrt. Benzinmotor heulte ohne erkennbarem Grund immer laut auf. Das war vorher unser Favorit und hat uns sehr enttäuscht. Im Preis-Leistungsvergleich liegt er auch ganz weit hinten.

Kia Niro:
Übersichtlich. Kompakt. Bordelektronik auf der Höhe der Zeit. Benzinmotor hat zu wenig Kraft. Gerade ohne Elektrounterstützung wird das sehr zäh beim Anhänger ziehen. Getriebe schaltet sehr langsam und Motor ist sehr laut beim Beschleunigen. Kofferraum war uns zu viel klein.

KIa Ceed Kombi:
Tolles Familienauto. Viel Platz. Niedriger Verbrauch. Sehr niedrig und erschwerter Einstieg. Gleicher Antrieb wie beim Niro, daher viel der schnell raus. Neu für 28t € zu bekommen.

Ford Kuga:
Platz. Das beste Zusammenspiel der Antriebe von allen gefahrenen Fahrzeugen. Top Assistenzsysteme. Großer Wendekreis. Leicht erhöhter Verbrauch. Hat uns gut gefallen und hätten wir fast bestellt.

Audi A3 e-tron:
Gleicher Antrieb wie beim Leon. Aber: Kleinwagen. Alles eng, Einsteigen ist schon eine Qual. Viele günstige Leasingrückläufer auf dem Markt, aber mit Anhängerkupplung kaum vorhanden. Nachrüstung liegt bei 1500 €.

VW Passat Variant:
Eine Klasse höher. Top Verarbeitung. Platz überall. Fährt wie eine Sänfte. Der VAG Standardantrieb mit jede Menge Power. Verbrauch geht völlig in Ordnung. Kostet aber Gebraucht noch mehr als einige Mitbewerber neu.

Wie in der Signatur zu sehen ist es ein junger wenig gefahrener Passat GTE geworden. War am Anfang nicht auf unserer Liste wegen dem Preis und sind nur durch Zufall auf einen mit Toppreis gestoßen.
Smart EQ Cabrio mit Schnarchlader
VW Passat Variant GTE (im Alltag 90% elektrisch)
3kWp Inselanlage
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Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

ATh
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Passat GTE stand bei uns auch auf der Liste. Haben aber für quasi gleichen Preis eine neuen X1 bekommen. X1 ist aber vom Innenraum enger, ob wir den mit 2 Kindern genommen hätten weiß ich nicht. Wäre dann vermutlich doch der Passat GTE geworden.

Zweitwagen ist übrigends ein e-Golf.

Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Mooriemer
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Tatsächlich haben wir jetzt schon den dritte Urlaub dieses Jahr mit dem Wohnwagen hinter uns. Einmal ein langes Wochenende, ein normales Wochenende und jetzt 2 Wochen Sommerurlaub. Es ist daher mal Zeit eine kleines Fazit zu ziehen.
Unser Wohnwagen hat ein zGG von 1300kg und die Leistung des Passat GTE ist mehr als ausreichend. Wir könnten das Gespann in 11 Sekunden von 0 auf 100 damit beschleunigen. Natürlich hört man beim fahren jetzt den Benziner schon deutlich und auch das Schalten des DSG ist spürbar. Im Solobetrieb ist bei normaler Schleichfahrt der Benzinmotor nicht wahrnehmbar. Ich Glaube aber mit 1900kg die er dürfte, sind wir dann auch weit jenseits von Spass und Freude.

Im rein elektrischen Modus verbraucht er Solo 18-20kWh, mit Wohnwagen gut 40. Mit dem Miniakku wäre dann nach wenigen Kilometern schon Schluss. Mit leerem Akku verbraucht er 12l mit der Wohndose. Im Hybridmodus 9,5l und 2,5kWh. Beide letzteren Werte sind für einen 1,5l Turbobenziner und 3,5t bewegte Masse schon richtig gute Werte. Wichtig hierbei ist das im Navi das Ziel eingegeben ist. Dann wir das Hybridverhältnis der Strecke angepasst und man fährt da wo es viel Sinn macht, wie z.B. in der Stadt, oft elektrisch. Am Zielpunkt ist dann genau der Akku passend aufgebraucht und nicht schon nach 20km.
Hier wird immer behauptet das ein PHEV als Benziner fährt wenn der Akku leer ist, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Er fährt als Hybrid weiter und das mach VW gar nicht schlecht. Hier wird auch wenn der Motor noch Energie über hat bzw. der Wirkungsgrad nicht optimal ist, der Akku mitgeladen. Das kannte ich so sonst nur von Toyota. Generell verbraucht der GTE gut 1l weniger als die vergleichbare reine Benzinervariante. Wenn sich also Leute einen PHEV als Firmenwagen nur wegen der Steuer holen, ist es trotzdem ein kleines Plus für die Umwelt. Mal drüber nachdenken wenn man hier immer die Fakeln und Heugabeln zückt.

Zurück zum Urlaub. Vor Ort nur zwei längere Ausflugsstrecken bewältigt wo Benzin verbrannt wurde. Dafür haben wir aber immer 3 touristische Ziele verknüpft um das einzuschränken. Alle anderen Fahrten vor Ort wurden rein elektrisch bewältigt. Geladen wurde ausschließlich auf dem Campingplatz mit 10A. Zeitlich hat man da kein Problem. Das Stromnetz der Campingplätze sind dafür nicht wirklich ausgelegt. Beim letztem Platz brach es dabei von 230 auf 190V ein. Unsere Verdrahtung bis zum Übergabepunkt ist durchgängig 2,5mm² und es sind gute Steckdosen verbaut. Kein Kontakt etc. wurde da auch nur handwarm.

Durch unsere Urlaube haben wir in den letzten 3,5 Monaten nun schon 2,5 Tankfüllungen Benzin durch. Die elektrische Reichweite reicht genau für die tägliche Strecke. Zuhause wird 25% ohne CO2 geladen aus unserer Inselanlage, der Rest mit zugekauften 100% Ökostrom. Bei Smart sieht es genauso aus.
Bis jetzt sind wir mehr als glücklich mit der Entscheidung vom Diesel zum PHEV zu wechseln. Ein BEV mit einem riesigen, ökologisch fragwürdigen, Akku hier durch die Gegend zu scheuchen, dann noch als unpraktisches SUV und mit einem Verbrauch von 40-50 kWh im Anhängerbetrieb? Und auch im Alltag 5kWh Mehrverbrauch damit man ein paar Pfund Dinopampe weniger verbrennt? Nein, das wäre eine völlig falsche Entscheidung gewesen. Ökonomisch und ökologisch.
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Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Jupp78
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Bis jetzt sind wir mehr als glücklich mit der Entscheidung vom Diesel zum PHEV zu wechseln.
Nur so nebenbei:
Ein Diesel-PHEV hätte wohl noch ein viel viel besseres Ergebnis erzielt, aber das wolltet ihr wohl nicht in Betracht ziehen ;).

Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Mooriemer
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Jupp78 hat geschrieben: Ein Diesel-PHEV hätte wohl noch ein viel viel besseres Ergebnis erzielt, aber das wolltet ihr wohl nicht in Betracht ziehen ;).
Zum einen haben wir sehr gemischte Erfahrungen mit Diesel gemacht und wollten auf keinen Fall wieder einen haben. Zugegeben beim PHEV wäre das Problem der vielen Kurzstreckenfahrten nicht gegeben.

Hauptgrund ist aber das die wenigen Diesel-PHEV nicht in unserem finanziellen Horizont liegen. Selbst der Passat hat unser gesetztes Budget weit überzogen. Unsere Fahrzeuge gehören nämlich nicht meinem Arbeitgeber, einer Leasinggesellschaft oder der Bank.
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Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Odanez
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Ich kann die Entscheidung nachvollziehen, Freunde von uns haben auch einen 1800kg Wohnwagen, und da sie jetzt Eigenheim mit PV und bald Wallbox haben überlegen sie schon was für ein Auto ihren alten Diesel ersetzen wird, und da gibt es vom aktuellsten Passat GTE abgesehen keine Alternativen, die man sich halbwegs leisten kann. Aber vielleicht kommen ja auch bald welche PHEVs auf den Markt für unter 40.000€, die 2t ziehen können.
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Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

dst11
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E-Klasse phev Jahreswagen. 2100kg Anhängelast und ein Traum zum Ziehen von 2to 😉
i3 60Ah (BEV) EZ 02/14 von 02/17 bis 04/20. E300e von 06/20 bis 04/21. Skoda Enyaq iV 60 seit 05/21

Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Odanez
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Der kostet halt gebraucht mehr als der Passat neu, nee wenn dann noch ein Jahr warten und den Passat gebraucht kaufen, so wird das eher was, sind ja keine Geldscheißer ;) Wenn dann der C300de, der hat 1800kg, das reicht auch, kostet ein paar Tausender weniger als der E300de
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Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Jupp78
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Naja, nicht übertreiben. Jeweils als Jahreswagen liegt rund ein Zehner dazwischen.

Re: Wir kaufen uns einen PHEV für Familie und Wohnwagen. Eine kurze Zusammenfassung.

Unicorn097
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Für jüngere Leute hat man allerdings das 3.500kg Limit für das Gespann, so 1.450kg für den Anhänger sind da das Limit wenn das Zugfahrzeug maximal 2.050kg hat. Ein schwerer Akku ist da problematisch.

So finde ich aber so 650kg ungebremst und 1.050kg gebremst okay, damit man einen Snowboardträger montieren kann oder mit einem kleinen Anhänger Getränke für eine Grillparty holen und Gartenabfälle wegfahren kann.
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