Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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voko hat geschrieben:
Super-E hat geschrieben: Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.
Das verstehe ich nicht ganz. Ich dachte, dass ein Plug-in-Hybrid im reinen Verbrennerbetrieb immer „schlechter“ ist, als ein reiner Verbrenner mit gleichem Verbrennermotor.
Wie kommst du denn auf sowas?
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Weil zwei Antriebsaggregate mit rum geschleppt werden. Und die aufwendigeren Getriebe.
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Dass mehr Masse im reinen E-Betrieb fast nix ausmacht haben wir aber doch schon feststellen können. Und der Hybrid rekuperiert ja auch im Verbrennerbetrieb.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben:
voko hat geschrieben:
Super-E hat geschrieben: Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.
Das verstehe ich nicht ganz. Ich dachte, dass ein Plug-in-Hybrid im reinen Verbrennerbetrieb immer „schlechter“ ist, als ein reiner Verbrenner mit gleichem Verbrennermotor.
Wie kommst du denn auf sowas?
Meist sind PHEV Benziner. Die haben per Definition einen höheren CO2 Ausstoß als reine Diesel.

Wenn die dann auch noch nie angesteckt werden und trotzdem elektrisch Fahren wollen, können viele PHEV den Akku zumindest teilweise mit dem Verbrenner als Generator-Antrieb geladen werden. Dadurch erhöht sich der Spritverbrauch, weil ja die Energie irgendwo her kommen muss, die in den Akku eingespeist werden soll. Physik lässt sich nicht veralbern.

Da natürlich die Wandlung von chemisch-mechanischer Energie in den Akku per Generator bei wechselnden Drehzahlen ziemlich verlustbehaftet bzw. mit geringem Wirkungsgrad statt findet, ist die Energiebilanz ggü. Laden per Stecker und anschließendem elektrischen Fahren schlechter.

Last Not Least schleppt man einen fast nie oder nur sehr selten genutzten Antriebsstrang an Gewicht mit sich herum.

Nicht angesteckte PHEV sind also unter'm Strich schlechter als ein reiner Benziner oder moderner Diesel nach Euro 6d - je nach Fahrprofil.

IMHO muss man sich die Frage stellen, wenn man einen Benziner anschaffen möchte, weil ein Diesel mangels Langstrecke und entsprechendem Fahrprofil keine Option ist, warum man nicht gleich ein BEV anschafft. Mal die Kostensituation etwas beiseite geschoben.

PHEV ist mMn eben seltenst eine vernünftige Alternative.

SüdSchwabe.
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020
Škoda Enyaq iv80X Sportline - bestellt am 20.Dezember '21

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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SüdSchwabe hat geschrieben:
Meist sind PHEV Benziner. Die haben per Definition einen höheren CO2 Ausstoß als reine Diesel.
Einfach nur behauptet. Alle Tests sagen was anderes!
Wenn die dann auch noch nie angesteckt werden und trotzdem elektrisch Fahren wollen, können viele PHEV den Akku zumindest teilweise mit dem Verbrenner als Generator-Antrieb geladen werden. Dadurch erhöht sich der Spritverbrauch, weil ja die Energie irgendwo her kommen muss, die in den Akku eingespeist werden soll. Physik lässt sich nicht veralbern.
Die meisten Stecken doch ein. Macht keiner bzw viele haben diese Programm nicht und die die es haben z.b. der Outlander haben es aus guten Grund um Teile zu Sparen. Also auch Falsch!
Da natürlich die Wandlung von chemisch-mechanischer Energie in den Akku per Generator bei wechselnden Drehzahlen ziemlich verlustbehaftet bzw. mit geringem Wirkungsgrad statt findet, ist die Energiebilanz ggü. Laden per Stecker und anschließendem elektrischen Fahren schlechter.
Hast du da eine Quelle für diese Behauptung?
Last Not Least schleppt man einen fast nie oder nur sehr selten genutzten Antriebsstrang an Gewicht mit sich herum.
1. Kurzstrecke rein Akku --> Wird mehr als aufgewogen durch den Rekuperation.
2. Mittel strecke Akku/Motor 50%/50% --> Da hält sich gewinn und verlust die Wage
3. Langstrecke (Autobahn überland) --> Wird selten Gebremst die verluste durch Mehrgewicht also gering.
Nicht angesteckte PHEV sind also unter'm Strich schlechter als ein reiner Benziner oder moderner Diesel nach Euro 6d - je nach Fahrprofil.
Nein auch nicht. Wegen der Reku. Allerdings machen sie dann keinen Sinn da wäre dann ein Hybrid die bessere Wahl.
IMHO muss man sich die Frage stellen, wenn man einen Benziner anschaffen möchte, weil ein Diesel mangels Langstrecke und entsprechendem Fahrprofil keine Option ist, warum man nicht gleich ein BEV anschafft.
Weil es diese Autos einfach nicht gibt mit diesen Leistungsmerkmalen.
Mal die Kostensituation etwas beiseite geschoben.
Wie das?
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Ich kenne aus der Entwicklung die verschiedenen Evolutionsstufen der Hybriden.
Im Anfang gab es zwei Modelle mit unterschiedlichen Konzepten, aber gleichem Verbrennungsmotor. Dabei kam der „einfache“ Parallelhybrid auf günstige Verbrauchswerte.
Dafür gab es folgende Gründe:
- Start-/Stop- Betrieb, da die E- Maschine den Verbrenner nahezu sofort wider auf Drehzahl hatte
- Absenkung der Drehzahlen, da die E-Maschine den Verbrenner in diesem Drehzahlbereich vor dem Ausgehen bewahren und gut unterstützen konnte
- Entfall des Spätziehens des Zündwinkels, da überschüssige Energie aus der Trägheit der Regelung in die Batterie geschoben wurde
- Entfall der ineffizienten Lichtmaschine

Das andere Modell konnte trotz aufwendigem Getriebe nicht gleichziehen, da die Absenkung der Drehzahl nicht möglich war.

Daher kann ich sagen, selbst ein einfache Hybrid (kein
Plugin) kann so konstruiert werden, daß die E-Maschine einen deutlichen Verbrauchsvorteil bringt.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. 55 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben: Einfach nur behauptet. Alle Tests sagen was anderes!
Quelle?
Mein Stand war, dass der Vorteil wächst je größer das Fahrzeug wird.
kub0815 hat geschrieben: und die die es haben z.b. der Outlander haben es aus guten Grund um Teile zu Sparen. Also auch Falsch!
Da geht es eigentlich mehr um Reserven für Bergbetrieb, insbesondere mit Hänger. Mitsubishi hat halt einen etwas sinnvollerem PHEV genaut als die dt. Premiumhersteller, die nur einen E-Antrieb an ihren alten Kram basteln und das den Kunden zahlen lassen.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Fritzchen-66 hat geschrieben: Ich kenne aus der Entwicklung die verschiedenen Evolutionsstufen der Hybriden.
Im Anfang gab es zwei Modelle mit unterschiedlichen Konzepten, aber gleichem Verbrennungsmotor. Dabei kam der „einfache“ Parallelhybrid auf günstige Verbrauchswerte.
Dafür gab es folgende Gründe:
- Start-/Stop- Betrieb, da die E- Maschine den Verbrenner nahezu sofort wider auf Drehzahl hatte
- Absenkung der Drehzahlen, da die E-Maschine den Verbrenner in diesem Drehzahlbereich vor dem Ausgehen bewahren und gut unterstützen konnte
- Entfall des Spätziehens des Zündwinkels, da überschüssige Energie aus der Trägheit der Regelung in die Batterie geschoben wurde
- Entfall der ineffizienten Lichtmaschine

Das andere Modell konnte trotz aufwendigem Getriebe nicht gleichziehen, da die Absenkung der Drehzahl nicht möglich war.

Daher kann ich sagen, selbst ein einfache Hybrid (kein
Plugin) kann so konstruiert werden, daß die E-Maschine einen deutlichen Verbrauchsvorteil bringt.
Ein Beispiel dafür habe ich 13,5 Jahre lang gefahren. Der Honda Civic Hybrid hat mit einfachster Technik die Vorteile genutzt. Er ist zum Beispiel mit 3000 U/min 150 km schnell gefahren, theoretisch also eine Übersetzung für mehr als 300 km/h!
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Das System von Mitsubishi ist ja auch ziemlich einfach mit nur einer Kupplung und einem Saugbenziner ohne Turbo.
Nur leider bieten sie es ausschließlich im großen SUV mit 4WD an.
In Limousinen, Kombies und vielleicht auch einem 7-Sitzer Van und 2WD hätte das noch wesentlich mehr Potential.
Es sollte dann noch über die Jahre der Akku wachsen... sanfter Übergang zum BEV.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben:
Meist sind PHEV Benziner. Die haben per Definition einen höheren CO2 Ausstoß als reine Diesel.
Einfach nur behauptet. Alle Tests sagen was anderes!
Welche Tests sagen denn, dass ein Benziner weniger CO2 Ausstoß habe, als ein Diesel?
Wie gesagt: es geht nicht um den Vergleich PHEV Benziner vs Diesel - sondern rein Benziner vs Diesel.

Wenn also ein PHEV Benziner im Verbrenner-Betrieb gefahren wird, hat er auf der gleichen Strecke i.d.R. einen höheren CO2 Ausstoß als ein reiner Diesel.
Wenn die dann auch noch nie angesteckt werden und trotzdem elektrisch Fahren wollen, können viele PHEV den Akku zumindest teilweise mit dem Verbrenner als Generator-Antrieb geladen werden. Dadurch erhöht sich der Spritverbrauch, weil ja die Energie irgendwo her kommen muss, die in den Akku eingespeist werden soll. Physik lässt sich nicht veralbern.
Die meisten Stecken doch ein.
Da sagen diverse Statistiken, beispielsweise in NL und UK sowie die Beobachtungen diverser deutscher Fuhrparkbetreiber (u.a. siehe das obige Video dazu sowie die Erfahrungen des Fuhrparks den ich kenne) was Anderes.
Macht keiner bzw viele haben diese Programm nicht und die die es haben z.b. der Outlander haben es aus guten Grund um Teile zu Sparen. Also auch Falsch!
Du kannst also mit belegbaren Quellen sagen, dass keiner den Generatorbetrieb des PHEV nutzt? Spannend. Diese Quelle über alle PHEV Fahrer möchte ich bitte sehen.
Und wie "viele" haben dennn angeblich dieses Generator Programm nicht?
Da natürlich die Wandlung von chemisch-mechanischer Energie in den Akku per Generator bei wechselnden Drehzahlen ziemlich verlustbehaftet bzw. mit geringem Wirkungsgrad statt findet, ist die Energiebilanz ggü. Laden per Stecker und anschließendem elektrischen Fahren schlechter.
Hast du da eine Quelle für diese Behauptung?
Physik ist nicht so Deine Domäne, oder?
Stichworte zum Nachlesen sind: Wirkungsgrad Verbrennungsmotor im nicht-idealen Realbetrieb vs Well-to-Weel Verluste BEV.
Last Not Least schleppt man einen fast nie oder nur sehr selten genutzten Antriebsstrang an Gewicht mit sich herum.
1. Kurzstrecke rein Akku --> Wird mehr als aufgewogen durch den Rekuperation.
Du weißt schon, dass man selbst mit einem reinen BEV nur Reichweite (auf eine Akkuladung) im Bereich eines Einstelligen Prozentwertes Rekuperieren kann. Aber im Gegensatz zu einem BEV, die über den eMotor einen ordentlichen Rekuperations-Generator haben, können PHEV nur mit Ihrem Winz-Generator rekupierieren. Also von "aufwiegen" würde ich hier nicht gerade sprechen.
Ja, Rekuperation findet statt, aber die Akkus haben ja nicht mal die elektrische Dimension, um signifikant Rekuperations-Leistung (in kW) aufnehmen zu können.
2. Mittel strecke Akku/Motor 50%/50% --> Da hält sich gewinn und verlust die Wage
Nur wen du eine dem Ideal 50%/50% entsprechende Strecke findest. Dann eventuell. Nur finden sich Idealstrecken so verdammt selten. Also eigentlich gar nicht.
3. Langstrecke (Autobahn überland) --> Wird selten Gebremst die verluste durch Mehrgewicht also gering.
Wann bist Du das letzte Mal auf einer deutschen Autobahn gefahren?
Nicht angesteckte PHEV sind also unter'm Strich schlechter als ein reiner Benziner oder moderner Diesel nach Euro 6d - je nach Fahrprofil.
Nein auch nicht. Wegen der Reku. Allerdings machen sie dann keinen Sinn da wäre dann ein Hybrid die bessere Wahl.
Wer ist "sie"? Ja, PHEVs machen meiner Meinung nach keinen Sinn, das ist schon richtig. Ich verstehe Deinen Satz nicht.
IMHO muss man sich die Frage stellen, wenn man einen Benziner anschaffen möchte, weil ein Diesel mangels Langstrecke und entsprechendem Fahrprofil keine Option ist, warum man nicht gleich ein BEV anschafft.
Weil es diese Autos einfach nicht gibt mit diesen Leistungsmerkmalen.
Welche Autos gibt es mit welchen Leistungsmerkmalen nicht?
Du schreibst etwas wirr. Ich kann Dir nicht folgen.
Mal die Kostensituation etwas beiseite geschoben.
Wie das?
In dem man sie ignoriert. In der Realität sind Kosten ein wesentlicher Entscheidungsfaktor, was für ein Fahrzeug man sich anschaffen wird. Nicht jeder ist mit einem endlosen Geldvorrat gesegnet. Also eigentlich fast keiner.
Dann ist nämlich diese gesamte Betrachtung Makkulatur - und es wird genau das Fahrzeug gekauft, was in die reale Lebens- und Kostensituation passt. Und da sind meist sowohl PHEV als auch BEV schlicht außen vor.

SüdSchwabe.
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