Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

aiahaumx
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SüdSchwabe hat geschrieben: Also ich habe Einblick in eine Firmenwagenflotte von 15.000 Fahrzeugen

Hier ist in der Tat der Trend zu erkennen, dass der Hühbrid deswegen gerne genommen wird, weil er eben nur mit 0,5% besteuert wird - und nicht, weil er so umweltfreundlich ist und man so toll elektrisch fahren kann.
Vielen Dank! Solche Einblicke gehen schon etwas über den Bereich der einfachen anekdotischen Evidenz hinaus.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Also ich habe Einblick in eine Firmenwagenflotte von 15.000 Fahrzeugen
Hier ist in der Tat der Trend zu erkennen, dass der Hühbrid deswegen gerne genommen wird, weil er eben nur mit 0,5% besteuert wird - und nicht, weil er so umweltfreundlich ist und man so toll elektrisch fahren kann.
Kannst Du das genauer erklären? Zahlen können ja unterschiedlich bewertet werden, wie nach den Wahlen sich oft alle als Gewinner darstellen (und sei es weil die Verluste geringer als befürchtet waren).
Also ist jetzt echtes Interesse, ich vermute ja selbst, dass Deine These stimmt.

Wobei ich ja auch offen sage, dass ich mit der Art der Umsetzung der PHEV völlig unzufrieden bin, obwohl ich grundsätzlich PHEV für einen guten Übergang für die Jahre 2015 - 2025 halte (also die Hälfte haben sie schon verpennt).
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Super-E hat geschrieben: Firmenwagen bringen Neufahrzeuge in den Markt und werden häufig ausgetauscht. Sollte der Erstbesitzer den Plug-in-Hybrid nicht richtig nutzen, dann tut es vermutlich der Gebrauchtwagenkäufer.
Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.

Was mich an der Diskussion nervt, ist nicht die berechtigte Kritik daran, dass von einigen Nutzern der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht richtig verwendet wird, sondern die Schlussfolgerungen daraus, die eindeutig durch Vorurteile und Hass auf diese Antriebsform geprägt sind, obwohl es für viele Fahrprofile die derzeit umweltfreundlichste ist.

Anstatt irgendwelche Verbote oder eine andere Anrechnungsform zu fordern, könnte man sich lieber Gedanken darüber machen, wie man den Anreiz - oder auch Zwang - erhöht, dass die Plug-in-Hybride auch möglichst elektrisch genutzt werden.
Bei 500 km eReichweite gibt es wohl kaum mehr als eine Handvoll Fahrprofile, für die das eAuto nicht passt.

PHEVs sind nicht mehr als eine - notwendige - Zwischenstation.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Super-E hat geschrieben: Ja. Keine Frage, dass sich viele nur deswegen dafür entschieden haben, aber die Vorteile sind trotzdem da.
Ich hätte jetzt auch nichts gegen 0,5 für EV und 0,75 für phev, aber als Drama sehe ich das jetzt auch nicht.

Man sollte jetzt lieber weitere lenkende Massnahmen ergreifen. Ansatz wäre kostenlos elektrisch laden, keine klassische Tankkarte mehr, aber für die gefahrenen km eine pauschale Vergütung, die bei moderater Fahrweise die kosten deckt. Das wäre auch für nicht elektrische Firmenwagen sinnvoll, da sie sparsames fahren belohnen würde.
Absolut! Die Flatrate-Mentalität der Raser ist Teil des Problems. Km-Pauschalen und den Sprit selbst zahlen würde auf einen Schlag die Leute zum Sparen verleiten. Kann ich in meiner Arbeitswelt sehr gut nachvollziehen.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Warum die Firma überhaupt Hühbride unterstützt? Weil der Betriebsrat und die Autolobby stark sind. Das Fuhrpark Management muss sich rechtfertigen, warum keine Sportlines zugelassen sind (Audi S/RS, MB AMG Line, BMW M Series), generell keine Sechszylinder Motoren erlaubt sind und es ein 300PS Limit für Verbrenner existiert.
Nicht mehr als 300 PS?!? Wer will denn bei so einer knickerigen Firma arbeiten? :lol:
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Alex1 hat geschrieben:
Bei 500 km eReichweite gibt es wohl kaum mehr als eine Handvoll Fahrprofile, für die das eAuto nicht passt.

PHEVs sind nicht mehr als eine - notwendige - Zwischenstation.
Sehe ich anders. Wenn man Plug-in-Hybride noch ein wenig verbessern würde, dann halte ich sie für den besseren weil ökologischeren Weg als elektroautos mit großem Akku.

Bei einem kompakten Mittelstreckenelektroauto ist der Plug-in-Hybrid sicher keine Konkurrenz. Aber gerade der hier im Forum oft zitierte Familienkombi, der während des Jahres selten mehr als 100km am Stück sieht, aber selten dann lange Strecken - evtl. sogar mit Anhänger - abwickeln soll sie ist als Plug-in-Hybrid sicher die bessere Alternative.
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Rechne bitte mal nach. Die Emissionen für den Treibstoff übersteigen bei Weitem die Emissionen für den Akku. Und nicht vergessen, auch PHEVs haben genau die selben Akkus, nur etwas kleiner. Auch die müssen erst einmal wieder reingeholt werden.

Außerdem hat der Hybride durch die mehrfachen Antriebs- und Speichersysteme ein höheres Gewicht als der vergleichbare Verpester und damit zwangsweise einen höheren Verbrauch. Bekanntlich schneiden Hybride auf langen Strecken besonders schlecht ab, wenn sie laufend den Verpestermoter am Laufen haben.

Schon heute sind die Hybride unterlegen. Die raschen Fortschritte der Akkutechnologie lassen den Hybriden immer weiter hinter sich. Sein Vorteil ist vor allem die - völlig unnötige - Reichweitenangst.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Super-E hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
Bei 500 km eReichweite gibt es wohl kaum mehr als eine Handvoll Fahrprofile, für die das eAuto nicht passt.

PHEVs sind nicht mehr als eine - notwendige - Zwischenstation.
Sehe ich anders. Wenn man Plug-in-Hybride noch ein wenig verbessern würde, dann halte ich sie für den besseren weil ökologischeren Weg als elektroautos mit großem Akku.

Bei einem kompakten Mittelstreckenelektroauto ist der Plug-in-Hybrid sicher keine Konkurrenz. Aber gerade der hier im Forum oft zitierte Familienkombi, der während des Jahres selten mehr als 100km am Stück sieht, aber selten dann lange Strecken - evtl. sogar mit Anhänger - abwickeln soll sie ist als Plug-in-Hybrid sicher die bessere Alternative.
Wegen seltenen längeren Strecken ein PHEV anstatt ein BEV zu fahren ist wohl noch absurder als wegen einiger weniger Fahrten die meiste Zeit alleine in einer Riesenkiste herumzufahren...

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Sehe ich auch so, die 2-3 mal im Jahr langstrecke fahre ich entspannt mit dem Ioniq. Die Zeit habe ich mir schon gespart weil ich nicht zum Tanken fahren muss.

Hab nun auch einen GTE Fahrer als Nachbar. Keine Steckdose zuhause, keine auf Arbeit. Aber 0,5% haben dann doch gelockt.
Er hat zwar bei der Hausverwaltung angefragt, aber es wurde abgelehnt. Da hatte ich noch Glück weil ich wegen des Garagentores eh schon Strom hatte.
Er macht aber jetzt auch keine anstalten mehr, weil es ihm eigentlich egal ist.

Mein Bruder würde gerne etwas elektrisches als Firmenwagen haben, aber nur Diesel, max. 60t €...
Ich bin mittlerweile froh den Dienstwagen abgelehnt zu haben vor 2 Jahren (wäre ein Diesel aus dem Fuhrpark ) . Aber eventuell probiere ich mal ob meine Firma bei einem Model 3 mitspielt. Wäre für mich zwar billig, aber die Firma kommt das definitiv teurer als ein Diesel.

MfG
Twizy Sport Black 06/15 - 03/17 20961km
Q210 Zen in Perlmutt 03/17 bis 05/19 34826km
SXT Light Eco 05/17 bis 05/19 400km
Ioniq Premium 04/19 - 08/20 30 271km
Ninebot One E+ seit 05/19 schon 200km gefahren
Model 3 seit 1.09.20 schon 12 000km

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

voko
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Super-E hat geschrieben: Selbst wenn der Plug-in-Hybrid überhaupt nicht geladen wird bringt immer noch Vorteile - besonders das Thema Emissionen im Stadtverkehr. Das ist selbst für Klimaleugner als Mehrwert greifbar.
Das verstehe ich nicht ganz. Ich dachte, dass ein Plug-in-Hybrid im reinen Verbrennerbetrieb immer „schlechter“ ist, als ein reiner Verbrenner mit gleichem Verbrennermotor.
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