Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
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und du schau dir mal ein paar Videos von Volker Quaschning an falls du dich weiterbilden willst kub. Fakt ist: Echter Ökostrom ist genau das: echter Ökostrom. Wer selber nur ausschließlich Ökostrom ins Netz speist, kann mit den eingenommenen Geld ausschließlich die Instandhaltung und Zubau von neuen Ökostromquellen finanzieren. Damit haben Leute, die echten Ökostrom beziehen einen direkten Einfluss auf den Zubau von erneuerbaren Energien in Deutschland. Bei fake-Ökostrom-Tarifen ist genau das eben nicht der Fall. Fertig, so einfach ist es. Zurück zum Thema bitte!
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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roberto hat geschrieben: verantwortungslosen Ökostromanbietern zu kaufen, die nur darauf aus sind unser Netz zu destabilisieren! Das sollte eigentlich verboten werden!
@Odanez die Videos von Volker Quaschning kenne ich. Die ändern aber nichts am bisherigen Markt deswegen glaube ich das Roberto da ein kleinwenig recht hat.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
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Sarkasmusdetektor kaputt?
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben:Anscheinend nicht. Irgent jemand muss diesen Strom abnehmen und die 50hz halten.
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Ja. Das war aber schon immer so. Zu jeder Zeit musste die Energieeinspeisung ins Stromnetz dem aktuellen Bedarf angepasst werden.
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Das erledigen zur Zeit die Generatoren der Kraftwerke.
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Nein. Die können mit ihren schweren rotierenden Massen nur ein bisschen puffern, und auch das nur, weil die Netzfrequenz nicht auf exakt 50,000 +/- 0,000 Hz festgelegt, sondern eine kleine Schwankungsbreite zulässig ist.
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Aber du hast ja bestimmt einen tollen Vorschlag wie das von heut auf morgen gehen soll.
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Nun, die "Pufferkapazität" der Generatoren "klassischer" Kraftwerke lässt sich z. B. bei einem Solarkraftwerk durch moderne Steuerungselektronik simulieren, das ist genau kein Problem.

Problematischer ist der Ausgleich von darüber hinausgehenden Schwankungen in Last oder Angebot, da braucht es positive bzw. negative Regelenergie.

Beides zugleich bieten Pufferspeicher wie Akkus, Pumpspeicherkraftwerke, thermische Speicher etc., davon gibt es aber (noch) nicht genug.

Positive Regelenergie bieten schnell regelbare Kraftwerke, z. B. Gaskraftwerke. Das kann auch Biogas sein ...

Negative Regelenergie können flexible Verbraucher bieten, z. B. ein Kühlhaus, das bei Bedarf auch mal auf -30° runterkühlen kann statt auf -18 oder so.

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, man muss sie halt nutzen und ggfs. etwas Geld dafür in die Hand nehmen. Der Gewinn liegt halt nicht direkt auf der Hand, sondern liegt in der Nachhaltigkeit und geringeren Folgekosten (CO2, andere Umweltbelastungen).

Meines Erachtens liegt der Hase vor allem genau bei dem Punkt "der Gewinn liegt halt nicht direkt auf der Hand" im Pfeffer ...
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wenn man das Thema Regelenergie nur auf Leistung bezieht stimmt es natürlich schon dass das Thema Frequenz auf der Strecke bleibt. Ein Mega Kraftwerk wie früher das stabil die Frequenz hält gibt es dann ja nicht mehr. Synchro Generatoren die sich brav an das Netz halten und durch Schwungmasse dieses stabilisieren. So ein Netzumrichter fährt ohne Schwungmasse exakt der Netzfrequenz nach, wo wird die Frequenz dann aber hin gehen?

Diese Frage ist aber regeltechnisch leichter gelöst als gedacht, aber heute nicht notwendig. Über Funk wird ein Steuersignal mitgeliefert und jeder Netzumrichter hält sich dann stur an das Signal, ähnlich dem Funkuhren Signal. Alles schon erfunden, wenn man es braucht kann man es einführen. Jeder Netzumrichter der für Stationär-betrieb geeignet ist kann dazu aufgerüstet werden.

Es wäre daher schön, wenn man nicht immer Probleme versucht mit Gewalt zu erfinden, sondern besser Lösungen bringt. Das würde uns schon weiter bringen.

Der Hybride, um den Bogen wieder zu schaffen bevor ein Mod hier den Schalter abdreht, wurde ja genau aus der Angst der ungelösten Probleme der Elektrofahrzeuge geboren und hat nur einen Sinn: Als einzige Lösung der Mobilität da zu stehen, weil der Hybride all die ungelösten Probleme der Elektromobilität nicht hat.
Also genau das Gleiche, Probleme nennen und damit die Zukunft verhindern indem die alten Lösungen "aufgefrischt" verkauft werden.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
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Vielen Dank AbRiNgOi, genau aus diesem Grund habe ich das Beispiel mit dem Ökostrom gebracht, um zu zeigen wie ähnlich hier nach Ausreden gesucht wird.
Genau wie bei der Diskussion über die Machbarkeit der Energiewende die Ewiggestrigen ständig Probleme ins Spiel bringen die längst gelöst werden können, reden die PHEV-Fahrer ständig von Problemen der BEV die entweder nur noch in Ihren Köpfen existieren oder immer schon Luxusprobleme waren.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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AbRiNgOi hat geschrieben: Also genau das Gleiche, Probleme nennen und damit die Zukunft verhindern indem die alten Lösungen "aufgefrischt" verkauft werden.
Nur verschwinden mit dieser Argumentation die Probleme leider trotzdem nicht und sie sind weiter vorhanden.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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AbRiNgOi hat geschrieben: Wenn man das Thema Regelenergie nur auf Leistung bezieht stimmt es natürlich schon dass das Thema Frequenz auf der Strecke bleibt. Ein Mega Kraftwerk wie früher das stabil die Frequenz hält gibt es dann ja nicht mehr. Synchro Generatoren die sich brav an das Netz halten und durch Schwungmasse dieses stabilisieren. So ein Netzumrichter fährt ohne Schwungmasse exakt der Netzfrequenz nach, wo wird die Frequenz dann aber hin gehen?

Diese Frage ist aber regeltechnisch leichter gelöst als gedacht, aber heute nicht notwendig. Über Funk wird ein Steuersignal mitgeliefert und jeder Netzumrichter hält sich dann stur an das Signal, ähnlich dem Funkuhren Signal. Alles schon erfunden, wenn man es braucht kann man es einführen. Jeder Netzumrichter der für Stationär-betrieb geeignet ist kann dazu aufgerüstet werden.
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Viel einfacher. Das "Soll" (50 Hz) ist ja bekannt.

- liegt die Netzfrequenz aktuell bei 49,997 Hz, so ist ein Unterangebot im Netz gegeben => speise ich aus meinem Speicher ein
- liegt die Netzfrequenz aktuell bei 50,003 Hz, so ist ein Überangebot im Netz gegeben => nehme ich Strom aus dem Netz ab und fülle damit meinen Speicher auf
- beides natürlich jeweils nur, wenn ich kann, der Speicher also nicht schon leer bzw. schon voll ist.

Die Fa. sonnen macht das mit ihrer "sonnenCommunity" genau so. Auf die Weise kann man einen super Beitrag zur Netzstabilisierung leisten, und die Umrichter reagieren viel schneller als konventionelle Kraftwerke, Schwankungen der Netzfrequenz können also viel schneller ausgeglichen werden => das Netz wird dadurch sogar stabiler als zuvor. Zudem liegen die Hausspeicher in der Peripherie verteilt, so dass die Leitungswege kurz sind und die Verluste gering.
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Jupp78 hat geschrieben: [
Nur verschwinden mit dieser Argumentation die Probleme leider trotzdem nicht und sie sind weiter vorhanden.
nein natürlich nicht. Was ich sagte ist das hier bei einem Problem nicht die Lösung gesucht wird, sondern damit versucht wird alles beim Alten zu lassen.
ohne Hybrid keine Elektromobilität...
ohne groß Kraftwerke keine Netzstabilität...

immer ein Problem nennen und als einzige Lösung den Weg zurück. Das meinte ich.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Aber Vogel Strauß taktik so wie sie roberto vorschlägt hilft auch nicht.
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