Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wenn man aber jedoch wirklich mal nachschaut, wie weit die PHEV Fahrer mit ihrem Sprit fahren, wird an schnell feststellen, dass dies zu annähernd 100% auch mit einem 100% Elektroauto möglich gewesen wäre.

Für die täglichen Fahren reicht auf jeden Fall ein 100% Elektroauto aus.
Wenn man mal weitere Strecken fährt, dann muss man eben zwischendurch laden. Aber mit einem 100% Elektroauto geht das auch extrem viel schneller, als mit meinem PHEV, was nur mit 3 kW AC lädt.

Und nur weil man einmal im Jahr 1.000 km in Urlaub mit dem Auto fährt, will man auf dieser Fahrt die halbe Stunde Ladezeit nicht investieren und deswegen schleppt man den Rest des Jahres den kompletten Verbrennerantrieb mit sich herum?
Nicht nur dass man den mit sich herumschleppt, der musste auch sehr Energie und Arbeitsintensiv gefertigt werden.
Viele gehärtete hoch feste Stähle, variables Getriebe, seltene Erden mit Verschleiß und sehr viel Elektronik, was im Elektroantrieb alles weg fällt.
Zoe Intense Q90 ZE40 mit 43 kW AC-Lader +41 kWh Akku / Bj.04.2018
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Vokoun
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GTE_Ebi hat geschrieben: Wer sich privat ein PHEV "leistet" wäre ja blöd, wenn er nicht möglichst viel elektrisch fährt, bei den Firmenwagen werden wohl steuerliche Dinge eher eine Rolle spielen und das trägt zum schlechten Image der PHEV bei.
Selbst bei privat genutzten PHEV werden die Langstrecken mit dem Verbrenner gefahren und das ist bei den meisten Besitzern doch ein nicht unerheblicher Anteil an der Jahresfahrleistung.

Mir geht es ziemlich auf den Senkel, dass ich im Winter mit Jacke und Sitzheizung fahre, mir im Sommer überlege, ob ich die Klima einschalten kann und dann springt der kalte Verbrenner kurz vorm Ziel doch noch an. Den Mist habe ich jetzt 2 Jahre mitgemacht, aber damit ist bald Schluss.

BEV fahren finde ich deutlich entspannter nicht zuletzt wegen der fehlenden Schaltvorgänge und kostenlosen Lademöglichkeiten, die dann auch mehr Nutzen bringen.
Ich Stelle mir ernsthaft die Frage wie du den PHEV gefahren bist?
Wir fahren weder mit Jacke noch ohne Klimaanlage. Oder Schaltvorgänge....

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Tordi
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Es wird in dieser Sorte Diskussion gerne in den Raum gestellt, PHEV-Käufer sind entweder mental zu einfach strukturiert, um nicht gleich ein BEV zu kaufen oder nur zu geldgeil, weil sie alleine auf die finanziellen Vorteile aus sind. Dieses Beharren auf der eigenen Position als der moralisch überlegenen ist in der heutigen Zeit ja leider in sehr vielen Bereichen zum Standard geworden.

Vielleicht mal zur Erläuterung, wie ich persönlich zu meinem 225xe kam: Da ich seit vielen Jahren Hybrid-Pkw fahre (vermutlich länger, als die allermeisten Stromerfahrer hier ein Auto mit Stecker haben), gab es bei meinem letzten Pkw-Wechsel zwei Vorgaben: Allradantrieb und Hybrid. Der eigentlich ins Auge gefasste HEV von Toyota war schlicht deutlich teurer als der BMW, weshalb ich nun letztendlich eine Steckdose am Auto habe. Und wenn die schon mal da ist, wird sie auch genutzt.

Ein rein elektrisch angetriebenes Auto stellte weder zum Zeitpunkt des Erwerbs noch heute eine überlegenswerte Alternative für mich dar.

Und nur für´s Protokoll: Ich habe keine Subventionen eingesteckt, das Auto war ein Jahreswagen. Auch dieses Argument der PHEV-Hasser geht zumindest bei mir also ins Leere.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

glasi70
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Mir ging es vor 3 Jahren ähnlich. Ich hatte das Angebot von Audi günstig einen A3 zu leasen. Damals war es für mich klar, dass ich mal "elektrisch testen" will. Also bot es sich an einen A3 etron zu leasen. Hatte davor einen A3 Diesel. Hatte mir das Laden unterwegs einfacher vorgestellt, aber trotzdem versuche ich möglichst viel elektrisch unterwegs zu sein und lade daher auch immer wieder kostenpflichtig außer Haus. Sogar auch schon als es die Zeitpreise gab.Für mich war es der ideale Einstieg in die Elektrowelt. Jetzt nach Ablauf werde ich auf einen "richtigen" umsteigen, bereue es aber nicht 3 Jahre PHEV gefahren zu sein.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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saxoli hat geschrieben: Weil man jetzt endlich die Auswahl von eFahrzeugen hat, endlich findet jeder ein Produkt, Marke, Form, Ausstattung, Reichweite zu einem konkurrenzfähigen Preis.
Hab ich was verpasst?
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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GTE_Ebi hat geschrieben: Mir geht es ziemlich auf den Senkel, dass ich im Winter mit Jacke und Sitzheizung fahre, mir im Sommer überlege, ob ich die Klima einschalten kann und dann springt der kalte Verbrenner kurz vorm Ziel doch noch an. Den Mist habe ich jetzt 2 Jahre mitgemacht, aber damit ist bald Schluss.
Dass der Akku dieses PHEVs für dein Fahrprofil etwas zu knapp bemessen ist, sollte doch wohl nicht generell als übertragbar dargestellt werden. Klar, es muss passen und wenn es das nicht tut, dann ist es Käse. Aber das kann dir mit einem BEV genauso gehen, wenn du schlecht auswählst.
Davon abgesehen kaufe ich dir das mit der Klimaanlage nicht ab. Wenn es im Winter ohne Heizung funktioniert, funktioniert es im Sommer mit Klima ganz locker. Einfach weil der Akku im Sommer viel besser performt und zweitens weil eine Klima klar weniger als eine Heizung an Energie braucht.
eDriveAlex hat geschrieben: Für die täglichen Fahren reicht auf jeden Fall ein 100% Elektroauto aus.
Was auch für den PHEV gilt.
eDriveAlex hat geschrieben: Und nur weil man einmal im Jahr 1.000 km in Urlaub mit dem Auto fährt, will man auf dieser Fahrt die halbe Stunde Ladezeit nicht investieren und deswegen schleppt man den Rest des Jahres den kompletten Verbrennerantrieb mit sich herum?
Nicht nur dass man den mit sich herumschleppt, der musste auch sehr Energie und Arbeitsintensiv gefertigt werden.
Viele gehärtete hoch feste Stähle, variables Getriebe, seltene Erden mit Verschleiß und sehr viel Elektronik, was im Elektroantrieb alles weg fällt.
Und wie viel mehr Akku schleppt man herum, wenn man für 1x im Jahr mit der E-Karre in den Urlaub will?
Ja, deutlich mehr Masse (ich will explizit nicht exakt sagen wie viel, aber es ist mehr) und es wird dafür auch in der Fertigung deutlich mehr CO2 anfallen, genauso wie von seltenen Stoffen. Das Beispiel taugt echt nicht. In dem Fall lautet das Motto, dass es Kleinst-BEV für ca. 340 Tage des Jahren gekauft werden sollte und für den Urlaub mietet man sich einen Verbrenner.
eDriveAlex hat geschrieben: Wenn man mal weitere Strecken fährt, dann muss man eben zwischendurch laden. Aber mit einem 100% Elektroauto geht das auch extrem viel schneller, als mit meinem PHEV, was nur mit 3 kW AC lädt.
Wer muss denn mit einem PHEV auf der Langstrecke zwischendurch laden? Was ein Murks, so etwas als Muss zu unterstellen! Müssen tun das nur BEV-Fahrer, die ihr eigen gewähltes Schicksal haben.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
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@Jupp78 Kobalt und Lithium sind aber nicht selten, mitnichten ;) Aber die immer noch recht unzuverlässige Ladeinfrastruktur und ungewisse Preispolitik dessen leitet zum Kauf von E-Autos mit deutlich größeren Akkus. Wären die Ladesäulen immer zuverlässig, dann würde ich auch keinen 64kWh Niro, sondern nur einen 39kWh Niro bestellen. Aber ich hab halt schon zu viel schlechte Erfahrung.

Auch zu bedenken ist, dass die Masse beim E-Auto nicht mehr so viel ausmacht, sondern nur noch ein drittel so viel wie früher ohne Rekuperation (wenn man von einem Wirkungsgrad von 67% ausgeht). Von daher kann man das schon eher im Vergleich zum Trend der immer schwerer werdenden Autos sehen, dessen Verbrauch ist trotzdem runter gegangen, und heute beschwert sich auch keiner mehr darüber, dass ein stinknormaler Golf schon 1.4-1.5t wiegt.

Auch den CO2-Abdruck, nehmen wir mal ein Beispiel, ein Akku, der sagen wir 30kWh größer ist als im PHEV hat in der Herstellung etwa 3,5t CO2 mehr verursacht. Das ist in etwa so viel wie das Verbrennen von 1000l Diesel, oder 20.000km Strecke bei 5l Verbrauch. Oder bei 50% elektrischen Fahranteil in einem PHEV halt 40.000km.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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wenn ich mir mein Fahrprofil zu den Zeiten ansehe, in denen ich als Angestellter Firmenwagen gefahren bin waren das bei Nixdorf etwa 200km täglich rund um Hamburg, und später 150km bei HP plus alle 1-3 Wochen Hamburg Grenoble. Müsste ich das mit einem E-Auto heute fahren würde ich Kündigen. Mit einem guten Plug in Hybrid würde ich damit sicher nicht auf über 50% Elektrisch kommen aber ein bisschen was geht schon selbst mit so einem Fahrprofil.

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

nr.21
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Eine tägliche Fahrstrecke von 150-200km ist doch perfekt für BEV. Da kommt man doch auch schnell in den Bereich, wo sich das wirklich rechnet, gerade für Firmen. Für die Ausflüge nach Südeuropa kann der Firmenfuhrpark dann halt noch ein paar Schnelldiesel vorhalten.
Wo ist da mein Denkfehler ?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Fuhrpark würde ihm nur ein Auto geben...
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/
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