Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Blueskin
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Von letzterem bin ich gar nicht überzeugt!
Es kristallisiert sich meines Erachtens immer mehr heraus, dass das gerade auf Langstrecke notwendige "öffentliche" Laden ein Dilemma aufweist:
"Schneller" Strom ist anscheinend nicht günstig machbar und "langsamer" wird von der Mehrzahl der Fahrer aufgrund der dadurch notwendigen langen Ladezeiten nicht akzeptiert.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Die Kosten für das Schnellladen spielen doch für die meisten kaum eine Rolle, da überwiegend langsam geladen wird. Muss jeder für sich selbst entscheiden, und wer nicht rechnen kann hat halt Pech - so rum oder andersrum.

Abgesehen davon werden Schnellladesäulen wie alles andere, was industriell gefertigt wird, mit steigenden Stückzahlen günstiger. Ja, auch Aufbau, Anschluss und Betrieb (Wartung, Authentifizierung) sind Kostenfaktoren, weiß ich.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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iOnier hat geschrieben: Schnelllader stehen durchaus auch oft direkt vor dem Restaurant am Rastplatz - und genau bei denen wird dann auch vom Zuparken durch PKW berichtet, eh klar.
Seltsam, aber Schwerbehinderten-Parkplätze sind auch direkt vor dem Restaurant am Rastplatz und werden nicht zugeparkt.
Beides sind Parkplätze für Bedürftige und gleichwertig...
Meiner Meinung nach sollten gerade Elektroladestationen genau vor dem Eingangs sein, damit das Volk sieht, dass es Vorteile hat elektrisch zu fahren und dass es recht viele Ladestationen gibt.
Sonst sind alle der Meinung, Ladestationen gibt es eh keine, da kaufe ich besser einen Verbrenner...
iOnier hat geschrieben: Die nächtlichen Probleme mit LKW kommen da halt noch dazu und das wird sich auch nicht bessern, wenn es mehr E-Autos werden.
Na wenn es der richtige Elektroautofahrer ist und gleich das Abschleppkomando anrollt und die LKW-Fahrer einige male kräftig bezahlen müssen. dann wird es sich ändern.
iOnier hat geschrieben: "Belegt" wird häufiger vorkommen, falls der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht mit dem Zuwachs an E-Autos Schritt hält.
Das selbe höre ich seit Jahren...
Wenn es mal mehr Elektroautos werden, dann...
iOnier hat geschrieben: Ich kann die Bedenken der PHEV-Befürworter nachvollziehen, auch wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass das BEV auch für die Langstrecke auf die Dauer das Rennen machen wird.
Die PHEV-Befürworter, sind vordergründig deshalb PHEV-Fahrer, weil ihm Autohaus die Reichweitenangst geschürt wird und der Verkäufer darauf hin arbeitet einen Verbrenner zu verkaufen.
Ein Batteriebetriebenes Elektroauto hat kaum Wartung und Kundendienst. Kaum Defekte und kaum Verschleiß... Da verdient das Autohaus nach Verkauf fast nichts mehr.
Aber beim Verbrenner klingelt über Jahre noch die Kasse.
EIn Plugin-Hybrid ist eben ein 100% Verbrenner, mit den selben hohen Kosten, plus zusätzlich geringe Kosten für die Elektroantriebswartung. Da klingelt die Kasse gleich zweimal beim Kundendienst.
Zoe Intense Q90 ZE40 mit 43 kW AC-Lader +41 kWh Akku / Bj.04.2018
06.06.2021 - 188.000 km
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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eDriveAlex hat geschrieben: Seltsam, aber Schwerbehinderten-Parkplätze sind auch direkt vor dem Restaurant am Rastplatz und werden nicht zugeparkt.
Beides sind Parkplätze für Bedürftige und gleichwertig...
Das mit dem gleichwertig mag deine Meinung sein, die allerdings so nicht von den meisten wohl geteilt werden wird.
Davon abgesehen besteht eben keine Bedürftigkeit direkt vor der Tür zu parken, anders als bei Schwerbehinderten. Die nächstgelegenen Parkplätze sollten nach Möglichkeit auch einer möglichst breiten Nutzerschaft zu Verfügung stehen. Davon abgesehen hat der ladende E-Autofahrer auch die Zeit ein paar Schritte zu machen, muss ja eh warten. Drückt man sich dann am eigenen Auto rum, empfinde ich es sogar als extrem angenehm, dabei nicht auf dem Präsentierteller direkt vor dem Eingang zu stehen.
eDriveAlex hat geschrieben: Na wenn es der richtige Elektroautofahrer ist und gleich das Abschleppkomando anrollt und die LKW-Fahrer einige male kräftig bezahlen müssen. dann wird es sich ändern.
Erstens braucht es da kein Abschleppkomando, einfach weil der LKW-Fahrer sich ja eh in seiner Kabine befindet und zweitens wirst du das Problem auch nicht mit Strafen lösen. Die stehen dort, weil sie fetten Strafen entgehen wollen.
eDriveAlex hat geschrieben: Das selbe höre ich seit Jahren...
Wenn es mal mehr Elektroautos werden, dann...
Was das "Wenn, dann" nicht falsch werden lässt.
eDriveAlex hat geschrieben: Die PHEV-Befürworter, sind vordergründig deshalb PHEV-Fahrer, weil ihm Autohaus die Reichweitenangst geschürt wird und der Verkäufer darauf hin arbeitet einen Verbrenner zu verkaufen.
Ein Batteriebetriebenes Elektroauto hat kaum Wartung und Kundendienst. Kaum Defekte und kaum Verschleiß... Da verdient das Autohaus nach Verkauf fast nichts mehr.
Schön, dass du so genau weißt, was das Motiv ist. Dabei würde ich eher behaupten, dass viele einfach keine Lust haben, sich auf Autobahnraststätten länger als nötig aufzuhalten. Und der zweite Punkt sind die Anschaffungskosten.
Und liest man sich so durch die Foren, dann wird schnell klar, dass das mit den "kaum Defekte" einfach nur ein Märchen ist. Erstens weil die Elektrokomponenten auch mal ganz gerne kaputt gehen und zweitens weil die Mehrheit der Defekte gar nichts mit der Antriebsart zu tun haben.
Und die Wartungskosten: Die lassen sich auch anders drücken. Die letzten 7 Jahre (165.000km) mit Verbrenner war das bei mir nur ein dreistelliger Betrag. Und Defekte gab es nur einen, ein ausgeschlagenes Traggelenk ... kann überall passieren.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Blueskin hat geschrieben: Es kristallisiert sich meines Erachtens immer mehr heraus, dass das gerade auf Langstrecke notwendige "öffentliche" Laden ein Dilemma aufweist:
"Schneller" Strom ist anscheinend nicht günstig machbar und "langsamer" wird von der Mehrzahl der Fahrer aufgrund der dadurch notwendigen langen Ladezeiten nicht akzeptiert.
Wenn man denkt, dass eine Ladegeschwindigkeit für alles reichen muss. Die Flexibilität in Sachen Strom ist halt Fluch und Segen zugleich.

Und ja, auf der einen Seite brauchen wir viele Ladepunkte mit verhältnismäßig langsamer Geschwindigkeit, auf der anderen Seite Schnelllader mit Load-Balancing wie beim Tesla-SC - nur über mehr als zwei Ladepunkte hinweg.
BMW i3s 120Ah (seit 1/2019) || Tesla Model 3 LR AWD (12/2019-8/2021) || AUDI e-Tron 55 || VW ID.4 (ab irgendwann)

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
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eDriveAlex hat geschrieben:
Ich fahre sehr viel Autobahn und in der Regel 50.000 km im Jahr 100% elektrisch ohne Plugin.
Habe wirklich noch NIE erlebt, dass auf der Autobahn eine Ladestation belegt war. Und ich fahre kein Tesla. Dafür gibt es zu viele Ladesäulen und zu wenig Elektroautos.
Und wer nicht ganz den Verstand verloren hat, fährt auch nicht bis 2% Ladestand und geht dann erst zum laden.

Auf meinen bisherigen weiten Fahrten von Balingen nach Brühl, Prag, Mailand habe ich noch keine einzige Ladestation unterwegs gehabt, die belegt war und ich nicht laden konnte.
Ich verstehe nicht, warum die Verbrennerfans immer den Teufel an die Wand malen müssen?
50.000km sagen erstmal nichts über die Anzahl der öffentlichen Ladungen aus!
Dank eigener Wallbox lade ich gefühlte >95% zu Haus. Aber die paar mal wo ich unterwegs und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen war, hatte ich mehr belegte, defekte oder Ladesäulen mit Bezahlproblemen als mir problemlose Ladevorgänge möglich waren.

Wir haben nicht mal 4%(!) elektrische Fahrzeuge auf den Straßen. Wie realitätsfremd oder ideologisch verblendet muss man sein um bei steigendem Anteil BEV hier künftig kein Problem zu erkennen?
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Nichtraucher
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Kabelbaum hat geschrieben:
eDriveAlex hat geschrieben:
Ich fahre sehr viel Autobahn und in der Regel 50.000 km im Jahr 100% elektrisch ohne Plugin.
Habe wirklich noch NIE erlebt, dass auf der Autobahn eine Ladestation belegt war. Und ich fahre kein Tesla. Dafür gibt es zu viele Ladesäulen und zu wenig Elektroautos.
Und wer nicht ganz den Verstand verloren hat, fährt auch nicht bis 2% Ladestand und geht dann erst zum laden.

Auf meinen bisherigen weiten Fahrten von Balingen nach Brühl, Prag, Mailand habe ich noch keine einzige Ladestation unterwegs gehabt, die belegt war und ich nicht laden konnte.
Ich verstehe nicht, warum die Verbrennerfans immer den Teufel an die Wand malen müssen?
50.000km sagen erstmal nichts über die Anzahl der öffentlichen Ladungen aus!
Dank eigener Wallbox lade ich gefühlte >95% zu Haus. Aber die paar mal wo ich unterwegs und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen war, hatte ich mehr belegte, defekte oder Ladesäulen mit Bezahlproblemen als mir problemlose Ladevorgänge möglich waren.

Wir haben nicht mal 4%(!) elektrische Fahrzeuge auf den Straßen. Wie realitätsfremd oder ideologisch verblendet muss man sein um bei steigendem Anteil BEV hier künftig kein Problem zu erkennen?
Ich bin seit Oktober 2013 rund 85.000 km mit dem BEV gefahren. Davon die ersten 80.000 km mit einem welches nur seine 100-120 km schaffte und mit dem ich regelmäßig Strecken von 200 km gefahren bin. Die Fälle bei denen ein Ladepunkt besetzt oder unerwartet defekt war (Fernabfragen und GE-Forum gab es damals auch schon) kann ich locker an zwei Händen abzählen.
Seit März diesen Jahres haben wir eine Zoe mit 50 kWh Akku. Da sind auch bei 15% Akkustand noch mehr als 50 km Reichweite drin. Derzeit lade ich zu Hause so gut wie gar nicht mehr (Eigenheim mit 22 kW Ladestation aus vergangengen Zeiten) und ich wohne auf dem platten Land.
Mag ja sein, dass es durchaus noch ein paar weiße Flecken gibt; grundsätzlich ist der Ausbau speziell in den letzten 2-3 Jahren massiv voran geschritten und geht auch noch weiter. Wenn man sich ein bischen organisiert kann man in vielen Fällen, ich sage nicht in allen, ohne allzu große Komforteinbußen auch 100% außerhalb laden können (z.B. Mieter ohne Ladestation). Man muss wollen, dann geht es auch.
Sion reserviert
Aktuell Zoe Intens mit AHK von Wolf

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
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Ich hatte nach vielen 100.000km mit dem Verbrenner nicht EINMAL irgendein Problem beim Tanken!
Und ja, auch nur 2 Handvoll Probleme auf 80.000km beim Laden ist ein NoGo! Erst Recht, wenn dann kein "Plan B" in Reichweite.

Da Du nicht zu Hause lädst, nehme ich an, dass Du kostenlose Angebote (Kaufhalle, Ikea, Aldi, etc.) in Anspruch nimmst.
Ja, das MUSS man wollen, weil das nur mit Anpassung und Komforteinbußen funktioniert (wenn überhaupt, da u.a. nur vergleichsweise wenige BEV-Fahrer öffentlich günstigere (freie) Ladepunkte im "Angebot" haben)

"Man muss (Komforteinbußen) wollen..." das wird die Masse der Verbrennerfahrer NIE überzeugen, warum auch? ...Ganz im Gegenteil!
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Kabelbaum hat geschrieben: Und ja, auch nur 2 Handvoll Probleme auf 80.000km beim Laden ist ein NoGo! Erst Recht, wenn dann kein "Plan B" in Reichweite.
Ich hatte da wenig Probleme, weil ich vor längeren Strecken immer einen Plan B und auch Plan C auf einer Liste vorbereite.
Aber dieser Aufwand ist 08/15 Usern wohl kaum vermittelbar.
Ich finde allerdings, dass es besser geworden ist.
Blueskin hat geschrieben: "Schneller" Strom ist anscheinend nicht günstig machbar und "langsamer" wird von der Mehrzahl der Fahrer aufgrund der dadurch notwendigen langen Ladezeiten nicht akzeptiert.
Bei dem geringen Anteil ist schneller Strom (100kW und mehr) aber vom Preis her kaum relevant. Und wenn das Auto eh steht, weren auch die Ladezeiten akzeptiert.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Die "Plan A/B/C"-Arbeit hab ich mir persönlich ja noch nie gemacht. Ich schau mir vorab an, ob entlang der Route Lademöglichkeiten bestehen und wie die generelle Situation aussieht. Den Rest darf das Navi erledigen.
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