Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

voko
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Kabelbaum hat geschrieben: "wollen wir"... wer ist "wir"?
Die Menschheit.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Kabelbaum
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Du kennst offenbar nicht den Unterschied zwischen "wollen" und "müssen". Denn, die Menschheit(die das wollen) von der Du sprichst, ist in der absoluten Minderheit.

Glaubst Du ernsthaft, dass die Menschheit wegen des anthropogenen CO2 bereit sind auf Entwicklung und Steigerung des Wohlstandes zu verzichten bzw. die Maßnahmen zur Vermeidung teuer bezahlen wollen? Dabei ist es denen völlig egal, ob man "müsste" oder nicht.
Und ich meine NICHT uns Europäer, sondern die Länder wie Indien, China, Afrika, USA, Russland, Südamerika, etc... also die Mehrheit.

Tja, die Realität ist oft traurig!
"Ladestressfrei elektrisch fahren" | mit KIA Sportage PHEV, verkauft BMW i3s | 120Ah | go-eCharger(22kW)-Wallbox

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Peugeot Ion
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Helfried hat geschrieben:
Peugeot Ion hat geschrieben: alle die elektrisch über 80 fahren, fahren elektrisch nicht mehr effizient.

Kleine E-Fahrzeuge brauch durch ihr geringes Gewicht 10-15 Kw/h/100km
Also Ü80 hat man, glaube ich, andere Sorgen als mit Strom im Überfluss zu heizen, äh geizen.

Und das mit dem Gewicht sehe ich auch ganz anders. Die Aerodynamik ist wichtiger als das Gewicht. Ganz abgesehen von Mathe, Physik und so.
Willst du mir erklären, dass heutige Neufahrzeuge ein Aerodynamik Problem haben? Das Gewicht muss jedes mal beschleunigt bzw. abgebremst werden. Das rekuperieren bringt was hat aber einen schlechten Wirkungsgrad. Durch das Gewicht müssen Fahrwerksteile verstärkt und dicke Reifen gefahren werden. Der Rollwiderstand wird durch diese Faktoren verstärkt....

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Helfried
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Peugeot Ion hat geschrieben: Willst du mir erklären, dass heutige Neufahrzeuge ein Aerodynamik Problem haben?
Offensichtlich, ja!
Selbst günstig designete Autos wie der Ioniq brauchen bei 50 km/h beispielsweise nur 3 kW, bei 100 km/h schon 11 kW oder so.
Und das nicht primär wegen des Gewichts.
Bei einem SUV ist das Verhältnis noch viel krasser.

Die Reku funktioniert hingegen ziemlich gut, siehe den Großglockner Thread.
Kein Fahrzeug kleiner als der Ioniq (Twike, Smart, Ion, Microlino) haben verbrauchstechnisch besonderen Sinn, das heißt, sie brauchen nicht viel weniger Strom als der Ioniq (bei gleicher Geschwindigkeit).

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben: Das was du als viele bezeichnest sind halt im Vergleich zu den anderen halt doch sehr wenige 80:20.
Ein Vielfaches mehr gegenüber den heutigen PHEV Verkäufen. Dazu ziehen einige, die um der Ecke von der Arbeit wohnen (zB in derselben Kleinstadt) die Statistik runter - die sind aber gar nicht unbedingt die wichtige Gruppe wenn deren alltäglicher Bedarf eh kaum Kilometer zusammen bringt.
Je mehr Kilometer elektrisch gefahren werden, desto mehr bringt es => also mehr je länger die Strecke zur Arbeit wird.
Und das ist absolut Standard in den Speckgürteln der großen Städte, da finden die Menschen nichts bezahlbares zu wohnen.
kub0815 hat geschrieben: Wenn du jetzt eine Pendelstrecke grösser 60km hast kannst du dich dann entscheiden was du tust.
phev, bev, fcev etc.
Eben nicht. Das PHEV soll ja die Alternative für die sein, denen ein BEV noch nicht komplett reicht. Wenn der Alltag aber nur zu 50% elektrisch abgedeckt wird, ist das ein bescheidenes Ergebnis für den happigen Aufpreis. FCEV sind nicht verfügbar.... es läuft eigentlich auf den Diesel raus.
kub0815 hat geschrieben: Ich sehe keine sinnvollen Argument von dir die meine Meinung ändern könnten.
Weil Du es nicht wahr haben willst.
Kabelbaum hat geschrieben: Und die hat z.Z. nunmal keine Lust mit 120km/h über die BAB zu schleichen und sich alle 2-300km über das Laden und den möglichen Problemen(Wartezeit, Störungen, besetzt, Notstopstrecke, usw, ...) zu ärgern.
Mit dem beschriebenen System kannst Du auch 800km am Stück mit 130 durchfahren.
Kabelbaum hat geschrieben: Und wieso kommst Du darauf, das keine Spitzenleistung nötig bzw.gewünscht ist? Weil DU es so willst? Einschränkungen und Verbote, ist das die Art, Menschen von der E-Mobilität zu überzeugen? Nein, das E-Auto muss auch auf Langstrecke überzeugen, und daran hapert es z.Z. noch.
Du hast die Technik nicht verstanden. Die Spitzenleistung wird durch den Akku abgedeckt und es gibt diese Einschränkungen eben nicht. Dafür muss der RE aber eben keine Lastspitzen abdecken.
Kabelbaum hat geschrieben: Ja, genau, das ideale PHEV ist ein Verbrenner der auch elektrisch fahren kann. Aber warum nur ein bisschen? Wenn das PHEV mit 120km E-Reichweite im urbanen Umfeld alle Fahrten elektrisch erledigen kann?
Genau dann ist der fette Verbrenner, der auch Spitzenleistung zur Verfügung stellt, überflüssiger und teurer Ballast.
Kabelbaum hat geschrieben: DA elektrisch fahren, wo der Autofahrer einen deutlichen Vorteil hat! ...und z.Z. sehen den ganz viele bestimmt NICHT auf der BAB.
Es fährt überall besser.
Kabelbaum hat geschrieben: Und das mit der Effizienz...
Solange der E-SUV-Fahrer eine realistische Reichweite wie sein Verbrenner-Pendant hat, ist das mit der Effizienz relativ. Alles eine Frage des Energievolumens.
Genau, eine Frage des Energievolumens. Und das ist technisch nicht abbildbar und bezahlen will es auch keiner.
Deswegen ist Effizienz wichtig, damit die Reichweite mit dem möglichen Akku doch besser ausfällt.
SUV ist da ein ziemlich dummer Ansatz.
Kabelbaum hat geschrieben: Glaubst Du ernsthaft, dass die Menschheit wegen des anthropogenen CO2 bereit sind auf Entwicklung und Steigerung des Wohlstandes zu verzichten bzw. die Maßnahmen zur Vermeidung teuer bezahlen wollen? Dabei ist es denen völlig egal, ob man "müsste" oder nicht.
Aber sie akzeptieren es wenn die Einschränkungen nicht zu hart sind. Wie den 3-Wege Kat.
Ein paar Dinge müssen aber auch verboten werden - wie verbleites Benzin oder Giftmüll in der Nordsee verklappen.
Letztlich läuft es darauf hinaus, dass man um ein bisschen Verzicht nicht herum kommt, sich das aber durch Technik in erträglichen Maßen hält.
Kabelbaum hat geschrieben: Und ich meine NICHT uns Europäer, sondern die Länder wie Indien, China, Afrika, USA, Russland, Südamerika, etc... also die Mehrheit.
Die USA sind da ja ein schönes Beispiel, wo de facto die Abgasgesetze von Kalifornien der USA Standard sind.
Abgesehen davon sehe ich das jetzt nicht als Argument, dass wir uns nichts richtig verhalten sollen, weil die anderen es ja auch nicht alle tun.
Peugeot Ion hat geschrieben: Willst du mir erklären, dass heutige Neufahrzeuge ein Aerodynamik Problem haben?
Ach, wer spricht denn von Problem. Es gilt nur für alle die Physik.
Da ist höheres Gewicht zwar schlecht, aber der Windwiderstand das weitaus größere Problem.
Helfried hat geschrieben: Bei einem SUV ist das Verhältnis noch viel krasser.
Deshalb ist diese Mode auch große Scheiße.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Dass das Gewicht nicht wirklich wichtig ist, zeigt doch der i3 besonders gut. Hier wurde alles getan, um das Akkugewicht auszugleichen, sogar extra schmale Reifen sollen den Rollwiderstand minimieren. Die viel größeren und schwereren Ioniq und M3 sind wesentlich sparsamer.
Beim E-Auto muss man sich sogar fragen, ob da Aluminium noch sinnvoll ist, denn Stahl verbraucht weniger Resourcen.
Gewicht zu sparen ist oft nur mit erheblichem Mehraufwand verbunden und spart nicht unbedingt Resourcen. Man sollte es sogar als Vorteil sehen, dass das Gewicht eines Autos nicht mehr so extrem wichtig ist, wenn es von einem E-Motor angetrieben wird. Materialien die zwar leicht, aber schlecht recyclingfähig sind müssen dann nicht mehr verwendet werden.

Ich will damit aber nicht sagen, dass 3 Tonnen SUVs deshalb Sinn machen. Ich will damit nur zum Ausdruck bringen, dass man Rohstoffe für den Bau von Fahrzeugen nicht nur nach dem Gewicht, sondern auch nach dem Gesamtenergieverbrauch auswählen kann, weil ein paar Kilo mehr beim BEV keine Nachteile beim Energieverbrauch bringen.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wiese hat geschrieben: Dass das Gewicht nicht wirklich wichtig ist, zeigt doch der i3 besonders gut. Hier wurde alles getan, um das Akkugewicht auszugleichen, sogar extra schmale Reifen sollen den Rollwiderstand minimieren. Die viel größeren und schwereren Ioniq und M3 sind wesentlich sparsamer.
Ein Leichtbau Ioniq wäre aber noch besser.
Wiese hat geschrieben: Beim E-Auto muss man sich sogar fragen, ob da Aluminium noch sinnvoll ist, denn Stahl verbraucht weniger Resourcen.
Es lässt sich aber beides super recyclen und das Gewicht bringt noch andere Nachteile wie stärkere Belastung der Straßen und auch der Achsbauteile - siehe häufige Schäden an der Achsaufhängung beim Zoe. Warum wiegt der Kleinwagen so viel? Der ist selbst ohne Akku noch deutlich schwerer als mein vorheriger Corsa mit schwerem 1.7l Dieselmotor. Leichtbau muss auch nicht Alu bedeuten, das geht auch ganz hervorragend mit hochfesten Stählen.
Also nur weil das wegen der Reku nicht mehr ganz so wichtig ist, sollte man das Thema nicht aus den Augen verlieren.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wiese hat geschrieben: Dass das Gewicht nicht wirklich wichtig ist, zeigt doch der i3 besonders gut. Hier wurde alles getan, um das Akkugewicht auszugleichen, sogar extra schmale Reifen sollen den Rollwiderstand minimieren. Die viel größeren und schwereren Ioniq und M3 sind wesentlich sparsamer.
Beim E-Auto muss man sich sogar fragen, ob da Aluminium noch sinnvoll ist, denn Stahl verbraucht weniger Resourcen.
Gewicht zu sparen ist oft nur mit erheblichem Mehraufwand verbunden und spart nicht unbedingt Resourcen. Man sollte es sogar als Vorteil sehen, dass das Gewicht eines Autos nicht mehr so extrem wichtig ist,
Verbrauch div. Autos
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/t ... adac-test/

Für das Fahrverhalten ist das Gewicht auf jedenfalls entscheident.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben: Verbrauch div. Autos
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/t ... adac-test/

Für das Fahrverhalten ist das Gewicht auf jedenfalls entscheident.
kub, die Liste kenne ich, aber ich kann da keinen Zusammenhang erkennen. Das Fahrverhalten bei 100 kg plus minus, und darum geht es beim Leichtbau ist nicht entscheidend, wir fahren ja keine Rennfahrzeuge.
Ich sehe das Ganze nicht als wirklich wichtig an. Es sollten einfach vernünftige BEV gebaut werden, und einige Fehlentwicklungen beim Auto allgemein sollte man überdenken und korrigieren. Ich denke doch, dass man sich auf diese einfache Aussage einigen könnte.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Kabelbaum hat geschrieben: Du kennst offenbar nicht den Unterschied zwischen "wollen" und "müssen". Denn, die Menschheit(die das wollen) von der Du sprichst, ist in der absoluten Minderheit.

Glaubst Du ernsthaft, dass die Menschheit wegen des anthropogenen CO2 bereit sind auf Entwicklung und Steigerung des Wohlstandes zu verzichten bzw. die Maßnahmen zur Vermeidung teuer bezahlen wollen? Dabei ist es denen völlig egal, ob man "müsste" oder nicht.
Und ich meine NICHT uns Europäer, sondern die Länder wie Indien, China, Afrika, USA, Russland, Südamerika, etc... also die Mehrheit.

Tja, die Realität ist oft traurig!
Was für eine erbärmliche Ausrede! Hör bitte auf, Andere argumentativ für Deinen Geldbeutel einzuspannen!
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
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