Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

zoppotrump
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aiahaumx hat geschrieben: Es steht ja da, dass den Prof das nicht überrascht. Ansonsten stimme ich dir zu.
Oh, sorry. Hatte ich falsch gelesen.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

motoqtreiber
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Mal ein Statement Pro Plug-in Hybrid:
Ich hatte 4 Jahre einen Audi A3 etron (vgl. Golf GTE) als Firmenwagen (teurer als ein A4 !) und war damit 75-80% rein elektrisch unterwegs. Das ging meistens völlig komfortabel, war auf längeren Strecken aber anstrengend. Ich war viel mehr auf Lademöglichkeiten "angewiesen" als reine BEV, wurde von denen aber immer wieder mal blöd angemacht.
Pervers, dass meine Firma den Sprit bezahlt, den Strom aber nicht. Das führt natürlich zu Fehlverhalten der Nutzer.
Für mich war der etron ein idealer Einstieg in die E-Mobilität (neben Elektroroller) und das Auto war wirklich super. Jetzt bin ich bei einem privaten i3Rex, theoretisch immer noch ein Hybrid. Habe den Rex aber noch nie genutzt auf 60.000 km.
Ciao,
motoqtreiber

Italien mit dem ID3: viewtopic.php?f=393&t=60344

2015 Audi etron (75% elektrisch) - 2018 i3Rex 94Ah (100% elektrisch) - 18.9.2020 VW ID.3 First (First Mover)

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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motoqtreiber hat geschrieben:
Für mich war der etron ein idealer Einstieg in die E-Mobilität (neben Elektroroller) und das Auto war wirklich super. Jetzt bin ich bei einem privaten i3Rex, theoretisch immer noch ein Hybrid. Habe den Rex aber noch nie genutzt auf 60.000 km.
Dein Beispiel zeigt doch sehr schön, dass man den Verbrenner einfach weg lassen kann! Die allermeisten Leute kommen mit 300 km Reichweite hervorragend zurecht. Es genügt somit, wenn die Allerwenigsten weiterhin Verbrenner fahren.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

glasi70
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Ich hatte mich mal mit einem Passat GTE Dienstwagenfahrer unterhalten der sein Auto an einer Ladesäule gerade geladen hatte. Er bekam eine, für ihn kostenlose, Ladekarte für die öffentlichen Säulen und für daheim ein extra Ladekabel, dass dann den geladenen Strom direkt an den Arbeitgeber gemeldet hatte. Diesen bekam er dann bezahlt. Ganze war bereits letztes Jahr. Insofern gibt es sehr wohl auch Arbeitgeber die PHEV unterstützen und auch bewusst den PHEV unterstützen damit er möglichst viel elektrisch fährt

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Warum muss es ein so umfangreiches Motor,Getriebe,Antiebsstrang , großer Tank usw. sein ? Mit einem vernünftig großen Akku so 50 kWh,noch einen kleinen 2 Zylinder Generator ( Wankel )als Rex mit einem 20 l Tank, das ist sinnvoller Hybrid für Langstrecke ! Dadurch würde auch Strom geladen die Ladeinfrastruktur würde genutzt u es kann auch Geld damit verdient werden.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Lindum Thalia hat geschrieben: Warum muss es ein so umfangreiches Motor,Getriebe,Antiebsstrang , großer Tank usw. sein ? Mit einem vernünftig großen Akku so 50 kWh,noch einen kleinen 2 Zylinder Generator ( Wankel )als Rex mit einem 20 l Tank, das ist sinnvoller Hybrid für Langstrecke ! Dadurch würde auch Strom geladen die Ladeinfrastruktur würde genutzt u es kann auch Geld damit verdient werden.
Ich kann nur für den Outlander PHEV sprechen - der hat kein Schaltgetriebe, fährt unter 60km/h nur mit Strom/seriellem Hybrid, bis 135km/h kann er rein elektrisch gefahren werden und nur ab 135 km/h werden die Vorderräder durch ein nicht-schaltbares Getriebe bis 170km/h angetrieben.
Außerdem arbeitet der Motor im Teillastbereich im Atkinson-Zyklus, d.h., der Hub beim Arbeitstakt ist viel größer als beim Kompressionstakt, wodurch mehr Energie aus dem Verbrennungsprozess genutzt wird, was den Wirkungsgrad gegenüber dem des Otto-Zyklus' deutlich erhöht.

Schneller als 135km/h zu fahren, widerspricht m.A.n. dem Konzept und hier wird der PHEV garantiert sehr durstig.
Der Tank fast 40l, das ist weniger als der vom Kleinwagen meiner Frau.

Ende des Jahres werde ich zum ersten Mal mit dem Wagen Langstrecke fahren, da bin ich sehr gespannt, was ich an Sprit dann brauche. Von Berlin bis in die Nähe der holländischen Grenze zu fahren, wäre mit dem Wagen rein elektrisch zwar möglich, bei den niedrigen Temperaturen wäre ich aber alleine ca. 10 Stunden mit Schnelladen beschäftigt.
Naja - Entschleunigung soll ja auch gut sein - da bekäme "der Weg ist das Ziel" eine ganz neue Bedeutung...
Wer heute noch hochmotorisierte Verbrenner fährt, hat den Schuß nicht gehört.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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  • Wiese
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hal2063 hat geschrieben: im Atkinson-Zyklus, d.h., der Hub beim Arbeitstakt ist viel größer als beim Kompressionstakt, wodurch mehr Energie aus dem Verbrennungsprozess genutzt wird, was den Wirkungsgrad gegenüber dem des Otto-Zyklus' deutlich erhöht.
Ich mag Menschen nicht, die alles immer besser wissen, aber ich muss diesen Satz kommentieren. Bitte nicht böse sein, aber ich möchte einfach gerne für Klarheit sorgen:
Ja, ein Atkinsonmotor hat einen größeren Hub in der Arbeitsphase, also nach der Verbrennung, als beim Verdichten. In der Praxis gibt es aber keine echten Atkinsonmotoren, der mechanische Aufwand ist hoch und teuer. Man hat stattdessen 2 Methoden entwickelt, die einen normalen Ottomotor, der immer den gleichen Kolbenhub hat, so arbeiten zu lasssen, dass er die Arbeitsweise eines Atkinsonmotors simuliert. Diese Simulation nennt man Atkinson-Zyklus. Es gibt aber auch noch den Miller-Zyklus oder richtig bezeichnet, den Miller-Kreisprozess, der eine ähliche Wirkung hat. Im Atkinson-Zyklus bleiben die Einlassventile länger geöffnet, so dass die angesaugte Luft, oder das angesaugte Gemisch (beim Saugrohreinspritzer) wieder in den Ansaugkanal zurückgedrückt wird. Es wird also eine kleinere Luft/Gemischmenge verdichtet, als angesaugt wurde. Dieser Trick hat dann den selben Effekt wie ein kleinerer Hub. Beim Miller Zyklus wird das Einlassventil früher geschlossen, so dass der Ansaugtakt unterbrochen wird, und im Brennraum weniger Luft/Gemisch ankommt. Der Effekt ist am Ende der Selbe, es wird weniger Luft/Gemisch verdichtet. Meinses Wissens nach arbeiten einige Motoren mit beiden Effekten, je nach Drehzahl und Belastung, denn beide Effekte haben veschiedene Vor- und Nachteile. Welche das genau sind weiß ich aber nicht.
Es gibt also in der Praxis keinen Motor, der den Kolbenhub verändert. Der Atkinsonmotor wird nur simuliert, deshalb auch der Begriff Atkinsonzyklus.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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  • hal2063
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Perfekt beschrieben - ich habe bewusst den Begriff Atkinson-Zyklus gewählt, weil es sich auch im Outlander von der Bauart her um einen Otto-Motor handelt.
Das Ausschieben des Dampfgemischs in die Ansaugbrücke, wo es vom nächsten Zylinder im Ansaugtakt angesaugt wird, verringert dabei die vorhandenen Strömungsverluste, was auch wieder den Verbrauch verringert.

Ein Nachteil des Atkinsonzyklus liegt darin, daß bei niedrigen Drehzahlen die "Kraftentwicklung" des Motors gegenüber dem Ottozyklus deutlich geringer ist. Darum eignet sich ein im Atkinsonzyklus betriebener Motor vor allem zum Antrieb eines Generators. Eben für den seriellen Hybridmodus.

Das Benzin-Luftgemisch wird im Atkinson-Zyklus durch das Wiederaustoßen und erneuten Ansaugen im nächsten Zylinder stärker und länger andauernd verwirbelt als beim Otto-Zyklus und das Benzin hat die Chance, komplett in die Gasphase zu wechseln. Dadurch wird das Auftreten von Mikro-Kraftstoff-Tröpfchen stak reduziert, was wiederum zu einer deutlichen Reduktion der gesundheitlich besonders bedenklichen Nano-Feinstaub-Partikel führt, die bei der Verbrennung dieser Tröpfchen entstehen.
Besonders Direkteinspritzer-Motoren, bei denen das Benzin direkt in den Brennraum gespritzt werden (wo das Benzin also in geringerem Maße vor der Verbrennung in der Gasphase vorliegt, erzeugen extrem viele dieser Partikel - jedes Mikro-Tröpfchen erzeugt mindestens ein Nano-Partikel.
Bei der NEFZ-Messung wurde die Feinstaubmasse ermittelt, beim neuen WLTP-Verfahren die Partikelanzahl. Und plötzlich merkte man, was für Giftschleudern die bislang "guten" Benzinmotoren wirklich sind. Diese Nano-Partikel sind nicht nur lungengängig (wie der Dieselruß), sondern gelangen auch problemlos über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf. Eventuell können sie sogar die Blut-Hirnschranke überwinden.


Ein echter Aktinson-Motor hat übrigens gegenüber dem Otto-Motor keine starre Pleuelstange, die an einer Kurbelwelle sitzt, sondern die Pleuelstange sitzt auf einem mehrteiligen Gestänge, das auf zwei Wellen gelagert ist. Konstruktiv ist es in der Tat sehr aufwendig mit vielen bewegten Teilen und einer im Vergleich zum Otto-Motor deutlich höheren bewegten Masse.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Walther
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Moin,Moin
Nach einem Jahr PHEV Dienstwagen nun Fakten, 1800 Liter Diesel im vergangen Jahr stehen jetzt 420 Liter Benzin mit dem Hybriden gegenüber, bei gleicher Fahrleistung.
Mehr Zahlen möchte ich nicht Veröffentlichen.
In unser Firma stehen mir schon Kollegen auf den Füßen wann sie meinen Dienstwagen privat billig Übernehmen können.
Ich bin aber ehrlich ich werde mich Privat für einen Diesel Pik Up entscheiden, es ist einfach ein genial praktischer Wagen (für mich), wer weis wie lange ich mich noch selber entscheiden darf was für mich das Beste ist ( etwas Ironie)

Schöne Woche
Walther

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Zmeister
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Ich finde die ganze Sache erstmal hochintressant.
Ich selbst fahre zimmlich genau 2 Jahre einen Hyundai ioniq als reinen Stromer, als ich mich das 1. mal über alternative Antriebskonzepte umsah (2015) wiederte mich der Ioniq Hybrid irgenwie nur an... das sanfte dahingleiten im Gegensatz zu dem rappeligen Benziner.

Seit 12/17 fahre ich nun den Ioniq EV und bin mehr als zu glücklich damit.

Ich habe seit dem 38500KM zurückgelegt. Und ich fahre meistens im Umkreis von 120-150KM. Weiteste Strecke an einem Tag waren 770KM.

Kurz und knapp die reinen Stromer funktionieren alle, in meinen Augen ist die Infrastruktur das grösste Übel.
Egal ob die Säule vom Plug in mit Knopfzelle blockiert wird oder vom Verbrenner , die Internetleitung nicht geht oder der Stecker Defekt ist.
Irgendetwas ist eben immer....(Bitte nicht die Knopfzelle so Ernst nehmen :-))

Was bei uns ansteht in den nächsten Monaten/Jahr ist der wechsel eines Kombis und mein Problem ist das wir einen Wohnwagen mit G:1400KG haben.....

Meine Frau idR jedoch max 20-30Km /Tag fährt.

Sie würde auch gerne elektrisch fahren.

Jetzt gibts einige Modelle wie den KIA Niro die das alles können nur im Winter muss ich mit Verbrenner fahren zwecks Heizung...
was soll dieser Blödsinn?

PS : Ich bin Selbstständig mache es jedoch anders ich vermiete den Stromer der Firma für 30CT/KM und das ist das bessere Geschäftsmodell...

Und ja ein Käufer eines PHEV wird bestimmt die premisse haben zu Stranken.

Wir/Ich gehören genau zu dehnen...

Ich lasse mir dafür sogar den ÖKOSTROM etwas kosten.
Das Umdenke wie es vorher schön beschrieben wurde,ist in der tat das größte Problem.

Auch wenn hier beschrieben wird das E-Mobilisten Hybride gerne von der Säule verjagen...
Ist es im Grunde andere Materie geschuldet:

Es gibt leider zuviele Hybridfahrer die Säulen über Stunden Blockieren auch weit über den Ladevorgang hinaus.
Und das ist was der EV.ler stört.
Wobei ich auch schon einer Frau die Meinung zu ihrem Verhalten mit Ihrem reinem Stromer erzählt habe. (Die Blockierte mehrmals in der Woche über 48h die Säule).

Ich denke das egal ob Plug in oder reiner Stromer , beide helfen die Umwelt zu schonen (Retten wäre schön) aber, das Kernproblem ist ein vernünftiges Miteinander und Klar sein im Kopf nur so wird es gelingen....

LG ZM
MFG: ZMeister
:D Wer mit Elektronen fährt ist ein LEVEL weiter....
Ioniq Style Mj16 28Kw, Mitsubishi Outlander PHEV Mj2014 TOP-Ausstattung.

Denn ein Baum hat Äste das ist das beste, denn wäre er kahl dann wär es ein Pfahl!
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