Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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  • Wiese
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SRAM hat geschrieben: Warum sollen Häuser nichts mehr Wert sein, wenn die Zinsen steigen ? Das Gegenteil ist eher wahrscheinlich.....

Gruß SRAM
Ganz einfach:
Jetzt werden überhöhte Preise gezahlt weil man fast keine Zinslast hat. Wenn nun die Zinsen steigen, werden sehr viele Immobilienbesitzer die Ratenkredite nicht mehr bedienen können. Das dauert natürlich ein paar Jahre, aber die meisten Schuldner haben 10 bis maximal 15 Jahre Zinsfestschreibungen abgeschlossen. Je länger die Zinsfestschreibung je höher die Zinsen, je höher die Zinsen desto risikofreudiger nimmt man die günstigeren.
Ich habe für mein Haus noch über 7% Zinsen bezahlt, musste aber nur halb so viel Geld leihen, wie ich es heute müsste. Bereits bei 5% würde jetzt alles zusammenbrechen und Häuser würden zu Spottpreisen verkauft. Man muss sich nur mal an die Immobilienblase in den USA erinnern.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Hat aber auch 25j gedauert der weg von 7% zu 0.5% da niemand interesse an zu hohen Zinsen hat wird es auch mind. 15j dauern bis wir bei 5% sind.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Paranormal
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kub0815 hat geschrieben: Hat aber auch 25j gedauert der weg von 7% zu 0.5% da niemand interesse an zu hohen Zinsen hat wird es auch mind. 15j dauern bis wir bei 5% sind.
Norwegen macht es vor und erhöht seit 2018 kontinuierlich den Leitzins. Jetzt bei 1,5%.


Zum Thema Hybrid:

Man nehme einen Tesla, baut die große Batterie aus, dafür eine kleine ein und einen Range-Extender.

100 km elektrisch, 1000 km insgesamt.

Tesla Model 3 mit 1000 Kilometer Reichweite und halb so teuer

Eine österreichische Firma verärgert mit einem umgebauten Elektroauto die Tesla-Fans.

https://futurezone.at/produkte/tesla-mo ... /400718430

Im Gegensatz zu herkömmlichen Hybriden soll das System von Obrist effizienter und laufruhiger sein. Der Motor/Generator wiegt 95 Kilogramm. Der verkleinerte Akku wiegt 98 statt 478 Kilogramm. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Tesla Model 3 ist der Obrist Mark II also um 285 Kilogramm leichter. Das geringere Gewicht hilft ebenfalls dabei, die Reichweite des Fahrzeugs zu erhöhen.

Gleichzeitig sollen durch den kleineren Akku die Produktionskosten sinken. Laut Obrist würde die Herstellung des Akkus in Serie 2.000 Euro kosten, der Benzingenerator 1.200 Euro. Ein Tesla Model 3 könnte so um die Hälfte des derzeitigen Preises angeboten werden.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Hört sich gut an. Wenn es die Leistungsdaten hat wird es sich sehr gut verkaufen lassen ZF soll ja dann sein.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Paranormal hat geschrieben: https://futurezone.at/produkte/tesla-mo ... /400718430
Gleichzeitig sollen durch den kleineren Akku die Produktionskosten sinken.
Das ist ja nun wirklich eine Mogelpackung. Im Grunde genommen wollen wir weg von jeglicher Art von Emissionen. Nun kommt ein Bastler und baut zur Stromerzeugung in ein Elektroauto einen Verbrennungsmotor ein.
Gut ist es sicher, aber nicht für die Bevölkerung, sondern für den Entwickler, Verkäufer um mehr zu verdienen und für den Kundendienst, da ein Verbrennungsmotor ein vielfaches mehr an Wartung benötigt.
Das ganze ist ein extremer Schritt zurück. Dieses Auto sollte auf keinen Fall eine Zulassung als Elektroauto bekommen.
Aber es kommt auch auf die Sichtweise an. Es ist gleichzeitig auch ein extremer Schritt voran, um damit mehr Einnahmen zu generieren.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Abgesehen davon, dass ein umgebauter Tesla ziemlich albern ist, ist der Obrist-Antrieb schon eine gute Idee. Er ist auf jeden Fall besser als die derzeitigen Plug-ins mit ihren großen Motoren. Trotzdem wird der Antrieb keine Chance haben. Die großen Autobauer machen ihr eigenes Ding, und die Newcommer bauen bleich richtige E-Autos. Aber auch die kommen nicht in die Pötte. Tesla ist bisher der einzige Newcommer, der es in die Massenfertigung geschafft hat. Eine wirksame Verbesserung der Klimabilanz ist mit Nischenprodukten leider nicht möglich.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Wiese hat geschrieben: Tesla ist bisher der einzige Newcommer, der es in die Massenfertigung geschafft hat.
Wenn man das ganze mal nicht nur auf Deutschdank betrachtet, sondern weltweit, ist diese Aussage falsch.
Selbst die Deutschen Automobilhersteller verkaufen weit mehr Autos in China als in Deutschland, oder gar Europa.
Mehr als jedes dritte verkaufte Fahrzeug ging bei BMW und Daimler an einen chinesischen Käufer. Bei Volkswagen steht China sogar für rund 40 Prozent des weltweiten PKW-Absatzes.
Bei digitalen Diensten fahren Chinas Autobauer den Deutschen davon.
Zusätzliche Konkurrenz erhalten die Deutschen von jungen chinesischen Premium-Elektromarken wie Nio oder Byton.
Warte mal noch 10 Jahre, dann ist China die Nummer Eins der Autohersteller Weltweit.
Elektroautos können die genau so gut wie die Deutschen, wenn nicht sogar besser. Deutsche ehemalige Top-Manager aus der Automobilbranche sitzen dort nämlich in den Führungsebenen.
Wen interessieren denn da die paar "dummen" Deutschen, die noch auf ihre alte Verbrennertechnik zurückgreifen wollen? Massenfertigung in China ist kein Problem. Dort kauft doch heute fast keiner mehr ein Verbrenner Auto. Wozu auch, wenn man in keine Stadt einfahren darf...
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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eDriveAlex hat geschrieben:
Zusätzliche Konkurrenz erhalten die Deutschen von jungen chinesischen Premium-Elektromarken wie Nio oder Byton.
Warte mal noch 10 Jahre, dann ist China die Nummer Eins der Autohersteller Weltweit.
Alex, BMW usw. sind keine Newcommer oder? Nio und Byton natürlich schon, aber sie produzieren nur für China - noch!!!

Es gibt derzeit nur einen NEUEN Hersteller der für Europa oder Weltweit nennenswerte Stückzahlen produziert.
Dass auch China bald E-Autos zu uns liefern wird ist klar. Aber auch etablierte Hersteller werden bald ihre Fahrzeuge aus China nach Europa liefern. Volvo macht das schon länger.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben: Ich sagte 1 bis 2 mal laden alles andere hast du dir ausgedacht. Das würde ich als normalen fall ansehen.
Also auch 2x explizit als Normalfall. Aber darüber, dass das nur ein sehr beschränkter Personenkreis ohne großen Aufwand leisten kann, willst Du nicht reden.
Für die eine Zeile hättest Du übrigens kein Vollzitat gebraucht. Und Rechtschreibung beachten wäre auch nett.
Wiese hat geschrieben: Sollten die Zinsen in den nächsten 10 oder 15 Jahren deutlich steigen wird die Imobilienblase platzen, und die Häuser werden nichts mehr wert sein.
Bedenke, dass in vielen Regionen einfach zu wenig Wohnraum ist und wenn die Regionen sehr groß sind - wie Paradebeispiel München - kann man eben auch nicht günstig "ein bisschen" raus ziehen. Dagegen hilft nur bauen, bauen, bauen.
Auch wenn da eine Blase platzen sollte, finden die Massen eben noch immer nicht ihre tolle Wohnung in München, weil es sie nicht gibt. Also bleibt es ein Verdrängungswettbewerb. Man braucht nicht hoffen, dass man mit dem Rad problemlos auskommt wenn die Kredite platzen.
Und gerade wenn man so extrem weit fahren muss, wie im Umland von München, ist es mit den winzigen Akkus der PHEV ziemlich doof.
kub0815 hat geschrieben: Ist ja auch logisch es sind ja auch einige hundert Euros die man pro Monat durch Wegfall eines Autos spart. Die Lage ist halt das wichtigste bei einer Immobilie.
P. S. Wer seine Finanzierung bei diese Zinsen nicht langfristig sichert bis er aus dem gröbsten raus ist ist selber schuld.
Gute Lage heißt nicht unbedingt nahe zur Arbeit, da geht es mehr um das Umfeld.
Und niedrige Zinsen ändern auch nichts daran, dass man irgendwann alles ab bezahlen muss und bei den hohen Summen werden die Zinsen dann auch wieder nicht egal. Abgesehen davon schaffen es dann viele nicht mehr, hinreichend Eigenanteil aufzubringen
=> die Pendelei gewinnt daher eher noch mehr an Bedeutung als bislang und dafür sind die PHEV oft einfach noch mit zu kleinen Akkus bestückt.
Super-E hat geschrieben: Die Kaltstarts sind übrigens ein unterschätzter Punkt, wenn man die elektrischen Kilometer bei PHEV nur als Prozentsatz der Gesamtfahrstrecke betrachtet.
Das merke ich bei unserem Verbrenner auch sehr stark. Kaltlauf versaut Dir total den Durchschnittsverbrauch und dabei haben wir einen 1.0 Liter 3-Zylinder Benziner, der schon eher schnell warm wird.
Daher bin ich ja auch überhaupt nicht begeistert von einem PHEV, das im Alltag diesen Kaltlauf bekommt. Also bei unserem momentanen Profil würde eine PHEV C-Klasse selbst mit 2x täglich laden auch 2x täglich Kaltlauf haben, ohne überhaupt warm zu werden, weil der Verbrenner erst auf den letzten Kilometern läuft. Da wird der Auspuff dann nicht unbedingt trocken.
Mit 1x täglich laden würde der Wagen dann 2x täglich Kaltlauf kriegen, aber wenigstens beim zweiten Mal warm werden. Aber dafür dann >50% auf Benzin.
SRAM hat geschrieben: Fang mit 45% an und steigere innerhalb von 20 Jahren auf 60%. Das ist machbar.
Meinst Du im realen Betrieb oder das theoretische Maximum?
Das Problem ist ja eben, dass die Verbrenner nur einen Bruchteil der Zeit in ihre besten Wirkbereiche kommen.
Paranormal hat geschrieben: Norwegen macht es vor und erhöht seit 2018 kontinuierlich den Leitzins. Jetzt bei 1,5%.
Das macht es aber auch nicht leicht, Wohnungen mit attraktiven Mietpreisen zu bauen.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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eDriveAlex hat geschrieben: Dort kauft doch heute fast keiner mehr ein Verbrenner Auto. Wozu auch, wenn man in keine Stadt einfahren darf...
2019 (PKW):

EV (einschließlich Hybride) 1.2 Mio. Fzg.
Alle Fzg. bis November 23.1 Mio. Fzg.

Im übrigen fallen die EV sales grade in China wegen des Wegfalls der Subventionen sehr stark.

Deine im Brustton der Überzeugung vorgebrachten "Tatsachen" sind bestenfalls die Projektion deiner eigenen Traumwelt.


Gruß SRAM
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