Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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iOnier hat geschrieben: Diese ist aber eben nicht mehr gegeben wenn der Code in der Firmware eine Prüfstandserkennung enthält und unter Prüfstandsbedingungen mal eben die Betriebsparameter ändert. Das nennen Personen wie ich Betrug. Und das ist dann ja auch justiziabel.
Die reine Prüfstandserkennung von VW ist ohne Zweifel illegal. Aber ein runterfahren der Abgasreinigung bei niedrigeren Temperaturen als auf dem Prüfstand auch? Da stecken schließlich ohne Zweifel nicht änderbare Naturgesetze dahinter. Jetzt kann man sich auf den Standpunkt stellen (und wird zu gerne hier gemacht), dass es übertrieben wurde, aber de Gesetzgeber hat genau da nun einmal kein Gesetz für das Naturgesetz definiert.
Und CO2-Neutralität bei E-Autos ist theoretisch drin, aber eben nicht der Fall. Theoretisch ist das selbst bei Verbrennern drin. Aber die nächsten 20 Jahre werden wir das nicht sehen. So wie es kalte Nächte in D geben wird (inkl. schlechter Abgasreinigung), so werden BEV auch für CO2-Äquivalente verantwortlich sein.
fahrtinsblaue hat geschrieben: Wo die Erwartungshaltung liegt ? Ich bin einfach nur erstaunt, dass das gerade mal 1,07 l weniger sind, als zu seinem gleichnamigen Modell mit Verbrenner.
Ist doch mein reden, dass da etwas extrem aus dem Ruder gelaufen ist. Und die restlichen 57% kann ich einfach unter den Teppich kehren ?
Von was von einem Fahrzeug redest du?
Hier mal ein typischer Hybrid, der Passat:
https://www.spritmonitor.de/de/uebersic ... owerunit=2
Und dagegen der passende Benziner:
https://www.spritmonitor.de/de/uebersic ... owerunit=2

Ein halbes E-Auto, ein halber Verbrenner ... grob über den Daumen und das passt für mich als Erwartungshaltung auch.
fahrtinsblaue hat geschrieben: Und von 18% bei Dienstwagen...
Egal.
Ich würde zwar das Gegenteil erhoffen (aus Eigeninteresse), aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass nach 2-3 Jahren 18% Nutzung, wenn das Dienstwagenleasing typischer Weise ausläuft, dieser Akku noch für 43% der Kilometer für 10-15 Jahre weiter durchhält. Glaubst du da dran?
Die Akkus bei PHEVs werden wohl ausgequtscht bis zum geht nicht mehr (und darum werden die auch zu Recht gefördert). Da muss man politisch aus meiner Sicht nicht nachsteuern. Und ob von Anfang an z.B. 15kWh verbaut werden und dann 15kWh ersetzt werden oder gleich 30kWh verbaut werden, ist umwelttechnisch relativ egal.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Mit 10 PHEV Passats ist übrigens viel mehr gewonnen, als mit einem EQS anstatt einer S-Klasse.
Die Masse macht den Unterschied!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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Um noch mal auf Erwartungen zurückzukommen. Der Bericht auf tagesschau.de übertrifft meine Erwartungen sogar noch über PHEVs;
als Maßnahme für den Klimaschutz einfach nur ein Rohrkrepierer.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Jupp78 hat geschrieben:Mit 10 PHEV Passats ist übrigens viel mehr gewonnen, als mit einem EQS anstatt einer S-Klasse.
Die Masse macht den Unterschied!
.
Wie wäre es mit 100 VW e-Up! Stadt 100 Verbrenner-Up!?
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
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Man bekommt ja kaum einen eUp her!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

hgerhauser
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FloB hat geschrieben: Da braucht es kein extra Gerät im Auto.
Der Anteil an den verschiedenen Fahrmodi kann ganz einfach im Rahmen der jährlichen Wartung ausgelesen werden.
Man kann dann damit die 18% etwas genauer machen, sprich für z.B. VW und Dienstwagen PHEV eine repräsentative Stichprobe nehmen, dann rechnet man darauf basierend die g CO2 / km aus und nutzt den für die Flottenwerte. Zusätzlich könnte man die Zahlung für PHEV's anpassen, bei über 50 g/km keine Kaufprämie, darunter bisherige Prämie mal (50 - angepasster Wert in g/km)/50. Wer also 49 g/km erreicht, bekommt 2% der bisherigen Förderung, wer 10 g/km erreich 80%.

Wie bei Benzin finde ich es logisch, dass die Vorkette nicht gerechnet wird. Bei Benzin rechnet man nur die g CO2, die pro km durch den Auspuff fließen. Die Vorkette liegt bei Benzin und Diesel im Weltschnitt bei um die 28% und die bleiben bei der Berechnenung des Flottenwerts außen vor.

Genauso zählen bei Wasserstoff, Erdgas und Strom nur die CO2 Emissionen des Fahrzeugs selber, nicht die Vorkette (oder die Vorkette der Vorkette, bei Strom kann man die direkten Emissionen der Kraftwerke rechnen oder noch die Vorkette der eingesetzten Brennstoffe wie Erdgas und die CO2 Emissionen bei der Beton- und Stahlproduktion fürs Kraftwerk).

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Unicorn097
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iOnier hat geschrieben:
Jupp78 hat geschrieben:Mit 10 PHEV Passats ist übrigens viel mehr gewonnen, als mit einem EQS anstatt einer S-Klasse.
Die Masse macht den Unterschied!
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Wie wäre es mit 100 VW e-Up! Stadt 100 Verbrenner-Up!?
Kleinstwagen werden oft so wenig gefahren das es eh egal ist.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Jupp78 hat geschrieben:Die reine Prüfstandserkennung von VW ist ohne Zweifel illegal. Aber ein runterfahren der Abgasreinigung bei niedrigeren Temperaturen als auf dem Prüfstand auch?
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Nein, nicht illegal, aber:
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Da stecken schließlich ohne Zweifel nicht änderbare Naturgesetze dahinter.
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Ah, die Temperaturfenster, das Thema hatten wir ja noch gar nicht ... wenn ich mich nicht sehr irre, bezieht man sich da immer auf Umgebungstemperaturen. Technische Einrichtungen sind in ihrer Funktion natürlich temperaturabhängig, im Wesentlichen ist das dann aber die Betriebstemperatur. Ein Verbrennungsmotor inklusive Abgasanlage wird auch bei -20 °C in endlicher Zeit auf Betriebstemperatur kommen. Warum in aller Götter Namen bezieht man sich dann auf Umgebungstemperaturen?

Nein, illegal ist das nicht, "nur" verlogen. Von Politikern erwarte ich nicht, dass sie sich mit Naturgesetzen, Physik, Technik auskennen (genau genommen gibt es Ausnahmen wie Frau Merkel, der ich zumindest gewisse Kenntnisse in Physik und Naturgesetzen unterstellen würde, aber ebenso genau genommen erwarte ich von Politikern an sich genau gar nichts an Verstand mehr). Die lassen sich also leicht übers Ohr hauen ...
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Jetzt kann man sich auf den Standpunkt stellen (und wird zu gerne hier gemacht), dass es übertrieben wurde, aber de Gesetzgeber hat genau da nun einmal kein Gesetz für das Naturgesetz definiert.
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"Naturgesetze, Naturgesetze - wir machen doch hier die Gesetze!" :-D

Im Ernst: der Gesetzgeber - die Politik - ist in der Pflicht, geeignete Rahmenbedingungen festzulegen. In diesem Fall würde das bedeuten: je nach Ausgangstemperatur angemessene Warmlaufphase, dann hat die Geschichte ohne wenn und aber zu funktionieren. Und selbstverständlich können die Komponenten so ausgelegt werden, dass das möglich ist. Wer behauptet, dass da Naturgesetze entgegenstehen, der lügt schlicht.
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Und CO2-Neutralität bei E-Autos ist theoretisch drin, aber eben nicht der Fall. Theoretisch ist das selbst bei Verbrennern drin. Aber die nächsten 20 Jahre werden wir das nicht sehen. So wie es kalte Nächte in D geben wird (inkl. schlechter Abgasreinigung), so werden BEV auch für CO2-Äquivalente verantwortlich sein.
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Selbstverständlich. Bei Verbrennern werden wir das nur nie sehen, auch wenn es "theoretisch möglich" wäre. Und sie werden uns auch in 40 Jahren immer noch in kalten Nächten mit schlechter Abgasreinigung stinken. Während BEV in dieser Zeit gar nicht stinken und bzgl. der CO2-Äquivalente immer besser werden.
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Unicorn097 hat geschrieben:Kleinstwagen werden oft so wenig gefahren das es eh egal ist.
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Die eignen sich sehr gut zum Pendeln und werden auch darüber hinaus für weitere Fahrten genutzt. Da kommen leicht über 10.000 km im Jahr zusammen (mein iOn wird genau so genutzt und legt im Jahr an die 15.000 km zurück, allein gut 10.000 fürs Pendeln und das sind nur 45 km am Tag. Ist dafür exakt das richtige Auto ...).
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Unicorn097
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Wer in einen Kleinstwagen pendelt muss aber schon sehr puristisch und leidensfähig sein. Finde das sind eher Autos für Leute die nur innerstädtischen und maximal 15km am Tag fahren.

Zum Pendeln würde ich schon mindestens einen Kleinwagen wie Audi A1, Hyundai i20, Kia Rio, Seat Ibiza, Skoda Fabia, Suzuki Swift, VW Polo, etc. nehmen.

Elektrisch gibt es da garnichts, Mazda MX-30 oder Mini Cooper SE sind eigentlich eine Klasse höher.
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