Mogelpackung statt Klimaschutz?

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
  • Beiträge: 1099
  • Registriert: Di 13. Apr 2021, 17:17
  • Hat sich bedankt: 256 Mal
  • Danke erhalten: 212 Mal
read
Wenn man Strom mit 0g CO2 rechnet ist das halt eine Annahme die Elektroautos zu fördern. Es geht dabei auch nur um eine Flottendurchschnitt und dessen Berechnungsvorschriften von PKWs und nicht um die Emissionen des Verkehrssektors Sektors.
Anzeige

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
Jupp78 hat geschrieben: Bei der Förderung wurden Batterieelektrische Antriebe extrem gefördert. Mein Kritikpunkt daran ist: Mit unrealistischen CO2-Werten, die den Dieselgate um ein vielfaches überbieten. Dabei habe ich nichts gegen eine Förderung, aber bitte nicht mit erfundenen Zahlen. E-Mobilität im Betrieb ist im Mittel nicht CO2-neutral. Sie ist weit davon weg und CO2-Neutralität wird selbst ein heute zugelassenenes Fahreug nicht mehr erleben. Das ist Betrug vom Feinsten ... am Klima!
.
Auf der Argumentationsbasis weitergedacht müsste man alle Kraftfahrzeuge jetzt! und sofort! verbieten.
.
Dass sich Politiker bei den Zahlen und Grenzwerten ohne jeden Sachverstand überbieten und dann so einen Murks einführen im Gegenzug, dafür muss man sich bei der Politik bedanken und nirgendwo anders.
.
BEV sind die einzige derzeit existierende Technologie, die (sinnvoll) in absehbarer Zeit CO2-neutral werden kann. Sie schon jetzt so zu bewerten, vielleicht damit ihr Image entsprechend steigt, sie mehr gekauft werden, vielleicht, um entsprechende Förderung leichter durchsetzen zu können, whatever, ich weiß es nicht, es war jedenfalls eine politische Entscheidung. Nenne es einen politischen Taschenspielertrick, aber es geht ja um einen Zweck. Nein, der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Aber dieser politische Taschenspielertrick ist ja nun kein Mord oder so.

Das BEV hat das Potential für CO2-Neutralität. Ich halte es daher für legitim, es heute schon so zu bewerten, damit die Marktdurchdringung zu fördern und dem Ziel eines CO2-neutralen Verkehrs rascher näher zu kommen. Andere existierende Technologien mögen dies Potential auch haben, aber zu massiv höheren Kosten (erheblich größerer Energieeinsatz für Wasserstofferzeugung oder Produktion synthetischer Kraftstoffe mal als Beispiele genannt).

Das Thema hatten wir schon mal, sicher hätte es Alternativen gegeben, für eine musste man sich halt entscheiden und diese ist es geworden. Ich kann damit leben.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
read
"Deshalb fordern Experten, die Förderung von Plug-in-Hybriden von deren Nutzung abhängig zu machen:
Wer die Förderung haben will, solle nachweisen, dass er den Wagen wirklich klimaschonend - also vorwiegend auf kurzen Strecken und elektrisch - einsetzt."
Doch die Bundesregierung weist das zurück: "Ordnungspolitische Ansätze sind unter datenschutzrechtlichen Aspekten schwierig umzusetzen und würden zu mehr Bürokratie und Kontrollaufwand führen - beides wollen wir vermeiden", schreibt das Wirtschaftsministerium auf Monitor-Anfrage."
Also es gibt ja Versicherungen, die einen Faktor auf ihren Tarif schlagen, der vom Fahrstil abhängig ist. Dazu braucht man ein Gerät im Auto, der Daten erfasst und diese an die Versicherung meldet. Genau so etwas könnte man bei PHEVs machen. Beim Kauf gibt es keine Prämie, doch so ein Gerät, dass ermöglicht, wenn man sehr viel elektrisch fährt die Prämie dann über die Zeit einzufahren. Das führt dann 1. dazu, dass die Leute die eh nicht vor haben den PHEV elektrisch zu bewegen diesen gar nicht erst kaufen und 2. gibt allen PHEV Fahrern einen Anreiz auch möglichst oft das Auto anzustecken. Dabei könnte man es so machen, dass bei einem theoretischen elektrischen Fahranteil von 100% man am Ende deutlich mehr ausgezahlt bekommt, als die Prämie einen ursprünglich gemacht hat.

Wer jetzt dann noch ein Problem damit hat, dass Daten über einen gesammelt werden, der soll halt kein PHEV kaufen, und wenn er überzeigt viel elektrisch fahren will gleich zum BEV greifen soll. Und wenn es dann doch der PHEV sein muss, dann kauft man den für den reinen Verkaufspreis ohne irgendeine Prämie, und verzichtet dann auf dieses Gerät, dass Daten sammelt und übermittelt.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
  • Beiträge: 1099
  • Registriert: Di 13. Apr 2021, 17:17
  • Hat sich bedankt: 256 Mal
  • Danke erhalten: 212 Mal
read
Wir haben hier zum Glück noch nicht chinesische Bedingungen!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Odanez
read
chinesische Bedingungen wären wenn man gezwungen wäre. Hab ich aber extra geschrieben, dass man auch verzichten kann. Also übertreib mal nicht
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
  • env20040
  • Beiträge: 3337
  • Registriert: So 6. Okt 2019, 11:33
  • Wohnort: Ostösterreich
  • Hat sich bedankt: 561 Mal
  • Danke erhalten: 734 Mal
read
Oh ja, ich danke Brüssel dafür, gegen die Automobillobbyierten Länder 0,0%CO2 einführen zu wollen.
Die beste Zahl, welche ein PKW an CO2 erzeugen kann ist jene, welche es als Vorgabe nicht erreichen kann.
Dann ist nämlich das Ende des Verbrenner besiegelt, Gott sei Dank wird die Umwelt sagen könnte Sie sprechen.

Ja, der %-Satz an erneuerbarer Energie muss steigen, was aber kein Grund sein darf Pkw mit CO2 Ausstoß weiter zu legalisieren.
Was schon mit dem Greenwashing beim PHEV passiert und leider weitergehen wird.

Die Ausrede, dass der Strommix Co2 enthält ist, solange man keinen Ökostrom kaufen kann legitim, jedoch nur eine Ausrede.
Wenn allerdings, wie in Kiel vorgemacht, Gas mit einem Gesamtwirkungsgrad von 90% Brennwertausnutzung in BHKW's(Blockheizkraftwerken) genutzt wird, und Gas bereits Umweltunschädlicher wie Treibstoffe in der Verbrennung ist (alleine die Raffination fällt weg, das nachheizen in den Pipelines etc. etc) ist ein Pehv nur eines.
Die weitere Verlängerung des Spielzeug von Petrol heads mit einer grünen Masche.
Wenn ich dann lese, dass man "nur 4,x Liter verbrauchte, und ein Klassischer Verbrenner in etwa, als Kastenwagen 6,5 Liter stellt sich die Frage, was an einem Pehv so grün sein soll.

Einzig die Batterie um die Beschleunigung zu optimieren und den Schadstoffausstoss in dieser Phase zu reduzieren.
Was mit leichteren Fahrzeugen und kleineren Motoren, da diese Kisten in erste Linie Dickschiffe, mit unnötig Dimensionierten Motoren sind, genauso funktioniert.
Um 100 kmh zu fahren benötigt man ca 20 kW. Für 130 26 kW. 160? 40 kW.
Also ist alles über 70 kW.. Nur dem Ego dienend.

Wow, habt Ihr alle tolle Autos.

Es ist wie mit dem Impfen.
Die Masse an Ausreden, warum man nicht geht ist Mässig.
Der beste war gestern, dass man aus Sanofi wartet.
Von dem noch keiner weiss, ob dieser nun, beim 2. Anlauf überhaupt eine Zulassung bekommt.
Warum die beste?

Frankreich stürzte mit dem Druck, dass Europa einen grossen %-Satz Sanofi kaufen musste, der Impfstoff dann ein Rohrkrepierer war, in ein Impstoffchaos , da man nicht ausreichend andere Lieferanten ortderte.
Wie beim PHEV.
Es wird etwas weiter am Markt gehalten, obwohl bereits bekannt ist, dass es der falsche Weg ist.
Und fleißig als Ausrede genutzt.
Mit Erklärungsversuchen von "nur 4,x Liter Verbrauch".
Andere fahren die gleiche Strecke mit 0% CO2 Ausstoß.
Diverse E Fahrzeuge von 27 bis 90 Kwh.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

keyfob
  • Beiträge: 1099
  • Registriert: Di 13. Apr 2021, 17:17
  • Hat sich bedankt: 256 Mal
  • Danke erhalten: 212 Mal
read
"Die Ausrede, dass der Strommix Co2 enthält ist, solange man keinen Ökostrom kaufen kann legitim"
Der Strommix enthält Co2 egal ob du Ökostrom kaufst oder nicht man kauft sich lediglich sein gewissen frei.

"Mit Erklärungsversuchen von "nur 4,x Liter Verbrauch"."
Ja statt 7 oder 9 l

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

risk
  • Beiträge: 43
  • Registriert: Mi 1. Jul 2020, 16:07
  • Hat sich bedankt: 2 Mal
  • Danke erhalten: 20 Mal
read
iOnier hat geschrieben: Andere existierende Technologien mögen dies Potential auch haben, aber zu massiv höheren Kosten (erheblich größerer Energieeinsatz für Wasserstofferzeugung oder Produktion synthetischer Kraftstoffe mal als Beispiel)
Brennstoffstellenfahrzeuge werden genauso mit Null Emissionen angerechnet. Die Hersteller bieten aber davon keine an, weil sie davon zumindest derzeit nicht überzeugt sind.

Allgemein (nicht auf deinen Postbezogen) sind die Flottenemissionen nur ein Mittel zur Begrenzung der Emissionen neben anderen. Der Stromsektor ist Teil des Zertifikatehandels und damit ist geregelt, dass die Emissionen sinken. Der Verkehrssektor ist im Moment bis auf die Flottengrenzwerte nationale Aufgabe. Es soll jetzt aber ein zweites Handelssystem in der EU neu geschaffen werden.

Insgesamt macht es wenig Sinn die Flottengrenzwerte isoliert zu betrachten. Im Moment hat es nicht funktioniert, dass die Emissionen durch Treibstoffe sinken. Dies wird in Zukunft hoffentlich anders.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
  • Beiträge: 62
  • Registriert: Mo 26. Jul 2021, 18:11
  • Hat sich bedankt: 9 Mal
  • Danke erhalten: 3 Mal
read
keyfob hat geschrieben: Welche "Experten" sind den das?
Das wird im Bericht nicht erwähnt.

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
iOnier hat geschrieben: BEV sind die einzige derzeit existierende Technologie, die (sinnvoll) in absehbarer Zeit CO2-neutral werden kann. Sie schon jetzt so zu bewerten, vielleicht damit ihr Image entsprechend steigt, sie mehr gekauft werden, vielleicht, um entsprechende Förderung leichter durchsetzen zu können, whatever, ich weiß es nicht, es war jedenfalls eine politische Entscheidung. Nenne es einen politischen Taschenspielertrick, aber es geht ja um einen Zweck. Nein, der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Aber dieser politische Taschenspielertrick ist ja nun kein Mord oder so.
Dass beim Diesel Prüfstand und Wirklichkeit nicht wirklich zusammen passten war ebenfalls eine politische Entscheidung (haben alle vorher gewusst). Da nennen es aber Personen wie du Betrug. Das ist einfach nur scheinheilig.

Und nein, man muss deshalb nicht alles verbieten. Man müsste einfach nur ehrlich mit dem Thema umgehen.
fahrtinsblaue hat geschrieben: Aber das machen viele Nutzer von PHEVs doch nicht... oder wie erkläre ich mir Durchschnittswerte von z. B. 4,43 l ?
"PHEV zeigen nach einer aktuellen Studie im Realbetrieb einen elektrischen Fahranteil von 43 % bei Privatfahrzeugen "
Wo liegt denn die Erwartungshaltung? Da ist doch offensichtlich auch was ernsthaft quer.
Wer mit einem PHEV 90% der Kilometer elektrisch fährt, der braucht keinen Verbrenner unter der Haube.
Odanez hat geschrieben: Also es gibt ja Versicherungen, die einen Faktor auf ihren Tarif schlagen, der vom Fahrstil abhängig ist. Dazu braucht man ein Gerät im Auto, der Daten erfasst und diese an die Versicherung meldet.
Der Vergleich hinkt! Denn die Alternative ist nicht, auf das Auto zu verzichten, wenn ich mich nicht überwachen lassen will, sondern einfach einen Tarif ohne Überwachung zu buchen.
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeines zu Plug-In Hybriden“

Gehe zu Profile