Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

catoderjuengere
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Titel der Studie darfst du sicher nennen.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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Odanez hat geschrieben: Das Missbrauchen der Wissenslücken oder der fehlenden Intelligenz der Kunden ist also die eigentliche Mogelpackung.

Das witzige ist ja, dass diese ganze Diskussion beim BEV nicht möglich ist. Das ist eine Diskussion, die es ausschließlich bei PHEVs geben kann. Und dabei ist es auch nur eine vorübergehende Diskussion. In 10 Jahren interessiert sich keiner mehr für ein PHEV. Da gibt es diese Diskussion dann auch nicht mehr.
Und der Pitter ( Altmaier ) mit seiner Behörde fördert das auch noch bis Ende 2025... ist aber nicht allein der Pitter... ist ein Beschluss der Kroskoalition...
Mittel bis langfristig werden wir sehen, ob dem PHEV wie dem Verbrenner das gleiche Schicksal ereilt wie dem Dinosaurier.
Frei nach Lonzo : "Die Dinosaurier wern immer trauriger..."

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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catoderjuengere hat geschrieben: Titel der Studie darfst du sicher nennen.
Der würde dir nichts bringen. Es ist eine interne Studie eines der größten Automobilzulieferers.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

hgerhauser
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Der wichtigste Klimaeffekt, wenn man jetzt Batterien und Elektroautos kauft, ist, dass man zukünftige Batterien und Elektroautos billiger macht und so einen schnelleren weltweiten Umstieg auf PV + Elektroautos/Batterien ermöglicht. Von der Warte betrachtet sind PHEV besser als Verbrenner, aber, dass, was gerne als Vorteil dargestellt wird, der kleinere "CO2 Rucksack" ist keiner. In der jetzigen Situation des Markthochlaufs ist der CO2 Rucksack viel kleiner als der positive Lernkurveneffekt auf die weltweiten CO2 Emissionen der nächsten Jahrzehnte. PHEV erfordern zudem Investitionen in eine Übergangstechnologie, die dann schnell komplett wertlos werden.

Ich wäre daher dafür, dass bei der Berechnung der Flottenwerte für Plug-In Hybride der real gemessene Anteil an elektrisch gefahrenen Kilometern genutzt wird und die Subventionen sofortwirkend gestrichen werden. Bei so einer Änderung würden Plug-in Hybride schnell wieder aus dem Mix verschwinden.

Eine gute, aktuelle Übersicht der Lifecycle Emissionen bietet icct (international council on clean energy):

https://theicct.org/publications/eu-co2-FS6-jul2021

Diesel, Benzin, Erdgas (mit Beimischung von biogenenen Treibstoffanteilen): alle um 250 g/km

Plug-in Hybrid 180 g/km

BEV 80 g/km

----------------

Beim Strommix finde ich die symbiotische Beziehung zwischen PV/Wind und Elektroautos besonders wichtig. Elektroautos können sehr gezielt lokale Überschüsse abnehmen. Was hier noch fehlt ist, dass die Preise die tatsächlichen Kosten reflektieren, also z.B. nicht 8 Cent die kWh an Netzkosten für 50 Meter bis zum Nachbarn abgerechnet werden, dafür aber der Industriegroßkunde 500 km weit weg nur 1 Cent.

Bisher rechnen sich flexible Strompreise für den Verbraucher kaum, ich mach es trotzdem aus Prinzip und so ist auch der Schnitt (g CO2/kWh) bei den geladenen kWh viel niedriger und weil ich so gezielt PV/Windstrom abnehmen, erhöhe ich deren Marktwert und mache daher Investitionen in PV/Wind attraktiver.

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Auch interessant: Welche geographische Basis nimmt man für den Schnitt pro kWh? Ich weiß, dass da Deutschland üblich ist. Nur, deckt sicht das auch mit der realen, physikalischen Situation? Ist Deutschland eine Stromnetzinsel und diese Insel eine netzengpassfreie Kupferplatte? Wäre physikalisch viel anders, wenn die nationalen Grenzen anders liegen würden? Deutschland hat noch sehr viel Kohle, absolut betrachtet die meiste Kohle in Europa.

Ich finde, dass aufgrund der sehr hohen Kuppelleistung von ca. 25 GW mit dem europäischen Ausland es durchaus Sinn machenn würde, den europäischen Schnitt zu nehmen.

https://windeurope.org/about-wind/daily ... ricity-mix#

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

fahrtinsblaue
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Jupp78 hat geschrieben:
fahrtinsblaue hat geschrieben: "Dass die Ladekapazität der Batterie nach einer gewissen Zeit nachlasse, sei normal, schreibt Mercedes-Benz. Im Übrigen sei wohl Rehahns Fahrweise für den deutlichen Mehrverbrauch verantwortlich: Der tatsächliche Verbrauch und die elektrische Reichweite seien "abhängig von den individuellen Fahr-, Strecken- und Umweltbedingungen"

Ich lese daraus :
"Auf meinem Band wurden die Grenzwerte eingehalten. Und wenn die Karre bei mir vom Hof fährt. Kann mir doch egal sein, was ihr daraus macht."
Das ist die ehrliche, nicht geschönte Wahrheit des batterie-elektischen Antriebs Stand heute. Das ist nicht nur beim PHEV so, sondern genauso beim BEV. Jeder Hersteller der anderes erzählt belügt einen. Aber wenn mal einer die Wahrheit ausspricht, scheint es auch nicht recht zu sein.
AbRiNgOi hat geschrieben: Da aber nicht die tatsächlich mit einen BEV gefahrenen Kilometer im Flottenverbrauch stehen, ist jeder Fahrer von Verbrenner + BEV genauso verantwortlich den optimalen Split zwischen Verbrenner Fahren und Elektrisch Fahren her zu stellen wie der PHEV Fahrer.
In weiterer Konsequenz Deiner Aussage wäre jeder Fahrzeughersteller des Mogelns zu überführen, wenn seine Kunden den BEV nur vor die Tür stellen und weiter ausschließlich mit dem Verbrenner fahren.
Wie ich schon öfter mal ausgeführt habe, sind solche Hybridisch Fahrer, also mit zwei Fahrzeugen, oftmals weniger elektrisch unterwegs wie die Hybridfahrer, weil diese den Elektromode auch am Urlaubsort nutzen, aber auch auf den ersten Kilometern der Langstrecke. Erst wenn nur noch Elektrofahrzeuge am Hof stehen, kann sichergestellt werden, dass auch Tatsächlich der BEV mehr bringt als der PHEV, Voraussetzung aber ist die eigene Ladestelle.
Eibn Verbrenner und ein BEV sich zu halten, ist in der Regel die schlechteste Lösung. Dann wirklich lieber ein PHEV. Und jede längere Strecke führt zu einmal Akku leer machen. Auch wenn das nur einen Gegenwert von 50km bei mir hat, so ist das nicht nichts. Gleiches am Urlaubsort. Normal hätte ich natürlich eine solche Stecke voll elektrisch zurück gelegt, aber dort gab es keine Steckdose. Darum gleicher Füllstand und dem Ergebnis. Das ist schon kaum sonst machbar (siehe Bild).
"Das ist die ehrliche, nicht geschönte Wahrheit des batterie-elektischen Antriebs Stand heute. Das ist nicht nur beim PHEV so, sondern genauso beim BEV. Jeder Hersteller der anderes erzählt belügt einen. Aber wenn mal einer die Wahrheit ausspricht, scheint es auch nicht recht zu sein."

Und diese ehrliche, nicht geschönte Wahrheit des Batterieelektrischen Antriebs erzählt der Verkäufer im Auftrag des Herstellers dem Roswitha und Erwin Kokoschinski aus Essen - Altenessen... ja nee, iss klar.
Klar ist das beim BEV genauso, nur der PHEV hat dann weniger von seiner 0 und muss eher mit Sprit weiterfahren.
Bei dem BEV steht immer noch die 0

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

catoderjuengere
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Wir haben einen Stromer. Und mehrere ICE.

Der Stromer ist als Hauptfahrzeug nach Häufigkeit der Nutzung hervorragend als Pendlerfahrzeug und Einkaufskörbchen geeignet.

Wir benötigen aber zwei Pendlerfahrzeuge. Doch wir wollen auch die Möglichkeit haben, weite Strecken ohne zusätzlichen Zeitverlust und Strecken in elektrisch unerschlossenen Gebieten zu fahren.

Wenn ein PHEV nicht zur Verfügung steht, bleibt das zweite Pendlerfahrzeug ein ICE.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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"weite Strecken ohne zusätzlichen Zeitverlust "

Ohne das "muss ich" "brauch ich" hier ein zu gehen, was spricht gegen zwei BEV und einen ICE weniger?
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Daß der PHEV einen als Pendlerfahrzeug geeigneten ICE ablösen soll, der entsprechende Ladekapazität hat und der Rest eher das sind, was hier immer abfällig als Spaßfahrzeuge benannt wird.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Was muss der PHEV dann machen ausser Pendeln? Warum kein BEV, das verstehe ich nicht.
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