Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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voko hat geschrieben: Ich suche nun Argumente, die meine Mitmenschen, aber auch mich überzeugen, dass ein PHEV/Hybrid keine Mogelpackung ist.
Eine Ladestation zuhause die benutzt wird sollte Beweis genug sein.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Keineswegs. Sie beweist weder, dass sie tatsächlich (ausreichend) benutzt wird noch gar, dass dies in der Breite (über alle Anwender betrachtet) auch ausreichend geschieht.

Auf der Ebene Politik <=> Hersteller sind sie eh eine Mogelpackung, da die Formel zur Verbrauchsberechnung sie auf dem Papier krass begünstigt.

Das heißt natürlich nicht, dass man ein PHEV nicht sinnvoll nutzen könnte. Es passt nur nicht wirklich sinnvoll eines auf jedes Fahrprofil. Das interessiert aber weder Politik noch Hersteller, und manchen Absender auch nicht.
Gruß
Werner
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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iOnier hat geschrieben: Keineswegs. Sie beweist weder, dass sie tatsächlich (ausreichend) benutzt wird noch gar, dass dies in der Breite (über alle Anwender betrachtet) auch ausreichend geschieht.

Auf der Ebene Politik <=> Hersteller sind sie eh eine Mogelpackung, da die Formel zur Verbrauchsberechnung sie auf dem Papier krass begünstigt.

Das heißt natürlich nicht, dass man ein PHEV nicht sinnvoll nutzen könnte. Es passt nur nicht wirklich sinnvoll eines auf jedes Fahrprofil. Das interessiert aber weder Politik noch Hersteller, und manchen Absender auch nicht.
Passt auf so ziemlich alle die ein durchschnitliches Fahrprofil mit 15.000 km haben und jeden Tag 1 bis 2 Mal volladen können.

Das eine zuhause installiert Ladestation auch ausreichend benutzt wir setze ich auch vorraus.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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kub0815 hat geschrieben:
voko hat geschrieben: Ich suche nun Argumente, die meine Mitmenschen, aber auch mich überzeugen, dass ein PHEV/Hybrid keine Mogelpackung ist.
Eine Ladestation zuhause die benutzt wird sollte Beweis genug sein.
Das alleine reicht nicht. Denn die elektrisch gefahrene Strecke muss einen signifikanten Anteil an der gefahrenen Strecke ausmachen.

Das geht aber per Definitionem nicht.

Denn: Realität ist, dass die PHEV rein elektrisch maximal 45km unterwegs sein können.

Wenn das ein signifikanter Anteil der Fahrstrecke ist, dann sei die Frage gestattet, warum man nicht gleich auf ein BEV umgestiegen ist.

Valide Gründe wären Anhängelast und Familientauglichkeit (Platz).

Wenn man ein „Vertreterprofil“ hat, dann ist die elektrische Fahrstrecke vernachlässigbar. Hier sei die Frage gestattet, warum man zwei komplexe Antriebsstränge mit sich herum schleift, wobei der elektrische meist nur Ballast ist - weil viel zur Fahrleistung kann er ja nicht beitragen.

PHEV sind oft (nicht alle) Benzin-Hybride. Im Langstrecken-Profil ist ein Benziner im Verbrenner Betrieb einem reinen Diesel in Sachen Verbrauch und Effizienz unterlegen.

Die Sache mit der Rekuperation wird bei den Winz-Akkus überbewertet. Natürlich können die formal rekuperieren. Nur aufgrund des Akku Designs, was Ladeströme begrenzt, ist die generierte Reichweite minimal.

Den Akku über Generator-Betrieb auf zu laden ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls sub-optimal. Hier erhöht sich beim Verbrenner der Verbrauch, weil ja die erhöhte Generatorlast am Verbrennungsmotor anliegt. Was man in der Stadt an Abgasen spart, weil man ja dann stromern kann, hat man zuvor irgendwo anders in die Luft geblasen. Linke Tasche - rechte Tasche.

Für mich sollte Mal jemand darstellen, wie man auf die Idee käme, ein PHEV sei sinnvoll.

SüdSchwabe.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Nichtraucher
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@Voko: Ich kann Wiese da nur zustimmen. Bei manchen Konzepten wird einfach nur an das Getriebe ein Elektromotor angeflanscht (VW, BMW, Mercedes). Das ist interessant, weil so der Getriebezulieferer (z.B. ZF) im Spiel bleibt und andererseits für den Autohersteller die Komplexität überschaubar bleibt.

Mitsubishi macht es mit dem Outlander PHEV ein wenig anders. Das Konzept erinnert an Toyota oder auch an den "alten" Opel Ampera.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Schön dass ihr Euch so einig seid. genauso wie ein deutlich größerer Teil der Bevölkerung glaubt, dass BEV eine reine Mogelpackung sind. Glücklicherweise interessiert sich aber in diesem Land keiner für deren und Eure Meinung... :roll:
Das ist das einzige, was einen diese Ignoranz hier ertragen lässt.
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
08/2019 Outlander PHEV PLUS: für Restmobilität, sowie Zweitwagen für Kurzstrecken, Anhängerfahrten, oder wenn Allrad vorteilhaft ist

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Vokoun
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SüdSchwabe hat geschrieben:
kub0815 hat geschrieben:
voko hat geschrieben: Ich suche nun Argumente, die meine Mitmenschen, aber auch mich überzeugen, dass ein PHEV/Hybrid keine Mogelpackung ist.
Eine Ladestation zuhause die benutzt wird sollte Beweis genug sein.
Das alleine reicht nicht. Denn die elektrisch gefahrene Strecke muss einen signifikanten Anteil an der gefahrenen Strecke ausmachen.

Das geht aber per Definitionem nicht.

Denn: Realität ist, dass die PHEV rein elektrisch maximal 45km unterwegs sein können.

Wenn das ein signifikanter Anteil der Fahrstrecke ist, dann sei die Frage gestattet, warum man nicht gleich auf ein BEV umgestiegen ist.

Valide Gründe wären Anhängelast und Familientauglichkeit (Platz).

Wenn man ein „Vertreterprofil“ hat, dann ist die elektrische Fahrstrecke vernachlässigbar. Hier sei die Frage gestattet, warum man zwei komplexe Antriebsstränge mit sich herum schleift, wobei der elektrische meist nur Ballast ist - weil viel zur Fahrleistung kann er ja nicht beitragen.

PHEV sind oft (nicht alle) Benzin-Hybride. Im Langstrecken-Profil ist ein Benziner im Verbrenner Betrieb einem reinen Diesel in Sachen Verbrauch und Effizienz unterlegen.

Die Sache mit der Rekuperation wird bei den Winz-Akkus überbewertet. Natürlich können die formal rekuperieren. Nur aufgrund des Akku Designs, was Ladeströme begrenzt, ist die generierte Reichweite minimal.

Den Akku über Generator-Betrieb auf zu laden ist, wie bereits erwähnt, ebenfalls sub-optimal. Hier erhöht sich beim Verbrenner der Verbrauch, weil ja die erhöhte Generatorlast am Verbrennungsmotor anliegt. Was man in der Stadt an Abgasen spart, weil man ja dann stromern kann, hat man zuvor irgendwo anders in die Luft geblasen. Linke Tasche - rechte Tasche.

Für mich sollte Mal jemand darstellen, wie man auf die Idee käme, ein PHEV sei sinnvoll.

SüdSchwabe.
Ich Versuche es Mal, wir haben den Passat GTE.
Erst jetzt wieder 550km, vollbeladen gefahren, Tempo 130-140kmh und 5,9 Liter verbraucht.

80% wird der Wagen elektrisch gefahren, zur Arbeit und zurück. Zuhause mit der PV Anlage geladen.

Die restlichen 20% wird der Wagen so bewegt das ich einfach keine Zeit und Nerven habe eine Ladestation zu suchen oder da hin und her zu laufen um den Wagen zu laden. Zusätzlich turne ich da in Gegenden herum wo es auch nicht gerade toll mit Ladesäulen ist.

Ist die Argumentation für dich okay?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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Vokoun hat geschrieben:
Ich Versuche es Mal, wir haben den Passat GTE.
Erst jetzt wieder 550km, vollbeladen gefahren, Tempo 130-140kmh und 5,9 Liter verbraucht.
Naja, 166 g CO2/km ist ganz schön viel Holz.

80% wird der Wagen elektrisch gefahren, zur Arbeit und zurück. Zuhause mit der PV Anlage geladen.
Welche 80 %?

- 80 von 100 Fahrten?
- 80 von 100 km?
- 80 von 100 Fahrtstunden?

Die restlichen 20% wird der Wagen so bewegt das ich einfach keine Zeit und Nerven habe eine Ladestation zu suchen oder da hin und her zu laufen um den Wagen zu laden. Zusätzlich turne ich da in Gegenden herum wo es auch nicht gerade toll mit Ladesäulen ist.

Ist die Argumentation für dich okay?

Bei fast 20.000 offiziellen(!) Ladestationen sollte das kein Problem mehr sein. Auch nicht mehr im Odenwald...
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

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In der Autobild, NR.001 2020 ab SEITE 22 (bis 39) ist der "große Antriebsvergleich" Teil 1.
Bei verschiedenen Fahrzeugen werden die verfügbaren Antriebsarten (Benzin, Diesel, Hybrid) einander gegenüber gestellt und dann eine Empfehlung abgegeben. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
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Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Vokoun
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Alex1 hat geschrieben:
Vokoun hat geschrieben:
Ich Versuche es Mal, wir haben den Passat GTE.
Erst jetzt wieder 550km, vollbeladen gefahren, Tempo 130-140kmh und 5,9 Liter verbraucht.
Naja, 166 g CO2/km ist ganz schön viel Holz.

80% wird der Wagen elektrisch gefahren, zur Arbeit und zurück. Zuhause mit der PV Anlage geladen.
Welche 80 %?

- 80 von 100 Fahrten?
- 80 von 100 km?
- 80 von 100 Fahrtstunden?

Die restlichen 20% wird der Wagen so bewegt das ich einfach keine Zeit und Nerven habe eine Ladestation zu suchen oder da hin und her zu laufen um den Wagen zu laden. Zusätzlich turne ich da in Gegenden herum wo es auch nicht gerade toll mit Ladesäulen ist.

Ist die Argumentation für dich okay?

Bei fast 20.000 offiziellen(!) Ladestationen sollte das kein Problem mehr sein. Auch nicht mehr im Odenwald...
Das ist dein Problem, Veränderung besteht aus Kompromiss. Und du siehst nur negatives.
Mein Verbrauch gegenüber dem Verbrauch unseres vorherigen Passat der 195.16 g CO2/km ausgestoßen hat.

Von MO bis Freitag wird das Auto Innerorts bewegt. Für den Rest brauche ich den Wagen als Langstrecken Fahrzeug.
Und Gerade heute noch erlebt das die Ladesäule defekt war, ja was ein Spaß.

Doch es ist ein Problem, wäre es kein Problem hätte wir uns einen bev gekauft.


Wenn sich die Leute einen hybrid kaufen und damit nur 10 km CO2 neutral fahren ist mehr erreicht als man denkt.
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