Mogelpackung statt Klimaschutz?

AntwortenAntworten Options Options Arrow

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
  • Beiträge: 1373
  • Registriert: Mi 15. Jan 2014, 08:13
  • Hat sich bedankt: 196 Mal
  • Danke erhalten: 478 Mal
read
Karlsson hat geschrieben:
roberto hat geschrieben: Gerade mit diesem Beispiel verdeutlichst Du, wie absurd Deine Angst eigentlich ist! Wer um diese Zeit unterwegs ist muß logischerweise mit Verkehrsbehinderungen, Stau und sonstigen Unannehmlichkeiten rechnen.
Ach und Du meinst das tun die Menschen gern?
Viele sind doch eher durch Schul- und Betriebsferien auf bestimmte Termine festgelegt und stehen unfreiwillig im Stau. Wenn zum Stau dann noch Ladezeiten + Wartezeiten an Ladesäulen kommen, wird es noch ätzender. Wobei ich das auch nicht soooo als Problem sehen würde mit etwas Planung.
Naja manchmal hat man schon das Gefühl, dass die Leute zumindest nicht nachdenken bei ihrer Urlaubsplanung. Aber da das ja offensichtlich auch auszuhalten ist, jedes Jahr den Urlaub mit Stau zu beginnen, verstehe ich umso weniger, warum so viele meinen unbedingt einen Verbrenner oder ein PHEV haben zu müssen weil sie sonst womöglich ab und zu mal warten müssen bis das BEV wieder aufgeladen ist. Und gerade dann fällt ihnen so gar nichts ein, wie sie die Zeit sinnvoll nutzen können!
Anzeige

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
roberto hat geschrieben: Aber da das ja offensichtlich auch auszuhalten ist, jedes Jahr den Urlaub mit Stau zu beginnen, verstehe ich umso weniger, warum so viele meinen unbedingt einen Verbrenner oder ein PHEV haben zu müssen weil sie sonst womöglich ab und zu mal warten müssen bis das BEV wieder aufgeladen ist.
Die Logik verstehe ich nicht. Die sind eh schon am Kotzen wegen dem Stau und Du verstehst nicht, dass die nicht noch mehr Zeit an der Ladesäule und dem Stau vor der Ladesäule verlieren wollen?
Auch die Logik, dass man im Urlaub ja Zeit hätte... also meine Zeit ist gerade im Urlaub kostbar und das ist für uns oft der Grund, nicht so weit zu fahren, um weniger Zeit auf der Straße zu verlieren.
Wobei ich trotzdem nicht allzu schnell fahre, weil geringer Verbrauch hat Prio. Ist natürlich auch schon ein Zielkonflikt. Ich finde es am Mittelmeer auch schöner als an der Ostsee, dauert aber auch 5-6x länger, da hin zu fahren.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
roberto hat geschrieben: Gerade mit diesem Beispiel verdeutlichst Du, wie absurd Deine Angst eigentlich ist! Wer um diese Zeit unterwegs ist muß logischerweise mit Verkehrsbehinderungen, Stau und sonstigen Unannehmlichkeiten rechnen.
Dir ist hoffentlich klar, dass solche Situationen in Europa derzeit kaum möglich sind und auch in Zukunft bzw. auch jetzt in den US nur durch Dummheit, Gier und Unflexibilität entstehen. Und selbst wenn eine gewählte Ladesäule einmal besetzt sein sollte, ist das noch lange keine Katastrophe!
Aber eigentlich hast Du es ja gar nicht notwendig, ständig Ausreden zu suchen, oder?
Wieso unterstellst du mir Angst? Ich habe viele Argumente gebracht wieso ein phev für mich und vermutlich viele andere einem reinen BEV in fast allen Punkten überlegen ist - inklusive der Umweltfreundlichkeit. Zumindest als Zweitwagen, der die Restmobilität abdeckt.

Dass Ladesäulen zur Hauptreisezeit verstopft sein werden, ist dann nur noch ein Punkt oben drauf. Zu glauben dass das bei uns nicht passieren kann ist höchstgradig naiv.

Mich persönlich würde es vermutlich nicht treffen, da ich zur scheinbar seltenen Spezies gehöre, die Probleme im Vorfeld erkennt und vermeidet. Ich stand auch noch nie in der Tankstellenschlange und stehe auch relativ selten im Stau.

Man wird aber nicht erwarten können dass die Ladesäulenbetreiber die Infrastruktur so ausbauen werden, dass sie auch zu Spitzenzeiten ausreicht. Und da werden die Wartezeiten deutlich extremer als an konventionellen Tankstellen.

Das ist natürlich kein großes Drama, aber wenn man sowieso außer zu diesen Zeiten - Urlaubszeit, Weihnachten, Ostern - keine Langstrecken fährt, ist man fast immer betroffen...
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
08/2019 Outlander PHEV PLUS: für Restmobilität, sowie Zweitwagen für Kurzstrecken, Anhängerfahrten, oder wenn Allrad vorteilhaft ist

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
roberto hat geschrieben:
Super-E hat geschrieben: Ich halte meinen Argument mit den überfüllten Ladesäulen genau dann wenn man sie als Gelegenheitslangstreckenfahrer mal braucht für gar nicht so schwach:

https://teslamag.de/news/weihnachtsverk ... nzen-26300
Gerade mit diesem Beispiel verdeutlichst Du, wie absurd Deine Angst eigentlich ist! Wer um diese Zeit unterwegs ist muß logischerweise mit Verkehrsbehinderungen, Stau und sonstigen Unannehmlichkeiten rechnen.
Dir ist hoffentlich klar, dass solche Situationen in Europa derzeit kaum möglich sind und auch in Zukunft bzw. auch jetzt in den US nur durch Dummheit, Gier und Unflexibilität entstehen. Und selbst wenn eine gewählte Ladesäule einmal besetzt sein sollte, ist das noch lange keine Katastrophe!
Aber eigentlich hast Du es ja gar nicht notwendig, ständig Ausreden zu suchen, oder?
Warum sollte es denn bei uns anders aussehen? Ich finde das überhaupt nicht absurd sondern zeigt auf das es sehr schwer sein wird eine balance zwischen Wartezeiten und bezahlbaren Infrastruktur zu finden. Aber warscheinlich kann man das Recht gut mit hoffentlich im vorraus gut kommunizierten Ladepreise steuern. Nachts 30cent tagsüber 1euro.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

roberto
  • Beiträge: 1373
  • Registriert: Mi 15. Jan 2014, 08:13
  • Hat sich bedankt: 196 Mal
  • Danke erhalten: 478 Mal
read
@Karlsson: Ich verstehe schon, dass Dir Deine Urlaubszeit kostbar ist und ich finde es gut, dass Du nicht zu schnell fährst um Benzin zu sparen.
Aber ich finde es nicht logisch, dass viele den Zeitverlust durch Stau wie selbstverständlich in Kauf nehmen, aber die Pausen zum Aufladen scheinbar unzumutmar sind obwohl man die Zeit viel besser nutzen kann.

@Super-E: Ich unterstelle Dir gar nichts, Du hast es doch selbst geschrieben: "Ich hatte schon erwähnt, dass ich befürchte, dass zukünftig (wie heute abgeschwächt die fossilen Tankstellen auch) es während der Urlaubszeit zu Engpässen in manchen Gebieten kommen könnte."

@alle: Fakt ist, dass es in Europa bisher keine derartigen Probleme gibt und auch in nächster Zukunft keine geben wird. Ich fahre nun schon mehr als 6 Jahre rein elektrisch und habe noch nie auch nur ansatzweise einen Stau bei einer Ladestelle gesehen sondern fast überall gähnende Leere!

Und wenn es irgendwann vielleicht so weit kommen sollte, dass so viele elektrisch fahren dass die Ladestellen mehr frequentiert sind, dann freue ich mich darüber und nehme gern in Kauf einmal ein wenig warten zu müssen.

Aber es wird wohl kaum so weit kommen, denn die Anzahl der Ladestellen steigt nach wie vor schneller als die der Elektroautos. Und das vor allem weil die meisten Leute zu bequem sind, zu viel Angst und keine Zeit haben, außer um ständig Ausreden zu suchen!

Ich wünsche Euch deshalb ein schönes neues Jahr ohne Angst und Stress, dafür mit viel Mut, Gelassenheit und Zuversicht!

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
read
Wie kannst du sowas zum Fakt erklären das es diese Problem bei uns nicht geben kann?
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
  • Alex1
  • Beiträge: 14533
  • Registriert: Sa 28. Dez 2013, 16:59
  • Wohnort: Unterfranken
  • Hat sich bedankt: 1417 Mal
  • Danke erhalten: 285 Mal
read
Hast Du seinen Post nicht gelesen? Lies ihn nochmal, vielleicht kommt dann die Erleuchtung...
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

Rest-CO2 kompensieren: atmosfair.de Goldstandard

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

voko
  • Beiträge: 219
  • Registriert: Di 10. Okt 2017, 00:37
  • Hat sich bedankt: 63 Mal
  • Danke erhalten: 88 Mal
read
Mir fehlt immer noch das beweisbare Argument, dass der PHEV keine Mogelpackung ist.
Ich fahre als Zweitwagen einen BMW i3 und als Erstwagen einen Mercedes GLC 220d.
Den Erstwagen würde ich gerne durch einen Hybrid/PHEV ersetzen. Er muss auf jeden Fall einen Verbrennermotor haben, weil ich mit diesem in ein Urlaubsgebiet fahre, wo ein Nachladen des Akku schwierig wird. Zuhause würde ich natürlich, wenn es ein PHEV wäre, auch den Akku laden.

Ich suche nun Argumente, die meine Mitmenschen, aber auch mich überzeugen, dass ein PHEV/Hybrid keine Mogelpackung ist.
Für mich wäre das Überzeugendste, wenn man beweisen könnte, dass der PHEV/Hybrid selbst im reinen Verbrennerbetrieb klimafreundlicher wäre, als ein vergleichbarer reiner Verbrenner. Die Sache mit dem Nachladen (und wieviel) finde ich immer sehr schwammig.

Von daher finde ich folgendes Zitat sehr interessant:
Super-E hat geschrieben: Zum Thema PHEV ohne Laden:
... Ein PHEV, welches mit leerem Akku losfährt fährt mindestens 2/3 der Zeit in der Stadt trotzdem elektrisch. Es gibt neben CO2 auch andere Probleme und diese können damit hervorragend angegangen werden. Wenn jetzt noch (1) ins Spiel kommt, dann berücksichtigt ein PHEV automatisch Zonen hoher und niedriger Schadstoffbelastung. Einige Hersteller arbeiten daran.
Gibt es hierüber belegbares (Testberichte). Was massig im Internet zu finden ist und auch die Mehrheit meiner Mitmenschen sagt, ist, dass PHEVs klimaschädlicher sind, als vergleichbare Verbrenner. Bzw. dass ein PHEV deutlich mehr Sprit verbraucht, als ein vergleichbarer Verbrenner.

Gibt es heute schon PHEVs, welche gut gemacht sind, und welche wären das?
Oder wäre für mich ein serieller Hybrid etwas? Und welche sind hier gut gemacht?

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

Nichtraucher
  • Beiträge: 2783
  • Registriert: Do 15. Aug 2013, 06:27
  • Wohnort: Heppenheim (Bergstrasse)
  • Hat sich bedankt: 563 Mal
  • Danke erhalten: 571 Mal
read
voko hat geschrieben: Mir fehlt immer noch das beweisbare Argument, dass der PHEV keine Mogelpackung ist.

....

Gibt es heute schon PHEVs, welche gut gemacht sind, und welche wären das?
Oder wäre für mich ein serieller Hybrid etwas? Und welche sind hier gut gemacht?
In der AMS 21/2019 ab Seite 24 bis Seite 41 war ein recht umfangreicher Artikel (bzw. mehrere) zum Thema PlugIn-Hybrid.
Technische Hintergründe, sowie Vergleiche PHEV und Benziner bei Kia, Mercedes, Mitsubishi, VW, Toyota, sowie ein Dauertest eines BMW.

Ich meine mich zu erinnern, dass es in den letzten Wochen noch einen weiteren Vergleich gab, zwischen PHEVs und ihren reinen Verbrenner Brüdern (da war auch ein Volvo dabei), aber den finde ich leider nicht mehr.

Fall Dich der Artikel in der AMS interessiert, Du aber keinen Zugriff mehr auf die Ausgabe hast, dann schreibe mir eine PM.

Eine Absolution für die Nutzung irgendeines Autos wird Dir hier aber niemand erteilen können. Es wird immer ein Kompromiss sein, abhängig von Deinen Anforderungen. Bei den Anforderungen wird sich manches nicht ändern lassen, da ggf. durch die Lebensumstände bestimmt, manches ist Deine freie Entscheidung und damit auch zu ändern.
Sion reserviert
Aktuell Zoe Intens mit AHK von Wolf

Re: Mogelpackung statt Klimaschutz?

USER_AVATAR
  • Wiese
  • Beiträge: 2289
  • Registriert: Di 14. Mär 2017, 18:01
  • Wohnort: Stutensee
  • Hat sich bedankt: 101 Mal
  • Danke erhalten: 475 Mal
read
Hallo Voko

meines Wissens nach gehört der Toyota Prius Plug-in zu den Besten. Auch der Outlander hat ein gutes Konzept, aber er ist auch ein großer SUV, was dann wieder Nachteile hat. Das Problem, das die meisten Plug-ins haben, ist die primitive Technik. Man verwendet einfach einen herkömmlichen Verbrenner und bastelt ein Getriebe mit E-Motor dran. Dies ist aber keine gute Lösung, denn die "Zusammenarbeit" der beiden Maschinen wird nur unzureichen gemanagt. Bei diesen Fahrzeugen geht es nicht darum wirklich Energie zu sparen, es geht nur darum die Flottenwerte zu erreichen. Für mich ist das extremste Negativbeispiel der BMW X-irgendwas mit 6 Zylinder-Benzinmotor und E-Getriebe, der genau die gesetzlichen Vorgaben von 49 Gramm CO2 pro km erreicht um als E-Auto durchzugehen. Dafür muss einfach nur der Akku groß genug sein, der Rest ist praktisch egal.
Toyota geht da mit seinen Hybriden einen ganz anderen Weg. Sie kombinieren Verbrenner und E-Motor sehr geschickt über ein Planetengetriebe und nutzen zusätzlich noch eine Atkinsonsteuerung, die den Verbrenner sehr sparsam macht. Der Nachteil ist das ungeliebte seltsame "Gummibandgefühl" das den stufenlosen Antrieb begleitet. Ich hatte das auch in meinem Honda Hybrid, der aber noch einfacher funktioniert wie der Toyota. Den gibt und gab es aber nicht als Plug-in, was bei dem Konzept auch Unsinn gewesen wäre.

Meiner Meinung nach sind die Plug-ins zu 99% Mogelpackungen, und nützen der Umwelt nicht. Das primitive Konzept an einen Verbrenner einen E-Motor zu basteln, ist eine Totgeburt und dient alleine dazu, die EU-Grenzwerte einzuhalten. Diese Grenzwerte sind aber rein theoretischer Natur, und haben mit der Praxis nichts zu tun. Niemand muss einen Plug-in aufladen, und ich höre in meinem Freundeskreis immer wieder, dass Plug-ins als Geschäftswagen nur wegen der geringeren Belastung gekauft werden. So lange aber die Firma den Sprit bezahlt werden diese Fahrzeuge nicht geladen und verbrauchen dann mehr als ein gleichwertiger Diesel.
Umweltrelevantes: ab 2007 5,76 kWp PV, ab 2008 Naturstromkunde, ab 2009 20m² Thermie, ab 3. Dez. 19 Ioniq FL Style in blau
Eine Frau, 2 Kinder, 3 Enkel, eine Katze :old:
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Allgemeines zu Plug-In Hybriden“

Gehe zu Profile