Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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Hallo zusammen,

ich habe die letzten Tage dieses Forum regelrecht durchforstet. Der Hintergrund ist, dass das Firmenleasing für mein jetziges Fahrzeug Ende März ausläuft. Derzeit handelt es sich um einen A3 Sportback 1,6 Diesel (77KW) mit einem durchschnittlichen Verbrauch über die letzten knapp 3 Jahre von ca. 4,5l.

Mein aktuelles Profil, wird auch erst mal so bleiben, sieht wie folgt aus:

Fahrleistung im Jahr: 40.000 km, davon das meiste sicherlich Autobahn (wenn auch Dank täglicher Staus nicht allzu schnell).
Die tägliche Pendelstrecke führt von KA nach S und zurück. Das sind hin und retour ca. 130 km, davon 120 km Autobahn. Macht bei 220 Arbeitstagen etwas über 28.000 km. Die verbleibenden 12.000 km werden für ein paar Fahrten zum Kunden und für weitere private Fahrten, auch in Urlaub, gebraucht.

In der (abschließbaren) Garage befindet sich zur Zeit ein Stromanschluss, der aber sicherlich ausgebaut werden müsste und auch könnte. Ob nur Schuko oder Wallbox ist noch offen.

Durch die aktuelle Feinstaubproblematik aber auch durch die für mich sehr vorteilhafte Steuerbegünstigung von Plug-in und Elektrofahrzeugen sind diese Fahrzeuge plötzlich interessant.

Jetzt weiß ich, dass die Pendelstrecke nicht optimal für einen Plug-In ist. Mit einem reinen Elektro kann ich mich aber auch noch nicht so recht anfreunden.

Für mich gilt es folgende Punkte zu berücksichtigen:
Listenpreis: Sollte wegen Geldwerter Vorteil und Limit der Leasingrate nicht über 40.000,- Brutto liegen, je günstiger umso besser
Lieferzeit: Angefragt habe ich jetzt mal bei
- Kia (Niro Plug-In, ca. 3 Monate)
- Hyundai (Ioniq Plug-In, noch keine Aussage da er derzeit noch nicht mal angeboten werden kann)
- Toyota (Prius Plug-In, ebenfalls ca. 3 Monate)
Alltags-/Reisetauglichkeit: Bisher musste ich mir keine Gedanken machen ob ich direkt nach der Arbeit noch einkaufen oder zu Freunden fahren kann. Lange Urlaubsstrecken, ein Weg 600-700 km waren nie ein Thema.

Bin bis jetzt nur den Ioniq Plug-In Probe gefahren. Die beiden anderen habe ich gesehen, bin drin gesessen. Wären mit den bekannten Einschränkungen ok.

Ich bin mittlerweile kein Raser mehr. Lässt die A8 eh nicht zu. Wenn die Strecke frei ist steht der Tempomat zwischen 120 und 130. Damit bin ich zufrieden. Ich achte generell, obwohl ich es nicht müsste, auf spritsparende Fahrweise und bin vorausschauend unterwegs.

Trotzdem bin ich jetzt unsicher ob ein Plug-In OK ist. Optimal ist er sicher nicht.

Freue mich auf Antworten. Vielleicht ist ja auch ein Pendler dabei, der ein ähnliches Profil hat.
Zuletzt geändert von harwin am Mi 2. Jan 2019, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
--
Gruß
Harald
(Der Hyundai IONIQ premium platinum silver ist weg, e-2008 in Fusion orange ist da)
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Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

Ecano
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Diese Entscheidung wird die keiner abnehmen können. :)

Ich kaufe mir definitiv keinen Verbrenner mehr. Einen PHEV erst recht nicht, weil das m.E. das Ganze noch mehr verkompliziert. Ich habe gerne einfache Lösungen, die sind dann auch meisten zuverlässiger. Ich persönlich denke auch, dass der Aufwand das Ergebnis der geringen CO2 Einsparung nicht rechtfertigt. (Will hier keinen Flame-War lostreten, ist meine persönliche Meinung.)

Erstwagen BEVs mit genügend Reichweite wären für mich da, obwohl der Preis mir momentan noch etwas hoch ist. (E-Niro, E-Kona, Ioniq mit 64kWh Akku). Das wären für mich die idealen Erstwagen, wo ich keine Kompromisse mehr eingehen müsste.
(Für mich ist es kein Problem, bei der jährlichen Urlaubsfahrt evtl. etwas länger Pause zu machen)
Smart ED 44, bestellt am 18.1.2018, erhalten 19.10.2018
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Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

eSmart
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Kein PlugIn, die Dinger funktionieren einfach nicht bei Deinem Fahrprofil. Da kann man gleich beim Verbrenner bleiben.
Auch wie hier schon geschrieben wurde ist ein PlugIn doppelt so kompliziert.
Was haben die für eine Reichweite 40-60km nach Handbuch ? In der Praxis lange Ladezeiten und nur die Hälfte nutzbar.
Je nach Auto springt der Verbrenner an wenn man nur eine Auffahrt herauffährt. Dann hat man auch weiterhin die ganze Wartung des Verbrenners. Dann fährt man weiter zum allergrößten Teil im Verbrennermodus.

Also weiter Verbrenner, oder rein elektrisch.
Kia eNiro
Hyundai Kona oder Ionic
Klar geht auch ein Tesla (auch gebraucht interessant), der hat dann keinerlei Nachteile mehr auf Langstrecke.

Ich fahre jetzt im 4ten Jahr elektrisch und kann mir nicht vorstellen wieder einen Verbrenner zu fahren. Wir fahren auch Langstrecke elektrisch. Das geht sogar besser als zuletzt mit dem Audi V8.

Die 0.5% Regel bei der Steuer mach es elektrisch interessant.
Es geht, man muss es nur wollen.

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

Schüddi
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Ich kann dir bei deinem Fahrprofil auch nur vom Plug-In abraten. Der bringt Dir bei deinem Fahrprofil nichts. Du hast einen viel zu hohen BAB Anteil.
Der Plug-In Hybrid ist eher was für viele Kurzstrecken und für die Stadt. Auf der Autobahn verbraucht er zwar weniger als ein herkömmlicher Benziner aber günstiger wirst du mit Sicherheit mit einem Diesel sein.
Ob du dir bei so vielen Autobahnkilometern einen BEV antun möchtest solltest du dir überlegen. Ein e-Golf schafft diese Distanzen die du benötigst bereits nicht. Vielleicht ein Ioniq oder ein Kona..?

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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Schüddi hat geschrieben:Ich kann dir bei deinem Fahrprofil auch nur vom Plug-In abraten. Der bringt Dir bei deinem Fahrprofil nichts. Du hast einen viel zu hohen BAB Anteil.
Der Plug-In Hybrid ist eher was für viele Kurzstrecken und für die Stadt. Auf der Autobahn verbraucht er zwar weniger als ein herkömmlicher Benziner aber günstiger wirst du mit Sicherheit mit einem Diesel sein.
Ob du dir bei so vielen Autobahnkilometern einen BEV antun möchtest solltest du dir überlegen. Ein e-Golf schafft diese Distanzen die du benötigst bereits nicht. Vielleicht ein Ioniq oder ein Kona..?
Mir kam eben noch der Nissan Leaf unter, auch wenn ich über den noch nicht viel weiß. Hat immerhin auch 40 kWh.
Die Treibstoffkosten, egal ob Benzin, Diesel oder Strom übernimmt übrigens der Arbeitgeber.
--
Gruß
Harald
(Der Hyundai IONIQ premium platinum silver ist weg, e-2008 in Fusion orange ist da)

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

stelen
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Ich bin als reiner Langstreckenfahrer seit über 300.ooo km mit PHEV unterwegs, fährt man damit sinnig profitiert man schon von der Hybridisierung. Für Deine Kurzstreckenrutscherei wäre aber ein BEV geeigneter, ich schmeisse mal noch den Ampera-E und den neuen Soul ins Rennen. Beide haben ausreichend große Akkus, sodass man nicht von Ladesäule zu Ladesäule humpeln muss, wie mit dem aktuellen Ioniq z. B.
_________________________________________________________

Meine Website rund um PHEV und E-Mobilität allgemein: v60-hybrid.de

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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  • insti
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Hallo,
130 km bin ich über ein Jahr lang mit der ZOE (kleiner Akku) gefahren.
Seit einem Jahr fahre ich diese Strecke mit unserem Zweitwagen Peugeot Ion.
Gut ich kann auf Arbeit laden.
130 km schaffst du auch spielend mit der ZOE ( großer Akku).
Ich empfehle dir ein reines E-AUTO. Es ist nur Kopfsache.
Gruß
Jürgen
Zoe R 240 BJ 2016
Peugeot Ion BJ 2013
Twike BJ 2009

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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vielen Dank schon mal.

Der neue Ampera liegt über den 40.000,- Da wird die Firma nicht mitspielen befürchte ich. Der Zoe kommt mir etwas klein vor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit dem komfortabel auf der AB unterwegs ist bzw. damit in Urlaub fahren kann.
Ich bin vor 3 Jahren mal einen A1 Probe gefahren und dann sofort zurück zum A3. Der A1 war zu kurz für die Bahn, nicht sehr gemütlich.

Der neue Soul sieht, nun, interessant aus. Meiner Frau gefällt er gar nicht, ich könnte mich evtl. daran gewöhnen. Ihr sagen Autos wie der Ioniq oder der Niro mehr zu. Selbst der gewöhnungsbedürftige Prius Plug-In gefällt ihr da noch besser.

@stelen
Du bist ja auch Langstrecke mit dem PEHV unterwegs und nicht nur die für Plug-Ins optimalen 40-50 km. Er ist sicher nicht das Optimum aber vlt. immer noch besser als ein reiner Verbrenner. Zumindest wenn man die Ökobilanzstudie vom ADAC liest: https://www.adac.de/der-adac/motorwelt/ ... iebe-2018/
--
Gruß
Harald
(Der Hyundai IONIQ premium platinum silver ist weg, e-2008 in Fusion orange ist da)

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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insti hat geschrieben:Hallo,
130 km bin ich über ein Jahr lang mit der ZOE (kleiner Akku) gefahren.
Seit einem Jahr fahre ich diese Strecke mit unserem Zweitwagen Peugeot Ion.
Gut ich kann auf Arbeit laden.
130 km schaffst du auch spielend mit der ZOE ( großer Akku).
Ich empfehle dir ein reines E-AUTO. Es ist nur Kopfsache.
Gruß
Jürgen
:thumb:

Ja recht hat er wozu alles doppelt mitnehmen ;)
Brauchst du eh nicht und kostet viel Wartung :!:

Gruß Marc

Re: Wechsel von Diesel zu Plug-In oder Elektro?

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  • Alex1
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Kann mich den Vorrednern nur anschließen.

Prüfe, ob Du eine feste Wallbox oder besser eine Mobile willst (dann brauchst Du nur CEE rot in der Garage und bist wesentlich flexibler).

Dein Profil ist fast perfekt geeignet für eine 41-kWh-Zoe. Oder ein BEV ähnlicher Reichweite... :D

Wenn Du an viele verschiedene Orte fährst, ist die 22-kW-Ladung an den zig-mal häufigeren Typ-2-Säulen günstiger als 40 oder 50 kW an den wenigen DC-Schnellladern.

Wenn Du aber sicher genug Schnelllader auf den geplanten Strecken hast, macht DC wieder Sinn. Guck Dich mal im GE-Verzeichnis um und spiele mit den Filtern.

Ich hab z.B. es als ungemein erleichternd empfunden, für meine 250-km-Dienstfahrten die dicke Zoe zu haben: Ein Hotel zum über-Nacht-Laden findet sich inzwischen immer :mrgreen:

PS: Du kannst mit fast allen eAutos ausgiebig Probe fahren. Nutze das!
Not-wendig: www.bzfe.de/inhalt/planetary-health-diet-33656.html

Freitag treffen wir uns: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/

Herzliche Grüße
Alex

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