Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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ubit hat geschrieben:...Denn "benötigen" wird man einen solchen Rex NIE. Man hat IMMER die Alternative halt längere Ladepausen einzulegen. Je schneller man den Akku laden kann und je höher die Reichweite, desto uninteressanter wird der Rex. Einfach weil er Geld kostet. Und das - wenn er wirklich "gut" ist - gar nicht mal wenig.

Wieviele Menschen werden bereit sein 3000-5000 € Aufpreis zu zahlen um damit 2 mal im Jahr jeweils 30 Minuten Zeit sparen zu können? ...
1. Sag' niemals "NIE"!

2. 3k Aufpreis zahlen manche user für Felgen :lol: .
Im Ernst - für 3k bekäme man die ultimative Sicherheit, solide Reichweiten und Wintertauglichkeit als Abfallprodukt.
400km-Zusatzreichweite aus dem Akku wird auch in 5, wenn nicht gar 10, Jahren satt über 3k kosten.

Deine Argumente sind gleichbedeutend mit Komforteinbußen (Zeit ist für viele Nutzer ein kostbares Gut). Das wird Lieschen Müller nicht einfach so akzeptieren.
Ich habe mich häufig im Bekanntenkreis umgehört, was sie von E-Mobilen fernhält. Da steht Ladezeit und Ladeunsicherheit an vorderster Front (Platz 2 hinter Reichweite). Deshalb kaufen sie weiter Auto 1.0 - sogar heute noch.

Empfehlung:
Rausgehen auf die Straße mit Leuten reden. Weniger hier bei den GE-"Extremisten" nach Meinungen suchen - das verblendet manchmal.

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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umali hat geschrieben:Rausgehen auf die Straße mit Leuten reden. Weniger hier bei den GE-"Extremisten" nach Meinungen suchen - das verblendet manchmal.
Ja... dann bekommt man zu hören das man mit dem Akkuauto ja nur 200 km weit fahren kann...

Und natürlich wird es Leute geben die sich den Aufpreis für einen REX oder einen Plugin leisten können und wollen. Und es wird auch Leute geben die solche Fahrzeuge tatsächlich brauchen. Daher wird es halt auch noch sehr lange dauern bis wir 100% BEVs haben ;-)

Aber Lieschen Müller wird mit der Zeit lernen die Ladeweile in Kauf zu nehmen - insbesondere wenn man 300 km in <15 Minuten nachladen kann. Und das ist sogar heute ja schon möglich - wenn auch noch nicht allzu verbreitet.

Ciao, Udo
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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harlem24 hat geschrieben:Die Sache ist ja die, es gibt aktuell noch nicht mal Gerüchte, dass irgendjemand an einem Rex-Fahrzeug arbeitet.
Und die beiden jemals verfügbaren Autos sind mittlerweile wieder Geschichte.
Von daher würde ich sagen, dass die Hersteller verstärkt auch die klassischen PHEV mit Verbrenner im Antriebsstrang und BEVs setzen.
Das erscheint ziemlich logisch - lässt sich doch mit komplex gebauten Autos die höchste Marge erzielen. Wenn's nach dem Hersteller geht, gibt es keinen sRex, sondern klassische (teure) PHEV. Aber ist das sinnvoll?
Ein e-go-Booster mit sRex könnte aufzeigen, wie es besser geht. Bleibt zu hoffen, dass es dort weitergeht, wenn der e-go erstmal auf der Straße ist.

Wie gesagt, auch die Tatsache, dass noch kein Massen-EV im Markt ist (aktuell sieht es so aus, als ob das das M3 oder der Neo wird) hat das Erfordernis eines sRex in den Hintergrund gedrängt.

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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ubit hat geschrieben: Aber Lieschen Müller wird mit der Zeit lernen die Ladeweile in Kauf zu nehmen - insbesondere wenn man 300 km in <15 Minuten nachladen kann. Und das ist sogar heute ja schon möglich - wenn auch noch nicht allzu verbreitet. ...
Na Du hast Vorstellungen :roll: .
Leute vom gewohnten Komfort und vor allem vorhandener Sicherheit abzubringen - viel Spaß bei der Überzeugungsarbeit!

Solche Hochleistungsladesysteme sind sicher die Zukunft, aber das wird noch dauern. Außerdem muss es bezahlbar bleiben, wenn es massentauglich sein soll. Da sehe ich die nächsten Jahre aber noch deutlichen Bedarf an sRexen.

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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umali hat geschrieben:Solche Hochleistungsladesysteme sind sicher die Zukunft, aber das wird noch dauern. Außerdem muss es bezahlbar bleiben, wenn es massentauglich sein soll. Da sehe ich die nächsten Jahre aber noch deutlichen Bedarf an sRexen
Solche Hochleistungs-Ladesäulen braucht man ja im Prinzip nur an den Autobahnen. Und da ist bereits Einiges im Gange.
Und Lieschen Müller wird bei ihrem BEV mit 500 km Reichweite halt nur 2 mal im Jahr daran erinnert das Reichweite überhaupt ein Thema sein kann. Insofern sehe ich die Akzeptanzschwelle da relativ niedrig.

Ein Großteil der Reichweitenangst geht ja derzeit darauf zurück das die Leute ihr persönliches Fahrprofil völlig falsch einschätzen. Der "gemeine Autofahrer" glaubt immer noch das er ständig weite Strecken zurücklegt - und wundert sich nicht mal wenn am Jahresende der Tacho nur 8000 km zugelegt hat.... Außerdem ist da viel Falschinformation im Spiel. Dieses "man kann nicht weiter als 200 km fahren" steckt in erstaunlich vielen Köpfen...

Und wie gesagt: Der gemeine Ingenieur wird IMMER zunächst die einfachste Lösung anstreben. Wenn die dann nicht funktioniert wird er "bekannte" Technik einplanen. Der Antrieb eines Autos mit einem Verbrenner im PHEV ist "bekannt". Der Stromgenerator im REX ist "Neuland"....

Ciao, Udo
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Basslo hat geschrieben:...
Das so ein sREX in gewissen Fällen sinnvoll ist streitet man nicht ab. Die Anwendungsbereiche werden aber zunehmend kleiner. Hat man beim i3 schön gesehen. ...
Du weißt schon, dass der i3-Rex halbherzig zusammengeschustert wurde? So etwas als "Referenz" heranzuziehen, ist gefährlich.
Deine "gewissen Fälle" sind all die Fälle, wo zwar selten, aber dennoch sehr wichtige lange Distanzen zurückgelegt werden müssen. So etwas ist für viele ein KO-Kriterium, wenn z.B. die Urlaubsfahrt nicht mit dem eigenen, sowieso schon vorh. PKW, absolviert werden kann.

Also zusammengefasst - der Bedarf für sRex ist da, aber die Industrie verweigert sich wegen alternativer teurer PHEV Kisten.
Viele hier würden einen sRex statt klass. PHEV begrüßen, aber wenn er nicht angeboten wird, bleibt nur die Verweigerung von PHEV. Da bin ich aber realistisch, dass dies nur die wenigsten umsetzen.

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Zuletzt geändert von umali am Fr 21. Dez 2018, 14:56, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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ubit hat geschrieben:...Und wie gesagt: Der gemeine Ingenieur wird IMMER zunächst die einfachste Lösung anstreben. Wenn die dann nicht funktioniert wird er "bekannte" Technik einplanen. Der Antrieb eines Autos mit einem Verbrenner im PHEV ist "bekannt". Der Stromgenerator im REX ist "Neuland"....
Zwischen PHEV und sRex gibt es mal gehörige Unterschiede. Die stehen im Lastenheft des Ingenieurs. D.h. er KANN gar nicht einfach mal ein völlig anderes Konzept wählen.
Die Entscheidung, welches Konzept zur Anwendung kommt, wird im Vorfeld nicht durch Ing. festgelegt, sondern durch Produktmanager bis hin zum Vorstand.
Der Ing. arbeitet dann im Rahmen dieser Vorgaben. Da geht es nicht immer nur EINFACH zu, sondern OPTIMIERT.

Übrigens - rein vom technischen Stand betrachtet, hat der sRex weit weniger Anforderungen als ein PHEV. D.h. mit deutscher Ing.-arbeit wäre garantiert ein Top-sRex möglich. Nur der Herstellerwille fehlt mangels ausreichender Margengenerierung.

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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Ja - optimiert ist richtig. Aber nicht "optimiert auf Funktionalität" oder "optimiert auf Effizienz", sondern "optimiert auf die Gewinnerzielungsabsicht". Entwicklungskosten so niedrig wie möglich. Umstellung der Produktion so niedrig wie möglich. Gewinn so hoch wie möglich.
Ergibt: Klassischer Verbrennungsmotor + Akku = PHEV...

Ciao, Udo
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Das ist sicher so, Udo - eben Marktwirtschaft,

was nützt ein supereffizientes Produkt, wenn sich die Markteinführung nicht rechnet bzw. das Absatzvolumen für den Entwicklungsaufwand zu niedrig ist ? Das Problem haben die Hersteller mit ihren leicht modifizierten ICE für PHEV schonmal nicht. Beschert uns dann natürlich recht teure, potente Systeme.

Ich habe gerade gesehen, dass die letzten Infos zu KSPG aus 2013 stammen :o, das Projekt ist ja sowas von mausetot, warum wohl ?

Gruß

Ebi
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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GTE_Ebi hat geschrieben:... was nützt ein supereffizientes Produkt, wenn sich die Markteinführung nicht rechnet bzw. das Absatzvolumen für den Entwicklungsaufwand zu niedrig ist ? Das Problem haben die Hersteller mit ihren leicht modifizierten ICE für PHEV schonmal nicht. Beschert uns dann natürlich recht teure, potente Systeme....
Das Absatzvolumen an sRex wäre aktuell sehr hoch! Warum? Weil ein äußerst energiesparendes BEV als alleiniges Erstfahrzeug tauglich wäre.

"recht teure, potente Systeme"
Tja, wenn Du nur kaufst, was Dir vorgesetzt wird, bist Du ein typisch passiver Marktteilnehmer :mrgreen: .
Mir persönlich ist das zu wenig. Daher verweigere ich mich einfach Entwicklungen, die erhöhte Gewinnerzielungsabsichten haben (klass. PHEV). Statt dessen unterstütze ich Projekte, die echte Alternativen darstellen (s. Signatur). Beim sRex ist das aber nicht so einfach, weil dieser an ein Fahrzeug angedockt werden muss. Die Schnittstellen legt der Hersteller nicht freiwillig offen.

Alternativ besteht auch die Option, die Hersteller zu beraten. An Praxisinput sind sie immer interessiert und es braucht ein paar Netzwerke, um die Infos an der richtigen Stelle zu platzieren.

Ich bekomme immer den Fön, wenn ich höre - gibt's nicht. Man - wir sind Erfindungsweltmeister und lassen uns von einem Haufen hochdotierter Lobbyisten ins Boxhorn jagen? Wird Zeit, dass jeder mal aktiv dagegen vorgeht (Kaufverhalten).

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