Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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  • Basslo
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Man hat es ja beim i3 sehr schön gesehen durch die Akku Vergrößerungen wie die Verkaufszahlen von der REX Variante sich verändert haben.
Als der 94Ah Akku kam sind die REX Verkäufe signifikant gefallen und die BEV deutlich gestiegen. Beim jetzigen 120Ah wäre der erwartete Absatz in Europa schon so gering gewesen dass sie ihn da gleich aus dem Programm genommen haben.
Sobald ein BEV eine gewisse Reichweite bietet, interessiert keinem mehr ein REX. Viel zu teuer für den Nutzen den er bietet.
Macht ja auch keinen Sinn einen Rex für etliche tausend € an Bord zu haben der dann nur paar mal im Jahr anspringt. Das tut dem Motor alles andere als gut und ist ökologisch genauso fragwürdig.
Langstreckentaugliche BEV's wiegen halt etwas mehr. Aber auch Hybridlösungen wiegen einiges und sind teils sogar schwerer als reine BEV Varianten, wenn man auch beim Hybriden eine gewisse Strecke rein elektr. schaffen will.

Da wir auch als Erstfahrzeug einen PHEV noch in der Familie haben kann ich auch von unserer Seite sagen dass der E-Antrieb die Hauptantriebsquelle bei uns ist. Ähnlich bei den Leuten die ich auch mit PHEV kenne.
Wer einen PHEV sich privat kauft, hat einen guten Grund dafür. Weil es in sein Nutzerprofil passt und er Lademöglichkeiten zu Hause oder in der Arbeit hat. Da bringen die ganzen Tests nichts, wo Leute teilnehmen, die das Auto einfach vor die Tür gestellt bekommen und fahren sollen.

Es wird einen guten Grund geben warum sREX Konzepte nicht in den Markt gekommen sind. Vielleicht Gründe die für uns hier nicht ersichtlich sind. Das Konzept grundsätzlich wäre ja gut gewesen. Nissan bietet das ja in Japan beim Note an. Aber nicht in Europa, warum auch immer.
BMW i3 BEV 60Ah BJ 4/2016 /// BMW 225xe PHEV BJ 9/2018
Photovoltaikanlage 13kWp + 11kWh Speicher /// Wallbox: BMW Wallbox Connect
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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@Basslo
Du erzählst etwas von "wird schon seinen Grund haben, dass es keine sRex-Konzepte gibt.". Den Hauptgrund kann ich Dir benennen.
sRex macht nur bei BEV Sinn. Bis dato gab es davon zu wenige. => Die Mutter des sRex (der E-Antrieb) war noch gar nicht da.
Das Blatt dreht sich aber gerade :mrgreen: und damit auch die Rahmenbedingungen für sRex.

Ansonsten ist das Prinzip "mehr kWh => weniger sRex" qualitativ richtig, nur reicht es eben nicht quantitativ.
Ich habe immer gesagt, dass wenn die Akkuenergiedichte 2-3x höher als heute bei LiIon liegt, ein Verzicht auf Hybridlösungen in Frage kommt - nicht aber bei heutigem Stand und sporadischer long range-Anforderung (z.B. 800...1000 km Urlaubsfahrt).

Ein modernes sRex-Aggregat (nicht die Rollermotoradaption vom i3) kostet keine Unmengen Geld. Im Gegenteil - in Masse produziert sicher weniger als Akku-kWh. Viel wichtiger aber ist, dass mehr kWh (dauerhaft) mit hoher Zusatzmasse vorgehalten und mitgeschleppt werden, während ein sRex sehr leicht gebaut werden kann (+ extrem leichter Energieträger).
Bitte verwechsle das nicht mit klassischen PHEV (4 Zylinder) + E-Maschine. Die sind schwer - sauschwer.
Schau Dir das 2013-er-KPSG-Motörchen in der Reserveradmulde doch mal an. Das Teil hebt meine Mutter raus.

Hinzu kommen Vorteile wie Abwärmenutzung auf long range, was den PTC des BEV massiv entlastet. Außerdem kann sofort wieder an vorh. Infrastruktur aufgetankt werden, wenn z.B. Akkufüll. + sRex-Tank bei 500km leer sind. Ich spare also Ladezeit und weit wichtiger - gehe gar kein Reichweitenrisiko ein.

@Ebi
Der große Vorteil des sRex ist im Unterschied zum klassischen PHEV seine extrem kleine Bauform (bis hin zu zigarrenartigen Formen beim FKGL) und ein Betrieb im Wirkungsgradoptimum (wieder im Gegensatz zum Verbrenner des klass. PHEV). Hierfür braucht überhaupt keine neue Plattform entwickelt werden. Der MEB bietet mit seinen großen Räumen reichlich Luft dafür.
Schau Dir dazu mal den FKGL von DLR an. Da liegen die Teil unter der Rücksitzbank.
https://www.youtube.com/watch?v=7HmxNazMJVI

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Du ignorierst die Entwicklung des Marktes, die Basslo so treffend dargestellt hat und siehst eine rosige sREX Zukunft durch das Aufkommen der BEV ?

Über diese Einschätzung können wir lange streiten, allerdings benötigen BEV Entwicklungen einen netten Vorlauf und ich habe bisher von keinem Hersteller gehört, der dabei einen sREX auf dem Schirm hat.

Dein Argument bezgl. Gewicht ist auch nicht zutreffend. Es ist inzwischen ja hinreichend bekannt, dass das Gewicht beim BEV/PHEV wg. Rekuperation nicht die entscheidende Rolle spielt. Ein 1,6to Golf GTE verbraucht trotz seines Gewichts im reinen Verbrennerbetrieb 20% weniger Sprit als sein ICEV Pendant.

Wie dem auch sei, wir bewegen uns mit der sREX Diskussion im Bereich der Glaskugel und deine zeigt etwas ganz anderes als meine. Ich schlage vor, wir setzen die Diskussion fort, wenn der Neo auf dem Markt ist und schauen dann mal, welcher Hersteller dann einen sREX anbietet oder plant.

Gruß nach Sachsen

Ebi
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Bezüglich Gewicht sei angemerkt, dass es immer Sinn macht, dieses niedrig zu halten. Die Reku verschmiert diesen Sachverhalt nur. Es handelt sich schließlich um bewegte Massen, die statisch-konstruktiv und ermüdungstechnisch kontrolliert sein wollen. Nicht umsonst hat BMW früher mal auf Carbon gesetzt, nur war das etwas teuer und ließ sich nicht so leicht hochskalieren.

Übrigens - für die meisten Leute ist aktuell der sRex ein 2. Fahrzeug (1.0). Stadt zu 100% BEV und Urlaub zu 100% A1.0. Wenn 2 Leute je ein Auto brauchen, ist das ok, aber nicht, wenn nur eins benötigt wird. Da würde BEV mit sRex genau passen, weil die meiste Zeit Stadtbetrieb (BEV) angesagt ist.
Ich frage mich ernsthaft, ob der vielzitierte deutsche Innovationsgeist bei Autos noch existent ist. Irgendwann vergeht jedem Ingenieur der Entwicklungsdrang vor lauter Regulierungswahn. Dahingehend sind nicht vorhandene Produkte verständlich.

btw:
Ein i3 BEV benötigt im Stadtverkehr umgerechnet ca. 2l Benzin/100km bei normaler Fahrweise. Da kannst Du den GTE wegpacken, zumal er sicher wieder nur homöopathische E-Reichweite hat. Der ist was für Langstrecke und Vielfahrer.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Nur leider hat das Prinzip des Seriellen Range Extenders kleiner Leistung auch einen gravierenden Nachteil. Er macht aus keinem E-Auto ein Vollwertiges Zugfahrzeug. Auf der suche nach meiner Lösung für Langstrecke und Wohnwagen bin ich jetzt wieder bei einem neuen Diesel gelandet. Alternativ hätte es nur den E300de als T-model für mich gegeben. Nun ist es für deutlich weniger Euronen ein C180T geworden. Für den Hamburger Alltag hab ich zwei Kangoo ZE da hätte der Plug in Hybrid auch nicht mehr so viel zu tun bekommen. In der Stadt und bei den geringen Geschwindigkeiten finde ich die hohe Sitzposition vom Kangoo deutlich besser, auf der BAB finde ich effitienz sehr wichtig. Für den Alltag finde ich den Mercedes aber etwas zu klein aber auf Reisen kann man sich ja etwas einschränken öden den Wohnwagen mitnehmen.
Andere haben das Problem mit Pferd, Segeljolle oder Kajütkreuzer, Segelflugzeug oder Schlicht dem Lastenahänger.
Ich finde es jedenfalls recht Spannend wie sich unsere individuelle Mobilität entwickeln wird.
Vielleicht kommt ja bald so etwas heraus, was Anfang der 1970ger nach der ersten Ölkrise in Amerika überlegt wurde. Da sollten die Hersteller den Flottenverbrauch auch schon mal deutlich senken. Die Antwort war das es zum Straßenkreutzer den Kleinwagen für Frau, Tochter oder Sohnemann dazugab. Können sie dann heute den E-Einkaufswagen zum SUV dazupacken wenn es wie hier Funktioniert bleibt der SUV dann häufig in der Garage..

mfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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GTE_Ebi hat geschrieben:...
Zum Testbericht Passat GTE:
Ich finde den Bericht super und teile die Meinung der Tester. Die Kisten sind zu teuer und der Akku zu klein, das werden die meisten PHEV Fahrer hier auch so sehen - aber deshalb ist das Konzept doch nicht komplett durchgefallen. Die Akkus werden mit der nächsten Generation um 43% mehr Kapazität haben bei gleichen Abmessungen und die Preise bestimmt nicht weiter steigen - die Richtung stimmt also, was gibt es daran auszusetzen ? ...
Aha - weil die nicht teurer werden, sind die dann mit bissl mehr Akku gut? Die kauft trotzdem kaum jemand. Doch - die Vielfahrer und dafür sind sie auch ok.
Das Konzept ist einfach sehr am Auto 1.0 angelehnt. Sämtliche Abgasprobleme infolge dyn. Betriebspunkt bleiben bestehen. Mal ehrlich - das ist Schnee von gestern und kein bisschen innovativ.

Man muss irgendwann mal Zöpfe abschneiden. VW wird das mit dem MEB erledigen und wenn's läuft, weiter ausbauen. Nur weil ein zusätzlicher E-Motor beim klass. PHEV onboard ist, wird daraus kein BEV. Und immer mehr Technik (2 Antriebssysteme, die sogar unabhängig betrieben werden können) reinzuquetschen, macht die Sache nicht besser.
Es braucht den cut hin zum alleinigen E-Antrieb. Dessen Speisung kann dann bivalent und später monovalent erfolgen.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Michael_Ohl hat geschrieben:Nur leider hat das Prinzip des Seriellen Range Extenders kleiner Leistung auch einen gravierenden Nachteil. Er macht aus keinem E-Auto ein Vollwertiges Zugfahrzeug. ...
Mit modularen FKLG-Einheiten wäre das prinzipiell kein Problem. Die sind beliebig oft anreihbar (sieht man am Ende des DLR-Videos). Leider aktuell nicht kaufbar :( .

Aber die Hersteller sind noch viel zu viel damit beschäftigt, überhaupt erstmal ein "Volksauto" mit gescheitem E-Konzept auf die Beine zu stellen. Bis dato sind das ja eher teure Exoten, wenn sie einigermaßen mit ihren Verbrenner-Pendants mithalten sollen.

VG U x I
Zuletzt geändert von umali am Fr 21. Dez 2018, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

WinnieW
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umali hat geschrieben:Warum gleich wieder die ultimative MicroGT?
Es gibt einige Argumente die dafür sprechen.

- geringes Gewicht und kleine Baugröße pro kW Leistung
- muss nicht zwangsläufig wassergekühlt werden
- wartungs- und verschleißarm
- geräuscharm (zumindest im hörbaren Frequenzbereich)
- hoher Wirkungsgrad
- geringe Schadstoffemissionen

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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zur MicroGT:

Alles schön und gut, aber diese Teile brauchen sicher länger in der Erprobung als bewährte Kolbenhubtechnik. Die ordne ich vom Aufwand ähnlich dem FKLG ein.
Klar - wenn machbar, dann loslegen. Nur abfackeln sollte der sRex damit nicht. Wenn ich da so manche Turbinen-RC-Flugzeuge sehe, wo immer ein Löschkommando dabei steht :roll: .

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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umali hat geschrieben:Ein sRex kann sehr wirtschaftlich ein Höchstmaß an Sicherheit und Unabhängigkeit bereitstellen (JETZT, wenn mal ein Auto1.0-Hersteller loslegen würde). Eh das ein Akku gleichartig kann, gehen noch etliche Jahre ins Land.
Sehr wirtschaftlich? Das hängt halt stark von der Preisentwicklung der Akkus ab. Und ein "guter" Rex mit geringem Schadstoffausstoß und hohem Wirkungsgrad wird halt niemals billig sein.
Vergessen wird bei den großen kWh-Akkus gern, dass sie
* einen hoehen Ressourcenverbrauch haben und
* hohe Massen generieren (entsprechend starkes Chassisdesign erf.).
Beides ist nicht optimal für eine zukunftsfähige Mobilität.
Nein - vergesse ich nicht. Aber: Ingenieure werden meistens zu der einfachsten Lösung tendieren. Und die einfachste Lösung für mehr Reichweite ist halt ein Akku mit mehr Kapazität. Auch für den Verkauf ist das "einfach". Größerer Akku = höherer Preis. Das ist einfach vermittelbar. Und wir sehen es ja jetzt schon das die Hersteller die Akkukapazitäten ständig vergrößeren. Neue Akkutechnologien sind ja auch in der Entwicklung. Die Energiedichte der vorhandenen Technologie steigt beständig (und da ist noch eine Menge Spielraum nach oben).
Und da die große Reichweite nur für relativ wenig Kunden wirklich notwendig ist: Warum sollte man da eine komplizierte zusätzliche Technik in die Autos einbauen?

Mir persönlich würde ein REX gefallen - aber ich bin mehr als skeptisch ob sich sowas dauerhaft etablieren kann.

Ciao, Udo
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