Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Wenn wir uns vom REX-Konzept komplett verabschieden, brauchen wir Akkus mit 3-4facher Energiedichte die in 10 Minuten von 20% auf 80% laden und halb so viel kosten wie aktuelle Akkus
Moin Udo,
wie kommst du denn auf die Zahlen, siehe mein Posting oben. Die Energiedichte bzw. Kapazität der Akkus ist IMHO bereits in naher Zukunft ausreichend (60..80 kWh im Kompaktauto) und die Ladezeit dann im Bereich von 20 Min.

Gruß

Ebi
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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GTE_Ebi hat geschrieben:Das sind vielleicht deine Anforderungen an ein BEV, mir würden - ich wiederhole mich - 60...80 kWh reichen mit einer Ladeleistung >100 kW und dieses Auto wird es ab nächstem Jahr oder spätestens 2021 geben, so what ?
Es geht aber nicht um Einzelfälle sondern darum den Verbrenner möglichst komplett durch eine weniger schädliche Technologie zu ersetzen. Und das wird erst funktionieren wenn in allen Bereichen und Fahrprofilen mindestens die Leistungsfähigkeit der Verbrenner erreicht wird.

20 Minuten Ladezeit für 60-70% sind für Viele nicht akzeptabel.
200 km Reichweite bei 130 km/h auch nicht (wie weit kommt ein e-Tron mit 95 kWh Akku im Winter auf der Autobahn laut Audi-Reichweitenrechner?)
Akkupreise von 10000-20000 € sind für die Meisten nicht leistbar.

Was wird sich daran bis 2021 ändern?

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

drilling
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ubit hat geschrieben:200 km Reichweite bei 130 km/h auch nicht (wie weit kommt ein e-Tron mit 95 kWh Akku im Winter auf der Autobahn laut Audi-Reichweitenrechner?)
Man muß ja nicht gerade das ineffizienteste aller E-Autos als Referenz verwenden, wenn einem Langstreckenreichweite wichtig ist kauft man sich eben eine Limousine mit optimierten Luftwiderstand (z.B. Tesla M3 LR).

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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Nein. Die Leute kaufen Autos die ihnen gefallen. Aktuell sind das halt viele SUVs... Und ein e-Auto muss sich an entsprechenden Verbrennermodellen messen wenn es massentauglich sein soll.

Bei uns in der Gegend leben z.B. viele junge Familien mit Kindern und mittlerem Einkommen. Viele davon fahren Kombis. Ein beliebtes Auto bei uns in der Gegend ist eder Hyundai i30cw. So ein Fahrzeug kostet neu unter 20.000 €. Mit einem 80 kWh-Akku würde so ein Fahrzeug bei aktuellen Preisen über 30.000 € kosten und im Alltagsmix wohl auch um die 20 kWh/100 km verbrauchen. Bei 0,30€/kWh Strompreis wären das 6€/100 km. Als Benziner fährt man so ein Teil mit 7l/100 km. Bei aktuell ca. 1,30 €/l sind das 9,10€/100 km. Bei 15000 km jährlicher Fahrleistung spart man also elektrisch "nur" 465 € im Jahr. Tendenz der Strompreise: Steigend (u.a. durch den geplanten Kohleausstieg). Der Mehrpreis würde sich also erst nach 20 Jahren einigermaßen ausgleichen (wobei fraglich ist ob ein i30 so lange hält...). Wenn man jetzt nicht mal "zu Hause" laden kann, wird es elektrisch schnell teurer als beim Benziner. Wenn man einen Diesel nimmt wird der Verbrenner noch billiger.

Eine ähnliche Rechnung kann man für viele Fahrzeugklassen aufmachen. Bei SUVs fallen die Vorteile eher noch mehr in Richtung Verbrenner aus weil der elektrische Verbrauch höher ist, noch größere Akkus nötig sind und der Spritverbrauch im Vergleich weniger stark wächst.

Große Akkus sind toll. Aber halt viel zu teuer. Heute und im Jahr 2021. Und auch im Jahr 2025 werden sie noch zu teuer für die breite Masse sein. Bis 2030 wird es vielleicht langsam besser. Zu langsam.

Für die Massentauglichkeit elektrischer Autos muss man sich an den Autos orientieren die tatsächlich gekauft werden. Und am Einkommen der breiten Masse bzw. an den Summen die "normale Haushalte" bereit sind für ein Auto zu bezahlen. Und da sind große Akkus halt noch weit von der Massentauglichkeit entfernt.

Ciao, Udo

P.S.: Ein 80 kWh-Akku ist noch nicht wirklich "langstreckentauglich" - jedenfalls nicht im Vergleich zu einem Verbrenner... Er deckt halt nur ein paar mehr Fahrprofile ab - aber noch längst nicht Alle.
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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GTE_Ebi hat geschrieben:Das sind vielleicht deine Anforderungen an ein BEV, mir würden - ich wiederhole mich - 60...80 kWh reichen mit einer Ladeleistung >100 kW und dieses Auto wird es ab nächstem Jahr oder spätestens 2021 geben, so what ? ...
Ich gehe bei den aufgezeigten Anforderung ganz simpel von den bisherigen Leistungen eines günstig erwerbbaren Auto 1.0 aus. Womit Du zufrieden bist, ist dagegen für den Durchschnittsnutzer ein großes downgrade, was sogar noch mit "Liegenbleib"-Risiko behaftet ist.
Das will ich sehen, wie sich so etwas in Masse durchsetzt, vor allem wenn es auch noch teurer ist.
VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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@Ebi
Die Nachfragebitte bei KSPG war ernst gemeint. Hast Du schon Infos?

update
Ich habe noch etwas recherchiert.
Für sRex-Beführworter ist Dr. Martin Hopp (im JP-Video zu sehen) unser Mann, der nach dem Stand der Dinge befragt werden muss.
https://cdn.rheinmetall-automotive.com/ ... eilage.pdf
ganz am Ende ein Beitrag von ihm
Scheint aktuell selbstständig zu sein:
https://de.linkedin.com/in/martin-hopp-9656128

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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umali hat geschrieben:D.h. die 2...3x mehr kWh zu heute bei gleichen oder besser, niedrigerem Preis brauchen noch Jahre. Ich gehe da von mindestens 5 J. aus.

Der sRex ist entwickelt und muss nur modernisiert werden. Durch sein Konzept mit rein elektrischer Antriebskopplung sind Einbauten in BEV weit zügiger realisierbar als bei Auto 1.0. (Das haben aber nur die wenigsten bisher gemacht und deshalb keine Erfahrung diesbezüglich.)
Wie lange würde es denn Deiner Ansicht nach dauern, ein BEV zu entwickeln, das für den Einbau eines sREX vorgesehen ist (oder ein in Produktion befindliches entsprechend zu modifizieren) und es zur Marktreife zu bringen, inklusive Crashtests, Typzulassung etc. - unter 5 Jahren? So deutlich unter 5 Jahren, dass es dann noch in Stückzahlen verkäuflich ist?

Wenn es wirklich nur um 5 Jahre geht, dann ist der Zug, fürchte ich, in der Tat abgefahren.
Gruß
Werner
Peugeot iOn Produktionsdatum 09/15 seit 01/16
Hyundai ioniq 5 RWD LR seit 11/21

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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iOnier hat geschrieben:Wie lange würde es denn Deiner Ansicht nach dauern, ein BEV zu entwickeln, das für den Einbau eines sREX vorgesehen ist (oder ein in Produktion befindliches entsprechend zu modifizieren) und es zur Marktreife zu bringen, inklusive Crashtests, Typzulassung etc. - unter 5 Jahren? So deutlich unter 5 Jahren, dass es dann noch in Stückzahlen verkäuflich ist?

Wenn es wirklich nur um 5 Jahre geht, dann ist der Zug, fürchte ich, in der Tat abgefahren.
Der KSPG-sRex ist ein sehr schönes Beispiel, wie klein, kompakt und laufruhig so etwas machbar ist. Genau wie beim i3-sRex soll es ein optionales Zubehör sein.

Wenn Du jetzt anfängst, ein komplett neues Fahrzeug speziell für den sRex-Einbau zu entwickeln, ist das die falsche Herangehensweise.
Das Optimum wäre natürlich eine Platzoption, welche z.B. in einem Neo schon mit eingeplant ist (Stand kenne ich nicht), aber zumindest wird dort immer das riesige Platzangebot, welches aus der MEB-Plattform resultiert, gelobt.

Wurde diese Option verschlafen, kann der sRex statt der Reserveradmulde rein und es muss noch Kühlung, Tank, Abgassystem integriert werden. Hier ist der Fahrzeughersteller gefragt, aber die genannten Zusatzkomponenten können verteilt eingebaut werden. Unlösbar ist das keinesfalls.

Auch eine leichte Konstruktionskorrektur im Zuge eines Facelift könnte den Platzbedarf für den sRex sicherstellen.

Aber zunächst muss diese Option zügig ins Bewußtsein der Zulieferer und der OEM zurückgebracht werden. Natürlich ist Eile geboten, aber da die Erfahrung lehrt, dass auch bei den Zellen Verzögerungen an der Tagesordnung stehen, hätte die sRex-Integration deutliche Vorteile, weil es bekanntes "Terrain" ist.
Der ganze Pfeffer zur Dieselnachrüstung, nimmt vermutlich weit mehr Ressourcen in Anspruch als eine moderne sRex-Realisierung.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Moin,
ich meine, ein Stück weit muss man sich davon verabschieden, die aktuellen Verbrennereigenschaften 1:1 auf BEV-Anforderungen abzubilden. Es ist eine andere Technologie, die auch vom Nutzer ein gewisses Umdenken erfordert. Ich fordere vom Verbrennerauto auch nicht, dass ich den bei mir daheim betanken kann ohne meinen Hintern aus dem Haus zu bewegen oder das ich ihn per App beheizen kann oder das er ohne Schalten durchbeschleunigt oder oder....

Außerdem ist es ja wohl auch so, dass nicht alles was der Verbrenner an Reichweite kann, von allen Fahrern grundsätzlich und immer genutzt werden müßte. Wenn wir uns die Profile der meisten Fahrer anschauen, dann werden dort nur sporadisch Langstrecken vorkommen, die durch eine entsprechende Ladeinfrastruktur an die Hauptverkehrsadern auch durch BEV abgedeckt werden können.

Die Kostenvergleichsrechnung hinkt genauso vorn und hinten, was ist denn mit den ganzen Werkstattkosten des Verbrenners, mit Öl, Bremsen, Auspuff etc blabla ? Schonmal die Steuerkettenprobleme der diversen Hersteller angeschaut ? Wenn ich das alles zusammenrechne, schmelzen die 10 k€ Unterschied bei der Anschaffung schnell dahin.

Kia machts jetzt schon vor, wohin die Reise geht, wozu da noch einen sREX ?
https://www.adac.de/der-adac/motorwelt/ ... ektro-suv/

Gruß

Ebi
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

drilling
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umali hat geschrieben:Aber zunächst muss diese Option zügig ins Bewußtsein der Zulieferer und der OEM zurückgebracht werden.
Du glaubst echt das die davon noch nie was gehört haben und deshalb auch nie darüber nachgedacht haben? :o
Es ist ja wohl offensichtlich das diese Option längst überprüft und dann verworfen wurde, aus welchen Gründen auch immer.
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