Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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drilling hat geschrieben: Akkus >40kWh sind die Lösung des Reichweitenproblems bei E-Autos und werden in den kommenden Jahren zum Standard bei so ziemlich allen E-Autos (außer Kleinwagen die nur für Kurzstrecken gedacht sind) werden, ob es dir gefällt oder nicht, der Zug ist längst abgefahren.

Ein REX ist mit Sicherheit nicht "die Lösung unserer aktuellen Ökoprobleme", ganz im Gegenteil Verbrennermotoren sind die Ursache vieler unserer aktuellen Ökoprobleme.
Für die kommenden Jahre kannst Du gern Dein Geld verbrennen und in fette, schnell überholte, Monsterakkus investieren. Deine Umweltbilanz wird anfänglich sehr düster aussehen, aber die ist ja nur virtuell.

Statt sinnlos +150kg Zusatz-kWh onboard zu haben, um damit +150km zu kommen, sind normalen Leuten (da zähle ich Dich jetzt mal nicht mit darunter) +150kg für +400...500km sicher leichter vermittelbar. Vor allem, wenn sie es dabei noch

* warm haben
* keinen Ladestress fürchten müssen
* Pausen machen können, wo es ihnen beliebt
* keine überteuerten Stromrechnungen zahlen müssen
* auch mal schneller als 110km/h fahren dürfen
* usw.

Aber Du, als E-Extremist (so nenne ich sie, weil die beim Wort Benzin gleich hochgehen), wirst es schon besser machen. In diesem Sinne - viel Glück bei der Monovalenz.
VG U x I

ps
Dir wünsche ich mal eine richtige Ladesäulenabzocke, dass Dir der Kiefer abklappt. Aber alles gut, DIR schenken sie den Strom bestimmt dauerhaft :ironie: .
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

drilling
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Dein Beitrag ist so voll von extremen Übertreibungen das wohl jedem klar sein sollte wer hier der "Extremist" ist. :roll:

Nach deiner Logik sind also ziemlich alle PKW Hersteller Extremisten, weil sie E-Autos mit >40kWh planen und auf den Markt bringen, und das sogar zu bezahlbaren Preisen (siehe e-Niro und wohl auch der VW Neo und die kommenden E-Autos von PSA).
Dir wünsche ich mal eine richtige Ladesäulenabzocke, dass Dir der Kiefer abklappt. Aber alles gut, DIR schenken sie den Strom bestimmt dauerhaft
90% meiner Ladungen erfolgen zu Hause zum normalen Hausstromtarif. Auch wenn in Zukunft die Kosten an den Schnelladesäulen hoch sein sollten (was ich nicht glaube, denn der Wettbewerb wird viel größer als bei den Tankstellen sein, weil ein Ladesäulennetz viel weniger kostet als ein Tankstellennetz), dann wäre das für die restlichen 10% meiner Ladungen immer noch nicht tragisch.

Abgesehen davon kannst du genausowenig vorhersagen wie sich die Benzinpreise entwickeln werden, erst recht da niemand mehr in neue Raffinerien investieren wird und alte mit der Zeit ersatzlos geschlossen werden.

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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drilling hat geschrieben:Dein Beitrag ist so voll von extremen Übertreibungen das wohl jedem klar sein sollte wer hier der "Extremist" ist. :roll:
Nach deiner Logik sind also ziemlich alle PKW Hersteller Extremisten, weil sie E-Autos mit >40kWh planen und auf den Markt bringen, und das sogar zu bezahlbaren Preisen (siehe e-Niro und wohl auch der VW Neo und die kommenden E-Autos von PSA).
Dass nur bestimmte Hersteller sinnvoll an die Sache ran gehen, dürfte klar ersichtlich sein oder wie erklärst Du die SUV-Orgien mit den >40kWh-Akkus? Ausnahmsweise VW scheint mit de Neo mal ein Händchen zu haben.

Natürlich sollen die kWh steigen, aber bitte mit verbesserten Akkutechnologien und nicht durch vollladen großer, dicker Autos mit Volumen und Masse! Kona, Niro läuft alles in dieselbe Richtung.

Außerdem scheinst Du zu glauben, dass das, was die OEM entwickeln, das non plus ultra ist. Die haben uns jedoch schon viel vom Pferd erzählt und logisch ist, dass zuerst mal der Gewinn maximiert wird.
Also denke lieber darüber nach, was da gerade falsch läuft, wenn normale Autos als BEV mit weit weniger Komponenten >35...40k Eur kosten. Die Umweltprämien lässt Du dabei bitte außen vor.

Zu den hohen Preisen leisten große Akkus einen ordentlichen Beitrag - inkl. CO2-Fußabdruck, aber der interessiert den EE (E-Extremist) selten. Das ist einfach zu kurz gedacht. Wie's besser geht, steht weiter vorn im thread.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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Interessanter als die Erhöhung der Leistungsdichte mit fortschreitender Entwicklung sind doch folgende Punkte:

* Ressourcenverbrauch pro kWh
* Preis pro kWh

Selbst bei einem Preis von 100 € pro kWh kostet ein 100 kWh Akku satte 10.000 €. Und verbraucht halt 2,5 mal mehr Ressourcen als ein 40 kWh Akku. Insofern: Ökonomisch und ökologisch schlecht wenn man das nur 2 mal im Jahr wirklich braucht.

Andererseits sorgt eine hohe Akkukapazität dafür das man seltener laden muss. Die Anzahl der Ladezyklen sinkt. Das könnte man nutzen um Akkus mit geringerer Zyklenfestigkeit und höherer Energiedichte einzusetzen. Bleibt aber trotzdem das Preisproblem.

Der Durchschnittspreis eines Neuwagens in Deutschland liegt aktuell bei ca. 30.000 €. Im Privatkauf wohl eher deutlich drunter. Da ist es schon ein deutlicher Unterschied ob der Akku 5000 € oder 10000 € kostet. Aber auch beim SUV mit 2,5 t Gesamtgewicht sind +/- 10000 € noch ein Argument. Da gibt es ja nicht nur Marken-Fanboys...

Mit einem kleineren Akku + REX könnte man als Hersteller einen deutlichen Preisvorteil erreichen. Und der Ressourcenverbrauch für die Akkus wäre halt spürbar geringer - die Produktion pro Auto deutlich weniger umweltschädlich. Und man könnte mehr Autos mit den verfügbaren Produktionskapazitäten der Akkuhersteller bauen...

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Moin Udo,
Selbst bei einem Preis von 100 € pro kWh kostet ein 100 kWh Akku satte 10.000 €. Und verbraucht halt 2,5 mal mehr Ressourcen als ein 40 kWh Akku.
wer hat hier gesagt, dass er einen 100 kWh Akku benötigt ? Wir reden im Massenmarkt der Kompaktwagen über 6x kWh bis max 8x kWh Akkus, alles andere wird preislich sowieso nicht konkurrenzfähig sein. Ich denke, die größeren Akkus werden auch nur zu Beginn der Ladeangstphase ein Thema sein, mit Ausbau der Ladeinfrastruktur und zunehmendem Vertrauen in diese, wird niemand mehr eine übermässig große Kapazität benötigen. Außerdem ist es nunmal Fakt, dass die Energiedichte permanent hoch, der Preis pro kWh und der Ressourcenverbrauch runtergeht. Das Zeitfenster für andere Lösungen schließt sich damit rapide, die sREX Lösung wird zudem auch nicht zum Nulltarif zu bekommen sein.

Gruß

Ebi

@umali: Es ist etwas seltsam, gerade den Leuten dieses Forums zu unterstellen, dass ihnen der Ressourcenverbrauch gleichgültig ist, nur weil sie eine größere Akkukapazität für notwendig halten. Du kennst doch die Beweggründe und Randbedingungen gar nicht. Wieso soll ein PV Betreiber sich z.B. nicht einen großen Akku gönnen um mit seinem eigenen Strom durch die Gegend zu fahren ? Damit ist er insgesamt ökologischer unterwegs als der sREX Fahrer, der mit öffentlichem Strom fährt.
Golf GTE von 2018 - 2020 / Ex ID.3 1st Reservierer
Tesla M3 SR+ seit 3.2020 /Hyundai Kona 64kWh seit 10.2020

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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GTE_Ebi hat geschrieben: wer hat hier gesagt, dass er einen 100 kWh Akku benötigt ? Wir reden im Massenmarkt der Kompaktwagen über 6x kWh bis max 8x kWh Akkus, alles andere wird preislich sowieso nicht konkurrenzfähig sein.
Wir reden über Deutschland wo eine Regierung gerade mal wieder ein Tempolimit auf Autobahnen verhindert.
Wir reden von einem Markt in dem SUVs der Verkaufsschlager sind.
Wir reden von Fahrzeugen wie dem Audi e-Tron die - laut Audi-Reichweitenrechner - auf der Autobahn mit 95 kWh im Winter nicht mal 150 km weit mit einer Akkuladung fahren.

Klar: Kleinere Fahrzeuge und die "Mittelklasse" werden sparsamer sein. Aber auch die müssen - zumindest in Deutschland - höhere Geschwindigkeiten "können". Und trotzdem eine Reichweite bieten mit der man 2-3 Stunden über die Autobahn fahren kann bevor man zu einer Pause "gezwungen" wird. Das führt unweigerlich zu Akkus von 90+ kWh. Also - inkl. Thermomanagement und Verpackung zu Akkupreisen von >10000 €. In der Produktion/im Einkauf. Aber selbst wenn es nur ein 60 kWh-Akku sein soll: Auch sowas wird in den nächsten Jahren kaum unter 6000-8000 € zu produzieren sein. Viel zu viel für die Mittelklasse. Erst Recht für Kleinwagen. Und Kleinwagen nur für die Kurzstrecke? Wer soll die kaufen?

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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GTE_Ebi hat geschrieben:wer hat hier gesagt, dass er einen 100 kWh Akku benötigt ? Wir reden im Massenmarkt der Kompaktwagen über 6x kWh bis max 8x kWh Akkus, alles andere wird preislich sowieso nicht konkurrenzfähig sein.
Ob 80 oder 100kWh ist dann preislich wohl auch langsam egal.
Fakt ist, dass der Duchschnittsfahrer (und nur den meine ich bei den hiesigen Betrachtungen) bei allem >40kWh verglichen mit dem sRex so ziemlich sinnlos einen erhöhten CO2-Rucksack + Ressourcenverbrauch produziert.

Die Argumentation, das mit 60...80kWh die Langstrecke erträglicher wird, stimmt leider nur qualitativ.
+40kWh (~ +200km, im Winter ~+150km) ersetzen niemals einen sRex mit +400...500km - wohlgemerkt im Winter!
Dazu kommen die genannten Sicherheits- und Komfortvorteile.
GTE_Ebi hat geschrieben:Ich denke, die größeren Akkus werden auch nur zu Beginn der Ladeangstphase ein Thema sein, mit Ausbau der Ladeinfrastruktur und zunehmendem Vertrauen in diese, wird niemand mehr eine übermässig große Kapazität benötigen.
Das stimmt nur für den E-Range - nicht für Langstrecke. Außerdem verlässt Du Dich m.E. viel zu sehr auf externe Dinge, wie z.B. die Ladeinfrastruktur. Dort will zukünftig jeder Investor VERDIENEN. Die cash cow bist dann Du :lol: .
GTE_Ebi hat geschrieben: Außerdem ist es nunmal Fakt, dass die Energiedichte permanent hoch, der Preis pro kWh und der Ressourcenverbrauch runtergeht. Das Zeitfenster für andere Lösungen schließt sich damit rapide, die sREX Lösung wird zudem auch nicht zum Nulltarif zu bekommen sein.
Was ist hoch und was ist rapide? Die Zahlen kann keiner vorhersagen - auch Du nicht.
Deine Grafiken zeigen stetige Verbesserungen, jedoch keine Verdopplung/Verdreifachung der aktuellen Energiedichte, welche ein Äquivalent zum sRex sein würde.
Diese benötigte Energiedichte wird zu 100% kommen, aber Deine Zeitvorstellungen werden ja schon von Deinen eigenen Grafiken ausgehebelt.
GTE_Ebi hat geschrieben: @umali: Es ist etwas seltsam, gerade den Leuten dieses Forums zu unterstellen, dass ihnen der Ressourcenverbrauch gleichgültig ist, nur weil sie eine größere Akkukapazität für notwendig halten. Du kennst doch die Beweggründe und Randbedingungen gar nicht. Wieso soll ein PV Betreiber sich z.B. nicht einen großen Akku gönnen um mit seinem eigenen Strom durch die Gegend zu fahren ? Damit ist er insgesamt ökologischer unterwegs als der sREX Fahrer, der mit öffentlichem Strom fährt.
Nein, das ist nicht seltsam, das ist nur objektiv. Es ist allgemein hin bekannt, dass bei zu langer Verweildauer in einem bestimmten Spektrum leider gewisse Wahrnehmungen abstumpfen.

Falls Du Dich mal mit dem Projekt meiner Signatur auseinandersetzten solltest, wirst Du merken, dass ich dort sehr aktiv bin. Also erzähle mir bitte nichts über PV-Überschussverwertung.
Liesschen Müller befindet sich werktags leider mit Ihren Auto fast immer auf Arbeit und muss die schönen PV-Überschüsse anderweitig nutzen (Einspeisung, fester Stromspeicher, WP, Tauchsieder,...).
Am WoE macht sie ab und zu auch einen Ausflug - da ist das homecharging dann auch nicht optimal. So ein Mist auch :shock: .

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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150kg Akku durch 150kg RE zu ersetzen und dann Fossilien zu verbrennen, finde ich jetzt nicht unbedingt Ressourcen schonend.

Das ist ohnehin alles eine rein theoretische Diskussion, da es die Produkte nicht zu kaufen und und es auch nicht aussieht, als ob sich daran etwas ändern würde. Somit wohl eher Träumerei, obwohl natürlich technisch kein Problem. Das ist quasi so wie ein Fahrrad mit vernünftigem Kettenschutz, das baut auch fast keiner.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Karlsson hat geschrieben:150kg Akku durch 150kg RE zu ersetzen und dann Fossilien zu verbrennen, finde ich jetzt nicht unbedingt Ressourcen schonend.
Da musst Du schon einen Ressourcenverbrauchsvergleich bringen.
Karlsson hat geschrieben: Das ist ohnehin alles eine rein theoretische Diskussion, da es die Produkte nicht zu kaufen und und es auch nicht aussieht, als ob sich daran etwas ändern würde. Somit wohl eher Träumerei, obwohl natürlich technisch kein Problem. Das ist quasi so wie ein Fahrrad mit vernünftigem Kettenschutz, das baut auch fast keiner.
Sieht so aus als hättest Du mit dem Thema abgeschlossen.
Na dann => für Dich: Kopf in den Sand und aus die Maus :kap: .

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Karlsson hat geschrieben:... Das ist quasi so wie ein Fahrrad mit vernünftigem Kettenschutz, das baut auch fast keiner.
Nimm' doch den gates-Riemen:
https://www.fahrrad-xxl.de/beratung/fah ... enantrieb/
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