Konzept für Range-Extender E-Auto

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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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B.XP hat geschrieben: der Note e-Power unterbietet als Seriellhybrid die besten leistungsverzweigten Hybride (der Prius-Familie).
Was ich nicht verstehe, ist warum man nicht längst 50 verschiedene Modelle mit dieser Technik bei uns kaufen kann.
Noch nicht mal den Note.
Der soll doch wie geschnitten Brot gehen - warum machen die das nicht zu Geld??
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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B.XP hat geschrieben:...
Das Klima für neue REX-Experimente ist auf jeden Fall mittlerweile absolut ungünstig.
Warum? Was kaspern die OEM aus?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie hohe Akkupreise usw. weiterhin als Grund benennen, warum man Auto 1.0 oder klass. PHEV kaufen soll. Das ist noch die cashcow, welche sie nicht freiwillig ofern werden.

Am ehesten sehe ich Chancen bei unbelasteten Startups. E.go gehört dazu, sind aber aktuell voll mit dem "Life" beschäftigt.

Zulieferer hätten mit Eigenentwicklungen auch noch Chancen. Aber zunächst mal müssen die OEM merken, dass zwischen Auto 1.0 und reinem BEV aktuell noch etwas wichtiges fehlt.

Technisch - und zwar nur technisch gesehen, sehe ich das Umfeld als optimal an. Natürlich muss sRex auch politisch Rückendeckung bekommen. Allein schon die geringe Nutzung (5-15%) sollte ihn deutlich besser stellen als den ganze Fossilmist im Dauerbetrieb. Da tut man sich vermutlich schwer - zumal die wenigsten aus dem Stehgreif wissen, wie das Konzept funktioniert.
Erstmal Lobbyverband "sRex" gründen :lol: ?

VG U x I

ps
Lässt sich KPSG noch kaufen und dann dort weiterentwickeln?

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Karlsson hat geschrieben: Was ich nicht verstehe, ist warum man nicht längst 50 verschiedene Modelle mit dieser Technik bei uns kaufen kann.
Noch nicht mal den Note.
Der soll doch wie geschnitten Brot gehen - warum machen die das nicht zu Geld??
Ich auch nicht. Wen man die Artikel durchgeht dann ist Nissan vom Absatz selbst überrascht. Der Markt in Europa gilt wohl als so stockkonservativ, dass man hier nicht unnötig Geld versenken möchte, während Japan ein absolutes Hybrid- und Elektroland ist. Reine Verbrenner schienen mir da eher eine Ausnahme zu sein, in der Werbung kommen eigentlich auch nur noch Hybride vor.
umali hat geschrieben:
B.XP hat geschrieben:...
Das Klima für neue REX-Experimente ist auf jeden Fall mittlerweile absolut ungünstig.
Warum? Was kaspern die OEM aus?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie hohe Akkupreise usw. weiterhin als Grund benennen, warum man Auto 1.0 oder klass. PHEV kaufen soll. Das ist noch die cashcow, welche sie nicht freiwillig ofern werden.
In einem Klima, in dem Verbrenner- und Elektrofahrer beschimpft werden dann ein Auto bringen, was beides nicht so richtig kann? ;) (Achtung, Sarkasmus!)

Ich glaube in den Vertriebsabteilungen herrscht die Denke, dass man die Autofahrer behutsam an Neues gewöhnen muss, also erstmal Plug-In, Rex-EV, BEV. Wenn man sich die Technologiefeindlichkeit allenorts ansieht, dann ist das vermutlich nicht mal ganz falsch.
umali hat geschrieben: Allein schon die geringe Nutzung (5-15%) sollte ihn deutlich besser stellen als den ganze Fossilmist im Dauerbetrieb. Da tut man sich vermutlich schwer - zumal die wenigsten aus dem Stehgreif wissen, wie das Konzept funktioniert.
Die geringe Nutzung sehe ich als Problem, nicht als Lösung. Wie rechtfertigst du es, 100-150kg Mehrgewicht ins Auto zu bringen, die 90-95% der Zeit einfach nur nutzlos da sind? Das bedeutet ja immerhin ein Mehrgewicht von 10-15% und verringerte elektrische Reichweite und weniger Raum für Gepäck etc.

Die Gretchenfrage ist an der Stelle: Will ich schnell laden oder schnell tanken?

umali hat geschrieben: Am ehesten sehe ich Chancen bei unbelasteten Startups. E.go gehört dazu, sind aber aktuell voll mit dem "Life" beschäftigt.

Zulieferer hätten mit Eigenentwicklungen auch noch Chancen. Aber zunächst mal müssen die OEM merken, dass zwischen Auto 1.0 und reinem BEV aktuell noch etwas wichtiges fehlt.
Ich sehe bei den Startups bei weitem nicht die finanziellen Möglichkeiten, neben einem Elektroantrieb (den es im Zweifelsfall im Regal eines Tier1 gibt) auch noch einen REX zu entwickeln und in Serie zu bringen.
BMW i3s 120Ah (seit 1/2019) || Tesla Model 3 LR AWD (12/2019-8/2021) || AUDI e-Tron 55 || VW ID.4 (ab irgendwann)

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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B.XP hat geschrieben:Ich sehe bei den Startups bei weitem nicht die finanziellen Möglichkeiten, neben einem Elektroantrieb (den es im Zweifelsfall im Regal eines Tier1 gibt) auch noch einen REX zu entwickeln und in Serie zu bringen.
Muss man da so viel entwickeln? So ein REX ist doch eigentlich "nur" ein simpler Stromgenerator. Bevorzugt würde ich einen LPG-Motor nehmen - solche Teile gibt es schon fix und fertig. Einfach mal in den Katalogen für Blockheizkraftwerke nachschauen - da gibt es mittlerweile reichlich Auswahl. Dazu dann noch ein simpler Stromgenerator. Selbst wenn letzterer nur 30-40% Wirkungsgrad hat - damit kann man in diesem Anwendungsfall bei "geringfügigem Einsatz" leben. Man wird dann so um die 5-6 Liter LPG für 20 kWh brauchen. Dann noch ein kleiner Inverter der daraus "passenden Strom" für die Ladeelektronik macht - fertig ist das elektrische Reichweitenwunder.

Einzige Herausforderung: Die Teile etwas kleiner machen damit sie unter die Motorhaube des Autos passen. Bei den bisherigen Einsatzgebieten dieser Technik hat Platz halt kaum eine Rolle gespielt. Dafür gibt es dort sehr viel Lärmdämmung die man im mobilen Einsatz sicherlich erheblich reduzieren kann. Aber das ist klassische Ingenieursarbeit - sollte doch im Hochtechnologieland Deutschland keine unüberwindliche Hürde sein, oder?

Klar: Wenn man will kann man das sicherlich "noch besser" machen - ist aber letztendlich auch eine Kostenfrage. Aber grundsätzlich ist die nötige Technologie kein Hexenwerk - man kann mittlerweile fast Alles was man für ein Auto braucht fertig kaufen wenn man will.

Ciao, Udo
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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Es müsste schon an die Umgebung angepasst werden hinsichtlich Größe, Geräusche, Schwingungen, Gefahr von Bränden, Crashverhalten... also nicht ganz plug& play.
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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B.XP hat geschrieben:...
Die geringe Nutzung sehe ich als Problem, nicht als Lösung. Wie rechtfertigst du es, 100-150kg Mehrgewicht ins Auto zu bringen, die 90-95% der Zeit einfach nur nutzlos da sind? Das bedeutet ja immerhin ein Mehrgewicht von 10-15% und verringerte elektrische Reichweite und weniger Raum für Gepäck etc....
Das ist ganz einfach.
Um die "seltene Langstrecke", die heute von nahezu jedem Auto 1.0 abdeckbar ist, komfortabel mit Akku abzudecken (also ohne Ladestress (Zeit, Säulenausfall, Warteschlange)), bräuchtest Du ein mehrfaches an Akku-kWh, was brutale Massenerhöhung bedeuten würde (+ >>100kg + Sachen wie Kobalt usw.).
Tesla geht in diese Richtung (macht ja nur reine BEV), wobei die Fahrzeuge von Haus aus weniger für Kurzstrecken ausgelegt sind. Die sind also auch weniger etwas für die Durchschnittsnutzer, die aber aktuell DAS Problem für die Städte sind.

Unser Honda-Stromgenerator in der Fa. wird nur ca. 3x/Jahr benutzt. Der muss nicht mal zum TÜV. Seltenes Einschalten ist also schon mal kein Thema bzw. locker ingenieurtechnisch lösbar.

Die 120kg beim i3-Rex wären durch Neuentwicklung eines ECHTEN fahrzeugspezifischen sRex sicher auch reduzierbar (Er war ja nur aus einem C650 adaptiert.).
Angenommen Du schaffst 100kg sRex-Gewicht, was ja immer noch viel ist, musst Du aber auch fragen, was er denn dafür bietet.
* brutale Zusatzreichweite
* Zusatzwärme in Winter (Im BEV sehr gern gesehen)
* Backup in jeder Situation, wo's bei Elektro noch klemmt
* Winterstau's kann man ganz entspannt sehen
* uvm.
=> erheblichen Sicherheits- und Komfortgewinn und zwar den, der Auto 1.0-Fahrer bereits gewöhnt ist!

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

umali
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Gebt mir 3 Ing.:

1. einen für Mechanik
2. einen für Elektrik/Elektronik
3. einen für Abgasaufgaben

Dann kann man ein gutes Produkt entwickeln. Man fängt ja auch nicht bei Null an.

Wenn der sRex als "perfekte Einheit" entwickelt werden würde, könnten da auch gern mehrere OEM darauf zugreifen => Kostensenkung. Solche joint ventuers stehen heute an der Tagesordnung.

Hauptproblem aktuell:
Man will (noch) nicht.

VG U x I

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

ubit
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Jo - das wäre ja auch noch schöner. Ein E-Auto das 99% der Zeit rein elektrisch fährt, eine Reichweite wie ein Verbrenner hat und im Bedarfsfall in 5 Minuten tanken kann? Und weil der Akku nur 1/3 so groß sein muss und der REX in Serienproduktion günstig zu produzieren sein würde wäre das Teil auch noch günstiger herstellbar als ein Fahrzeug mit 120 kWh Akku?

Das wäre doch für die Industrie der Worst-Case... Alle Argumente gegen e-Autos wären ausgehebelt. Ladesäulendichte? Unwichtig. Keine Ladesäule in der Nähe? REX! Winterreichweite? REX! 1000 km "am Stück"? REX! Hoher Verbrauch mit Anhänger? REX!

Und trotzdem im Alltag lokal emissionsfrei und sparsam. Die Motivation so ein Fahrzeug auch tatsächlich zu laden liegt in den Verbrauchskosten. Mit Strom fahren ist einfach billiger - also wird man das auch machen wenn es irgendwie möglich ist. Ganz automatisch.

Nur: Wer soll dann noch Verbrenner kaufen? Mit so einem Fahrzeug hätte man alle Vorteile der e-Mobilität ohne deren Nachteile. Welcher Hersteller sollte sowas wollen?

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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umali hat geschrieben: Hauptproblem aktuell:
Man will (noch) nicht.
Ja aber man hat eben auch die entsprechenden Gründe dazu. Ebenso wie es Gründe dafür gibt so ein Auto zu bauen. Abgesehen davon, dass du dir das ganze zu einfach vorstellst, ist ja nichts verkehrtes an deinen Überlegungen. Witzig ist halt, dass das Auto, das du beschreibst, ziemlich genau dem A1 e-tron entspricht. :mrgreen:
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Re: Konzept für Range-Extender E-Auto

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ubit hat geschrieben:Nur: Wer soll dann noch Verbrenner kaufen?
Leute, die im Alltag nicht laden können oder ein günstiges Fahrzeug wollen. Auch der 30kWh Akku kostet schon noch gut Geld.
umali hat geschrieben:Gebt mir 3 Ing.:
1. einen für Mechanik
2. einen für Elektrik/Elektronik
3. einen für Abgasaufgaben
Da muss ich mal Nachfragen - bist Du Ingenieur oder arbeitest eng mit Ingenieuren im Bereich Entwicklung/Konstruktion zusammen? Hast Du mal im Berufsleben einen tieferen Einblick in das Arbeitsleben eines Automobilkonzerns bekommen? Also ich meine Entwicklung / Forschung, nicht Verkauf. Und auch nicht 2h Werksführung...
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