Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

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Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

Helfried
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Wolfgang VX-1 hat geschrieben:sind die Batterien noch viel zu schwer (und zu teuer) und sie treiben auch den normalen Verbrauch, auf jeden Fall im Stadtverkehr, zu sehr in die Höhe.
Das ist eine alte Legende, die nicht wirklich stimmt. In der Stadt brauchen die Autos dermaßen wenig, dass eine schwere Batterie den Verbrauch auch nicht maßgeblich erhöht. Nicht einmal auf den steilsten Bergen ist der Mehrverbrauch schlimm, denn dort braucht man bekanntlich eher weniger Strom als auf der ebenen Landstraße (weil man in den Bergen viel langsamer fährt).
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Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

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wenn die nächste generation PHEV mit 60-80km 15-20kwh) nach WLTP rauskommt werden sich bestimmt auch viele vom normalen Motor zum PHEV wechseln... vor allem wenn es da Kombies gibt. Wenn sie dann noch eine CCS Dose und oder einen 11/22kw lader reinmachen wäre das perfekt für mich.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
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Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

OlafSt
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Ein höheres Gewicht ist bei E-Fahrzeugen auch überhaupt kein Kriterium mehr. Während beim Verbrenner die Energie, die ich zum Beschleunigen der fast 2Tonnen beim Bremsen einfach als Wärme verpufft, bekommt man beim E-Fahrzeug einen großen Teil dieser Energie wieder zurück durch die Rekuperation. Mehr Masse bedeutet dann auch mehr Rekuperation, womit der Fahrzeug-Leichtbau schlagartig ein "brauchen wir nicht mehr"-Kriterium wurde.

Die erstaunten Gesichter der Mechaniker, als ihnen dieser Zusammenhang klar wurde, waren es wert :D

Ergo dürfen die Akkus gerne wiegen, ist nicht mehr relevant.

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

Mei
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OlafSt hat geschrieben:Ein höheres Gewicht ist bei E-Fahrzeugen auch überhaupt kein Kriterium mehr. Während beim Verbrenner die Energie, die ich zum Beschleunigen der fast 2Tonnen beim Bremsen einfach als Wärme verpufft, bekommt man beim E-Fahrzeug einen großen Teil dieser Energie wieder zurück durch die Rekuperation. Mehr Masse bedeutet dann auch mehr Rekuperation, womit der Fahrzeug-Leichtbau schlagartig ein "brauchen wir nicht mehr"-Kriterium wurde.

Die erstaunten Gesichter der Mechaniker, als ihnen dieser Zusammenhang klar wurde, waren es wert :D

Ergo dürfen die Akkus gerne wiegen, ist nicht mehr relevant.
hm.
die Welt ausgetrickst oder nicht?

Auto 1:
10kWh / 100km.
50% Bekommen wir bei Reku zurück. 5 kWh.

Auto 2, doppelt so schwer:
20kWh / 100km.
50% bekommen wir zurück. 10kWh.

Scheint mir, dass das doppelt so schwere Auto immer noch das doppelt braucht.

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

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OlafSt hat geschrieben:Ergo dürfen die Akkus gerne wiegen, ist nicht mehr relevant.
Fährst du immer nur geradeaus?
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Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

Schüddi
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Leider ist diese Rechnung nicht so einfach. Bei mir macht die durch Rekuperation zurück gewonnenene Energie ca. 20% meines Verbrauchs aus. Aber ein Auto das 20%mehr wiegt verbraucht nicht gleich 20% mehr denn man ist ja nicht ununterbrochen am beschleunigen und beim geschwindigkeit halten spielt das Gewicht auch nur eine untergeordnete Rolle.
Daher hat er Recht mit der Aussage das das Mehrgewicht keine erwähnenswerte Rolle spielt. Das ist auch so eine Stammtischparole bei PHEVs und leerem Akku. Völlig falsch - trotzdem brauche ich ca. 20% weniger als der Kollege ohne Akku und ohne Elektromotor im selben Fahrzeug mit selben Verbrenner.

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

Mei
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Schüddi hat geschrieben:...
Daher hat er Recht mit der Aussage das das Mehrgewicht keine erwähnenswerte Rolle spielt. ...
Aber ein schwererer Akku ist meist grösser. Damit wird das Auto größer. Damit schwerer. Damit größer.
Usw.
Am Ende fährt jeder ein Panzer, weil das Gewicht ja keine Rolle spielt.

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

Schüddi
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Mei hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:...
Daher hat er Recht mit der Aussage das das Mehrgewicht keine erwähnenswerte Rolle spielt. ...
Aber ein schwererer Akku ist meist grösser. Damit wird das Auto größer. Damit schwerer. Damit größer.
Usw.
Am Ende fährt jeder ein Panzer, weil das Gewicht ja keine Rolle spielt.
Hättest du meinen ganzen Post gelesen ...
Außerdem ist der Trend der, das die Akkus kleiner werden. Was verbraucht denn ein Tesla MS70 und was eine Zoe? Ist das prozentual genau das mehr, was das Mehrgewicht ausmacht - unabhängig von der Leistung natürlich?

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

zoppotrump
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Wir könnten als Nachteil doch mal aufnehmen, dass diese ganzen Batteriegrößen plus verschiedene Verbräuche für den Verbraucher intransparent und verwirrend sind.
Man nehme mir mal den I-Pace, der als Langstreckenfahrzeug mit irgendwas um die 480km WLTP beworben wird. Nun höre ich, dass das Ding im Real Life 230km weit kommt und zudem seine Ladeleistung von 100kW/h nicht erreicht.
Da fühlen sich die Verbraucher doch getäuscht und haben schon keinen Bock mehr auf den Kram.

Re: Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besser als ihr Ruf

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Mei hat geschrieben:Aber ein schwererer Akku ist meist grösser. Damit wird das Auto größer. Damit schwerer. Damit größer.
Usw.
Am Ende fährt jeder ein Panzer, weil das Gewicht ja keine Rolle spielt.
Jep.

Annahme: Akku ist 26% größer in der Höhe (doppelt so schwerer Akku -> dritte Wurzel aus Faktor 2 pro Dimension = 1.26), und der Akku macht in der Höhe des Autos 10% aus. Dann muß das Auto nur (0.9 + 1.26*0.1) = 1.026 fach höher werden als vorher. Also knapp 3%.

Über die Breite nehme ich die volle Breite an, also Faktor 1.26.

Über die Länge die Hälfte, also 1.13.

Das wäre dann eine Zunahme des Auto-Volumens (und damit der Masse) um 46% (1.26 * 1.13 * 1.026 = 1.46) - stimmt natürlich nicht ganz, da das Blech nicht überall um den Faktor dicker werden muss, die Sitze nicht größer etc... Pi mal Daumen. Der echte Wert liegt daher vermutlich deutlich darunter.

m_Drumrum = 1.46 * (0.8 * m0_Gesamt)
m_Akku = 2 * (0.2 * m0_Gesamt)

-> m = m_Drumrum + m_Akku = (1.46 * 0.8 + 2 * 0.2) * m0_Gesamt = 1.568, also 57% Gewichtszunahme.

(Hoffe, ich habe richtig gerechnet).

Andererseits bedeutet das nicht, dass man um 1.57tel weniger weit kommt als die Verdoppelung durch die Akkukapazitätszunahme. Das Gewicht geht ja nur zum kleinen Teil ein in die Reichweite.

Daher (und trotzdem) sollte man ja auch nur das an Akku haben, was man zum Großteil der Fahrten benötigt, und nicht zu viel "Reserve".

Die weiteren Berechnungen "überlassen wir dem geneigten Leser" :D
Leaf ZE1 Acenta EZ 10/2018, Lade per PV oder Naturstrom, wenn möglich. Super Lösung für mich. Habe 2 Android Apps geschrieben für das Laden an Wallboxen und für den Leaf (siehe https://android.chk.digital/).
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