PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Super-E hat geschrieben:Mir reicht es wenn er "gut" gebaut ist. "Richtig gut" muss es gar nicht sein. ;-)
Wenn ich davon ausgehe, dass der Verbrenner bei mir auf maximal 15-20 Betriebsstunden im Jahr kommen würde lohnt sich da keinerlei Aufwand. Selbst wenn er 10% weniger verbrauchen würde.

Ich habe mich vor ca. 10 Jahren als junger Ingenieur auch für dieses FKLG Konzept begeistert. Für einen Großkonzern wie VW wäre es aber nicht sinnvoll für einen temporären Nischenmarkt was Neues zu entwicklen, wenn es ein Produkt gibt, welches die Anforderungen 90% erfüllt, und vermutlich billiger ist...
Wir stimmen ja ziemlich überein, aber erstens sind 15-20h Rexbetrieb extrem wenig, wenn ein BEV+Rex der Erstwagen sein soll, der für Urlaube, 3-Tagesausflüge usw. genutzt wird.
Und zweitens ist ein neuentwickeltes Rexmodul nicht für einen temporären Nischenmarkt. Bis reiner Akku ALLES abdeckt (und dabei noch bezahlbar bleibt), wird es locker noch 5-10Jahre dauern. Da existiert eine regelrechte Marktlücke, die keiner der Hersteller schließen möchte.

Der serielle Rex muss ein Massenprodukt werden und dabei alles aktuelle drin haben, was effizient und umweltschonend ist - nur halt auf kleinem Raum und in der Leistung begrenzt <80kW.
Bei dem invest von mehreren Milliarden für e-mobility eigentlich ein Unding, das man hier noch auf der Stelle tritt. Der einzig namhafte Vertreter, der das verstanden hat, ist Hr. Schuh aus Aachen.
Ich vermute alte Lobbystrategen hinter dieser Zurückhaltung. Es ist ja ein völlig anders Konzept als das bis dato gewohnte. Die Lobby möchte zunächst Schüddis-PHEV verticken, weil da viel vom Auto 1.0 drin ist.

Der neue sRex ist ein echter Stromerzeuger und keine Adaption eines über weite Lastbereiche regelbaren klassischen Verbrenners. Wie ein up-Motor muss der nur in Masse produziert werden. Das reicht dann für den geregelten Übergang zur reinen E-Mobilität. Ohne ihn wird es verdammt teuer und der ganze Umstellungsprozess verlangsamt sich.

Warum werden die meisten EV als Zweitwagen gekauft? Nur wenige werden die gewohnte Sicherheit, nicht liegen zu bleiben, aufgeben, nur um elektrisch dabei zu sein. Der sRex wäre eine sinnvolle Lösung.

VG U x I
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Solarmobil Verein
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Die Reichweiten heutiger E-Fahrzeuge sind inzwischen durchaus ausreichend, um prinzipiell auf einen REX verzichten zu können.
Wenn ich wirklich immer nur hier im DACH-Bereich unterwegs wäre, bräuchte ich keinen REX.

Problematisch sind Verfügbarkeit und Zugang/Freischaltung von Ladesäulen.
Denn speziell dann, wenn es ins Ausland geht, wird es interessant. Die Reiseberichte hier sind ja voll mit solchen Abenteuern.
Aber mittlerweile bin ich in einem Alter, bei dem der Urlaub Entspannung bringen soll. Ladesäulensuche und vllt. sogar Liegenbleiben gehört da nicht dazu.

Daher sage ich, daß sich das eigentliche Problem verlagert hat.
Früher war es die geringe Reichweite gepaart mit langen Ladezeiten und wenige vorhandene Ladestellen.
Heute stellt sich eher die Frage, ob die Ladesäule, die man anfährt, auch frei ist (sowohl der Anschluß wie auch der zugehörige Stellplatz überhaupt), man sie mit dem Vertrag, den man hat, freischalten kann (ohne dabei gnadenlos über den Tisch gezogen zu werden), sie grundsätzlich funktioniert usw.

REX hin oder her, es gibt schlechtere und bessere Lösungen.
Für den Ampera denke ich, daß es eine eher bessere Lösung ist (wenngleich ich durchaus sehe, daß der REX sparsamer sein könnte). Man hat immer und in jedem Betriebsmodus das volle Leistungsspektrum zur Verfügung (außer man fährt Bergrennen), kann ihn auch rein elektrisch voll ausfahren und muß nirgendwo Abstriche machen. Dazu kommt die im Vergleich zu anderen PHEVs hohe E-Reichweite.
Und er sieht gut aus, Hyundai hat ja für den Ioniq kräftig abgekupfert beim Außendesign ... und kopiert wird bekanntlich immer nur das Beste ... 8-)

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Solarmobil Verein hat geschrieben:Die Reichweiten heutiger E-Fahrzeuge sind inzwischen durchaus ausreichend, um prinzipiell auf einen REX verzichten zu können.
Wenn ich wirklich immer nur hier im DACH-Bereich unterwegs wäre, bräuchte ich keinen REX.
Na ja - ich sag' mal so.
Für Lieschen Müller sind 80%-90% rein elektrisch abgedeckt, aber nicht die, wo Sie in den Urlaub fährt.
Sie ist auch noch werktätig, so dass sie nicht auf das Experiment "Ladesäule an der Langstrecke" eingehen wird. Erstens hat sie weniger Zeit als ein Pensionär und zweitens ist ihr das viel zu unsicher.
Und genau für diese wenigen Anwendungen, die aber sehr entscheidend für's Gesamtwohlbefinden sind, sollte ein guter Rex her. Wie oft erinnern wir uns an eine defekte Säule, die den mühsam zusammengestellten "Fahrplan" zunichte machte. An so etwas denkt man noch Jahre.

Wir haben jetzt die Chance einen neuen Verbrennungsmotor zu entwickeln, der mal Zöpfe abschneidet. Ehrlich gesagt, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass da noch nichts in der Schublade liegt.

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Solarmobil Verein hat geschrieben:Die Reichweiten heutiger E-Fahrzeuge sind inzwischen durchaus ausreichend, um prinzipiell auf einen REX verzichten zu können.
Für ein paar Freak oder zweitwagen im nahbereich vielleicht.

Selbst mit 60kW Akku und 100kW Ladung (auch mehrmals hintereinander) werden nicht alle damit zurecht kommen (wollen)
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"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Das E-Auto wird für die breite Masse dann als Erstfahrzeug interessant, wenn eine realistische Reichweite von 400–500 km zu erzielen ist und der Wagen in maximal 10–15 Minuten überall nachgeladen werden kann. Also letztlich genau der Bereich, wo wir heute bei Verbrennern liegen. Da sind wir bei einem 100-kWh-Akku, der bestenfalls mit 350 kW CCS schnellgeladen werden kann. Dann ist auch der Vertreter glücklich. Für den Urlauber reichen sicher auch 120 oder 150 kW, wie beim Tesla.

Klar kann man jetzt argumentieren, dass das die meisten Menschen selten bis nie brauchen, aber die Angst, sich einzuschränken darf nicht unterschätzt werden. Die Freiheit, die Möglichkeit zu haben, sich jetzt sofort ins Auto zu setzen und in 5 Stunden in Paris oder Berlin und in 13 Stunden in Barcelona (von mir aus) sein zu können, wollen sich die wenigsten nehmen lassen. Schließlich ist es eine der letzten großen Freiheiten, die wir haben.
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Unser Fuhrpark: Nissan Leaf ZE1 Zero Edition (*18) + Mégane 4 GT 165 PS 1.6 Diesel (*17)
Sonst so gefahren: Hyundai i30; Smart Fortwo; Renault Mégane III; Mégane 4 BOSE Edition EDC

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ex-wrangler
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Ich finde die Einschränkung auf "Freak" oder "Zweitwagen" sehr unrealistisch.

Wenn ich 90% meiner Fahrten mit meinem Erstwagen anschaue, dann sind das in den 90% immer weniger als 150km.
Täglich 50km und am Wochenende max 150km
eDEVIL hat geschrieben:
Solarmobil Verein hat geschrieben:Die Reichweiten heutiger E-Fahrzeuge sind inzwischen durchaus ausreichend, um prinzipiell auf einen REX verzichten zu können.
Für ein paar Freak oder zweitwagen im nahbereich vielleicht.

(...)
Toyota Prius 3 Plug In

Jeep Wrangler YJ, nicht mehr da
Mercedes Benz W124 E230, Wochenend- und Schönwetterfahrzeug

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ex-wrangler hat geschrieben:Ich finde die Einschränkung auf "Freak" oder "Zweitwagen" sehr unrealistisch.
Wenn ich 90% meiner Fahrten mit meinem Erstwagen anschaue, dann sind das in den 90% immer weniger als 150km.
Ist ja toll, aber womit fährst Du die 10% die weiter sind? Extra dafür einen stinker durchfüttern und kaputt stehen lassen?

Ich fahre auch nicht soooo oft über 150km am Tag, aber jedes mal einen Meitwagen o.ä. nehmen?
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Fire
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eDEVIL hat geschrieben:
ex-wrangler hat geschrieben:Ich finde die Einschränkung auf "Freak" oder "Zweitwagen" sehr unrealistisch.
Wenn ich 90% meiner Fahrten mit meinem Erstwagen anschaue, dann sind das in den 90% immer weniger als 150km.
Ist ja toll, aber womit fährst Du die 10% die weiter sind? Extra dafür einen stinker durchfüttern und kaputt stehen lassen?

Ich fahre auch nicht soooo oft über 150km am Tag, aber jedes mal einen Meitwagen o.ä. nehmen?
Ja, das ist das Problem. Bei mir beschränken sich die Einsätze des Rex auf etwa 10x jährlich für längere Strecken und nochmals etwa 10 Fahrten bei denen meine 50-80 km nicht ausreichen, bei denen aber 100-150km reichen würden.

Mietwagen steht hier nicht wirklich zur Diskussion. Einerseits brauchen wir die Anhängekuplung für den Fahrradträger, andererseits ist die nächste Mietwagenstation auch zu weit weg und zu teuer damit es praktikabel wäre.
Ausserdem fahre ich auch im Urlaub gerne so viel wie möglich elektrisch.
Wenn man Urlaub hat und der Weg ein Stück weit das Ziel ist, kann man übrigens auch mit kleinem Akku und langsamem Lader recht viel elektrisch fahren. Wir fahren oft mal bis der Akku leer ist, stellen das Auto dann an einen Schnarchlader und machen eine Radtour oder eine längere Badepause. Danach gehts dann wieder weiter bis zur nächsten Pause oder zum Hotel.

Ich denke 300-400 km Reichweite mit Schnellademöglichkeit würden mir persönlich aber auch für die Langstrecken reichen.
Für die Übergangsphase muss deshalb mein Ampera noch herhalten, danach wird es wohl ein Gebrauchter von den Modellen werden die in den nächsten 1-2 Jahren auf den Markt kommen.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Moin,
bis 300-500km elektrische Reichweite (im Winter sicher auch!!!) bezahlbar sind, hat sich ein newRex schon derart armortisiert, dass der Hersteller vor Lachen nicht mehr in den Schlaf kommt. Er müsste nur mal anfangen zu entwickeln und das Motörchen in spätestes 2 Jahren in seinem BEV als Option anpreisen.

Eure Argumente für die Langstrecke mit dicken Ladestationen und Vollverfügbarkeit sind die nächsten Jahre leider unrealistisch. Außerdem ist es ein extremer Infrastrukturaufwand für die 10-20%-Nutzung des Normalnutzers. Des Weiteren fährt dieser 80-90% der Zeit einen teuren und überdimensionierten Akku durch die Gegend. Das ist doch wirtschaftlich nonsens.

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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AndreR hat geschrieben:Das E-Auto wird für die breite Masse dann als Erstfahrzeug interessant, wenn eine realistische Reichweite von 400–500 km zu erzielen ist und der Wagen in maximal 10–15 Minuten überall nachgeladen werden kann. Also letztlich genau der Bereich, wo wir heute bei Verbrennern liegen. Da sind wir bei einem 100-kWh-Akku, der bestenfalls mit 350 kW
Schätze mal das wen der Preis stimmt sich auch einige mit viel weniger abfinden.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/
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