PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Wenn es wenigstens gescheite PHEV's wären. Solange da vorn ein normaler 4-Zylinder werkelt und nur ein Alibi-E-Booster angeflanscht wird, sollte man schnell deren Förderung einstellen. Das ist nichts weiter als eine Sicherstellung des 1.0-Autoabsatzes für die OEM.

Würde man die Technik um 180° drehen (E = Hauptantrieb, V = Backup für Langstrecke (z.B. seriell)) wären die Autos nicht nur deutlich sinnvoller und ressourcensparender, sondern auch noch günstiger. Aber daran haben weder die OEM noch die Werkstätten Interesse. Die wollen möglichst hochkomplexe Hybridtechnik, welche neben sehr hohem Kaufpreis auch noch erhebliche Reparaturkosten nach der üblichen Leasinglaufzeit nach sich ziehen (hochstrapazierter Kleinakku + übliche Servicekosten f. den 4-Zylinder-Verbrenner).
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Ich finde die Förderung gibt es zurecht. Die Autos sind umweltschonende als reine Verbrenner. Kannst du deine Behauptungen mit den exorbitanten Reparaturkosten belegen?
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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kub0815 hat geschrieben: Ich finde die Förderung gibt es zurecht.
Wieso? Dafür, dass die meisten einen Miniakku rumschleppen, der im best case geladen wird?
Dieses Sorte Auto gehört schnellstmöglich abgeschafft. Der Gipfel ist die 0,5%-Regelung.
Schau mal in den thread-Titel - der hat Berechtigung für diese Fehlplanung.
kub0815 hat geschrieben: Die Autos sind umweltschonende als reine Verbrenner. Kannst du deine Behauptungen mit den exorbitanten Reparaturkosten belegen?
Bitte die Gesamtbilanz betrachten.
1. Deutlich aufweniger als herkömmliche Verbrenner => ressourcenschondend sieht ganz anders aus.
2. Viele Teile, viele Fehlermöglichkeiten. Das ist nackte Physik. Du darfst gern den Gegenbeweis antreten (, aber bitte nicht innerhalb eines 3 Jahres-Leasings).
So eine >5 Jahre alte Kiste will keiner mehr geschenkt haben, weil man daran erhebliche Reparaturkosten versenken wird.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Der Toyota Prius gibt es schon lange der ist z. B. Nicht dafür bekannt das er in der pannenstatistik auffällt.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Vokoun
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Stimmt! Ein PHEV fährt ja 100.000km (in 22 Monaten!)
Sry - ich vergaß. Danach schmeiße ich meinen auch immer weg - also entweder nach 22 Monaten oder 100k km.

Den Test kann man knicken - 100k km nach 5 Jahren - das interessiert - nicht die Zeiten < Erstleasing (2...3 Jahre).

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Ich finde den Test sehr aussagekräftig.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Odanez
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Die charakteristische Eigenschaft, die einen PHEV ausmacht, ist die, dass man nicht sagen kann, wie "sauber" sie sind - das kommt zu 100% auf das Verhalten des Nutzers an. Ist es ein überzeugter E-Fahrer, dürfte der elektrische Fahranteil bei 90% und mehr liegen, und ist somit sehr vergleichbar mit einem BEV, ist es aber der <Klischeemodus an> Projektleiter, der von der Firma ein Panamera PHEV mit Tankkarte bekommt, für den Strom aber zahlen müsste, und der somit so gut wie nie eine Steckdose sieht <Klischeemodus aus>, so ist er in etwa gleich auf wie der vergleichbare Verbrenner.

Fährt man einen Verbrenner, dann weiß man es genau: Er fährt immer mit Benzin/Diesel, man weiß also im Voraus ziemlich genau wie umweltfreundlich der über seine Lebzeit ist. Dasselbe gilt fürs BEV, da er nur elektrisch fahren kann. Einzige Variationen sind noch die Fahrweise, und beim E-Auto, woher der Strom kommt. Diese Sachen sind alles sehr variable Stellschrauben um Gesamtsystem PHEV. Und daher ist es sehr schwer von irgendeiner gewissen Umweltfreundlichkeit eines PHEVs auszugehen. Drum ist es auch schwierig eine Förderung gut oder schlecht zu heißen.

Etwas anders dürfte es bei der REX PHEV Variante aussehen. Wenn es sehr attraktiv ist den elektrischen Antrieb zu benutzen, und eher unattraktiv den Verbrennerantrieb, so wie beim i3 REX - dann wird man automatisch dazu geleitet den elektrischen Fahranteil sehr hoch zu halten. Ist auch der hohen Reichweite zu verdanken. Oder kennt hier jemanden einen i3 REX Besitzer, der einen elektrischen Fahranteil von unter 50% hat?
kub0815 hat geschrieben: Ich finde den Test sehr aussagekräftig.
Man muss bei solchen Tests halt Kompromisse machen, es mach wenig Sinn ein Auto auf seine Haltbarkeit zu testen indem man diesen 10-15 Jahre testet, denn dann ist der schon längst vom Markt verschwunden und das Ergebnis interessiert keinen mehr. Was stimmt, ist dass so ein Test höchstens die Haltbarkeit durch Verschleiß beim Fahren testet, aber nicht duch Witterung durch Alter. Beides zusammen führt nochmal zu mehr Problemen. Aber wie will man das machen? Das Auto bei 100% Luftfeuchtigkeit mit salziger Luft abstellen? Ich kenne auch einige von diesen 100.000km Tests, und sehr viele Autos haben innerhalb dieser 100.000km und 2 Jahren garkeine Probleme. In der Realität kann es so kommen, wenn man ein Vielfahrer ist, wenn die 100.000km aber erst in 10 Jahren runter sind sieht es ganz anders aus. Also meiner Meinung nach: Aussagekraft so eines Tests ist ok, hält sich aber in Grenzen, aber man muss bedenken, dass es kaum eine besser Art gibt die Haltbarkeit eines Autos zu testen.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Das die Geschichte immer extrem abhängig vom Fahrprofil ist, sollte jedem klar sein. Als mein Verbrenner vor gut einem Jahr zum tausch fällig wurde, habe ich auch über einen Hybrid nachgedacht und fand die Lieferbaren Fahrzeuge recht ungeeignet. Ein Wagen für die Autobahn sollte flach sein und einen erträglich CWA Wert haben. Ein Auto für die Stadt sollte übersichtlich sein und einen bequemen Einstieg ermöglichen. Ein Fahrzeug für den Urlaub sollte für mich die nötige Anhängelast besitzen. Der Verbrauch auf der Autobahn sollte natürlich ebenso wie der mit Wohnanhänger passen.
Als ein klassischer Kombi für Urlaub und BAB der sowieso durch Rekuperation fast nichts sparen würde und ein E-Auto für die Stadt sind für mich bis ein E-Auto bezahlbar alles kann der bessere Kompromiss als die meisten Hybridfahrzeuge. Einen Outländer auf der Autobahn 1300km zur Familie und zurück ginge für mich nicht wirklich und 1200km über die Alpen mit 1600kg und 7,5m hinten dran würde ich auch nicht wollen. Dazu so etwas täglich in der Stadt nein Danke.
Ein E-Auto mit REX ginge genau so wenig und daher bleibe ich im Moment so ganz zufrieden und hoffe auf bessere E-Autos für die nächsten Jahre. Wenn die Entwicklung so weiter geht wie in den letzten 10.Jahren können wir uns sicher bald auf deutlich besseres freuen. Beglückwünschen können wir uns, das wir trotz der notwendigen Kompromisse als early adopter angefangen haben und schon seit Jahren das Elektrische Fahren genießen. Wenn die Werte meine letzten Verbrenner mit 119g und 145g sowie des aktuellen mit 115g auch mindesten 25% zu niedrig angegeben waren, und ich die Werte aus der 100kW Firmensolaranlage und der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Hamburg auch nicht nachmessen kann, glaube ich zumindest mit den jetzt 110000 elektrischen Kilometern schon etwas CO2 eingespart zu haben. Keine Kreuzfahrten und kaum Flüge in den letzten 25 Jahren tun ein übriges.

MfG
Michael
Kangoo ZE maxi seit 2015 124.500km, Kangoo ZE Postkutsche seit 2018 95.500km, E-UP seit 2020, 14.000km, C180TD seit 2019 39.000km , max G30d seit 2020 700km, Sunlight Caravan, Humbauer 1300kg, E-Expert 75kWh 20.000km

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Auch wenn ich selber ein Vertreter der Aussage umalis bin, dass man PHEVs besser auslegen könnte, so bin ich entscheiden dagegen zu sagen, dass die existierenden PHEV gar nichts bringen. Mal abgesehen davon, dass gar nicht alle PHEV nur einen "Alibibooster" haben. Der Outlander hat zum Beispiel nicht mal ein Getriebe und nur eine einfache Direktkupplung. Die Elektromotorleistung ist größer als die des Verbrenners. Das es ein SUV ist hat ja nix mit dem Antriebskonzept an sich zu tun.

Meine Meinung ist: PHEV sind fast immer besser als Verbrenner. Je nach Fahrprofil können sie sogar gleichwertig oder besser als BEV sein, aber definitiv ist trotzdem bei vielen Konzepten Luft nach oben.

Und Verbrenner müssen nicht unbedingt reparaturanfällig sein. Ich hatte bisher auch bei älteren Fahrzeugen bisher wenig Probleme am Antriebsstrang. Meistens sind es eher andere Ausfälle.

Gut finde ich, dass derzeit einige Aktivitäten erkennbar sind, dass das Auto eine intelligente Steuerung vornimmt. So werden dann ohne das der Nutzer dies regeln muss belastete Orte bevorzugt elektrisch befahren. Das ist ja auch schon ein Vorteil gegenüber Verbrennern.
05/2021 VW ID.3 Pro Business: Hauptfahrzeug
08/2019 Outlander PHEV PLUS: für Restmobilität, sowie Zweitwagen für Kurzstrecken, Anhängerfahrten, oder wenn Allrad vorteilhaft ist
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