PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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Eule hat geschrieben: Unit bemängelt, dass ein PHEV ja nur die Hälfte des Spritverbrauchs einsparen würde. Ich finde das einen hervorragenden Wert. 50% auf einen Streich gespart ohne wesentliche Mehrkosten. Als ich meinen Passat Variant Anfang 2017 gekauft habe, wäre die einzige BEV Alternative mit gleicher Transportkapazität ein Tesla Model X gewesen, ungefähr doppelt so teuer. Mit dem hätte ich dann meine Urlaubsfahrten der letzten 2 Jahre noch nicht einmal machen können. Dafür hätte ich mir dann einen Verbrenner ausleihen müssen. Letztendlich wäre der Unterschied im Spritverbrauch nur sehr gering gewesen.
In dieser Übergangszeit zur E-Mobilität ist jeder Schritt in die richtige Richtung ein guter Schritt.
Finde jetzt die gesparten 50% im Durchschnitt erstmal auch gar nicht sooo schlech (obwohl ich bei Daten von Spritmonitor immer etwas vorsichtig sein würde, manchmal stehen da Mondzahlen drin)! Es hängt alles vom Fahrprofil ab, ich z.B. fahre mit meinem PHEV im Alltag 100% elektrisch, nur bei Langstrecke (5-7 mal im Jahr) brauch ich den Verbrenner. Wenn ich also einen 3 Monatsschnitt im Spritmonitor einträge, wo ich nur im Alltag unterwegs bin, steht da 0,0 L Benzin.
Die Richtung für eine ökologisch ausgeprägte Mobilität ist da. Jetzt das Aber von mir: es würde besser gehen! Nur leider ist das Fahrzeugangebot einfach zu schlecht! Ich sag nur Flexibilität der Autohersteller bei Akkugrößen und Rangeextender!

P.S. Mal eine wahre Geschichte und zum Schmunzeln und/oder Kopfschütteln
Ein Bekannter von mir hat meinen Outlander gesehen und für toll erachtet! Gestern ruft er mich an und sagt, er hat den Outlander PHEV bestellt, „toll oder“? Ich so: „Ja toll, wusste aber gar nicht, dass du deinen Job gekündigt hast!“ Er:“Wieso? Hab ich nicht!“ Ich:“Ääähm, du pendelst jeden Tag ca 140km (ca 2x70 km) zur Arbeit! Kannste da wenigstens laden?“ Er:“ Nö!“ Ich:“Trete vom Kaufvertrag zurück, das Auto passt nicht in dein Fahrprofil!!!“
Wo wir wieder beim individuellen Fahrprofil sind und dem bescheidenem Angebot der Hersteller....
VG Christoph
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Eule hat geschrieben: 50% auf einen Streich gespart ohne wesentliche Mehrkosten.
Wo nehmt ihr immer die Meinung her das ein PHEV nicht wesentlich mehr kostet? Die Listenpreise sprechen eine andere Sprache und Rabatte gibt es zudem bei Verbrennern deutlich mehr. Selbst der kleine Yaris kostet als Verbrenner 5-Türer ab 13500 € und als Hybrid über 18000 €, also fast 50% mehr. Da hilft auch keine Elektroprämie, denn die zählt die Allgemeinheit.

Wenn bei einzelnen Modellen die Preise ähnlich sind, so sind das "politische" Preise die nur das Ziel haben den Flottenverbrauch zu zügeln. Konstruktion, Herstellung und Ressourceneinsatz bei der Produktion eines PHEV sind halt deutlich höher als beim Verbrenner. Das einzusehen braucht nun wirklich nicht viel, oder?

Ciao, Udo
Zuletzt geändert von ubit am Di 11. Jun 2019, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Odanez
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Eule hat geschrieben: ohne wesentliche Mehrkosten
naja kommt drauf an wie man vergleicht. Der Golf GTE war z.B. ca. 8.000eur teurer als ein normaler Golf mit 7-Gang DSG, aber zugegeben es gibt keinen mit ca 200PS, der nächste wäre dann 150PS.
Oder der Aufpreis des Plug-in Prius gegenüber den normalen Prius.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
Seit 2021: Kia e-Niro Spirit 64kWh

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Eule
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Aktuelle Preise für den Passat kenne ich nicht. Damals kostete der GTE dank E-Prämie kaum mehr als ein gleich ausgestatteter Diesel. Ich habe ihn dann als Tageszulassung noch 20% billiger bekommen. Er hatte ein halbes Jahr beim Händler rumgestanden. Mein Glück, dass damals den großen Vorteil des PHEV niemand so richtig begriffen hat. Wie man hier sieht, ist es heute auch noch schwierig.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Mei
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Odanez hat geschrieben: ..... Der Golf GTE war z.B. ca. 8.000eur teurer als ein normaler Golf mit 7-Gang DSG, aber zugegeben es gibt keinen mit ca 200PS, der nächste wäre dann 150PS....
Der GTE ist mit dem GTI zu vergleichen.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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ubit hat geschrieben:
Eule hat geschrieben: 50% auf einen Streich gespart ohne wesentliche Mehrkosten.
Wo nehmt ihr immer die Meinung her das ein PHEV nicht wesentlich mehr kostet? Die Listenpreise sprechen eine andere Sprache und Rabatte gibt es zudem bei Verbrennern deutlich mehr. Selbst der kleine Yaris kostet als Verbrenner 5-Türer ab 13500 € und als Hybrid über 18000 €, also fast 50% mehr. Da hilft auch keine Elektroprämie, denn die zählt die Allgemeinheit.

Ciao, Udo
Ich nehm mal mein Fahrzeug, den Mitsubishi Outlander:
Ich will Automatik (zum Glück fällt das Getriebe im PHEV ja weg), Stelle mal den Outlander Benziner Plus AWD gegen den Outlander PHEV Plus Intro:

Outlander Verbrenner: Listenpreis 41040€, sagen wir 41000€. Jetzt 10-15% Rabatt, bleibt 36900 - 34850€
Outlander PHEV: ich hab ca 34900€ bezahlt (noch immer stolzer Preis... 😡). Gut, Bafa rausgerechnet bleiben 36400€

Und das finde ich für einen ökologischen Schritt (wie gesagt, hab mich ja VORHER über das Auto schlau gemacht, wusste also, dass ich meinen Alltag voll elektrisch bewältigen kann) keine Mehrkosten!
VG Christoph
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Das mit dem Outlander wäre dann aber schon eine arge Ausnahme. Ausstattung vergleichbar? Keine Einschränkungen beim PHEV bei Zuladung und Anhängelast?
Außerdem ist der Outlander als PHEV im Verbrenner Betrieb alles andere als effizient, oder?

Aktuell kostet der Hybrid Outlander ab 38000€. Minus 6500€ e-Rabatt durch Mitsubishi in der Ausstattung Basic. Die günstigste Verbrennerversion geht ab 22900€ los.... Schon noch viel Unterschied. Natürlich machen die Hersteller es schwierig zu vergleichen weil häufig die Ausstattungen und die Motorisierung nicht wirklich vergleichbar sind und man besonders bei PHEV und BEV die kleinen Varianten meist gar nicht konfigurieren kann.

Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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ubit hat geschrieben: Das mit dem Outlander wäre dann aber schon eine arge Ausnahme. Ausstattung vergleichbar? Keine Einschränkungen beim PHEV bei Zuladung und Anhängelast?
Außerdem ist der Outlander als PHEV im Verbrenner Betrieb alles andere als effizient, oder?

Aktuell kostet der Hybrid Outlander ab 38000€. Minus 6500€ e-Rabatt durch Mitsubishi in der Ausstattung Basic. Die günstigste Verbrennerversion geht ab 22900€ los.... Schon noch viel Unterschied. Natürlich machen die Hersteller es schwierig zu vergleichen weil häufig die Ausstattungen und die Motorisierung nicht wirklich vergleichbar sind und man besonders bei PHEV und BEV die kleinen Varianten meist gar nicht konfigurieren kann.

Ciao, Udo
Hab die Mitsu Seite zu Rate gezogen und meinen Preis. Gleiche Austattung, meiner noch bißchen mehr weil Intro, aber das vernachlässigen wir mal. Mitsu daher, weil er für mein Fahrprofil und meine Anforderungen von den derzeit verfügbaren Autos ideal ist. Das es besser geht, sind wir uns einig!
VG Christoph
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit hat geschrieben: Das mit dem Outlander wäre dann aber schon eine arge Ausnahme. Ausstattung vergleichbar? Keine Einschränkungen beim PHEV bei Zuladung und Anhängelast?
Außerdem ist der Outlander als PHEV im Verbrenner Betrieb alles andere als effizient, oder?

Aktuell kostet der Hybrid Outlander ab 38000€. Minus 6500€ e-Rabatt durch Mitsubishi in der Ausstattung Basic. Die günstigste Verbrennerversion geht ab 22900€ los.... Schon noch viel Unterschied. Natürlich machen die Hersteller es schwierig zu vergleichen weil häufig die Ausstattungen und die Motorisierung nicht wirklich vergleichbar sind und man besonders bei PHEV und BEV die kleinen Varianten meist gar nicht konfigurieren kann.

Ciao, Udo
Sag mal willst du lieber das die leute Diesel kaufen?

Beim 5er kostet der 530e 56.000 und der 520d 50.650 abzüglich der Förderung kommst du aus gleiche raus. Rabatte die man raushandeln kann sind ähnlich.
Zuletzt geändert von kub0815 am Di 11. Jun 2019, 22:51, insgesamt 1-mal geändert.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Jo, bei höheren Ausstattungen wird es für die Hersteller halt einfacher mit dem Preis zu spielen. Kennt man ja von den BEVs zur Genüge. Wenn man aber diese ganze Ausstattung nicht will, dann findet man schlicht kein PHEV das auch nur annähernd mit einem Verbrenner preislich vergleichbar ist. Warum wohl, wo die Hybridtechnik wie hier immer gerne behauptet wird fast nichts kostet...
Mal ganz abgesehen davon daß man die allermeisten Fahrzeuge als PHEV gar nicht bekommen kann. Ich persönlich würde zum Beispiel nie ein Fahrzeug wie den Outlander kaufen schon weil ich diese Bauform hässlich finde und weil ich nie freiwillig so viel Geld für ein Auto ausgeben würde. Das Auto ist für mich halt nur ein Vehikel. Es muss praktisch und im Besten Sinne preiswert sein. Klimaanlage ist Pflicht, Parksensoren gern gesehen aber nicht wirklich notwendig und den Sinn eines Notbremsassisten sehe ich auch noch ein, aber der ganze Rest an Ausstattung hat für mich persönlich einfach keine sinnvolles Verhältnis von Kosten zu Nutzen.
Schon gar nicht irgendwelche Design-Mätzchen. Ich werden auch nie verstehen warum z.B. gerade Panoramadächer so beliebt sind. Ich finde sowas einfach nur gruselig - spätestens wenn das Fahrzeug in der Sonne parkt.
Ok: Vorklimatisierung und Standheizung sind auch nett. Sowas über eine Hersteller-Cloud mit monatlichen Gebühren und dem Risiko das die einfach mal die Server abschalten lassen mich aber auch hier eher zurückhaltend werden.

Und es gibt halt nur bemerkenswert wenig PHEVs überhaupt auf dem Markt. Die Hälfte davon sind Luxusautos, der Rest fängt mit Ausnahme des Mini-Yaris bei 30000€ an. Und selbst der relativ günstige Ioniq Plug In hat 30000€ Listenpreis. Der von Größe und Nutzen her ähnliche i30 Verbrenner kostet halb so viel und es gibt ihn auch als Kombi.

Insofern bekommt man, wenn der Preis denn einigermaßen vergleichbar ist beim PHEV jede Menge Zeug dazu das ich beim Verbrenner nie kaufen würde.

Ciao, Udo
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