PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Danke für die Unterstützung meiner Argumentation, Schüddi *g* Es reicht also wenn man einen 50 PS Verbrenner mit einem 200 kW e-Motor kombiniert *g* Du beschreibst gut das aktuelle PHEVs viel besser sein könnten als sie aktuell sind. Den Verbrenner "alleine" braucht man ja nie - es steht nach Deiner Beschreibung ja immer der e-Motor zur Verfügung um die gewünschte Leistung bereitzustellen. Und da der Akku nie leer ist...

Und Deine 80% e-Anteil im Alltag sind doch völlig egal. Mal abgesehen davon das diese 80% nur DEINE Werte sind - Ziel muss es halt sein 100% im Alltag elektrisch zu bewältigen und nur in Sonderfällen (Urlaub) den Verbrenner zu brauchen. 20% Verbrennerbetrieb sind immer noch 20% der Abgase eines Verbrenners. Und damit halt immer noch 20% zu viel.

Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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BurkhardRenk hat geschrieben:Der Vorteil dieses Gedöns ist, dass damit mindestens 20 Jahre Erfahrung bestehen und es eine enorme Zuverlässigkeit erreicht hat. Ein s-Rex mit Generator, selbst wenn er weniger Teile braucht, wird auch viele Jahre brauchen, bis er genauso ausgereift ist.
Mit Generatoren hat unsere Industrie locker 150 Jahre Erfahrung, mit einfachen Saugmotoren über 100, die Mechanik kann sie solide fertigen und die Systemintegration ist auch keine Raketentechnik mehr.
Was ich an der Reichweitendiskussion überhaupt nicht verstehe - nach 2 Stunden sollte jeder Fahrer mindestens 20 Minuten Pause machen - wer das nicht macht sollte auf Busse und Bahnen zwangsversetzt werden.
Kannst Du aber nicht jedem aufzwingen. Abgesehen davon sind 2 h Autobahn >= 200 km, das sehe ich bei PHEV noch lange nicht.

Deine eigene Leidensfähigkeit und -Bereitschaft kannst Du nicht auf andere übertragen.

Hier war schon vielfach zu lesen, das ein BEV so ab 400 km Reichweite breitere Akzeptanz finden konnte, 1-2x Nachladen auf Langstrecke von 600-1.000 km wäre annehmbar.

Das ist mit BEV Strand heute nur zu einem hohen (Batterie-) Preis machbar, ökonomisch wie ökologisch. 200 km sind realistischer machbar, immer noch recht teuer, aber dennoch: eben zu wenig.

Mit einem PHEV ist der Preis immer noch (zu) hoch, zumindest ökologisch (immer noch zu viel Strecke, die mit dem Verbrenner bewältigt werden muss, löbliche Ausnahmen wie Schüddi und andere hier sind, tja, eben Ausnahmen).

Bei einem BEV mit sREX könnte beides in akzeptable Regionen kommen.

@Schüddi: mit dem vollen Fahrspaß einer potenten E- Maschine und dem vollen Komfort Deines geliebten PHEV. Der Stress, den Du Dir mit dem dauernden Nachladen machst, und den sich viele eben nicht machen, wäre auch minimiert.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Schüddi hat geschrieben: Ich wäre erneut sehr auf deine Argumentation gespannt. Am besten erklärst du es an meinem Beispielbild damit wir das alle verstehen...
Bild
Zu diesem Bild hätte ich noch eine Frage: Wie war der Benzinverbrauch über diesen Zeitraum? Denn es geht ja nicht um die zurückgelegten Kilometer sondern um die Umweltbelastung die dabei entsteht. Auch nur 12% des Verbrauchs eines vergleichbaren Verbrenners? Oder mehr?

Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit hat geschrieben: Und Deine 80% e-Anteil im Alltag sind doch völlig egal. Mal abgesehen davon das diese 80% nur DEINE Werte sind - Ziel muss es halt sein 100% im Alltag elektrisch zu bewältigen und nur in Sonderfällen (Urlaub) den Verbrenner zu brauchen. 20% Verbrennerbetrieb sind immer noch 20% der Abgase eines Verbrenners. Und damit halt immer noch 20% zu viel.
Sorry du hast das Ziel der aktuellen PHEVs immer noch nicht verstanden sie wollen gar nicht die 100% sondern das maximum was man halt an Batterien von Platz und Kosten abwägung in einen Verbrenner hineinzubekommen ist. Aber das werden Karlson, Umali und du wohl nie kapieren.

Wenn du 100% Abgasfrei fahren willst gibt es nur BEV und FCEV und dann brauchts auch kein REX mehr.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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kub0815 hat geschrieben: Sorry du hast das Ziel der aktuellen PHEVs immer noch nicht verstanden sie wollen gar nicht die 100% sondern das maximum was man halt an Batterien von Platz und Kosten abwägung in einen Verbrenner hineinzubekommen ist.
Natürlich haben wir das Ziel der aktuellen PHEVs verstanden. Darauf gründet sich ja auch die Kritik in diesem Thread. Dieses Ziel hat allerdings NICHTS mit Umweltschutz zu tun sondern nur mit den Flottengrenzwerten.

Und genau das ist doch die Kritik die wir an den Herstellern üben: Das die Zielvorgabe bei einem PHEV eben NICHT ein möglichst hoher Anteil an elektrischem Betrieb ist. Es wird eben seitens der Hersteller eben NICHT das Maximum angestrebt sondern im Gegenteil das Minimum mit dem sich die gesetzlichen Vorgaben gerade so erfüllen lassen. Das sind einfach Fakten. Als man PHEVs mit 30 km eReichweite in die Förderprämie bekam hatten die Dinger 30-35 km Reichweite. Jetzt braucht man 55 km - also bauen die Hersteller PHEVs mit 55-60 km eReichweite.

Wenn die 55 km so toll sind: Warum hat die Industrie diese Reichweite nicht immer schon eingebaut? Die durchschnittliche tägliche Fahrleistung lag auch schon bei knapp 40 km als die PHEVs noch 30 km eReichweite hatten...

Wir werfen den Herstellern vor das deren PHEVs gar nicht umweltfreundlich sein wollen! Es geht besser. Auch mit PHEV. 100% elektrisch im Alltag. Verbrennerbetrieb NUR in Ausnahmefällen.

Ciao, Udo

Und PS: Ein FCEV ist ja konzeptionell eigentlich ein REX. Antrieb ausschließlich aus dem Akku - der wird von einer Brennstoffzelle nachgeladen.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben: Ich wäre erneut sehr auf deine Argumentation gespannt. Am besten erklärst du es an meinem Beispielbild damit wir das alle verstehen...
Bild
Zu diesem Bild hätte ich noch eine Frage: Wie war der Benzinverbrauch über diesen Zeitraum? Denn es geht ja nicht um die zurückgelegten Kilometer sondern um die Umweltbelastung die dabei entsteht. Auch nur 12% des Verbrauchs eines vergleichbaren Verbrenners? Oder mehr?

Ciao, Udo
Habe ich hier auch gepostet
A2195485-7444-404D-8E48-406EA8F3FCC9.jpeg
Letztendlich kam ich mit dieser Tankfüllung 2363km und konnte 35,76l bis Oberkante nachtanken was 1,51l/100km entspricht.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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iOnier hat geschrieben: @Schüddi: mit dem vollen Fahrspaß einer potenten E- Maschine und dem vollen Komfort Deines geliebten PHEV. Der Stress, den Du Dir mit dem dauernden Nachladen machst, und den sich viele eben nicht machen, wäre auch minimiert.
Ich teste jetzt erst mal 2 Jahre den Millermotor und schaue wo ich mit dem Verbrauch hin komme und hoffe das es dann 2022 etwas schönes vollelektrisches gibt oder eine schöne PHEV Limousine.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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ubit hat geschrieben: Und genau das ist doch die Kritik die wir an den Herstellern üben:
Du must abwägen zwischen Gewicht,Kosten,Bauraum,Marge,Marge,Marge,Bauteilverfügbarkeit usw. und da kommt halt bei PHEVs im idealfall (Welchen wir jetzt noch nicht haben) etwas mit 60-80 km raus was auch für die meisten passt. Siehe UF Grafik. 60-80km werden so 15kwh Akku sein. Wenn mann das stand heute in alle Autos einbauen würde. hätten wir schon jetzt eine riesige reduktion an Abgasen und CO2.

Wenn du an jemanden Kritik übern willst dann nicht an den Herstellern sondern an denen wo die Regeln machen!
Sinnvoll wäre es wenn man jetzt so wie es andere Länder machen verbindliche Ziele an die Industrie rausgibt. Das würde ihnen wirklich helfen. Auch würde dann auch die internen widerstände bei den Autobauern fallen. Weil dann klar ist das es nur diesen Weg gibt.

ab 2025 dürfen nur noch Elektrifizierte Autos mind. 60km ->
ab 2030 nur noch Abgasfreie Autos
ab 2045 nur noch Verbrenner mit H-Kennzeichen erlaubt.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Hallo Odanez und ubit,

bezüglich der Herstellersicht habt Ihr das sehr gut zusammengefasst.

Das VW-Umschwenken auf "BEV only" ist prinzipiell in Ordnung, aber da die Akkus Stand heute allein noch nicht 100%-ig den Verbrenner kompensieren können, wird jetzt mit "kWh" um sich geworfen und nach Ladeinfrastruktur geschrien. Viele "kWh" sind sowohl ökologisch Quatsch als auch in 80-95% gar nicht erforderlich, wenn - ja WENN - es ein günstiges Backup gäbe.

Lässt man dieses Backup weg (und es hat zumindest bei VW den Anschein, dass kein Rex vorgesehen ist), treffen ubit's Voraussagen vollumfänglich zu.
Die BEV sind dann teurer als die Verbrenner und bieten weniger RW. Gleichzeitig gibt es ggf. noch Ladestress. => Verzögerung E-Umbruch

Das ist schon clever, wie sich die OEM das zurechtmogeln. Dumm nur, dass die Politik das weder durchschaut noch technisch sinnvolle Alternativen fördert.

Aktuell sind klass. PHEV und Rexe gleichgestellt, obwohl dort große UF-Unterschiede vorliegen.
Warum kann man nicht einfach den UF als Bewertungsmaßstab für eine Förderung heranziehen? Hoher UF => hohe Förderung. Die Festlegung überlässt man einer unabhängigen Institution (z.B. Kraftfahrtbundestamt) und gut ist's.

"kWh"-Wettrüsten wäre nur dann ok, wenn es über höhere Energiedichten (neue Technologie) ermöglicht wird.
Hier würde ich mir vorstellen, dass nur Akkus bis z.B. 200kg Gesamtzellengewicht für PKW (300kg für kleine Nutzfahrzeuge, 500kg für große Nutzfahrzeuge) gefördert werden und schon hat man "böses" kWh-Wettrüsten (= viel hilft viel) eliminiert. Gleichzeitig schiebt das den Akku-Innovationsmotor an.

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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kub0815 hat geschrieben: Wenn du an jemanden Kritik übern willst dann nicht an den Herstellern sondern an denen wo die Regeln machen!
Also bitte!
Zunächst sollte man als Produkthersteller von Haus aus einen Anspruch zu einem möglichst geringem Ökoabdruck haben.

Alles der Politik in die Schuhe zu schieben, ist zu einfach.
btw
Es gab auch mal OEM, die (vormals) keine Fördergelder mitgenommen haben. Das war noch zu Zeiten von Wendelin.

Die wirklich treibende Kraft schlechter Lösungen, sind immer die auf max. Gewinn orientierten OEM mit erschreckendem Gusto bezüglich ihrer Verantwortung als HERSTELLER.

VG U x I
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