PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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@ iOnier
[[/quote]
Nun schrei' doch nicht schon wieder, das tut ja weh ;-)

Unser Alltag besteht aus mehr als nur der Pendelstrecke zum Arbeitsplatz. Und damit meine ich wirklich "Alltag", die Urlaubsreise zählt da nicht mit.

Ich möchte nicht nur meine Pendelstrecke, sondern unsere gesamte Alltagsmobilität gerne elektrisch bewältigen können. Bislang geht das aber nur mit dem BEV für meine Pendelei.

Kein verfügbares (und leistbares) PHEV könnte die Kurz- und eben auch Mittelstrecken, die unser anderes Auto regelmäßig gefahren wird, vollständig elektrisch abbilden. Und unser Nutzungsprofil ist von "ungewöhnlich" weit entfernt.
[/quote]

Das meine ich ja, für DEINEN Alltag reichen die verfügbaren PHEV nicht! Aber für andere (inkl mich) sind sie ideal! Es kommt halt einfach immer auf das Fahrprofil des Nutzers an! Daher ist eine pauschale Verurteilung und Schlechtmacherei der PHEV einfach nur dämlich!
VG Christoph
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Sagte ich doch, dass für eine begrenzte (aber IMO eben viel zu kleine) Zahl an verbreiteten Fahrprofilen ein PHEV durchaus geeignet ist?!?

Ein Argumentieren mit Durchschnittswerten ist aber verfehlt, wenn (falls) man mehr als maximal 50% abdecken will. Hier sind Perzentile das geeignetere Maß der Dinge. Wie gesagt, eine Bemessung der Reichweite an ein 75%-Perzentil würde viel mehr Nutzer erreichen können. Das 90% Perzentil zu nehmen wäre IMO aber noch sinnvoller.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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Aber man muss eine Berechnungsgrundlage heran nehmen. Da ist Durchschnitt plus Puffer nicht schlecht. Die neuen machen doppelten Durchschnitt was wie gesagt über 20.000 El. Km im Jahr entspricht. Finde mal jemand der über 20.000km im Jahr fährt.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Schüddi hat geschrieben:Wie weit?
45 m Pendeln plus oft nochmals 40-50 km oder mehr. Mache ich mit meinem kleinen BEV (Peugeot iOn) locker, ggfs. mit bisschen Zwischenladen manchmal. Das Auto meiner Frau wird ähnlich bewegt, aber eben auch mit Mittel- und Langstrecken darüber hinaus.

Mit 2-300 km elektrisch plus sREX könnte man darüber nachdenken, auch diesen Verbrenner zu ersetzen. Mit max. 60 km elektrisch beim PHEV definitiv nicht.
60km x 365 Tage ergeben 21.900km p.a. - rein elektrisch!
Gemittelt - es sind halt regelmäßige Alltagsanforderungen nicht abgedeckt!
Wie viel fährt der Durchschnitt (nicht du) denn nach einem 8-10 Stunden Arbeitstag zusätzlich spazieren?
Keine Ahnung - ist aber auch völlig wurscht, da es eben nicht um den Durchschnitt geht sondern um regelmäßig zu bewältigende Alltagsanforderungen.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Schüddi hat geschrieben:Aber man muss eine Berechnungsgrundlage heran nehmen. Da ist Durchschnitt plus Puffer nicht schlecht.
Doch. Schlecht. Grottenschlecht. Wenn Du 75% der Nutzer erreichen willst, dann musst Du die 75%- Perzentile (plus Puffer) als Maß nehmen.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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iOnier hat geschrieben: Sagte ich doch, dass für eine begrenzte (aber IMO eben viel zu kleine) Zahl an verbreiteten Fahrprofilen ein PHEV durchaus geeignet ist?!?

Ein Argumentieren mit Durchschnittswerten ist aber verfehlt, wenn (falls) man mehr als maximal 50% abdecken will. Hier sind Perzentile das geeignetere Maß der Dinge. Wie gesagt, eine Bemessung der Reichweite an ein 75%-Perzentil würde viel mehr Nutzer erreichen können. Das 90% Perzentil zu nehmen wäre IMO aber noch sinnvoller.
Na da sind wir doch gar nicht weit weg in unserer Auffassung (auch wenn ich mal behaupte, dass ein argumentieren mit Durchschnittswerten schon Sinn macht. Jeder Autobauer orientiert sich an Durchschnittswerten für den Verkauf seiner Fahrzeuge. 🙂)
VG Christoph
Mitsubishi Outlander 2019 Intro Plus

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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iOnier hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:Wie weit?
45 m Pendeln plus oft nochmals 40-50 km oder mehr. Mache ich mit meinem kleinen BEV (Peugeot iOn) locker, ggfs. mit bisschen Zwischenladen manchmal. Das Auto meiner Frau wird ähnlich bewegt, aber eben auch mit Mittel- und Langstrecken darüber hinaus.

Mit 2-300 km elektrisch plus sREX könnte man darüber nachdenken, auch diesen Verbrenner zu ersetzen. Mit max. 60 km elektrisch beim PHEV definitiv nicht.
60km x 365 Tage ergeben 21.900km p.a. - rein elektrisch!
Gemittelt - es sind halt regelmäßige Alltagsanforderungen nicht abgedeckt!
Wie viel fährt der Durchschnitt (nicht du) denn nach einem 8-10 Stunden Arbeitstag zusätzlich spazieren?
Keine Ahnung - ist aber auch völlig wurscht, da es eben nicht um den Durchschnitt geht sondern um regelmäßig zu bewältigende Alltagsanforderungen.
Man soll und möchte mit einem PHEV nicht die eierlegende Wollmilchsau bauen. Daher ist es gar nicht nötig 75% aller Autofahrer damit zu erreichen.
Es soll eine sinnvolle Alternative darstellen zum Verbrenner - vor allem aber zum Diesel. Du kannst dir doch deinen BEV kaufen wenns besser zu deinem Fahrprofil passt. Du wirst mir sicher recht geben das es nicht die Regel ist das man im täglichen Alltag 85-90km fährt - das bekomme selbst ich mit Aussendienst nicht hin. Dann fährt deine Frau auch nochmal die gleiche Strecke also fahrt ihr zusammen über 60.000km p.a.
Das ist definitiv nicht für den PHEV Einsatz gedacht. Das Wort Durchschnitt sagt doch aus das es welche darüber und welche darunter gibt. Ihr seit definitiv darüber und auch für euch gibt es eine sinnvolle Lösung - du hast alles richtig gemacht! Der PHEV ist nicht eure Lösung aber deswegen ist er nicht für alle anderen falsch!
Zuletzt geändert von Schüddi am Sa 8. Jun 2019, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

blackcrow
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Schüddi hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben:
Schüddi hat geschrieben:Wie weit?
45 m Pendeln plus oft nochmals 40-50 km oder mehr. Mache ich mit meinem kleinen BEV (Peugeot iOn) locker, ggfs. mit bisschen Zwischenladen manchmal. Das Auto meiner Frau wird ähnlich bewegt, aber eben auch mit Mittel- und Langstrecken darüber hinaus.

Mit 2-300 km elektrisch plus sREX könnte man darüber nachdenken, auch diesen Verbrenner zu ersetzen. Mit max. 60 km elektrisch beim PHEV definitiv nicht.
60km x 365 Tage ergeben 21.900km p.a. - rein elektrisch!
Gemittelt - es sind halt regelmäßige Alltagsanforderungen nicht abgedeckt!
Wie viel fährt der Durchschnitt (nicht du) denn nach einem 8-10 Stunden Arbeitstag zusätzlich spazieren?
Keine Ahnung - ist aber auch völlig wurscht, da es eben nicht um den Durchschnitt geht sondern um regelmäßig zu bewältigende Alltagsanforderungen.
Man soll und möchte mit einem PHEV nicht die eierlegende Wollmilchsau bauen. Daher ist es gar nicht nötig 75% aller Autofahrer damit zu erreichen.
Es soll eine sinnvolle Alternative darstellen zum Verbrenner - vor allem aber zum Diesel. Du kannst dir doch deinen BEV kaufen wenns besser zu deinem Fahrprofil passt. Du wirst mir sicher recht geben das es nicht die Regel ist man im täglichen Alltag 85-90km fährt - das bekomme selbst ich mit Aussendienst nicht hin. Dann fährt deine Frauchen auch nochmal die gleiche Strecke also fahrt ihr zusammen über 60.000km p.a.
Das ist definitiv nicht für den PHEV Einsatz gedacht. Das Wort Durchschnitt sagt doch aus das es welche darüber und welche darunter gibt. Ihr seit definitiv darüber und auch für euch gibt es eine sinnvolle Lösung - du hast alles richtig gemacht! Der PHEV ist nicht eure Lösung aber deswegen ist er nicht für alle anderen falsch!
Genau, dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Für manche passt halt der PHEV wie A..... auf Eimer, für andere halt nicht! Kommt halt immer auf das individuelle Fahrprofil an und was ich von meinem Auto erwarte! Für die einen ist halt ein BEV (mit Rex oder auch ohne) sinnvoll, für den anderen ein reiner Verbrenner, für den Dritten halt der PHEV! Nur diese grundsätzliche “Verteufelung“ des PHEV hier geht mir auf den Keks....
VG Christoph
Mitsubishi Outlander 2019 Intro Plus

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Nochmal: Der Durchschnitt hat wenig Aussagekraft!

Wer 1/3 des Jahres täglich 110 km fährt und das restliche Jahr mit dem Rad liegt im Durchschnitt.
Wer die Hälfte des Jahres täglich 76 km fährt und das Auto sonst stehen lässt: Durchschnitt
Wer 5 Tage in des Woche je 53 km fährt und am Wochenende gar nicht: Durchschnitt

Für KEINES dieser Fahrprofile ist ein aktuelles PHEV wirklich passend. Natürlich sind die ersten beiden Beispiele etwas extrem, das soll aber ja nur zeigen warum der Durchschnittswert eben nicht aussagt das 50 km Reichweite genug sind.

Die meisten Menschen fahren eben NICHT an jedem Tag des Jahres die gleiche Strecke. Und gerade die Tage an denen die elektrische Reichweite nur knapp zu gering ist sind für die PHEV schlecht weil der Verbrenner nicht wirklich gut funktioniert wenn er nur für 3 Minuten gebraucht wird.

Daher müssen PHEVs für die meisten Menschen etwas mehr Reichweite haben. Aktuell ist der von Schütti genannte Puffer einfach immer noch zu klein. Besonders da die Ladeleistung der meisten PHEVs eher schlecht ist.

Es ist doch ein typischer Tag: Pendeln zur Arbeit und zurück. Knapp 30 km. Kurz zu Hause sein. Anschließend zum Sport. 15 km entfernt. Schon reicht die E-Reichweite von 50 km nicht mehr. Wenn auch nur an ein paar Tagen in der Woche.

Für dieses Fahrprofil wären 70-80 km Reichweite sinnvoller. Und das Fahrprofil empfinde ich als ziemlich durchschnittlich. Und wichtig ist auch das diese Reichweite immer erreichbar ist. Auch im Winter. Auch mit einem 10 Jahre alten Akku.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Mei hat geschrieben:
umali hat geschrieben: ..
Was denkst Du, warum die Buden so teuer sind?
Überleg' mal - ich warte....
???
Corsa ab 13500€.
Also wegen dem Akku?
Fast richtig! Wegen DES Akkus (Gen. 2. Fall).
So und jetzt mal die Restlogik angewandt.

Wenn, Stand heute, der Hauptkostenfaktor der Akku ist, der heute auch noch einen ordentlichen CO2-Herstellungsabdruck hat, dann sollte er nicht übertrieben groß werden. Das, was Tesla baut, ist nämlich noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Sie zeigen aber, was mit zunehmender Akkuenergiedichte die Zukunft sein wird.

Nur untertrieben klein, wie beim PHEV soll der Akku auch nicht sein. Dort ist allerdings das Hauptdefizit, dass ein VOLLWERTIGER Verbrenner neben dem E-Antrieb mitgeführt werden muss.

umali hat geschrieben: .Was ist an einem Golf (GTE) "geil und steil"? Hab' ich da etwas übersehen?
...
Mei hat geschrieben: Wenn Du nicht weist was an einem GTI GTE geil ist, dann weis ich nicht, warum Du überhaupt Auto fährst.
DU solltest zu Fuß laufen.....
...und keinem Autofahrer erzählen warum er REX braucht.
Du Kollege - ich fahre 'nen i3 - da gewöhnt man sich an Drehmoment. "Geil" bezüglich a [m/s2] ist Tesla, aber doch kein GTE :roll: .
Darum geht's hier aber auch gar nicht.

Viel mehr sind "normale" Fahrzeuge wie Kombis und Familienvans gefragt (ohne a-Faktor ;-)), die man sehr gut als BEV+sRex bauen könnte. Nur aus ubit's genannten Gründen findet sich da (noch) kein Hersteller.

Ein sRex dient eben einem ganz anderen Zweck.
Im Gegensatz zum PHEV, wo die "geile" Systemleistung beworben wird (und Du scheinbar Anhänger davon bist), braucht das ein BEV+sRex gar nicht, um "geil" zu sein. Das bekommt der E-Motor nämlich von ganz allein gebacken und zwar OHNE EMISSIONEN.

Wenn ein PHEV für kurzzeitige, satte Beschleunigung (z.B. Überholen oder Deine Showeinlagen) immer den ICE braucht, ist das schonmal ein NoGo und zeigt, dass gerade sportliche Fahrer auf die Umwelt pfeifen. Blöd nur, dass es mit BEV oder BEV+sRex auch umweltfreundlicher ginge.

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