PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Den Passat GTE haben wir aus der Not (Verschrottung des Diesels, der bis zum E-Zugwagen halten sollte, wg. Motorschadens und Model X ist uns nur zum Wohnwagenziehen doch zu teuer) als Zweitwagen zum Leaf gekauft und merken, dass er doch nicht nur die Nachteile aus beiden Welten vereint. Der Benziner hat weniger Nebenaggregate als die nur ICS's und mit 25 bis 45 Kilometer Reichweite decken wir eine Menge Kurzfahrten ab. Auf Langstrecke mit 1.700er Wohnwagen ist der Literverbrauch 1/4 bis 1/3 niederiger als beim Diesel. Er kann fährt auch mit dem Wohnwagen im reinen E-Modus super, jedoch nur 15 Kilometer weit. Aus 15 bis 20 kWh Verbrauch solo werden dann 40-50 kWh. Wie Teslafahrer sagen, brauchen die auch nicht weniger.
75.000 KM Vectrix VX-1 seit 09/2011, 90.000 KM Nissan Leaf 04/2015-02/2020, 57.500 KM Passat GTE seit 07/2018, 14.000 KM Zero DSR seit 08/2018 und 20.000 KM E-Golf seit 03/2020
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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Ja. Man sollte in der Lage sein zu denken wenn man ein PHEV fährt oder das dem Auto überlassen. Wer natürlich den Akku auf der Bahn leer ballert ist selbst schuld. Das ist dann aber nicht Fehler des Systems sondern des Nutzers.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Blue shadow hat geschrieben: das mit Emissionfrei in Städten wird sich noch zeigen...hängt wohl vom Nutzer ab. Einfahrt nur mit vollem Akku?
Ist zu erwarten. Im Radio habe ich beiläufig von einem Projekt mit BMW und der Stadt Rotterdam gehört, die den Akkustand der Hybriden so steuern wollen, dass es zumindest bis zum Fahrtziel in der Stadt reicht. Wenn es erforderlich ist, könnte man auch die Einfahrt mit leerem Akku unterbinden/verhindern.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Blue shadow hat geschrieben: das mit Emissionfrei in Städten wird sich noch zeigen...hängt wohl vom Nutzer ab. Einfahrt nur mit vollem Akku?
Mehr Lademöglichkeiten könnten auch helfen, nicht "super-turbo-ultra-schnell-und-teuer-abzock-Lader", sondern Schnarchladestationen, an denen man e-Bike/Roller, e-Motorrad und PHEV laden kann (Ach so, auch BEVs). Jeder Parkscheinautomat hat Strom, aber die Steckdosen fehlen. Brötchentasten sind der Hohn für jeden Umweltgedanken (Thermopapier ist Sondermüll - einfach 15min frei wäre besser).

Gruß, HUK
Enyaq iV 8-) für den Alltag & ein kleines Cabrio für den Spaß

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Helfried
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Schüddi hat geschrieben:ich nun weg vom PHEV, zurück zum Verbrenner muss (vorläufig) und wieder schön Abgase in Stuttgart raus lasse.
Das überrascht mich! Ist so ein Diesel denn gescheit in einer luftmäßig ohnedies etwas rückständigen Stadt?

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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ubit hat geschrieben:
* Sie sind fast so teuer wie BEVs
Stimmt nicht. BEVs sind deutlich teurer.

Kaufkosten privat:
E-Klasse: 64k€ minus 5% Rabatt = 61k€
Model S: 80k€ kein Rabatt

Kaufkosten geschäftlich:
E-Klasse: 64k€ minus 20% Rabatt = 51k€
Model S: 80k€ kein Rabatt

Leasing:
E-Klasse 20.000km p.a.: 612€ / Monat
E-Klasse 20.000km p.a. mit Full-Service: 840€ / Monat
Model S 10.000km p.a.: 890€ / Monat

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Schüddi hat geschrieben: Die Statistik besagt das ein PHEV sehr wohl auf den durchschnittlichen Fahrer passt. Also auf die meisten - natürlich heißt Durchschnitt nicht auf alle.
Tja - da empfehle ich mal einen Grundkurs zur Statistik in der nächstgelegenen Uni. GENAU DAS besagt die Statistik eben nicht.

Die Statistiken - zumindest die welche ich kenne - besagen das die durchschnittliche tägliche Fahrleistung eines PKW in Deutschland über das komplette Jahr gemittelt bei unter 40 km liegt. Sie sagt aber überhaupt nichts darüber aus wie die tatsächliche tägliche Fahrleistung eines PKW ist. Und damit ist die Aussagekraft dieser Statistik im Hinblick auf die Fahrprofile leider nicht gegeben.

Ich hatte das doch schon mal vorgerechnet: Wenn das Fahrzeug am Wochenende komplett "steht", dann ist man wochentags schon bei 56 km täglich. Zieht man dann noch Urlaubszeiten ab steigt der Wert weiter. 3 Wochen Urlaub mit dem Flieger, schon sind es wochentäglich nochmal 3,5 km mehr. Und schon die 56 km schaffen die meisten PHEVs im Winter nicht mehr.

Oder ganz konkret mein eigenes Fahrprofil. 15000 km im Jahr. 12 km Pendelstrecke einfach. Im Durchschnitt fahre ich also 41 km an jedem der 365 Tage im Jahr. Allerdings fahre ich an vielen Tagen nur 24 km. 12 km zur Arbeit und wieder zurück. Das trifft auf ca. 3 Tage in der Woche zu. Am Sonntag steht das Auto häufig und wird gar nicht bewegt. Also fahre ich an 4 Tagen (3 Werktage + Sonntag) in der Woche insgesamt 72 km - oder "durchschnittlich 18 km am Tag". Trotzdem "schaffe" - durchschnittlich - ich 288 km pro Woche. Ganz offensichtlich fahre ich die meisten dieser Kilometer an den 3 restlichen Wochentagen. Also an diesen Tagen jeweils über 70 km.

Und selbst DIESE Statistik ist noch "falsch" und entspricht nicht meinem tatsächlichen Fahrprofil, denn "hobbybedingt" verteilen sich diese "Zusatzkilometer" nicht gleichmäßig über das Jahr sondern konzentrieren sich auf wenige Sommermonate. Im Winter fahre ich pro Monat deutlich weniger km als im Sommer. Tatsächlich fahre ich in 3-4 Monaten im Jahr den Großteil meiner jährlichen Fahrtstrecke. Und das - auch hobbybedingt - in der Regel zu Zielen wo es garantiert auch in 10 Jahren noch keine Ladesäule gibt. Mit einem aktuellen PHEV könnte ich die "normalen" 25% meiner Fahrleistung (Pendelstrecke) zu 100 % elektrisch fahren. Die restlichen 75% der Kilometer kämen auf einen e-Anteil von unter 50%.

Und das Alles wo ich doch mit 41 km pro Tag eigentlich "das perfekte Opfer" für das PHEV wäre weil meine durchschnittliche tägliche Fahrleistung ja mit 41 km voll im Bereich der Statistik liegt.

Ciao, Udo

P.S.: An vielen Tagen fahre ich auch die 24 km Pendelstrecke nicht weil ich mit dem Pedelec unterwegs bin. Ich habe auch mehr als 3 Wochen Urlaub im Jahr an denen das Fahrzeug auch häufiger mal nicht bewegt wird. Und Feiertage gibt es ja auch noch - auch da steht die Karre häufig ungenutzt herum... Wird dann aber halt nur noch schlechter im Gesamtbild für den PHEV.
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

INRAOS
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ubit hat geschrieben:
PHEVs sind aber halt eine der technisch schlechtesten Lösungen für die Mobilität. Wenn man gemein ist kann man sagen: Sie vereinen die Nachteile zweier Technologien:

* Sie verursachen weiterhin Abgase
* Sie sind fast so teuer wie BEVs
Ha ha ha ha ha ,

und womit unterscheiden sie sich da von den BEV mit REX:

- diese verursachen weiterhin Abgase
- diese sind auf jeden Fall teurer als das BEV (zumindest war es beim einzigen Fahrzeug so, welches als BEV sowie als BEV+REX zu kaufen war - dem i3)


Somit sehe ich durch Deine Zwei-Punkt-Argumentation überhaupt keinen Vorteil für das BEV + REX.


Ich kann mir persönlich sehr gut vorstellen, dass es für einige Anwendungen sehr sinnvoll sein kann, ein BEV mit REX zu fahren. Persönlich hatte ich vor ein paar Jahren (5?) mit dem Ampera geliebäugelt - dieser wurde allerdings von meiner Frau aus optischen Gründen abgelehnt.

Weiterhin kann ich auch nachvollziehen, dass einige Leute sich den/einen REX für Ihr BEV wünschen und das Auto damit alltagstauglicher werden würde. Warum kein Hersteller den REX bauen möchte erschließt sich mir nicht - Eure Argumente mit der Gewinnoptimierung der bösen Verbrennerhersteller sehe ich so nicht - BMW hat es ja auch trotzdem gemacht und schlußendlich wieder eingestellt. Entweder passte die Nachfrage nicht (mehr) durch die größeren Akkus, oder die Problematik mit den Abgaswerten ist für die Kleinserie doch zu erheblich.

Der PHEV ist aber kaufbar, er ist genau so gut teurer in der Anschaffung als ein Verbrenner wie der BEV (mit oder ohne REX), er ist langstreckentauglich (und das vermutlich effektiver sprich besser als ein BEV mit REX).

Also für wen ein PHEV momentan passt - kauft es. Leider gibt es ja von VW und Audi momentan schon seit Monaten nichts mehr im Angebot (mal sehen wann es wieder etwas wird).

Was mir beim Passat GTE gefällt (und ja scheinbar nicht überall so umgesetzt ist): Er startet immer im reinen E-Modus , er hat bei mir in 10 Monaten noch nicht einmal im E-Modus den Verbrenner angeworfen. Das macht er bisher nur, wenn entweder die Batterie komplett leer ist, oder ich von Hand in einen anderen Modus wechsle. Weiterhin gibt es keinen reinen Verbrenner-Modus (wie das hier wiederholt tituliert wird) - der GTE fährt mindestens im Hybrid-Modus, und nutzt die elektrische Energie (durch Rekuperation oder durch externes Aufladen) zur Unterstützung des Verbrenner-Motors.

Auf den letzten 1000 km habe ich somit einen Benzinverbrauch von 0,9 ltr auf 100 km - zuzüglich Stromverbrauch natürlich.



Aber alle diese Argumente hatten wir ja schon
BMW i3 BEV 94 Ah vom Dez 2016 bis Dez 2019. Über 40.000 km gefahren
Passat GTE seit 28.08.2018. Bisher 20.000,km
Model 3 seit 28.12.2019 - ohne Mängel übernommen.
EGolf bestellt Anfang Oktober 19 - abgeholt am 19.06.2020

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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INRAOS hat geschrieben: und womit unterscheiden sie sich da von den BEV mit REX:

- diese verursachen weiterhin Abgase
- diese sind auf jeden Fall teurer als das BEV (zumindest war es beim einzigen Fahrzeug so, welches als BEV sowie als BEV+REX zu kaufen war - dem i3)

Somit sehe ich durch Deine Zwei-Punkt-Argumentation überhaupt keinen Vorteil für das BEV + REX.
...
a) Lass den BMW-i3-Rex außen vor. Der hat zwar das serielle Rex-Prinzip, aber eine sehr schlechte Umsetzung erfahren.
b) Verursacht ein moderner sRex infolge deutlich geringerer Nutzung als beim PHEV auch deutlich weniger Abgase. Der Akku ist halt größer - logisch, oder?
c) Ist ein BEV mit aktuell mittelgroßem LiIonen-Akku (20...40kWh) + sRex eben NICHT teurer als ein >60,80,100kWh BEV.
d) Bietet ein sRex bei Nutzung der Vorteile von b) + c) + trotzdem den vollen Komfort auf Langstrecke (z.B. Vermeidung Ladestress)

VG U x I

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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INRAOS hat geschrieben: Ich kann mir persönlich sehr gut vorstellen, dass es für einige Anwendungen sehr sinnvoll sein kann, ein BEV mit REX zu fahren. Persönlich hatte ich vor ein paar Jahren (5?) mit dem Ampera geliebäugelt - dieser wurde allerdings von meiner Frau aus optischen Gründen abgelehnt.
Das ist auch wieder was anderes. Der hat zwar mehr Reichweite, aber immer noch einen großen Motor und 3 (!) Kupplungen.
Es geht ja eigentlich darum, mehr ein Elektroauto zu haben, das man auch wie ein Elektroauto benutzt, dabei aber noch einen Joker hat.
Insofern finde ich den i3 RE gar nicht doof, auch wenn da eine Mängel im Detail sind, zB die fehlende Anbindung an die Heizung und nicht möglich in Kombination mit Wärmepumpe.
Aber es gab ihn mit 33kWh Akku und er lädt auch recht flott.
zoppotrump hat geschrieben: Stimmt nicht. BEVs sind deutlich teurer.
Das hinkt, der vergleichbare Mercedes wäre dann eher was zwischen CLS und S-Klasse.
Schüddi hat geschrieben: Und mir wird versucht einzureden das mein PHEV größter Mist ist
Schlecht gemacht heißt nicht, dass es nicht trotzdem für manche gut passt und vielleicht sogar das von den verfügbaren Lösungen die beste ist.
Deswegen kann es aber trotzdem schlecht gemacht sein, das hat damit doch überhaupt nichts zu tun.
Schüddi hat geschrieben: Die Statistik besagt das ein PHEV sehr wohl auf den durchschnittlichen Fahrer passt. Also auf die meisten - natürlich heißt Durchschnitt nicht auf alle.
Ich hatte früher mal durchschnittlich 107km am Tag. Das waren 30 täglich unter der Woche und 600 am Wochenende. Statistisch hätte ein Zoe Q210 wunderbar gepasst, praktisch gar nicht.
Statistiken muss man auch interpretieren können.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022
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