PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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umali hat geschrieben:
Deine [Schüddis. Anm. ] Anwendung mit sehr kurzem Arbeitsweg und Ökostrom@home und dazu noch finanziell potent, um so eine aktuelle Teuer-Komplex-PHEV-Kiste zu fahren, gelten NICHT für die Durchschnittsfahrer.
Doch. Schüddi ist geradezu ein Paradebeispiel. Diesen Mythos des teuren PHEV hatten wir doch schon zig mal zerstört.
Neuwagen werden in Deutschland zum größten Teil gewerblich zugelassen. Bei den PHEVs sogar übermäßig stark, weil die E-Auto Förderung hier ANreize schafft.
Ich hatte schon vorgerechnet, dass man dadurch einen BMW 530e für um die 150 Euro im Monat fahren kann. Das ist keine Ausnahmeerscheinung von finanziell potenten. Diese Autos werden zu >75% geschäftlich zugelassen, sind also die überwältigende Masse.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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Odanez hat geschrieben:
ja aber die Frage ist eher wie geht es den Akku denn nach 150.000km? Packt der das denn überhaupt oder braucht man dann nach 100.000km einen neuen Akku? Oder ist man dann mit 20km Reichweite auch noch zufrieden?
Ist doch egal wie es ihm geht. Die Hersteller geben acht Jahre Garantie auf 80% (Beispiel). 80% von 55km sind noch 44km. Danach oder gar davor wird getauscht und recycelt. Es wird also das Maximum raus geholt.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Odanez
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zoppotrump hat geschrieben:
Odanez hat geschrieben:
ja aber die Frage ist eher wie geht es den Akku denn nach 150.000km? Packt der das denn überhaupt oder braucht man dann nach 100.000km einen neuen Akku? Oder ist man dann mit 20km Reichweite auch noch zufrieden?
Ist doch egal wie es ihm geht. Die Hersteller geben acht Jahre Garantie auf 80% (Beispiel). 80% von 55km sind noch 44km. Danach oder gar davor wird getauscht und recycelt. Es wird also das Maximum raus geholt.
Den Umweltaspekt betrachtet ist es nicht unbedingt egal - sagen wir du musst den PHEV Akku alle 80.000km tauschen, als Extrembeispiel, und ein 3x so großen BEV Akku erst nach 240.000km - somit ist kein CO2-Vorteil mehr durch den kleineren Akku mehr gegeben, weil er öfters getauscht werden muss. Klar kommt das nicht vor, denn die kalendarische Alterung spielt auch eine Rolle, und auf der anderen Seite ist ein 30kWh Akku für manche auch zu klein, ist aber nur ein Beispiel.

Aber halten wir fest - wie ich anfangs schon erwähnt habe - der CO2-Rucksack des Akkus ist über die gesamte Lebensdauer selbst bei einem Tesla 100kWh Akku nur ein kleiner Anteil, der ständig kleiner wird. Der Betrieb des Fahrzeugs macht immer viel mehr aus. Von daher ist es gar nicht so schlimm etwas größer dimensionierte Akkus durch die Gegend zu fahren. Und: deren Nutzwert im Second Life ist ja auch höher als die eines kleinen Akkus.
2017-2020: 2013 Nissan Leaf Acenta 24kWh
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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@ubit: die e-tron und GTE Modelle lassen den Sport Modus nicht im EV Betrieb zu.

Laut KBA liegt die durchschnittliche Jahresfahrleistung bei 13.257km p.a. Pro Fahrzeug. Das ergibt 36,32km pro Tag.
Das schafft man elektrisch. Zumal man bedenken muss das da auch die Urlaubsfahrten mit eingerechnet sind also sinkt der realistische tägliche Wert weiter.
Daher finde ich es kritisch das Leute wie Umali mir sagen ich würde eine unnütze Protzkiste fahren und es ist ja Schwachsinn das ich mich dazu entschieden habe mich emmisionsfrei täglich durch das belastete Stuttgart zu fahren. Wäre ein Diesel die bessere Wahl?
Damit ein BEV all meine Erwartungen erfüllt muss es zuverlässig immer 600km Reichweite liefern. Dazu brauche ich einen dementsprechend großen akku. Den gibt es in einem großen Auto. Das ist deutlich teurer.
Also ist es besser ums verrecken (im wahrsten Sinne) einen BEV zu fahren oder meinen kleinen A3 der 80% meiner Gesamtfahrten und fast 100% meiner täglichen Fahrten elektrisch bewältigt?
Zuletzt geändert von Schüddi am Mi 5. Jun 2019, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Schüddi
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@Odanez: wie viele Fälle kannst du denn belegen wo der Akku getauscht werden musste? Oder ist das einfach nur Theorie?
Wenn das der Fall ist will ich auch kein BEV - zumindest nicht kaufen.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Helfried
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ubit hat geschrieben:Und viele Leute stellen ja auch jetzt beim Verbrenner gerne mal die Automatik auf "sportlich" - einfach weil es Spaß macht. Dürfen sie das mit einem PHEV nicht mehr?
Sinn der Sache ist das nicht. Da könnte man ja gleich ein BEV fahren.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Ist doch völlig egal wie hoch die Kosten in den ersten 2-3 Jahren sind. Die Anreize machen die Autos ja auch nicht wirklich billiger. Der Preis bleibt hoch und der Wertverlust bleibt ebenfalls. Nur die Nutzung wird für den einzelnen Fahrer durch die günstigere Besteuerung billiger. Die Firma zahlt doch trotzdem die volle Leasingrate basierend auf Anschaffungskosten und Wertverlust. Und spätestens auf dem Gebrauchtmarkt nach dem Leasingzeitraum schlagen die hohen Anschaffungspreise dann auch wieder durch.

Ciao, Udo
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Odanez
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Schüddi hat geschrieben: @Odanez: wie viele Fälle kannst du denn belegen wo der Akku getauscht werden musste? Oder ist das einfach nur Theorie?
Wenn das der Fall ist will ich auch kein BEV - zumindest nicht kaufen.
Deshalb fragte ich ja, wie ein PHEV Akku nach 2000 Vollzyklen aussieht. In derselben Zeit hat ein 3x so großer BEV Akku nur 670 Vollzyklen erlebt. Nur als Beispiel.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

ubit
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Schüddi hat geschrieben: Laut KBA liegt die durchschnittliche Jahresfahrleistung bei 13.257km p.a. Pro Fahrzeug. Das ergibt 36,32km pro Tag.
Das schafft man elektrisch.
Das schafft "man" eben nicht elektrisch. Weil diese 36 km (oder nach anderen Quellen 39 km) eben nur der Durchschnitt sind.

Manche machen Freitags den Großeinkauf für das Wochenende und Samstag/Sonntag steht das Auto herum. Schon sind es "werktäglich" über 50 km. Dann wird es schon sehr knapp.

Oder umgekehrt wird unter der Woche nur Kurzstrecke gependelt, am Wochenende dafür längere Strecken zum Hobby. Dann wären sogar die 50 km e-Reichweite für die Wochentage zu viel und am Wochenende ist der e-Anteil gering. Beispielsweise kenne ich Jemanden der im Sommer fast jedes Wochenende zu seinem Boot in die Niederlande fährt. Knapp 200 Fahrtstrecke. Unter der Woche hat er nur 6 km Arbeitsweg. In diesen Wochen fährt er also 5*12 km + 2*200 km = 460 km pro Woche. Mit einem typischen Hybrid würde er - da keine Lademöglichkeit am Boot besteht - davon satte 110 km elektrisch fahren können. Also nicht mal 25% elektrisch. Und das obwohl seine durchschnittliche Fahrleistung im Jahr ziemlich exakt dem Landesdurchschnitt entspricht.


Du siehst also: Dieser Durchschnitt sagt in diesem Zusammenhang einfach mal gar nichts aus.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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zoppotrump hat geschrieben:
umali hat geschrieben:
Deine [Schüddis. Anm. ] Anwendung mit sehr kurzem Arbeitsweg und Ökostrom@home und dazu noch finanziell potent, um so eine aktuelle Teuer-Komplex-PHEV-Kiste zu fahren, gelten NICHT für die Durchschnittsfahrer.
Doch. Schüddi ist geradezu ein Paradebeispiel. Diesen Mythos des teuren PHEV hatten wir doch schon zig mal zerstört.
Neuwagen werden in Deutschland zum größten Teil gewerblich zugelassen. Bei den PHEVs sogar übermäßig stark, weil die E-Auto Förderung hier ANreize schafft.
Ich hatte schon vorgerechnet, dass man dadurch einen BMW 530e für um die 150 Euro im Monat fahren kann. Das ist keine Ausnahmeerscheinung von finanziell potenten. Diese Autos werden zu >75% geschäftlich zugelassen, sind also die überwältigende Masse.
Wie ubit schon richtig feststellte, ist das eine völlig kurzsichtige Betrachtungsweise, die Du hier an den Tag legst. Es sollte klar sein, dass es bei solchen Diskussionen um die "echten" Kosten geht und nicht die steuerlich oder sonstwie subventionierten.

Gleichwohl siehst Du nur einen kurzen Leasingzeitraum. Ein Auto wird aber, gesamtheitlich betrachtet, deutlich länger genutzt. Wenn später aufgrund der erhöhten PHEV-Komplexität die Wartungskosten steigen, ist das ein deutlicher Nachteil. Das bemerken natürlich die Gebrauchtwagenkäufer, so dass der Wertverlust rapide zunehmen dürfte.

Ich bekomme immer einen Fön, wenn Leute nur ihre 2...4 Jahre Neuwagenleasingzeiten sehen. Diese brauchen das Wort "nachhaltig" gar nicht erst in den Mund nehmen.

VG U x I
Zuletzt geändert von umali am Mi 5. Jun 2019, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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