PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Wenn Du meinst - das widerspricht nur dem Geschriebenen.
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Du meinst seinen zwischengeschobenen Satz, dass das Laden halt lang dauert? Stimmt, daran ändert induktives Laden auch nix. Ich denke aber doch, dass dies nicht zum induktiven Laden gehörte sondern allgemein als zusätzliches Argument zu verstehen war. Missverständlich in der Tat.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Afrolicious
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zoppotrump hat geschrieben: 7 Stunden müssen es nicht sein, aber 3-4 Stunden ist doch wirklich nicht zu viel verlangt.
Bei 25-30 kWh Winterverbrauch auf deutschen Autobahnen wären dafür ca. 100 kWh Akkus nötig. Die sehe ich auch nächstes Jahr noch nicht in den normalen Mittelklasseautos.
Problematisch finde ich, dass die Erwartung ist, selbst im Worst-Case keinerlei Einschränkungen hinnehmen zu müssen. 25-30kWh Verbrauch habe ich nur wenn ich, a) eins dieser sinnlosen Elektro-SUVs fahre (die dafür aber auch mit sehr großen Akkus ausgestattet sind) oder b) im Winter mit voll aufgedrehter Heizung nicht bereit bin, meine Fahrgeschwindigkeit ein wenig zu reduzieren.

Wer hingegen halbwegs flexibel ist, kann sich überlegen, was ihm wichtiger ist. Es wohlig warm zu haben und halbwegs flott zu fahren oder länger am Stück durchzufahren, dafür aber die Geschwindigkeit etwas zurückzunehmen.

Wer öfter im Winter lange Strecken in kurzer Zeit zurücklegen muss, für den ist ein Elektroauto (aktuell) in der Tat nichts. Die Frage ist, muss man das wirklich, oder meint man nur es zu müssen? Wenn es zweifelsfrei so ist, stellt sich nur noch die Frage, ob es dann ein PHEV sein muss oder ob nicht ein reiner Verbrenner oder Mild-Hybrid die bessere Wahl ist. Das hängt dann vom Utility Factor ab.

Ich würde sowohl PHEV als auch REX als Übergangslösung bezeichnen, bis reine Elektrofahrzeuge komplett uneingeschränkt langstreckentauglich sind. Dabei wird die Nische für den REX aktuell schon dünn, weil wenn man selten Langstrecken fährt ein BEV schon die bessere Lösung sein kann und wenn man oft Langstrecken fährt ein PHEV oder Verbrenner. Dennoch gibt es natürlich Anwendungsszenarien, wo der gute alte Ampera einfach perfekt ist (Alltagsstrecke von 40-80km und gelegentliche Langstreckenfahrten) und daher finde ich es auch beklagenswert, dass es kein aktuelles Fahrzeug mit diesem Konzept mehr gibt.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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kub0815 hat geschrieben: Egal Karlson 50km Reichweite reichen bei 17km durchschnittlichen Pendelfahrweg so oder so locker aus auch im Tiefsten Winter!
50km NEFZ werden im tiefsten Winter zu 25km reell. Bei 17km Pendelstrecke einfach = 34km am Tag +Umwege für Einkäufe/Erledigungen reicht das nicht.
iOnier hat geschrieben: Ja, wie ich ihn verstanden habe bezog er sich auf das häufige Einstöpseln und dass dies durch induktives Laden zu vereinfachen wäre.
Hab ich auch so verstanden und ich lehne das ab, weil zu hohe Verluste.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

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Karlsson hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben: Ja, wie ich ihn verstanden habe bezog er sich auf das häufige Einstöpseln und dass dies durch induktives Laden zu vereinfachen wäre.
Hab ich auch so verstanden und ich lehne das ab, weil zu hohe Verluste.
Stand heute trifft das zu, da sind aber sicher noch Verbesserungen möglich, obwohl die Physik und das in der Praxis machbare natürlich Grenzen setzen.
Gruß
Werner
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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

umali
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Afrolicious hat geschrieben: ...
Wer öfter im Winter lange Strecken in kurzer Zeit zurücklegen muss, für den ist ein Elektroauto (aktuell) in der Tat nichts.
Tja, wenn die OEM "offen" für Optimierungen wären, gäbe es auch eine (fossile) Standheizung als Option (Benzin, Diesel, Ethanol).
Beim C30-Volvo war das im Großversuch sogar Standard.
https://www.autoscout24.de/informieren/ ... -electric/
https://www.autosieger.de/volvo-c30-ele ... 21834.html

Ich hab's mal nachgebaut ;-). Das funktioniert im i3-Mod hervorragend und man hat nur noch minimale RW-Einbußen im Vergleich zum Sommer (aber eben bei satten 20...28°C Innentemperatur):
viewtopic.php?f=71&t=29749

Afrolicious hat geschrieben: Ich würde sowohl PHEV als auch REX als Übergangslösung bezeichnen, bis reine Elektrofahrzeuge komplett uneingeschränkt langstreckentauglich sind. Dabei wird die Nische für den REX aktuell schon dünn, weil wenn man selten Langstrecken fährt ein BEV schon die bessere Lösung sein kann und wenn man oft Langstrecken fährt ein PHEV oder Verbrenner. Dennoch gibt es natürlich Anwendungsszenarien, wo der gute alte Ampera einfach perfekt ist (Alltagsstrecke von 40-80km und gelegentliche Langstreckenfahrten) und daher finde ich es auch beklagenswert, dass es kein aktuelles Fahrzeug mit diesem Konzept mehr gibt.
Prinzipiell hast Du Recht, dass es Übergangslösungen sind.

Dass ein BEV auf Langstrecke allerdings zeitnah ohne sRex auskommt, ist m.E. ein gewaltiger Trugschluss. Einerseit steigen die Ladepreise infolge des CCS-Ausbaus und andererseits bedeutet Schnellladen auf Langstrecke immer:
* Risiko, dass etwas nicht funktioniert (Ladekarten, Identifizierung usw.)
* Risiko, dass "Ladestau" auftritt (kommt erst mit der anstehenden BEV-Verbreitung)
* immer Zeiteinbuße

Diese Hauptfakten (es gibt noch mehr) stellen für die meisten Nutzer selbst im Urlaub eine erhebliche Komforteinschränkung dar, die man nicht mit guten Worten wegbügeln kann. Die zukünftigen ID.xx-Fahrer werden das als erstes in Masse bemerken. Darauf sollte VW vorbereitet sein, den ein Umstieg auf E kann bei zuviel Negativerfahrung schnell nach hinten losgehen.
Deshalb wird bereits jetzt seitens VW massiv gefordert, dass der Bund die Infrastruktur hochziehen soll.

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Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

Afrolicious
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umali hat geschrieben: Dass ein BEV auf Langstrecke allerdings zeitnah ohne sRex auskommt, ist m.E. ein gewaltiger Trugschluss. Einerseit steigen die Ladepreise infolge des CCS-Ausbaus und andererseits bedeutet Schnellladen auf Langstrecke immer:
* Risiko, dass etwas nicht funktioniert (Ladekarten, Identifizierung usw.)
* Risiko, dass "Ladestau" auftritt (kommt erst mit der anstehenden BEV-Verbreitung)
* immer Zeiteinbuße

Diese Hauptfakten (es gibt noch mehr) stellen für die meisten Nutzer selbst im Urlaub eine erhebliche Komforteinschränkung dar, die man nicht mit guten Worten wegbügeln kann. Die zukünftigen ID.xx-Fahrer werden das als erstes in Masse bemerken. Darauf sollte VW vorbereitet sein, den ein Umstieg auf E kann bei zuviel Negativerfahrung schnell nach hinten losgehen.
Deshalb wird bereits jetzt seitens VW massiv gefordert, dass der Bund die Infrastruktur hochziehen soll.

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Genau da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein BEV sehr gut ohne REX auskommt, wenn die Ladeleistung im Verhältnis zum Verbrauch steht. Siehe dazu auch: https://generationstrom.com/2019/05/29/ ... alles-ist/

Die von dir beschriebenen Risiken sind natürlich Risiken, aber keinesfalls Gewissheiten. Die Ladeinfrastruktur wird ja ausgebaut. Und glaub mal nicht, VW wird übermorgen in der Lage sein ID.xx BEVs in Golf- oder Passat-Stückzahlen zu produzieren. Es gibt aber genug Pessimisten auf der Welt, die immer vom Worst-Case ausgehen. Vielleicht wird allein deshalb der Anteil elektrischer Fahrzeuge auf deutschen Straßen überschaubar und der Ladestau ausbleiben. ;-)

Ich bin der Meinung wir müssen von dieser "Nachladen ist der Tod"-Denke weg. Große Fahrzeuge mit großen Energiespeichern werden unseren Planeten genauso wenig retten wie Verbrenner mit kleinem Elektro-Feigenblatt, daher sollte der allgegenwärtigen Reichweitenangst mit einer positiven Einstellung zur Ladepause begegnet werden.

Und jetzt bitte nicht am "Planeten retten" aufhängen! Das ist natürlich eine bewusste Überspitzung.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

snaptec
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Hm... du weißt ich widerspreche dir ungern aber:
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... r/3472120/
die Strecke bin ich so gefahren. Durchweg 120 Tempomat oder was erlaubt ist.
2x mal Laden reicht aus, inkl gemütlichem Beine vertreten und der Hund kann auch mal pinkeln. Sogar jeweils mit massig Reserve.
Keine Single CCS, nur 70kW + Lader.

Ja, mit nem Diesel wäre nur 1x Stop nötig, wenn sämtliche Blasen das durchhalten. Je nachdem wieviel an der Tanke los ist gewinnst du etwa 30-50 Minuten auf die gesamte Strecke.
Solche Torturen tue ich mir aber nicht mehr an.
Einzig mit Wohnwagen hinten dran hast du recht, das geht so aktuell mit BEV nicht. Da brauche ich aber trotzdem länger als mit Kona inkl Laden (dafür mit Wohnwagen).

Die Kosten stehen dann nochmal auf einer ganz anderen Seite (einstelliger Euro Bereich für die Fahrt).
Entwickler von OpenWB.de - Die modulare OpenSource Wallbox Lösung.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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Afrolicious hat geschrieben:
Problematisch finde ich, dass die Erwartung ist, selbst im Worst-Case keinerlei Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
Naja, von "worst-case" kann wohl eher keine Rede sein, wenn der Case gerade mal 50% vom heute gewöhnten entspricht.
E-Klasse Diesel: Locker 800-1000km Reichweite. Bei Sommer wie Winter.

Re: PHEV - gut gedacht, scheisse gemacht!

zoppotrump
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umali hat geschrieben:
Was Du allerdings nun bereits wiederholt unter den Tisch fallen lässt, ist der Fakt, dass für den kläglichen, aber nicht weglassbaren Teil ein Backup her muss, wenn's um ein "Alleinfahrzeug" geht.
Hierfür PHEV's mit voller Verbrennerausstattung zu favorisieren, ist weder nachhaltig, wirtschaftlich, noch günstig.
Sorry, ich kann Dich nicht mehr ernst nehmen. Du behauptest irgendwas ohne Begründung oder faktischen Beweis. Meine hier erbrachten Beweise ignorierst Du einfach. Das ist schlechter Stil. Ich habe hier schon mehrfach den Beweis angetreten, aber kaum sind drei Seiten Thread vergangen, wird der gleiche Käse erzählt wie zuvor.
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