PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Schüddi hat geschrieben:190km bei 2,2l. Einfach mit Assistenten im Verkehr gewesen.
2,2l /100km oder für die 190 km?
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Ich finde die Reichweite sollte den täglichen Bedarf rein elektrisch abdecken.
Wir erwägen einen Umzug, so dass wir täglich 50 und 60km hätten. Sprich 60km sollten im Normalfall drin sein - da floppen die meisten PHEV leider.
Vergangenheit - Zoe Q210 2013
Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
Zukunft - Citroën ë-C4 2022

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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Naheris hat geschrieben:Ein PHEV ist auf Weitstrecke ein Verbrenner, der sparsamer ist als ein reiner Verbrenner.
Ist das so? Ich zweifle genau diese Aussage in dieser pauschalen Form an.

Da wäre doch mal ein tatsächlicher Vergleich in der Praxis interessant. Beispiel:

Man nehme je einen Passat Variant als GTE, als Benziner und als Diesel, tanke alle Tanks aller Fahrzeuge vor Abfahrt voll und fahre damit zusammen am gleichen Tag in der gleichen Zeit die gleiche Autobahnstrecke von sagen wir mindestens 800 km bei Richt- bzw. wo begrenzt ist zulässiger Höchstgewschwindigkeit, gestatten wir z. B. einmal nachladen und nachtanken in der Mittagspause. Dann noch ein zweites Automodell mit abweichender PHEV-Technik, Outlander z. B., ebenfalls als PHEV-, Benzin- und Dieselvariante. Am Schluss rechnet man die Strom- und Benzin- bzw. Diesel-Verbräuche zusammen. Wär doch mal ein sinnvoller Test für ein Automagazin ;)

Dann hätte man wenigstens mal den tatsächlichen reinen streckenbezogenen Energieverbrauch. Unberücksichtigt ist der höhere Produktions- und Recyclingaufwand für PHEV-Fahrzeuge und der damit verbundene Ressourcenverbrauch.
EV-Historie seit Anno Domini 1974 :o
Herkules E1 - Opel Corsa B Elektra - Fiat 500e Zebra - BH emotion Nitro 29 - Mitsubishi Outlander PHEV - Nova Motors eRetro Star - Mini Cooper SE

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Odanez
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muinasepp hat geschrieben:
Naheris hat geschrieben:Ein PHEV ist auf Weitstrecke ein Verbrenner, der sparsamer ist als ein reiner Verbrenner.
Ist das so? Ich zweifle genau diese Aussage in dieser pauschalen Form an.

Da wäre doch mal ein tatsächlicher Vergleich in der Praxis interessant. Beispiel:

Man nehme je einen Passat Variant als GTE, als Benziner und als Diesel, tanke alle Tanks aller Fahrzeuge vor Abfahrt voll und fahre damit zusammen am gleichen Tag in der gleichen Zeit die gleiche Autobahnstrecke von sagen wir mindestens 800 km bei Richt- bzw. wo begrenzt ist zulässiger Höchstgewschwindigkeit, gestatten wir z. B. einmal nachladen und nachtanken in der Mittagspause. Dann noch ein zweites Automodell mit abweichender PHEV-Technik, Outlander z. B., ebenfalls als PHEV-, Benzin- und Dieselvariante. Am Schluss rechnet man die Strom- und Benzin- bzw. Diesel-Verbräuche zusammen. Wär doch mal ein sinnvoller Test für ein Automagazin ;)

Dann hätte man wenigstens mal den tatsächlichen reinen streckenbezogenen Energieverbrauch. Unberücksichtigt ist der höhere Produktions- und Recyclingaufwand für PHEV-Fahrzeuge und der damit verbundene Ressourcenverbrauch.
Das wäre wirklich ein interessanter Test, jedoch müssten die 3 Autos ständig in einer Kolonne fahren, damit diese auch dieselben Brems- und Beschleunigungsverhalten haben; gleiche Bereifung und Reifendruck. Das Ergebnis dürfte aber auch stark vom Verkehr abhängig sein. Viel Staus bzw viel variable Geschwindigkeit dürfte dem GTE den Vorteil geben - aber konstante 130km/h mit Tempomat auf weite Strecken - da gewinnt mit Sicherheit der Diesel - beim Benziner vs. GTE ist halt die Frage, ob der Antriebsstrang effizienter bei der Geschwindigkeit ist oder nicht - schwerer ist der GTE aber, was aber wiederum bei konstanter Geschwindigkeit kaum einen Unterschied machen dürfte
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Kann nur Folgendes beitragen:
Zwei- bis dreimal im Jahr fahre ich eine Strecke von 266 km hin und 2 Tage später wieder 266 km zurück.
Starte jeweils mit vollem Akku und halte auf dem Hinweg an 2 Schnellladern, aber auf dem Rückweg nur an einem.
Fahre sehr sparsam, am liebsten mit ACC hinter einem Laster, und liege laut BC stets bei 3.2l/100km für die Gesamtstrecke von 532km

Ein 3l Lupo verbraucht mehr.....
Ist aber auch schneller am Ziel
Aber Zeit spielt mir halt keine grosse Rolle
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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@Odanez
Richtig, und sie sollten die Positionen regelmäßig tauschen (nicht, dass ständig die gleichen im Windschatten der anderen fahren).

Es ist klar, je mehr Stau, je niedriger die Geschwindigkeit, desto stärker die Höhendifferenz ins negative geht (außer es geht gleich am Anfang bergab wo nicht rekuperiert werden kann), desto mehr gewinnt die PHEV-Fraktion. Es sollte halt mal an einem normalen Wochentag bei normalem Verkehrsaufkommen z. B. quer durch Deutschland gefahren werden mit praxisgerechten Geschwindigkeiten, wie sie die Verkehrssituationen und Limits halt zulassen, bei möglichst ausgeglichener Höhendifferenz. Könnte man ja an mehreren Tagen mit unterschiedlichem Verkehr wiederholen oder auch unterschiedliche Strecken fahren, um ein aussagekräftiges Gesamtbild zu bekommen.

@Kim
Der Verbrauch ist OK, allerdings wird sehr sparsam im LKW-Windschatten gefahren und dreimal unterwegs eine unbekannte Energiemenge zu unbekannten Kosten nachgeladen, eignet sich also nur sehr bedingt für einen Vergleich.

PS: Werde im Juni mit dem Outi vollbeladen mit 5 Personen und Dachbox in die Toskana fahren. Bin auf den Benzinverbrauch gespannt, aber dass es unter 10 Liter sind, davon gehe ich mal lieber nicht aus. Btw., mir ist grad die niedrige Zuladung aufgefallen :o
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

fbitc
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grad nochmal nachgeschaut - auf der Strecke von Mühldorf nach Cavallino war der Durchschnitt wie folgt:
2017-05-02 12_17_45-Benzinverbrauch_ Mitsubishi - Outlander - PHEV - Spritmonitor.de.jpg
wobei mit vollem Akku jeweils losgefahren wurde und 1x (Rückfahrt) bzw. 2x (Hinfahrt) unterwegs in Österreich voll geladen wurde.

Aufgepackt waren wir so:
IMG_2338.JPG
allerdings zu 99 % in Österreich 130 km/h auf der Autobahn und in Italien meist 110 km/h (ca. 400 km), Rest Land- bzw. Bundesstraße (ca. 120 km)

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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Hi ex-Nachbar ;-)

naja das geht doch.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Ich glaube man kann sich beliebig Szenarien ausdenken, bei denen ein PHEV super ist und bei welchem er schlechter ist. Ich habe das real im eigenen Familienkreis. Meine Eltern fahren fast das ganze Jahr nur Strecken von 5 bis maximal 25km pro Tag. Sie können daheim aufladen und fahren zwei - drei mal im Jahr eine Strecke von 600-700km - meist mit Anhänger und Hund im Kofferraum. Für sie wäre der Outlander nahezu perfekt gewesen (leider sind sie mit über 70 nicht mehr so flexibel im Kopf wie manche ebenso alte Foristen hier).
Ich hingegen habe absolut keine Kurzstrecken (fahre in der Stadt ausschließlich öffentlich oder per Fahrrad) und fahre am Wochenende Strecken von 150km+. Ganz wenige Strecken von 20-50km - z.B Frau vom Flughafen abholen - sind noch dabei. Für mich wäre ein PHEV relativ sinnlos.
Man muss sich also beim PHEV genauso wie beim EV (und früher Diesel vs. Benzin) fragen - passt das zu mir.

Der größte Vorteil eines PHEV auf der Langstrecke wird leider noch viel zu wenig gehoben. Man könnte damit sehr extremes downsizing betreiben. Um einem Passat oder ähnliches auf der Autobahn in der Ebene mit 130km/h zu bewegen benötigt man keinen starken Motor. Wenn man aber einen 3-Zyl mit 44-50kW aus dem up in einen Passat einbaut, macht der wohl an der Ampel und beim überholen keinen Spaß. Packt man aber einen 100kW E-Motor und einen 20kWh Akku dazu wäre das Fahrzeug vollwertig, bietet für 99% der Fahrten hinreichend Reichweite und bei Langstreckenfahrt kann man dann auf die Dauerlast des Motors zurückgreifen. Wer Zeit hat macht auf der Langstrecke dann noch ein paar mehr Ladepausen als sonst und kann das noch weiter optimieren - man muss aber nicht.

Ich denke für viele wäre so ein Fahrzeug besser (und ökologischer) als ein reiner EV Passat mit 60-80kWh Akku...
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