PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Re: AW: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Toumal
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Helfried hat geschrieben:Da stagniert aber die Entwicklung seit Jahren. Weniger bei den Autos, aber in den Entwicklungslabors. Da wird auf derzeitiger Basis nicht mehr viel kommen.
Mmmm wir hatten in den letzten 10 Jahren fast eine Verdoppelung der Kapazitaet bei gleichen Ausmassen, und das nicht im Labor sondern kaufbar. Mir gehen zwar die staendigen Durchbruchsmeldngen auf den Geist, wo dann recht wenig tatsaechlich zu haben ist - aber real haben wir riesen Fortschritte gemacht.

Ich bin da, ausgehend von den Fakten, wesentlich optimistischer. Wo du hier das Ende der Fahnenstange siehst erschliesst sich mir nicht, vorallem da die Anzahl der vielversprechenden Papers zu dem Thema in letzter Zeit explodiert.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Helfried
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Die Fortschritte, die uns als neu verkauft werden, sind schon mehr als vier Jahre alt. Die Autobranche ist halt nicht die schnellste in der Umsetzung von Forschungsergebnissen.
Seither tut sich aber nicht mehr viel auf derzeitiger Lithium-Basis.

In der Modellbau-Branche lässt sich zeitnäher in die Zukunft blicken.

Re: AW: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Helfried hat geschrieben: Da stagniert aber die Entwicklung seit Jahren. Weniger bei den Autos, aber in den Entwicklungslabors. Da wird auf derzeitiger Basis nicht mehr viel kommen.
Das was aber bereits da ist, ist mehr als ausreichend.

Aktueller Stand ist etwa 200Wh/kg. 300kg Akkuzellen würden also 60kWh ergeben zuzüglich Gehäuse und so weiter. Aktuell werden noch in den meisten Fahrzeugen Zellen verbaut, die gerade einmal die Hälfte an Energiedichte aufweisen.

Das M3 wird vermutlich eine noch etwas höhere Energiedichte aufweisen.

Zum Vergleich: Die 18650er Zellen hatten so um 2007 rum etwa 2200mAh. Heute liegen diese Zellen bei 3500mAh. In 5 Jahren werden die vermutlich über 4000mAh haben.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Priusfahrer hat geschrieben:In Zukunft wird das nicht mehr reichen. Die Akkus mit 50,60 oder noch mehr kWh werden kaum größer und schwerer sein als die heutigen 30kWh Akkus sein. Daher kann von "mitschleppen" keine Rede sein. Und die Preisunterschiede werden auch so gering sein, dass ein noch so kleiner REX teurer sein wird.
Das sehe ich auch so. Aber die Frage ist wie weit diese Zukunft weg ist. Ich denke mal 10 Jahre. Und bis dahin will man auch eine vernünftige Lösung. So ein Massenmotor kostet fast nix. Und Akkus ziemlich viel...
Priusfahrer hat geschrieben:Mit 60kWh Akku ist eine Reise über 500km kaum noch länger als mit einem herkömmlichem Fahrzeug, da man auf dieser Strecke eh 1-2 Pinkelpausen macht. In der Zeit wird mit 100KW+ zwischengeladen. Zusätzlich aller 200-300km an die Tanke fahren um den REX nachzutanken, wird dann niemand mehr wollen.
Dafür muss es aber überall diese Lademöglichkeiten geben - und das zuverlässig. Und es ist auch keine Konzeptvoraussetzung, dass man den Rex alle 200km tanken muß. Das i3 Konzept finde ich als Basis für ein Familienalleinfahrzeug nur bedingt geeignet (ist dafür ja auch nicht gedacht). Ich würde - um bei dem Oktaviabeispiel zu bleiben - den kleinsten Antriebstrang des up/citigo einbauen - also 1l - 44kW. Allerdings als reiner Generator wie beim i3. Und das mit einem hinreichenden Tank für einen Urlaub.

Derzeitige PHEVs legen aber leider den Fokus auf den Verbrenner als Hauptsystem und einen unterstützenden E-Antrieb, der nur limitiert funktioniert und die Basis Reichweite abdeckt. Der i3 sagt zwar klar der EV Modus ist das Hauptsystem aber der Rex ist nur ein Notstromaggregat. Ich vermisse ein Konzept, welches zwar den E-Antrieb in den Vordergrund setzt (wie beim i3) und beim Verbrenner meinetwegen Abstriche macht, aber im seltenen Bedarfsfall einen tauglichen Dauerbetrieb ermöglicht. Als EV Reichweite wünsche ich mir aber mindestens 150-200km, da ich den Verbrenner eigentlich nie benutzen möchte.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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kub0815 hat geschrieben:Bist du dir da sicher das es so ist das eine Wallbox nicht gemeldet werden muss wenn sie über CEE angeschlossen wird?
Nach allem was ich gelesen habe, ist das so.
Ich werde aber auch nicht zu irgendwelchen Behörden rennen und "macht mir Probleme" schreien.
Priusfahrer hat geschrieben: Entweder ein richtiges PHEV mit ordentlichem Verbrenner und Akku für 50-100km oder gleich ein BEV mit 50+kWh Akku. Alles dazwischen ist Murks.
Da meinst Du konventionell Leistung Hubraum? Nee, gehjdoch weg mit dem Kram....dieser Ballast ist wirklich überflüssig. Der kleine Mopedmotor tuts schon. Wobei das Ziel ohnehin wäre, elektrisch zu fahren. Aber mir Plan B an Bord und man fährt seinen 30-40kWh Akku komplett leer und muss nicht noch 7-10kWh Reserve vorhalten und braucht auch keine Ausweichsäulen.
kub0815 hat geschrieben:Es gibt doch schon den Passat Varriant GTE von volkswagen der ist sogar mit AHK bestellbar.
Der billigste Kombi kostet da 37.500€. Wenn 2-jährige für 20.000€ da sind, denk ich drüber nach.
Aber das Reichweitenmanko bleibt. Wir fahren künftig 50 und 60km am Arbeitstag. Das sollte im Normalfall ganzjährig schon bitte elektrisch gehen bei dem ganzen Aufwand.
Super-E hat geschrieben: anstatt das man 60kWh+ für diese Sonderfälle mitschleppt und dann auch noch nichts gewonnen hat, wenn man nach Ungarn in den Urlaub fahren will?
Also bei >60kWh kippt das für mich langam, da würde ich auch Langstrecken elektrisch fahren, sofern auch die Lademöglichkeiten passen. Momantan bestimmt nicht nach Ungarn, aber da war ich noch nie und hab eigentlich auch erstmal nicht vor, hinzufahren. Also das wäre nicht das KO-Kriterium für mich.
Zur Zeit denke ich, dass ein 30kWh Akku + RE wohl noch billiger kommt als ein >60kWh Akku und dazu flexibler ist.
Aber wenn dso ein Auto nicht in 2-3 Jahren am Markt ist, ist es auch langsam überflüssig.
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Gegenwart - Tesla Model 3 Long Range 2022
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Naja Ihr geht alle vom Stand heute und in 1-2 Jahren aus.

In 5 Jahren sieht die Sache vermutlich ganz anders aus. Da könnte ich mir vostellen, dass es mindestens 3x so viele Ladepunkte gibt. An praktisch jeder Raststätte 2-4 Schnelllader und zusätzlich an vielen Autobahnrastplätzen 1-2. Alle natürlich vernünftig ausgeschildert. ("nächste Lademöglichkeit in 5km/22km/37km") oder so ähnlich.

Neufahrzeuge unter 50kWh Akku werden kaum noch verkaufbar sein. Und die kosten dann in der Grundausstattung unter 30k€.

Dann wird es langsam eng für die PHEV. Macht dann nur noch Sinn für Leute, die sehr oft 500km+ fahren.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Hi,
bei uns in der Firme entstehen gerade sehr viele neu Ladeplätze weil sehr siche sehr viele für ein PluginHybrid entscheiden. Ich würde das eher als positive sehen das deswegen die notwenidge Infrastrucktur geschaffen wird. Von der die elektromobilität an sich provitiert.

Deswegen sind PluginHybrid zur Zeit auf keinen Fall die Totengräber der Elektromobilität....
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Priusfahrer hat geschrieben:Naja Ihr geht alle vom Stand heute und in 1-2 Jahren aus.
Nunja. Rechne einfach selbst. 100€ pro kWh wäre im Jahr 2020 ein sehr guter Einkaufspreis. Das macht bei 30kWh Akku 3000€ für die Zellen im Einkaufspreis. Da kommt noch mal für die Integration 20-30% drauf - wieso auch immer das so teuer ist. im Vergleich - einenen Dacia Sandero mit Renaultmotor gibt es für 7k€ Endkundenpreis! Demnach ist ein kleiner generatormotor definit billiger als der Akku.

gewicht: Eine Energidichte (Akkupack) cvon 200Wh/kg wäre 2020 super. Das macht dann mindestens 150kg. Ein 1L 3zyl wiegt 89kg. Zusammen mit Generator und mittlerem Tank sollten das auch nicht mehr als 150kg sein.
Priusfahrer hat geschrieben: Macht dann nur noch Sinn für Leute, die sehr oft 500km+ fahren.
Nein. Ganz im Gegenteil. Die Leute die sehr oft über 500km fahren sollten ein BEV mit 100kWh+ fahren. Ein PHEV mit mittlerem Akku macht Sinn für Leute, die normalerweise nicht mehr als 150km fahren.

Die Ladeinfrastruktur wird sich jetzt massiv ausweiten, aber die Frage ist, ob sie im gleichen Umfang wächst wie der EV Bestand. Ich wäre recht froh, wenn ich im ferienstau an der Ladesäule dann die Wahl habe auch noch auf Benzin zurückzugreifen.

Am liebsten wäre mir aber eigentlich eine Rex Brennstoffzelle (aber nicht mit Wasserstoff sondern E100 oder Benzinreformer!), aber die ist derzeit noch viel teurer als der Akku...
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Wenn Akkus in ausreichender und bezahlbahrer menge da sind mit dennen mann 500km weit fahren kann machen für mich PlugIn Hybrids überhaut keinen Sinn mehr.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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kub0815 hat geschrieben:Wenn Akkus in ausreichender und bezahlbahrer menge da sind mit dennen mann 500km weit fahren kann machen für mich PlugIn Hybrids überhaut keinen Sinn mehr.
Da sind sich hier ja wohl auch fast alle drüber einig. Die Fragen sind nur
- wann wird das sein?
- was ist bezahlbar?
- mit welcher Geschwindigkeit sollen die 500km erreichbar sein - und auch im Winter?
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