PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

zitic
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Wie beim BEV wir der PHEV wohl erstmal etwas den potenten EFH-Besitzer bleiben. Und da ist ja schon genug Potential. Langfristig muss man dann ohnehin gucken, wie man das gewährleistet.

Im öffentlichen Bereich wird das sicherlich nur über Massen an 3,7 kW Anschlüssen gehen an denen über Nacht geladen wird. Standardisiert ist das ja alles schon im CCS-Standard. Anklicken und automatisch authentifizieren und anrechnen. Wie beim Supercharger. Alternativ mit externer RFID und Typ 2 in rudimentärer, robuster Form ohne groß Display etc..

Ob man da mit RFID wesentlich mehr Obscurity erreicht, weil man da nicht das Auto direkt zuordnet und man die Karte noch verleihen kann? Naja...
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

zitic
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Naheris hat geschrieben:Spannend wird zu sehen, wie sich der V60 D6 Diesel-PHEV gegenüber unserem ehemaligen V60 D5 schlagen wird (selber Motor, nur einmal mit und einmal ohne Elektromotor und Akku), sowie den Passat GTE.
Der Diesel-PHEV wird mit der nächsten Generation 2018 ja schon wieder Geschichte sein. Und sonst will das auch keiner ausprobieren, da das zu teuer wird und bei der Anrechnung kaum was bringt. Entsprechend dient der PHEV schon mal der Dieselverdrängung.

Stellt sich auch die Frage, wie groß der Anteil der Diesel-Passat-Kategorie mit großer Laufleistung wirklich ist, die extrem viel Langstrecke fahren. Gibt es da zahlen?

Jetzt mit ~20 Leuten gesprochen, die ordentlich was abreißen mit ihrem Wagen am Tag auch mal aufs Land etc. und bei 4/5 der Leute war der Diesel in keinem Fall überlegen. Allein die reine Rekuperation reißt es da oft schon raus. Natürlich ist das nicht repräsentativ.

Da bleibt natürlich noch ordentlich was über. Aber wenn man das nicht gleich mit einer Elektrifizierung erschlägt, ist das wohl das kleinste Problem. Und da kommt dann mittelfristig ohnehin das BEV ins Spiel.

Vorteil: F&E geht in die gleiche Richtung. Leistungselektronik hat die gleichen Anforderungen. Das ist für die Hersteller mindestens genauso Kostensensibel. Bei den Akkuzellen haben wir natürlich nicht ganz so dir Skalen pro Auto, aber da sind wir immerhin auch schon bei 10 kWh. Ist genauso Kostensensibel. Die Mischung geht mehr Richtung Leistungsdichte, aber die technischen Fortschritte lassen beide Arten ziemlich identisch profitieren, da die Grundchemie die selbe ist.

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Naheris
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Der Q7 e-Tron ist auch ein Diesel, und der A6 e-Tron (so er noch kommt) soll den selben Antriebsstrang nutzen. Es kann aber sein, dass da was umgebaut wird, denn es gibt schon eine Weile da keine Ansage mehr, dafür aber einen Benzin-PHEV-A6 in China. Der Q7 wird uns aber noch eine ganze Weile erhalten bleiben. Der Volvo? Nur bis zum neuen V60, der nächstes Jahr kommen könnte.
Heute: Taycan / Gestern: ID.4, e-Tron 55, Leaf ZE1+, I-Pace, Kona, e-Golf 300, Model S AP1, Passat GTE Mk-1 / Morgen: ?
Antike: V60 PHEV, V60, XC60, LS, IS, A6 / Geschenke: A2, Lupo 3L, Golf II.
Fan von: Volvo, Lexus.

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

zitic
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Ah, stimmt. Lese gerade, dass beim 2018er A6 PHEV für Benzin und Diesel geplant sind. Da spielt der Preisunterschied dann wohl noch nicht so ein Rolle. Darunter (A4 Facelift 2019) geht man nur auf Benziner.

Bei Volvo ist Schluss.

Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Tho hat geschrieben:Wenn jemand aber nur eine einstellige kWh Menge entnimmt, dann ist die Abrechnung eigentlich schon zu teuer.
Nur, wie soll ohne Abrechnung ein Geschäft entstehen? Bleibt eigentlich nur das Flat Modell. Wer zahlt bekommt Zugriff.
Also eine Schukodose mit Verschluss.
Warum soll das zu teuer sein? Ich zahle im Supermarkt auch Kleinstbeträge über RFID mit dem Handy. Da sind schon mal Beträge unter 3€ dabei. Das teure sind die sinnlosen selbtserfundenen Zahlungsmöglichkeiten an statt altbewährte Möglichkeiten zu verwenden. Die hohen Kosten der Bezahlsysteme sind hausgemacht und völlig unnötig. Jeder Zigaretten-, Fahrschein- oder Parkautomat kann das besser. Und da sind auch nur kleine einstellige Eurobeträge zu entrichten. Gerade bei den Zigarettenautomaten ist die Marge sehr gering. Die Kippen kosten am Automaten exakt das was sie im Laden kosten. Und die haben heute auch vielfach Kartenzahlung und mittlerweile einige schon RFID.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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Priusfahrer hat geschrieben:Warum soll das zu teuer sein? Ich zahle im Supermarkt auch Kleinstbeträge über RFID mit dem Handy.
Im Supermarkt werden ja nicht nur Kleinstbeträge bezahlt. Die Summe machts. Von daher rechnet es sich für den Anbieter, ein solches System einzurichten. Für eine große Anbieterkette, ein EVU z. B., ist das machbar, für einen kleinen einzelnen Stromtankstellenbetreiber wohl eher nicht. "Tank"stellen wie die meine z. B., bei denen man direkt den Strom aus einer regenerativen Erzeugungsanlage tanken kann, werden vom Markt verschwinden, weil es abrechnungstechnisch kaum noch machbar ist und unwirtschaftlich zudem.
Priusfahrer hat geschrieben:Die Kippen kosten am Automaten exakt das was sie im Laden kosten.
Ist das so, ja? Zu Zeiten, zu denen ich noch geraucht habe (gut, schon ein paar Jährchen her ;) ) jedenfalls war es so, dass in den Automatenpackungen (meistens) weniger Zigaretten waren als in den Packungen für den Ladenverkauf; oder der Preis war eben nicht gleich. Jedenfalls ist es immer gut, wenn man nicht nur auf den Preis schaut, sondern auch auf das, was drinnen ist. ;)
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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muinasepp hat geschrieben:Ist das so, ja? Zu Zeiten, zu denen ich noch geraucht habe (gut, schon ein paar Jährchen her ;) ) jedenfalls war es so, dass in den Automatenpackungen (meistens) weniger Zigaretten waren als in den Packungen für den Ladenverkauf; oder der Preis war eben nicht gleich. Jedenfalls ist es immer gut, wenn man nicht nur auf den Preis schaut, sondern auch auf das, was drinnen ist. ;)
Ja meine Marke mit 22 Stück kostet am Automaten und im Laden exakt 6€.

So ein RFID Kartenzahlgerät, welches auch Karten zum Reinstecken akzeptiert, kostet einmalig Netto 200-300€ plus eine Grundgebühr im Monat an den Betreiber. Es gibt da sicher auch andere Kostenmodelle, wo der Betreiber 2% Provision nimmt und dafür eine geringere Monatsgebühr. Hat heute praktisch jedes Restaurant, Tante-Emma-Laden und so weiter.

Lohnt sich sicher nicht, wenn man nur 100€ (200-300kWh) Umsatz im Monat macht. Aber eine einigermaßen gut platzierte Ladesäule mit 2-4 Anschlüssen und min 2 Stellplätzen, macht heute schon weit über 1000kWh Umsatz im Monat.

Unsere Stadtwerke geben eine durchschnittliche Auslastung von derzeit 15% an. Tendenz steigend. Einige Säulen, die strategisch gut liegen, sind schon bei 30%. Derzeit liegt die durschnittliche Energiemenge je Ladung bei etwa 7kWh. Auch hier ist die Tendenz steigend.

Selbst wenn man "nur" 10kWh am Tag verkauft, sind das bereits 3000kWh im Monat und 1000-1500€ Umsatz, je nach Preis.

In Zukunft wird es aber Ladeparks geben. Da gibt es dann 4-8 Ladeplätze, die über ein zentrales Bezahlterminal angebunden sind. Da kommen in Zukunft auch deutlich höhere Umsätze zu stande.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

muinasepp
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Priusfahrer hat geschrieben:So ein RFID Kartenzahlgerät, welches auch Karten zum Reinstecken akzeptiert, kostet einmalig Netto 200-300€ plus eine Grundgebühr im Monat an den Betreiber.
Plus Installationskosten, hier in erster Linie die Zurverfügungstellung der Kommunikationsleitung an der Ladesäule, und du darfst fallabhängig gleich einen Nuller oder noch mehr hinten dran hängen.

Aber wir kommen vom Thema ab.
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Re: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

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Na ja, vom Thema abkommen ist hier gar nicht so leicht, weil es ja sehr allgemein gehalten ist. Sind die Lade-Probleme der PHEV im Endeffekt kontraproduktiv für die Elektromobilitat?
Der PHEV hat hat mal einen sehr kleinen Tank, das was da rein passt wird niemanden reich machen. Egal wie die Verrechnungsmethoden aussehen, die werden sich nicht auszahlen, und wenn diese kleinen Strommengen sehr teuer werden, wird diese keiner mehr nützen.
Das was ein PHEV benötigt sind Destination Lader. Diese gibt es schon sehr viele, nur müssten die Elektomobilisten einsehen, das dies wirklich nur Destination Lader sind und nicht ein Recht der schnellen Verfügbarkeit aus der Ladenot heraus ableiten. Ein Destination Lader ist ein Goody an einer Destination auf das ich kein Anrecht habe. Wenn der frei ist, ich einen passenden Stecker habe, stecke ich mich an und besuche die Destination so lange wie ich dort halt brauche. Den Gewinn mit dieser Art von Ladesäule macht der Betreiber in der Destination, was auch immer das gerade ist.
Anders herum sieht es mit den Schnellladesäulen aus, dort habe ich die maximale Ladeleistung zu ziehen, wenn ich das gerade nicht kann (ich bin ein PHEV ohne Schnellladung, ich bin zu voll, mir ist zu kalt, ich will nicht schneller laden...) habe ich dort auch nichts verloren. Klingt hart? ist es auch. Um dieses Problem zu lösen fallen mir nur Zeittarife ein. Aber: ich bin nicht generell für Zeittarife, nur an Schnellladern passen Zeittarife, nicht an Destination Lader.
Und alle Konflikte die die zwischen PHEV Fahrern und BEV Fahrern entstehen, sind nur deswegen, weil es weder saubere Unterscheidungen der Ladestellen gibt (was ist ein 20kW Lader an einem Aldi? was bei McDonald? was soll ein 50kW Schnelllader an einem Merkurmarkt?) und natürlich weil es zu wenige gibt. Neben jeden Schnelllader benötigt es schwächere Stecker um kalte Akkus zu laden oder eben PHEV die Möglichkeit zu geben, an der Raststätte neben der Autobahn auch zu laden.
Und genau da sehe ich die Chance, umso mehr Fahrzeuge mit Stecker auf der Straße sind, desto mehr Dosen wird es geben und so hilft jeder Stecker mehr auf der Straße um etwas zu bewegen.

BTW: Die 43-50kW Schnellladefähigen Fahrzeuge von heute sind die Schnarchlader von morgen! Jeder der sich heute als der Master aller Ladesäulen bezeichnet, weil super schnell wieder weg, muss in ein paar Jahren ein neues Fahrzeug kaufen oder er fällt in der Rangordnung Stufe für Stufee nach unten. Also alles was die jetzt oben stehenden jetzt fordern trifft die irgendwann einmal selber. ("Verschwinde mit deinem 50kW CCS Fahrzeug, ich muss 300kW Schnellladen du Pöbel du..." wird die 2020er Varinate von " Verschwinde mit deinem PHEV, ich muss 43kW Schnellladen du Pöbel du..."), daher: Was du nicht willst was man Dir tut......
ZOE Live Q210 6/2013 * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * 40kWh Batterie 12.03.2019
Aktuell: 130.000 km

Niemand ist bei mir auf der Ignor-Liste!

Re: AW: PHEV - Die Totengräber der Elektromobilität ?

Helfried
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AbRiNgOi hat geschrieben: "Verschwinde mit deinem 50kW CCS Fahrzeug, ich muss 300kW Schnellladen du Pöbel du..." wird die 2020er Varinate
Der Unterschied zum heutigen Schnarchladervolk ist, dass, wenn das später einer zu mir sagt, ich bloß ein paar Minuten nett mit ihm fachsimpeln muss, und schon ist mein Akku voll, auch mit nur 50 kW.
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