Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

Motorsteuerung / Gleichstrom /Wechselstrom

Re: Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

Eguy
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Wiese hat geschrieben:
Eguy hat geschrieben:

Was sind denn das für Modell Elektromotoren?
Sorry, dass ich so spät antworte.
Motor.pdf

Aber das ist ja schon wieder off-topic
hmm ja da steht auch nicht viel spannendes drinn. Normalerweise sind das aber PSM mit oder ohne Sensor.

@AbRiNgOi das Problem beim Umrichter ist, dass die Stromsensoren für sehr hohe Ströme ausgelegt sind. z.B. ein 200 kW, 400 V Umrichter braucht min. einen 600 A Stromsensor am Eingang (wenn er denn überhaupt über eine DC Strommessung verfügt). Eher so 700 und mehr. Wenn da nur so 10 A durch fliessen dann kann der schon mal 1-2 A zuviel oder zu wenig messen. Wenn nicht sogar noch mehr daneben.
Also beim E-Motor ist die Abweichung von gefordertem und tatsächlich gelieferten Drehmoment in der Regel genauer als 10 % Abweichung. Sonst sind die Sensoren nicht kalibriert oder der Regler einfach scheisse. ;D Es hängt natürlich auch mit der absoluten Toleranz zusammen, die Toleranz der Sensoren / Drehmoment relativ zu betracht ist etwas sehr vereinfacht. Dadurch werden bei geringer Last die Messungen sehr ungenau.
Das BMS kann wahrscheinlich relativ genau messen kann wv Leistung aus der Batterie gezogen wird. Der Umrichter muss aber nicht zwingend über eine DC Strommessung verfügen, wenn der nur AC-Strom misst, dann kann er die aufgenommene Leistung nur anhand der Wirkleistung im Drehfeld bestimmen.
Der Regler regelt auf d und q Strom (SVM) die Phasenverschiebung im Drehfeld ergibt sich dadurch (Clark & Park Transformation). Der q Strom ist in einem weiten Bereich praktisch liniear proportional zum Drehmoment.
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Re: Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

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Als Laie sag ich jetzt einfach mal, dass das alles viel komplizierter ist, als man sich das denkt. Deshalb glaube ich, dass diese Pauschalaussage, dass ein E-Auto viel einfacher ist als ein Verbrenner nicht wirklich richtig ist. Ja, ein E-Motor ist eine einfache Maschine, und auch die Ansteuerung ist recht einfach, sonst könnte man keine Modellbaumotoren mit 2 kW Leistung für 50 Euro kaufen und den Regler dazu für nen Hunni. Ja, sowas funktioniert problemlos, aber ein PKW würde da locker 50 bis 100 kWh pro 100 km verbraten, und die Akkus wären nach 2 bis 3 Jahren Schrott. Und das zeigt, dass der Teufel im Detail liegt. Tesla gehört da wohl zu denen, die den Teufel recht gut im Griff haben, und Andere noch viel lernen müssen. Und man muss davon ausgehen, dass da noch viel Potential drin steckt, und noch lange nicht das Ende der Möglichkeiten ausgeschöpft ist.
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Re: Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

Helfried
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aber ein PKW würde da locker 50 bis 100 kWh pro 100 km verbraten, und die Akkus wären nach 2 bis 3 Jahren Schrott.
Ich glaube nicht, dass der Wirkungsgrad bei Modellflugzeugantrieben so schlecht ist. Immerhin gibt es eine recht aktive Wettbewerbsszene, die reinsten Materialschlachten.

Und die Akkus halten nicht lange, weil sie in 5 Minuten entladen und in 15 Minuten geladen werden - nicht weil die Motoren so schlecht sind.

Re: Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

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Helfried, Du hast schon recht, aber die fliegen mit Hacker, Plettenberg oder ähnlichen Motoren für die man mehrere hundert Euro zahlt. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich hab ja auf die billigen Motoren und Regler gezielt, und die verbraten ne ganze Menge. Auch Hacker Motoren sollen je nach Last nur 70% Wirkungsgrad haben, hab ich mal gelesen!
Und wegen der Akkus: Klar werden Modellbauakkus extrem belastet. Ohne das ausgeklügelte BMS im Auto würde die Zellen aber auch bei moderater Belastung wegdriften. 100 Zellen in Reihe sind ohne BMS schnell kaputt. Bei mir hat das Ladegerät mal gesponnen und einen neuen 6S Block nicht balanciert und bis auf 4,35 Volt Zellspannung geladen - das wars, 3 Zellen haben überlebt! Ok, fürs Ladegerät ein Garantiefall, aber die 100 Euro für den Akku waren weg.

Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass das Alles nicht so easy ist wie immer getan wird.
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Re: Wieviel Leistung benötigt 'Segeln'

Eguy
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Der grundlegende Unterschied zwischen Modellbau Motoren (Brushless DC Motoren) und einem Antriebsmotor und Umrichter liegen in der Ansteuerung. Modellbau Motoren werden in der Regel mit Blockkommutierung angesteuert (Sensorlos) was dem Wirkungsgrad und der Laufruhe schadet. Es gibt aber auch Sensormotoren welche gleich wie im E Auto mit Space Vector Modulation (SVM) angesteuert werden.

Die Antriebstechnik von Tesla (speziell die ASM) ist nichts bahnbrechendes, geschweige denn neues (und ausserdem nicht mal von Tesla selbst). Sie habens einfach gehalten damits funktioniert und in ein Auto eingebaut.

Der Wirkungsgrad einer E Maschine ist stark abhängig vom Lastpunkt. Normalerweise bedeutet viel Moment und wenig Drehzahl schlechter Wirkungsgrad, als Beispiel.
Ich würde mich da aber weniger auf den Motor konzentrieren, sondern mehr auf den Umrichter. Dieser ist in den aktuellen Fahrzeugen wohl das relevantere Bauteil.
Die "Laien" finden den Motor wohl interessanter, da bisher immer der (Verbrennungs)Motor von interesse war ;-)

Das E-Auto ist deutlich einfacher aufgebaut als ein Verbrenner. Das wichtigste was aktuell noch fehlt sind langzeit Erfahrungen.
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