Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

mente
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> Eventuell folgt daraus eine (anteilige) Zahlungspflicht für den Eigentümer.

Aber warum? Alles Grundstruktur gehört zu degewo

> Gibt es eventuell noch Förderungen?

Leider nichts.
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Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

berlinix1
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@Wizzibizzi
gibt es bei dir schon was neues , wallbox schon installiert ?
BMW iX1 xdrive30 mit OS8

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Hallo berlinix1,

hab hier sehr lange nicht mehr hinein gesehen.... daher die späte Antwort:

Es war sehr lange sehr still seitens NWG, aber irgendwann kam nach Monaten ein Anruf - Man hätte nach ewigen Nachfragen irgendwann mal Unterlagen von der Degewo bekommen, alles schwierig....von den ursprünglich 7 oder 8 Interessenten wären jetzt noch 2 übrig geblieben, inkl. mir.... Kostenbeteiligung pro Interessent: ca. 6500€ (!). Sollte der andere Interessent abspringen, müsste ich knappe 9000€ (!) selbst stemmen. Habe natürlich vor Lachen kaum die Absage formulieren können! 😉😅

Das Thema habe ich beerdigt. Es wird keine Lademöglichkeit zuhause geben. Auch wenn es vermutlich lohnenswert sein könnte, im Zweifel die Degewo ggfs. mit Rechtsmitteln dazu zu zwingen, mir die Möglichkeit der Errichtung einer Ladeeinrichtung zu ermöglichen, mit Anbieterauswahl durch mich.... aber ganz ehrlich: Darauf habe ich keine Lust.

Es ist sogar fraglich für mich, ob ich angesichts der aktuellen Entwicklungen überhaupt beim nächsten (Leasing-) Fahrzeug nochmal ein E-Fahrzeug nehme. Der Staat setzt die Verkehrswende bei E-Mobilität ja auf ganzer Linie an die Wand, Förderung von heute auf morgen weg, öffentliches Laden wird immer schwieriger (Verfügbarkeit) und teurer (nix gedeckelt, jeder Anbieter greift zu, wie er gerade lustig ist)...der wirtschaftliche Vorteil geht immer mehr flöten, das macht dann nur noch bedingt Spaß. Ob ich angesichts dessen nicht doch lieber wieder zu einem "Diesel-Dieter" werde, weiß ich noch nicht....muss mich aber in den nächsten Monaten entscheiden, die Zoe geht Ende April zurück. Als Eigenheim-Besitzer mit PV auf dem Dach wäre sicher alles gut, aber als Mieter der ausschließlich öffentlichen lädt, wird es immer enger für das E-Auto. Super schade!

Das war mein letztes Update zum Thema, mal schauen ob es später im Jahr noch weiter geht mit Elektrik-Power! 😅👍

Gruß, Wizzibizzi
Ioniq 6 RWD 53kWh Techniq Transmission Blue

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Anhand des Münchner Urteils ließen sich aber die Kosten begrenzen. Es muss nur für den aktuellen Bedarf gebaut werden.
Bei nur 2 Interessenten reduziert sich viel. Auch müssen spätere Mitstreiter die Nutzung der alten Infrastruktur bezahlen.
Damit gibt's dann Geld zurück.
Leider ist eine Wallbox innerhalb einer Grossgarage immer teurer, als im Einzelhaus.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Ja, man könnte sicherlich anfangen darum zu streiten. Aber es bleibt trotzdem dabei, dass die Degewo ja den Anbieter vorschreibt, der selbst aber keine Einzelanlage erstellen möchte, eben wegen der viel zu hohen Kosten. Ich müsste also auf mehreren Ebenen streiten, aber darauf habe ich eben keine Lust. Dass ich mir an meinem Außenstellplatz eine selbst gekaufte Wallbox installiere, für die eine Elektro-Fachbetrieb die Installation vornimmt war meine ursprüngliche Idee. Natürlich wäre das auch schon teurer geworden als bei einem Häuslebesitzer, das wäre auch OK gewesen (wobei der Außenstellplatz oberhalb der Tiefgarage liegt, nur 4m neben einem Lüftungsschacht, durch den man ganz bequem die Zuleitung zum Stellplatz hätte ausführen können, und in der Tiefgarage den Zähler montiert hätte). Aber die Vermieterin lässt das ja schon gar nicht zu. Wie gesagt, bei der aktuellen Entwicklung ist es fraglich, ob das nächste Auto wieder elektrisch wird.... auch deshalb werde ich da erstmal nichts mehr machen.

Gruß, Wizzibizzi
Ioniq 6 RWD 53kWh Techniq Transmission Blue

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Vielleicht gibt es Mitstreiter, die einen Präzidenzfall erstreiten wollen (Ist leider notwendig!).
Sieh Dir das Münchner Urteil an, dort wird die teure Gesamtanlage ausgenockt, da es dort verklausuliert heißt: Wer bezahlt, darf die Ausführung bestimmen.
Würde Bei Dir heißen: Neuer Zähler mit Zuleitung und Wallbox.Errechne die dazu gehörigen Kosten und setze das der Hausverwaltung als Limit für Deine Kosten mit Hinweis auf das Urteil. Wenn sie mehr wollen, dann dürfen sie gerne in Vorleistung gehen.
Vielleicht bringen Dir Steve und Julian (IGEMBB: https://www.youtube.com/@SteveundJulian/featured) paar Leute zusammen.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Naja, ich schrieb ja bereits: Auf Rechtsstreitereien habe ich keine Lust, weder allein noch mit Mitstreitern. Dazu ist mir meine Lebenszeit einfach zu schade, und wie ebenfalls schon geschrieben, weiß ich gar nicht ob ich für die nächste Leasing-Periode wieder ein E-Fahrzeug möchte, eben weil die Entwicklung derzeit insgesamt doch eher dagegen als dafür spricht, auf meine Situation bezogen. Ist ja kein Selbstzweck, so ein E-Auto, sondern ein Fahrzeug, mit dem ich gern wirtschaftlich und bequem mobil sein möchte...mehr nicht. 👍😉
Ioniq 6 RWD 53kWh Techniq Transmission Blue

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

MAHLZEIT
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Hallo Leute, sehr spannender Faden hier. Da ich ebenso bei der Degewo eingemietet bin, verfolge ich alles mit grossem Interesse.

Positiv muss man hervorheben, das die Degewo zumindest dieses Thema auch schon länger auf dem Schirm hat und eben eine Lösung in Verbindung mit einem externen Partner anbieten kann.

Leider war mir aber schon beim Lesen des Infoblattes der Degewo (ist schon länger her ) zum Thema klar, das eine Lösung über einen externen Partner, der Installation, Technik und Aufbau sowie den Betrieb mit eigenem Abrechnungssystem durchführt, rein finanziell gesehen zum Totengräber für diese Idee wird.

Das Laden am privaten Anschluss soll ja deutlich günstiger werden als das öffentliche Laden, mit der Abrechnung zu den Konditionen der NWG landet man ja wieder bei den Tarifen, welche im öffentlichen Ladeangebot üblich sind. Da ein Laden über den eigenen Zähler strikt ausgeschlossen wird, wird dies ein Traum bleiben.

Die Aufstellung einer On-Charge-Säule in der Straße (als mögliche Alternative) wurde aber von On-Charge selbst in sehr frühem Stadium abgelehnt.

Insofern bleibt es erstmal dabei, die hier zum Glück doch reichlich vorhandenen Ladesäulen zu nutzen. Aktuell sind gerade auch wieder die Preise gesenkt wurden am Tesla Supercharger und bei Lidl ist es ja auch noch Recht günstig.

Mein Traum wäre aber trotzdem eine Lademöglichkeit am Stellplatz. Blaue CEE Dose 16A (abschließbar) mit Verbindung zum eigenen Zähler (imSyS) und dann mit Tibber laden.

Man wird ja noch träumen dürfen.

Was nicht in Frage kommt, wäre mein E Auto dafür zu opfern, ein Zurück zum Verbrenner nach 3 Jahren Elektromobilität kann ich mir nicht mehr vorstellen.


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Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

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Ich selber lede in einer großen WEG (> 300 Wohneinheiten). Auch dort ist das gleiche Problem ersichtlich, dass die große Lösung mit Fremdvergabe und damit einem zusätzlichen Kostnehmer von den Verwaltungen favorisiert wird.
Da werden paar Grundsatzurteile notwendig werden. Ansonsten haben wir die Situation wie bei den Ablesefirmen. Die Eigentümer beauftragen und die Nutzer müssen zahlen.
Fiat 500e seit 2017, zusätzlich VW eGolf. inzwischen auch ein i3s in der Familie; 115 MWh Strom an den Ladesäulen verkauft.
Ladesäule vor der Haustür
#2307 Ladestart um 23:07

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Singing-Bard
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Da muss man ein bischen auf die Wirkung des freien Marktes warten.
Wenn es genügend Ladestationen geben wird, dann werden diese wie die Tankstellen auch im Preis konkurrieren. Vielleicht nicht auf den Autobahnen, aber bei den Geschäften kann die Ladestation von Lidl, Aldi, Ikea und bei Hornbach oder OBI schon durchaus dazu genutzt werden auf günstige Art Kunden anzuziehen. Und bei Ladepreisen von 0,29€ kW (22 kW AC) und 0,39€ kW (max 150 kW DC) z.b bei Aldi, lohnt sich die Installation einer eigene Ladeinstallation wirtschaftlich eh nicht.

Den Luxus einer eigenen Ladestelle mit mehr als Schukostrom wird es in grösseren Mieterhäusern also wohl kaum geben. Dafür vermehrt kleine Lösungen, wo einfach ein gute Schukosteckdose liegt und dann mit dem genial günstigen Lidl Schukolader für 49,99€ (https://www.lidl.de/p/ultimate-speed-mo ... /p10022529) genutzt wird. Kein Stress mit anmelden und gemeinsamer Abrechnung und reicht in 95% der Fälle völlig aus zum Laden eines E-Autos.


Grosse Immobilienverwalter tun sich da meist schwerer, kleinere private Vermieter sind da häufig flexibler. Wobei der öffentliche Regelwahnsinn häufig Sachen verhindert.
Und die Vermieter werden feststellen, dass teure Lösungen nicht angenommen werden, weil die Preise überall anders günstiger sein werden. Und gleichzeitig eine Versorgung mit einer gemeinsam nutzbaren Ladestelle die attraktivität einer Wohnung erhöht.

Das spielt natürlich in einer Situation wo auf eine Wohnung 15 Bewerber kommen keine grosse Rolle für Vermieter.
...
"Wir sind degewo.

Wir sind das Zuhause für unsere über 130.000 Mieterinnen und Mieter. Wir sind attraktive Arbeitgeberin für unsere rund 1.500 Mitarbeitenden...."


Bei dem Verhältnis müssen 86 Mieter einen Angestellten bezahlen. Bei einem niedrigen Durchschnittsverdienst von 50.000€ (Sozialkosten und Räume und IT etc) sind das 581€ im Jahr die die Mieter für ihren Mitarbeiter bei der DegeWo bezahlen.

Die vielen Mitarbeiter müssen ja auch was tun für ihr Geld ;-)
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