Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Berlini3
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nach tel. Nachfrage meinerseits , wurde mir mitgeteilt, daß ein Angebot erstellt wird aber der Hausanschluß mit 100a wahrscheinlich nicht ausreicht und eine Erhöhung (160a ?) beim Netzbetreiber beantragt werden soll.

Die Tiefgarage hat insgesamt 15 Stellplätze und ist für ein Doppelmehrfamilienhaus (hausnr 1 und 1a)

Meine Frage wäre : reichen die 100a Hausanschluß für eine Hälfte der TG (7,5 Stellplätze) und 6Wohneinheiten je Doppelhälfte (Fernheizung , Fernwarmwasser, Aufzug im Haus) nicht aus ?
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Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Steinhard
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Reichen wird es in der Regel. Die Frage ist eher, wie verhinderst du dass der Anschluss nicht doch mal überlastet wird? Weil das ist grundsätzlich möglich.

--> dynamisches Lastmanagment

Heißt konkret dass es eine (Wandler)messung am HAK gibt die den Netzbezug ermittelt. Das dynamische Lastmanagment gibt dann lediglich die nicht abgerufene Leistung fürs Laden frei. Da muss natürlich der Netzbetreiber mitspielen. Funktioniert aber.

Oder eben die Anschlussleistung erhöhen. Ich vermute jedoch, dass du darauf eh keinen Einfluss hast und die Messen zur Ausgestaltung der Ladeinfrastruktur bereits gelesen sind. Bin mal auf das Angebot gespannt. Wird sicherlich preislich sehr selbstbewusst sein.

Dabei gibt es da mittlerweile eigentlich tolle, einfache und günstige Lösungen.

Bspw. eAutolader oder cfos.

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Guglhupf
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hat der Hausanschluss 3x100a?
Wenn die Fahrzeuge lange stehen, dann reicht jeweils 1x16A pro Stellplatz, wer Interesse hat und die nächste Eskalationsstufe wenn es dann eben mehr Interessenten gibt oder man es braucht.
Im Zweifel mal erfassen wann wie viel Last über den Hausanschluss geht. Wenn es nun drei Interessenten gibt und die jeweils mit 1x16A zu erschließen dürfte unkritisch sein und dann schauen wann im Schnitt über den Tag verteilt die Last am Hausanschluss frei ist. (Außerhalb der Stoßzeiten morgens und abends eigentlich immer) und die jene Stoßzeiten dann die Lademöglichkeit stumpf per Zeitschaltuhr trennen.
Warum muss denn immer gleich alles auf 20 Jahre zukunftssicher und teuer gebaut werden?
Den Allerallermeisten wird 1x16A von 23-5 mehr als reichen oder wenn es der Lastgang zulässt von 22-6 . Bei Bedarf kann man dann ja gemeinschaftlich hocheskalieren. Wichtig ist ja überhaupt erstmal eine Lademöglichkeit zu bekommen

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Berlini3
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naja , mir würde eine Lademöglichkeit ausreichen 😜
aber der Eigentümer (degewo) will die komplette Ertüchtigung der Tiefgarage .
Ausführende (Rahmenvertragspartner) Firma ist shell recharge (newmotion, ehemals) und die machen nur ganze Sachen (Tiefgarage alle Stellplätze) , leider 😕

wie gesagt , es kommt darauf an " how much is the fish"

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Ilchi
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Berlini3 hat geschrieben:nach tel. Nachfrage meinerseits , wurde mir mitgeteilt, daß ein Angebot erstellt wird aber der Hausanschluß mit 100a wahrscheinlich nicht ausreicht und eine Erhöhung (160a ?) beim Netzbetreiber beantragt werden soll.

Die Tiefgarage hat insgesamt 15 Stellplätze und ist für ein Doppelmehrfamilienhaus (hausnr 1 und 1a)

Meine Frage wäre : reichen die 100a Hausanschluß für eine Hälfte der TG (7,5 Stellplätze) und 6Wohneinheiten je Doppelhälfte (Fernheizung , Fernwarmwasser, Aufzug im Haus) nicht aus ?
Für bis zu 25 Stellplätze rechnen wir im privaten Bereich 40 A, 1 kW je Stellplatz ermöglichen nur bei Nachtladung 15.000 km je Jahr. In Deinem Fall reichen die 100 A also locker für 15 Stellplätze. Ich würde die Elektromobilität über einen Direktzähler leiten (deshalb die 40-A-Grenze). Die 40 A kannst du nun entweder über eine Aufsicherung generieren, dann reicht ein festes Lastmanagement, oder eben dynamisch aus den 100 A. Da nachts in der Regel 90 % des HAK brach liegen, sollte das locker klappen. Was sinnvoller ist, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Meist ist ein dynamisches Lastmanagement günstiger als der BKZ, bei einer Aufsicherung sicherste du dir die Leistung auch für die Zukunft, sinnvoll zum Beispiel bei einem etwaigen späteren Einbau einer Wärmepumpe.
I5 seit 08/2022, ca. 35 Tkm/a
Kona seit 04/2019, ca. 10 Tkm/a
Ioniq von 04/2017 bis 05/2019, ca. 30 Tkm/a

Die Mobilitätswende darf nicht an der Installation von Steckdosen scheitern: https://www.yourcharge.eu, Laden in Großgaragen

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Guglhupf
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Ach ja, die tollen Gestattungsverträge. Maximal teuer und das wird den noch Verbrenner fahrenden Nachbarn in paar Jahren auch noch auf den Kopf fallen.
Hier sind die Stadtwerke dran. Sehr günstig für den Einstieg in die Elektromobilität mit 1500€ für den eigenen Ladepunkt, 45€ im Monat Miete und 33,x Cent pro kWh. Herrlich! Das lohnt sich!
Das ergibt auf drei Jahre mit 15Tkm und 20kwh pro 100km ganz schlanke 13,5€ pro 100km. Ganz tolles Angebot. Da kann man noch einige Jahre mit CNG/LPG fahren und dann auf eine günstige Lademöglichkeit beim Arbeitgeber hoffen oder günstiger bei Aldi AdHoc laden

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Singing-Bard
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Niemand hat behauptet das in Zukunft jeder Autofahrer seine eigene, preisgünstige Ladesäule erhält.

Mit der Nachfrage wird sich das Angebot nach Lademöglichkeiten einstellen, bin ich mir ziemlich sicher ...

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Guglhupf
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Habe ich das etwa behauptet?
Warum muss man denn gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen?
Warum planen da immer Menschen die von der Materie keinerlei Ahnung haben oder zumindest kein Gefühl dafür haben mit Geld maßvoll umzugehen.

OT:
Bestes Beispiel am aktuellen Arbeitsplatz.
Bis 2025 sollen nun 20% der Stellplätze eine Lademöglichkeit für die private Nutzung bekommen. Wir reden da von weit mehr als 100 Ladepunkten. Die sollen alle gleichzeitig 22kw können und entsprechend auch der Anschluss ans Mittelspannungsnetz angepasst werden.
Deswegen können die Autos immer noch nicht mehr per AC ziehen. Da fängt dann die wilde Umparkerei an, wenn denn mehr als 20% der Autofahrer mal laden möchten/müssen. Sicher ganz toll für die Produktivität und reduziert auch ganz sicher den Stress. Mit weniger Anschlussleistung hätte man jedem Stellplatz 1*3.7kw geben können. Bis auf die allerwenigsten Ausnahmen im Rahmen der Gleitzeit reicht das für Jeden normalen Pendler mehr als aus. Keine speziellen Stellplätze und das Auto kann dort ganz regulär laden während der normalen Stehzeit ohne auch nur einen Gedanken daran verschwenden zu müssen. Jeder PHEV und BEV Fahrer wäre glücklich. Für alles was mehr braucht gibt es eben genau jene öffentliche Ladeinfrastruktur.
OT Ende

Der maßvolle Umgang mit Geld gilt doch ganz besonders bei Tiefgaragen in Wohnanlagen.
Das Mietkonzept mit Lastmanagement ist doch teurer, als erstmal die drei Leute jeweils mit 1*16A stumpf zu versorgen und das Ganze eben via Zeitschaltuhr um die Hochlastzeiten abzufangen um dann, wenn das Ganze nicht mehr reicht, den Hausanschluss so zu ertüchtigen, dass jeder immer 1*16A für das BEV ziehen kann. Auch da. Wie lange steht das Auto normalerweise auf dem Stellplatz?
Bei einem durchschnittlichen Arbeitstag ganz locker 13-14h . Das ergibt ~50kwh und die muss man auch erstmal verfahren.

Die Mietlösung bringt also erstmal denen was, die jetzt zu kurzfristig gedacht, nichts tun und ausgeben wollen. Das wird denen doch später nur maximal wieder auf den Kopf fallen.
Für künftige Mieter ist doch die Lösung in einigen Jahren maximal unattraktiv, beim Verkauf dann dito wenn es für einen eventuellen Mieter weniger attraktiv ist.
Auch für Selbstbewohner die mal auf ein Elektroauto umsteigen (wollen) und sich dann mal die Kosten ausrechnen.
Attraktive Elektromobilität geht so NICHT und das muss man eben verstehen und nicht nach Ausreden suchen.

Wann hat es denn jemals nachhaltig funktioniert sich durch sparen gesund zu reformieren?

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Xentres
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@Guglhupf

Dein Beispiel der Stadtwerke SWM für Münchner Tiefgaragen hat aber halt den Hintergrund, dass die SWM einfach die Hand aufhält und gleichzeitig als Netzbetreiber alternativen Lösungen das Leben schwer macht.

Und bei Verwaltern stößt sie damit auf Gehör, denn die wollen einfache Lösungen, aus erster Hand, ohne Scherereien mit quasi-staatlichen Stellen (Netzbetreiber).

Somit ist die Versorgung und technische Installation sowie der Support Aufgabe der SWM - dafür bezahlt man denen eben Installation + monatliche Miete.

Das ist ungefähr so wie vollmöblierte Appartments mit Rezeptionsdienst und Paketannahmeservice.

Und in München geht das alles ohne Probleme, was sind da 45 EUR im Monat, wenn die Kita 1500 EUR pro Monat kostet?
BMW i3 120 Ah - seit 04/2020 - Melbourne Rot

Re: Degewo Mieter dürfen Lademöglichkeiten errichten

Guglhupf
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sorry mit Kita hast du gezeigt, dass du entweder (noch) keine Kinder hast oder gar keinen Bezug zu München hast. Der Kitafinder ist verbesserungswürdig die Preise der geförderten Einrichtungen jedoch sehr sehr fair.

BTT
Genau das ist es eben. Man macht sich jetzt die Arbeit nicht, kauft sich damit eben später die Probleme ein. Die Stadtwerke errichten nun, wenn sie denn mal endlich aus dem Quark kommen, mir eine Ladelösung auf dem Stellplatz und am Ende soll jeder Stellplatz im Peak 22kw AC können. Das ist es eben mit dem Geld. Wozu braucht es bei einer Heimladelösung 22kw?
Das geht eben in München dennoch nicht so ohne weiteres. Die 45€ im Monat muss man am Ende eben auch wieder in der Stellplatzmiete unterbringen und der Gestattungsvertrag läuft über 10 Jahre. Für mich lohnt sich das mit Energiepauschale (alter Tarif), da ich 65Tkm im Jahr fahre. Ja die 45€ gehören zur Stellplatzmiete, wenn man richtig rechnen möchte. Außerdem gilt der Vertrag für drei Jahre. Wie sieht der Tarif in drei Jahren aus, den ich dann auch akzeptieren muss, wenn ich den weiter auf dem Stellplatz laden möchte.
In unserer Garage sind 196 Stellplätze untergebracht. Was das insgesamt allein an Miete auf 10 Jahre kostet. Da hätte man mit erheblich höherer Attraktivität für das gleiche Geld den Hausanschluss ertüchtigen können, damit dann am Ende jeder mit 1x16A auf dem Stellplatz laden könnte.

Egal, damit dreht man sich im Kreis und greift sich jedesmal an den Kopf wenn man mit Verwaltern und Beamten zu tun hat kann man sich nur an den Kopf fassen.
Das ist halt das Problem, wenn im öffentlichen Dienst immer zwanghaft Leute planen müssen die sach- und fachfremd sind.
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