Einfache E-Auto Solarladestation

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

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Die Solarmodule sind da wirklich das billigste an solch einem Projekt. Das kurzschluss- und betriebssicher hin zu bekommen ist nicht ganz einfach und billig. Persönlich würde ich ein System mit weiteren Pufferakku empfehlen. Das permanente Schalten mit den möglichen Spannungsschwankungen bei jeder Wolke wollte ich der Elektronik eines teuren E-Autos nicht zumuten. Das dann noch alles zu regeln - USV vor dem Rechner nicht vergessen (Wolke uns so...). Wenn dein Schuppen wie E-Auto das schadlos überstanden hat, darfst du gerne berichten.
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Re: Einfache E-Auto Solarladestation

ioniqtom
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Bei den Solarmodulen müsste man sich natürlich die mit den passenden technischen Daten heraussuchen.

Wenn man den Wechselrichter auf dem Dach anbringt und von jedem der 8 Solarmodule das Kabel direkt zum Wechselrichter führt, reichen bei 10 Ampere maximalem Strom pro Modul Kabel mit 2,5 mm².

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

ioniqtom
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@citylion:

Wo siehst du da eine Kurzschlussgefahr? Das einzige geschaltete Teil ist ein Relais zwischen Wechselrichter und Ladeziegel, das bei zu wenig Sonneneinstrahlung die Ladung unterbricht. Da reicht ein einfaches 16 Ampere Relais für Hutschienenmontage. Wenn man das Ganze in ein wasserdichtes Gehäuse einbaut, sehe ich keine Gefahr für die Betriebssicherheit. Auch für das Auto sehe ich kein Problem, wenn der Ladestrom mehrfach am Tag ein- und ausgeschaltet wird. Das einzige Teil das bedient wird, ist der Typ 2 Stecker und der ist von Hause aus betriebssicher.

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

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@ioniqtom ich habe nix von Kurzschlussgefahr geschrieben, sondern "kurzschlusssicher". Du wirst doch hoffentlich Sicherungen in sein System einbauen und nicht darauf vertrauen dass nie nie niemals jemand oder irgend ein Fehlerfall die Pole oder gegen Erde verbindet (z.B. Mäuse, Marderbisse, Ameisen im Sicherungskasten - alles schon gesehen). Und dass dann die Sicherung fliegt muss im Millisekundenbereich ein Überstrom fließen - diesen kann dein Inselnetz also die Solarmodule aber gar nicht liefern. Ansonsten hast du vielleicht Minuten, ggf. Stundenlang deinen Kurzschluss bzw. Fehlerstrom in der Zeit kann dann an der Stelle nicht nur die Isolierung abbrennen.

Und betriebssicher hielte ich ein System mit Wallbox, wo diese dem Auto bewusst "Laden erwarten" signalisiert und nicht einfach den Strom per Relais kappt. Das harte Abschalten sollten Autos zwar "mal" abkönnen - aber dass sie danach wieder auf Laden erwarten gehen ist nicht sicher und wie oft das die Auto-Elektronik mitmacht wird dir auch niemand garantieren. Diese paar Mal ne Wolke am Tag, kann ja auch 2000 Mal am Tag sein. Zudem muss die Wallbox im Bereich von 6 bis 32 Ampare ihre verfügbare Leistung signalisieren - diese Info muss ja deine Solarsteuerung liefern, das können die Wallboxen ja nicht selbst generieren - du brauchst also ein Lastmanagement, bzw. hier eigentlich Ressourcenmanagement oder willst du generell auf 6 Ampere limitieren (darunter geht eh nicht). Und für dieses Lastmanagement brauchst ja wieder Elektronik/Software - diese muss natürlich auch laufen, wenn die Solaranlage mal kein Strom liefert also brauchst du eine USV die die Wolke überbrückt.

Du kommst damit schon so von Einem zum Anderen Thema das du lösen musst. Aus deinen bisherigen Aussagen interpretiere ich, dass du weder das Know-How für die Elektrotechnik von Solaranlagen wie Wallboxen besitzt.

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

Rita
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mit den Solarmodulen ne Powerstation füttern, die 2,5 oder 3KW abgeben kann.....dann brauchts net extra nen Wechselrichter....

Rita

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

koaschten
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Aus meiner Sicht ist das eher ein Projekt für eine Victron Insel mit 2-3kWh Batterie.
EV6 GT

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

Optimus
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ioniqtom hat geschrieben: in 15 Stunden komplett aufladen. An einem normalen achtstündigen Arbeitstag könnte ich 50% der Akkukapazität nachladen. Bei den günstigen Preisen für Solarmodule habe ich deshalb und die ungefähr doppelte Eingangsleistung von den Solarmodulen vorgesehen. Da die Module flach auf dem Dach montiert werden sollen, gehe ich von einem Wirkungsgrad 50% aus. Später könnte ich dann mehr Module nachrüsten
Ich glaube deine Annahmen sind zu optimistisch. PV-Module haben bestenfalls 25% Wirkungsgrad und das auch nur bei optimaler Sonneneinstrahlung. Jede weitere Wandlung bringt Verluste (WR, Akku, DC-DC-Wandler, Laderegler, Ladeziegel etc.). Den DC-PV-Strom gleich in den Akku bringen ist da effizienter (DC-Lader mit Pufferakku).
Falls du also nicht nur bei praller Sonne im Sommer laden willst, wirst du wohl gleich mehr PV (>= 6kWp) und einen entsprechend großen Pufferakku brauchen. Das geht dann doch ganz schön ins Geld.
Model 3 SR+, MidnightSilver/black 06/2019, EAP 09/2020, 15,2 kWh/100 km (netto) @70 Tkm
08/2022 BKW 0,74 kWp, SSW, 500 kWh/a
Tesla-Referral: https://ts.la/erik66594 für SuC-Freikilometer u.a. Prämien; BeCharge Einladungscode: ZMLRUS9

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

tm7
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8 * 110 € für 8 Solarmodule inkl. Montagematerial
577,66 € für 5,3 kWh Speicher (Selbstbau, 16 * 105 Ah) https://de.aliexpress.com/item/1005006505354886.html
(oder 1.135,28€ für 16 kWh Speicher (ebenso Selbstbau) https://de.aliexpress.com/item/1005006446961219.html)
66,23 € BMS, z.B. 100 A * 48 V = 4,8 kW (https://de.aliexpress.com/item/1005002897035148.html)
2 * 30 € MPPT Laderegler
370 € Wechselrichter 48V (https://cz.noeifevo.de/de/products/2500 ... -konverter)
==========
1.955 € zzgl. 10% Kleinteile, Versandkosten o.ä. => 2.200 €

Dafür bekommst Du etwa 3,2 kWp Solarmodule mit 5,3 kWh Speicher und 4000 kW Dauerentnahmestrom. 5,3 kWh Speicher mag etwas überdimensioniert sein, aber das wird nicht schaden. Wenn Du fertigen Speicher bevorzugst, bekommst Du für etwa den gleichen Preis einen Pylontech mit 2 kWh - etwas mager für mein Empfinden, aber das ist nur das Empfinden, keine genaue Betrachtung. Da fehlt mir schlicht und einfach die Erfahrung.

2.200 € entsprechen 4.400 kWh bei 50 Cent/kWh Ladestrom.

Bei einem Verbrauch von 14,5 kWh/100km (das ist etwa mein Durchschnittsverbrauch) sind das etwa 30.000 km - ein klein wenig mehr als für Dich vielleicht realistisch wäre, je nachdem, wieviel Du werktäglich nachladen würdest.

Speicher halte ich für sinnvoll, um nicht zu sagen "für nötig", einfach weil der Solarstromertrag zu variabel ist für konstantes Laden.
28er Ioniq Bj. 5/2017, seit 31.1.2019
https://www.spritmonitor.de/de/detailan ... 09227.html

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

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Rita hat geschrieben: mit den Solarmodulen ne Powerstation füttern, die 2,5 oder 3KW abgeben kann.....dann brauchts net extra nen Wechselrichter....

Rita
Ja so sehe ich das auch. da ist alles fix und fertig drin verkabelt. Einfach die PV Module anstöpseln und an den 230V Ausgang den Ladeziegel und fertig.

Bei der Powerstation ist allerdings darauf zu achten, dass diese mindestens 2KW Dauerleistung kann. Ansonsten den Ladeziegel entsprechend herunterregeln, was aber die Ladeverluste erhöht.

Re: Einfache E-Auto Solarladestation

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  • Jogi
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Die Powerstation sollte (auch) eingangsseitig mind. 2kW DC können.
Gibt's da was bezahlbares?
Als Junge dachte ich, ich werde mal ein alter, weiser Mann.
Jetzt schaut, was aus mir wurde: Ein alter, weißer Mann.
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