Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

panoptikum
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Du musst mit Deinem Stundenlohn aber keine Mitarbeiter (auch administrative) bezahlen (inkl. Lohnnebenkosten, Urlaube und Krankenstände), keine Miete für Werkstätten, keine Maschinen, keinen Fuhrpark unterhalten und auch kein unternehmerisches Risiko tragen.
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Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

aling
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So Überschlagsmäßig komme ich auf ca 29 Euro Stundenlohn für die Fachkraft. Wieviel Stundenlohn bekommst Du denn?
Gruß Achim

EQE DCU

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

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29€? In Deutschland? Niemals. Ich kenne das Lohnniveau in Österreich ja nicht, aber der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit gibt ca. 3400€ als Median Einkommen an, was bei 160 Stunden im Monat 21,25€/h wären. Selbst das möchte ich für viele Regionen anzweifeln.
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Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

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Na dann nimm doch mal die 22€.
Der Chef und die Assistentin genauso, den Lageristen dazu sind von denen 66€/ Std.
Hat der Elektriker 10 Monteure sind das + 6,6 €/ Std, also 28€.

Oh, ein Auto, alle 5 Jahre neu, sind? Sagen wir inkl. Nebenkosten 9.000€ p.a.
Der Monteur kann, hohe 90% seiner Zeit verrechnet werden sind also , exkl. Urlaub und Krankenstand 1.680 Std / Jahr, also 9000/1.680 also + 5,3€, 33,3€.
Das Auto vom Chef? +1€, 34,4 €
Lager, Heizung, Telefon, Arbeitskleidung, etc.? 20.000€ / 10 Monteure, /1680€= 1,2 €, 34,5€.
Chef, ich muss da nochmal hin, habe was vergessen, Garantien, Mist gebaut, Kaffee trinken, mit den Kollegen plaudern und man ist flugs bei 80% Verrechenbaren Stunden, Haftpflichtversicherung, wird pro Mitarbeiter teurer, sagen wir mal. 12.000€.
Nichtzahlende Kunden,
Werkzeug
Spezialwerkzeug
Messgeräte
Und, darf der Chef am Jahresende auch was verdient haben?
Der Steuerberater, der will auch mal rasch 8.000€...

Bei ca. 45€ sind die Mindestkosten, bei, in etwa ca. 72 € die Maximalkosten pro Stunde.
Bei uns? Da kostet alleine die Zahlungsausfalsversicherung 12.000€/ Jahr.

Hat einer ein Angebot geschrieben?
War vorher einer Besichtigen?
Wie lange wollte der Privat-Kunde über seine Befindlichkeiten reden ? Ohne dafür zu zahlen?

Ja, unter 90€ gibt es niemanden der weiss was er tut und bei dem Stundensatz stelle ich dies in Frage....

Dazu kommt dass der Befundesteller nun für alles haftet was andere taten ohne dafür irgendwas verdienen zu können.

Bei uns wäre es teurer, aber, wich arbeiten nicht mal für Private da dieser Kunde ein sehr ineffizient zu betreuender Kunde ist und sowieso immer alles zu teuer ist.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

Optimus
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Wollte eigentlich gar nicht so eine gr. Diskussion lostreten, da ja OT.
aling hat geschrieben: Überschlagsmäßig komme ich auf ca 29 Euro Stundenlohn für die Fachkraft.
Ich weiß ja nicht was man da noch überschlagen muss. Da steht doch :
- 139eur für 1h Fachkraft
Es geht darum, was bezahlt werden muss (durch den Endkunden) und nicht darum, was eine Fachkraft/Facharbeiter verdient/bekommt.

Das die Gemeinkosten auch irgendwie verdient werden müssen, ist klar. Deshalb werden alle anderen Tätigkeiten, Anfahrt und Einsatz von spez. Messgeräten ja noch extra bezahlt - was auch ok ist. Bei 139€/h sind das bei 160 h/Monat 17.792€ Einnahmen für die Fa. bei 80% Auslastung der Fachkraft (nicht Meister, Techniker oder Ing.). Das liegt deutlich über dem wofür meine Fa. mich im Monat "verkauft". Ich hatte daher eher so <85 € /h erwartet.

Mein Sohn bekommt als frisch ausgelernter Elektroniker 3000€ brutto im Monat (o. Zuschläge). Das sind für seinen Chef ca. 6000€/Monat Kosten. Der wird jetzt aber bestimmt auch als Fachkraft für > 40€/h verrechnet/verkauft. Da bleibt dann schon noch was für die Gemeinkosten des Betriebes und den Chef hängen.
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Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

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Ich habe auch einen Mitarbeiter der sich den Kopf zerbricht was wir so verdienen.
Dies ist jener der 3 x 6 Monate im Krankenstand war(also 2 x voll kostete)...nun nichts heben kann wegen den Bandscheiben, dessen Arbeiten nun ca. 8000 im Monat an zugekaufte Leistung zusätzlich kostet.
Ja, der zerbricht sich auch den Kopf darüber.

Ich kenne immer mehr "Chefs" denen es reicht, welche aufhören.
Sicher aus Reichtum.
Manche fangen dann als Mitarbeiter in anderen Unternehmen an.
Sicher aus reiner Geldgier, oh, eher da sie den zunehmenden Kindergarten der persönlichen Befindlichkeit, auch noch der Mitarbeiter neben den Kunden und den Ausreden der Lieferanten, satt haben.
Also, wofür Messen lassen?

Bei myHammer gibt es das sicher um 100€.

Und, sicher auch einen der das sogar ohne FiB befindet.
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Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

Blitz1951
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Auf der Suche nach einem günstigen FI-Schalter bin ich auf eine Kombination FI-LS Schalter mit Charakteristik AC gestoßen, die sehr günstig, teilweise schon unter 10 Euro verkauft werden. Anscheinend sind sie aber in Deutschland nicht zugelassen

hier für 6 Euro
[REF-Link gelöscht]
Technische Daten:
Hinweis zu den technischen Daten:
** Vorsicht - in Deutschland sind nur Allstromsensitive oder Gleichstromsensitive Fehlerstromschutzschalter zugelassen.
In Österreich und anderen Staaten sind auch Fehlerstromschutzschalter der Klasse AC zugelassen.
Zuletzt geändert von MaXx.Grr am Mi 17. Apr 2024, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: REF-Link gelöscht

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

Blitz1951
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Zur Begründung warum AC Charakteristik nicht mehr in D zugelassen ist, habe ich folgende Begründung gefunden.
Es ist aber komisch dass in Österreich weiterhin Zulassung besteht.

FI-Schutzschalter Typ AC
Netzspannungsunabhängige Fehlerstrom-Schutzschalter vom Typ AC dienen zur Auslösung nur bei Wechsel-Fehlerströmen. Bei Fehlerströmen, welchen ein Gleichstrom zufolge einer Gleichrichtung überlagert ist, kommt es aufgrund der magnetischen Sättigung im Kern des Stromwandlers zu keiner Auslösung. Daher sind FI-Schutzschalter vom Typ AC in Deutschland durch „Besondere Nationale Bedingungen“ in den obenstehenden Normen ausgeschlossen und nach den Errichtungsbestimmungen nicht zugelassen.

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

Blitz1951
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https://www.o-ton.at/component/mfoton/5 ... ren%20kann.

Lebensgefährlicher FI-Schalter Standard in Österreich: In Deutschland seit 20 Jahren verboten

Etwa 90 – 95% der österreichischen Haushalte nutzen den FI-Schutzschalter des alten Typ AC. Ein Typ, der bei der neuen Generation von elektronischen Geräten jedoch nicht einwandfrei funktionieren kann.

Re: Wallbox in Österreich zwingend mit eigenem FI?

panoptikum
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Auch in Ö sind sie nicht überall zugelassen.
Typ AC oder wechselstromsensitiv: Die FI-Auslösung ist nur bei sinusförmigen Wechselfehlerströmen sichergestellt. Diese FI-Schutzschalter wurden in der Vergangenheit oft eingesetzt. Sie sind jedoch bei den heute oft verwendeten modernen Werkzeugen, Waschmaschinen, Geschirrspülern, Föhnen oder elektronischen Ladegeräten, bei denen eine Halbwelle durch Schaltungen von Dioden gefiltert wird oder die eine Steuerelektronik zur Dreh-Zahlsteuerung haben, nicht mehr einsetzbar. Es ist nicht gewährleistet, dass der FI im Fehlerfall auslöst, da nur mehr eine Halbwelle vorhanden ist. Auch bei glatten Gleichfehlerströmen, die zum Beispiel bei Frequenzumrichtern, E-Mobilität und PV-Anlagen entstehen können, geht der integrierte Wandler des FI-Schutzschalters in Sättigung und der PMA (Permanent-Magnetauslöser) kann den Schalter nicht zum Auslösen bringen.

Diese FI Schutzschalter werden nur mehr für rein ohmsche Lasten, wie zum Beispiel Heizungen, eingesetzt
Quelle: https://noe.lko.at/richtige-schutzschal ... 00+3508633
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